Monatsarchive: Februar 2015

So lügt Moskau!

**Torsten Mann:**

##Ziele und Methoden der russischen Desinformation

Der Weltmachtsanspruch der Sowjetunion hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren.

Haben Sie schon einmal davon gehört, dass AIDS eine biologische Waffe ist, die von der US-Armee zur Reduzierung der Überbevölkerung in der Dritten Welt entwickelt wurde? Ist Ihnen bewusst, dass die US-Regierung den islamischen Terror erschaffen hat, um damit “imperialistische Kriege” zu rechtfertigen und dem “militärisch-industriellen Komplex” Amerikas Profite zu verschaffen? Sind Sie davon überzeugt, dass die CIA für die Ermordung Kennedys verantwortlich ist und sind Sie darüber informiert, dass Papst Pius XII. ein Freund der Nazis war, der nichts gegen die Verfolgung der Juden unternahm? Kennen Sie die Warnungen, dass auf einen Atomkrieg zwangsläufig ein “Nuklearer Winter” folgt? Und wissen Sie, dass Russland von der NATO eingekreist wird, was Moskau zu einem legitimen “Präventivschlag” gegen den Westen provozieren könnte?

Wenn Sie davon schon einmal gehört haben, dann sollten Sie weiterlesen, denn all die genannten Geschichten sind vorsätzliche Lügen und sie stammen aus derselben Quelle, deren Absicht es ist, die Weltöffentlichkeit systematisch zu täuschen und irrezuführen: Diese Lügen entstammen den Desinformationsabteilungen der russischen Geheimdienste!

Erst kürzlich berichteten die Medien über ein Agentenpaar, dem der Prozess gemacht wurde, weil es im Auftrag des russischen Geheimdienstes zwei Jahrzehnte lang Informationen über die politische und militärische Strategie der EU und der NATO gewinnen sollte. Derartige Nachrichten vermitteln eine Vorstellung davon, dass das frühere KGB hierzulande noch immer aktiv auf der Suche nach militärischen und wirtschaftlichen Geheimnissen ist. Doch entsteht dabei leider nur ein sehr ungenaues Bild über die Aktivitäten des KGB und seiner Nachfolgeorganisationen.

Zwar ist es richtig, dass die russischen Geheimdienste noch immer in einem ähnlichen Ausmaß Spionage betreiben wie zu Zeiten des Kalten Krieges, doch die Beschaffung westlicher Geheimnisse war nie die einzige oder auch nur die hauptsächliche Aufgabe russischer Agenten. Tatsächlich räumte das KGB seit jeher den sogenannten “Aktivmassnahmen”, das heisst der systematischen Verbreitung von Desinformation, eine weitaus höhere Priorität ein als der Spionage, und zwar in der Absicht, die öffentliche Meinung im Westen und in der Dritten Welt zu beeinflussen. Wie der frühere KGB-Offizier Yuri Bezmenov betonte, verwendete das KGB tatsächlich etwa 85% seiner Kapazitäten für diese Form der psychologischen Kriegsführung und nur etwa 15% für die klassische Informationsbeschaffung.

##Anfänge der sowjetischen Desinformation

Seit jeher ist die Lüge so untrennbar mit der kommunistischen Ideologie verbunden wie die Freiheit mit jeder echten Marktwirtschaft. Deutlich tritt dieser Zusammenhang in den Worten des ehemaligen Stasi-Oberstleutnants Günter Bohnsack zutage, einem früheren Mitarbeiter der Desinformationsabteilung in Ostberlin, welche nach der Devise handelte, dass die Aktivmassnahmen eine “spezifische Form des Klassenkampfes” darstellten. Zu lügen gehörte für das KGB somit zum alltäglichen Geschäft. Schon im ersten sowjetischen Geheimdienst, der Tscheka, hatte es ein Desinformationsbüro gegeben und auch die Kominform verfügte über eine Desinformationsabteilung, die Lügen und Gerüchte verbreitete um die westlichen Staaten zu destabilisieren und Unruhe zu stiften. Doch bis zum Ende der 1950er Jahre überwog beim KGB noch die reine Informationsbeschaffung während die systematische Desinformation nur eine untergeordnete Rolle spielte, so dass die Moskauer “Aktivmassnahmen” vergleichsweise unprofessionell blieben und nur eine begrenzte Wirkung erzielten. Das änderte sich zu Beginn der 1960er Jahre jedoch grundlegend. Wie mehrere Überläufer östlicher Geheimdienste berichteten, ergab sich mit Beginn der sowjetischen Langzeitstrategie eine Prioritätsverlagerung, bei der die aktive Rolle des Geheimdienstes wesentlich erweitert wurde.

Zu diesem Zweck war bereits 1959 bei der Ersten Hauptverwaltung des KGB, zuständig für Auslandsaufklärung, eine eigene “Abteilung für aktive Massnahmen” (Abteilung D) unter der Leitung von General Iwan Iwanowitsch Agajanz gegründet worden. Diese Abteilung bestand laut dem KGB-Überläufer Oberst Oleg Gordievsky hauptsächlich aus ausgeschiedenen KGB-Agenten, die kontinuierlich Artikel und Manuskripte verfassten, in denen die Wahrheit so geschickt mit Lügen und semantischen Manipulationen vermischt wurde, dass es sehr schwierig wurde, zu erkennen, was echte Information war und wo die Desinformation begann. Die “Abteilung D” wurde im Jahr 1968 in “Abteilung A” umbenannt und in den frühen 1970er Jahren zu einem “Dienst A” aufgewertet, was die zunehmende Bedeutung der Desinformation in der sowjetischen Strategie anzeigt. Auch die Zielgruppe ihrer subversiven Aktivitäten änderte sich im Lauf dieser Zeit. Waren zunächst noch die politischen Entscheidungsgremien westlicher Staaten das Zielobjekt der sowjetischen Beeinflussung, so verlagerte sich der Schwerpunkt im Verlauf der 1960er Jahre auf die Manipulation der öffentlichen Meinung und des Zeitgeistes.

##Moskau errichtet ein Lügen-Netzwerk

Wenige Jahre nach Gründung der Abteilung D beim KGB wurden auch bei den Geheimdiensten der übrigen Warschauer Pakt-Staaten dem sowjetischen Vorbild entsprechende Desinformationsabteilungen etabliert, die durch sowjetische “Berater” zunächst nur mit Moskau, später auch untereinander koordiniert wurden und die fortlaufend Verleumdungskampagnen gegen die westlichen Staaten durchführten. So bekam die Desinformationsabteilung der “DDR” im Stellenplan des Ministeriums für Staatssicherheit die römische Ziffer X zugewiesen. Sie blieb organisatorisch nahezu unverändert bis zu ihrem Ende im Jahr 1989 aktiv. Noch im Jahr 1988 kommentierte ihr Leiter Oberst Rolf Wagenbreth die Arbeit seiner Abteilung im Kreis leitender Geheimdienstfunktionäre mit den Worten: “Unsere Freunde in Moskau nennen es ‚Desinformazija‘, unsere Feinde in Amerika nennen es ‚active measures‘ und ich, liebe Freunde, nenne es ‚meine Lieblingsbeschäftigung‘.”

In der Tschechoslowakei bekam die für Desinformation zuständige Abteilung die Ziffer 8 zugeteilt. Viele Details über die Operationen dieser Sektion wurden bekannt, nachdem ihr stellvertretender Leiter, Major Ladislav Bittman, als Reaktion auf den Prager Frühling 1968 in den Westen überlief. Er berichtete, dass die Produktion von Lügenkampagnen im Anschluss an die Vernetzung der osteuropäischen Abteilungen steil angestiegen war, so dass der Ostblock jährlich etwa 300 bis 400 Verleumdungskampagnen durchführen konnte. Allein der tschechoslowakische Geheimdienst, der nach dem KGB als zweitgrösster Desinformationsproduzent im Ostblock galt, inszenierte im Jahr 1965 beispielsweise 115 Sonderoperationen. Als General Agajanz im selben Jahr eine Inspektion der ihm unterstellten osteuropäischen Filialen unternahm, die ihn auch nach Prag führte, war er offensichtlich von der Arbeit der tschechoslowakischen Abteilung tief beeindruckt. Nach Durchsicht einiger Zeitungsausschnitte, die von einer aktuellen Operation zeugten, sagte er: “Manchmal wundere ich mich darüber, wie leicht es ist diese Spiele zu spielen, wenn sie (im Westen) keine Pressefreiheit hätten, müssten wir sie für sie erfinden.”

Das hauptsächliche Einsatzgebiet für Beeinflussungsoperationen der Abteilungen in der “DDR”, der Tschechoslowakei und Ungarns war Westdeutschland, aber auch andere westeuropäische Staaten sowie Staaten der Dritten Welt, während das allen Satellitenabteilungen übergeordnete KGB einerseits hauptsächlich mit Operationen in den USA befasst war und andererseits solche Kampagnen organisierte, welche im Rahmen der sowjetischen Langzeitstrategie einer höheren Geheimhaltungsstufe unterlagen. In diesem Zusammenhang erwähnte Major Bittman die Existenz eines globalen langfristigen Desinformationsplans, den seine sowjetischen Vorgesetzten immer wieder erwähnt hatten, ohne dass er jemals Einblicke oder schriftliche Direktiven bekommen hätte.

Die Moskauer Zentrale übte durch ihre Verbindungsoffiziere eine enge Kontrolle über die Arbeit der einzelnen Filialen aus, so dass Moskau stets in jedes Unternehmen eingeweiht war, das die Desinformationsdienste der Satellitenstaaten durchführten. Oberstleutnant Bohnsack schrieb, dass die sowjetischen Offiziere in der Sektion der Stasi nicht nur eine beratende Funktion, sondern eine effektive Befehlsgewalt hatten und, dass Moskau für jedes einzelne Unternehmen, das von der Stasi geplant wurde, ein Konzept oder zumindest einen Brief forderte. Mindestens einmal im Jahr fanden darüberhinaus multilaterale Beratungen statt, bei denen Schwerpunkte festgelegt und Operationsgebiete abgesteckt wurden. Major Bittman erläuterte: “Die tschechoslowakische Abteilung D konnte, wie die übrigen Abteilungen dieser Art in den anderen Satellitenländern, nicht nach eigenem Gutdünken Einsatzziele bestimmen. Zwar werden von jedem Geheimdienst langfristige Pläne, die sich auf fünf bis sieben Jahre erstrecken, ausgearbeitet, aber die Sowjetunion bestimmt weitgehend die Richtlinien der Vorbereitung und praktischen Durchführung, um sicherzugehen, dass keine der einzelnen Operationen den sowjetischen Zielsetzungen widersprechen.”

So behielt Moskau stets die Kontrolle über alle Aktivitäten der osteuropäischen Geheimdienste und behielt den Überblick über den aktuellen Stand laufender Unternehmungen. Diese enge Verknüpfung zwischen dem KGB und den Geheimdiensten im sowjetischen Einflussbereich zeigt, dass kein kommunistischer Staat in Osteuropa in der Lage war eine autonome Politik zu betreiben oder die Interessen des eigenen Landes zu verfolgen, stattdessen standen die Regime Osteuropas einschliesslich ihrer Geheimdienste und Armeen bis zur Wende unter der vollständigen Kontrolle Moskaus, teilweise auch darüberhinaus. Dasselbe gilt für den Geheimdienst Kubas und anderer Satellitenstaaten in Asien, Afrika und Lateinamerika, die in ähnlicher Weise vom KGB kontrolliert wurden.

Die Praxis, die Geheimdienste verbündeter Staaten vorzuschicken um Kampagnen für die Sowjetunion durchzuführen, erwies sich vor allem in der Dritten Welt als sehr vorteilhaft, denn dort waren viele Aktivisten eher zur Kooperation mit einem Satellitengeheimdienst bereit, in der irrtümlichen Annahme damit dem “Antikolonialismus” anstatt den Supermachtinteressen der Sowjetunion zu dienen. Dieselbe Fehleinschätzung machte sich Moskau auch in den 1960er Jahren bei der Aufhetzung der Studentenbewegung zunutze, für die der Massenmörder Che Guevara zu einer Art Pop-Ikone hochstilisiert wurde, was z.B. mit Leonid Breschnew oder Erich Honecker kaum möglich gewesen wäre, obwohl diese doch für exakt dieselbe politische Idee standen.

##Dialektik der Täuschung

Um den gewünschten Effekt zu erzielen war es nicht zielführend, Geschichten vollständig zu erfinden, denn reine Lügen, die nicht auf einer soliden Faktenbasis aufbauen, können leicht als Fälschungen enttarnt werden und erzielen daher nicht die angestrebte Wirkung. Eine Lüge wird in vielen Fällen erheblich glaubwürdiger, wenn man tatsächliche Ereignisse in geeigneter Weise verdreht und mit halbwahren, irreführenden oder ganz gefälschten Zusatzinformationen kombiniert. Dadurch wird das Geschäft der Desinformation zu einer komplizierten und anspruchsvollen Aufgabe, das viel Fachkenntnis und einen grossen Arbeitsaufwand erfordert. Die Abteilung D verfeinerte diese Kunst bis zu einem Grad, in dem sie in der Lage war, westliche Regierungsdokumente so zu fälschen, dass sie selbst von den zuständigen Behörden nicht sofort als Desinformation erkannt werden konnten. Aber man beschritt auch ungewöhnliche Wege, indem man neben der Produktion von Artikeln, Büchern, gefälschten Dokumenten, Parolen und Gerüchten sogar subversive Witze in Umlauf brachte, denn “bisweilen hat ein guter Witz eine grössere Wirkung als zehn Leitartikel”.

Der linke Terrorist Che Guevara (Bild: Alberto Korda; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Major Bittman erklärte: “Die internationale Politik wird zu diesem Zweck systematisch verfolgt, Konflikte oder Spaltungen zwischen öffentlicher Meinung und Regierungspolitik in nichtkommunistischen Ländern werden analysiert, um unzufriedene Bevölkerungsschichten als ‚pressure groups‘ manipulieren zu können. Aus diesem Grund könnte man einen Grossteil der (…) Sonderoperationen als diversives Public-Relations-Programm bezeichnen, das bezweckt, die Beziehung zwischen einer feindlichen Regierung und ihrem Volk zu vergiften, bestehende Kontroversen und Konflikte zu verhärten und neue Dispute zu nähren.”

Das heisst, die Produktion von Desinformationskampagnen erfolgte spezifisch und unter Berücksichtigung der individuellen Befindlichkeiten einzelner Zielgruppen. So wurde die Studentenbewegung der 1960er Jahre ebenso mit zersetzenden Parolen aufgewiegelt, wie später die Friedensbewegung, die Ökobewegung oder inzwischen die sogenannte “Wahrheitsbewegung” bis hin zu rechtsextremen oder nationalistischen Gruppierungen, denen man Spielmaterial zukommen lässt, das zwar ihrer Erwartungshaltung entspricht, das aber mit subversiven, zumeist antiamerikanischen Phrasen versetzt ist, welche geeignet sind, in den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen ein für die Ziele der Moskauer Strategie günstiges Meinungsklima zu schaffen. Oberstleutnant Bohnsack schrieb hierzu: “General (Markus) Wolf hat bereits in den sechziger Jahren immer wieder verlangt, auf allen Tasten des Klaviers zu spielen, um mit nachrichtendienstlichen Mitteln möglichst viele Menschen in Westdeutschland politisch anzusprechen, zu beeinflussen, gegen den kalten Krieg aufzubringen.

Damit meinte er nichts anderes, als neben Quellen auch solche Stützpunkte zu werben, die von ihrer gesellschaftlichen Stellung her in der Lage wären, als Multiplikatoren zu wirken, politische Bewegungen auszulösen und zu steuern, Meinungen in der Öffentlichkeit zu bilden oder auch Enthüllungskampagnen zu initiieren (…).”

##Einflussagenten, Kollaborateure und “nützliche Idioten”

Die wichtigsten Erfüllungsgehilfen der russischen Desinformation waren seit jeher die freien Medien im nichtkommunistischen Ausland. Das KGB beschränkte sich dabei nicht auf die Manipulation von Presse und Rundfunk, sondern platzierte seine Agenten auch im Umfeld grosser Film- und Theaterproduktionen, um sie für die Verbreitung von Desinformation zu nutzen oder gründete und finanzierte getarnte Frontorganisationen wie z.B. Verlage von Zeitungen, Zeitschriften oder Nachrichtenbriefen, die auf den ersten Blick unabhängig und überparteilich erschienen und nicht unmittelbar mit Moskau in Verbindung gebracht werden konnten.

Zwar wurden selbstverständlich auch offen kommunistische Medien im In- und Ausland für die Verbreitung irreführender Informationen benutzt, jedoch legten die Experten der Abteilung D besonderen Wert darauf, ihre Lügen möglichst zuerst in angesehenen und als neutral geltenden, im Idealfall sogar in konservativen oder rechtslastigen Medien unterzubringen, bei denen der Leser bzw. Zuschauer keine kommunistische Einflussnahme erwarten würde. Major Bittman schrieb hierzu: “Die Beeinflussung durch den kommunistischen Geheimdienst fand in einigen Fällen qualitativ auf so hoher Ebene statt, dass man direkt mit dem Chefredakteur oder Verleger einer Zeitung verhandeln konnte und sie mit finanzieller Beihilfe unterstützte. Dafür liess sich von Zeit zu Zeit Desinformationsmaterial veröffentlichen und die Haltung des Blattes entscheidend beeinflussen.”

Dabei gilt, je grösser die scheinbare Distanz des Mediums oder des Einflussagenten zur kommunistischen Quelle, umso grösser ist die zu erzielende Wirkung der subversiven Botschaft in der Öffentlichkeit. Der KGB-Überläufer Ilja Dschirkwelow erläuterte diese Praxis wie folgt: Sobald eine bestimmte Desinformation erfolgreich im Ausland platziert wurde, griffen die sowjetischen Staatsmedien die Sache auf und sorgten unter Verweis auf die vermeintlich unabhängige Quelle für eine möglichst grosse Verbreitung. Ein angeworbener westlicher Journalist, der als Einflussagent im Redaktionstab einer Zeitung oder Zeitschrift saß, hatte demnach die Aufgabe, kompakt gehaltenes Rohmaterial, das ihm die russische Desinformation einschliesslich Bildmaterial und Quellenalibi zugesandt hatte, zu einem Artikel oder einem Beitrag aufzuarbeiten und zu veröffentlichen. Konkret veröffentlichten die westlichen Kollaborateure der sowjetischen Desinformation das ihnen zugespielte Material scheinbar eigenständig und unabhängig, welches aber erst dadurch die gewünschte Popularität erfuhr, dass es durch die sowjetischen Staatsmedien z.B. in Form von Interviews oder Korrespondentenberichten aufgegriffen und international verbreitet wurde. Erst diese Unterstützung durch die sowjetische Propaganda war ausschlaggebend dafür, dass einer Kampagne oder einem Kollaborateur der internationale Durchbruch gelang. Diese Praxis beschränkte sich nicht auf Journalisten und Autoren, sondern es fungierten auch Wissenschaftler, Historiker, Politiker und andere prominente Persönlichkeiten als Einflussagenten im Dienste Moskaus. Natürlich war nicht jeder, der mit seiner jeweiligen Botschaft in den sowjetischen Massenmedien zu Wort kommen durfte, ein bewusst handelnder Einflussagent des KGB, aber die strikte staatliche und geheimdienstliche Zensur stellte doch zumindest sicher, dass in den Moskauer Massenmedien nichts verbreitet wurde, das nicht im Interesse und zum Nutzen des Kreml und seiner langfristigen Strategie gewesen wäre.

Bisweilen wusste ein Journalist, dem gefälschtes Material zugespielt wurde, nicht einmal, woher es tatsächlich stammte und auf welches Spiel er sich bei der Veröffentlichung einliess. Desinformation wurde also nicht nur über bezahlte und bewusst handelnde Einflussagenten verbreitet, sondern überwiegend durch ein Heer unbewusst handelnder, “nützlicher Idioten”, die Phrasen und Parolen aufgriffen und unreflektiert weiter verbreiteten, so dass es mit einem einzigen geschickt platzierten Artikel oftmals gelang, eine Kettenreaktion auszulösen, bei der die Falschmeldung von anderen Medien immer wieder aufgegriffen und weitergetragen wurde.

Häufig wiederholte Moskau ähnliche Verleumdungen, um über die Jahre, getreu dem Motto “steter Tropfen höhlt den Stein”, einen kumulierenden Effekt zu erzielen, was sich auch für die beteiligten Kollaborateure lukrativ auswirkte, denn wie der KGB-Überläufer Konstantin Preobrazhensky berichtete, zahlte die sowjetische Desinformation jedesmal einen Bonus, wenn eine Lüge wiederholt wurde. Laut einer Schätzung der CIA investierten die Sowjets in den 1970er Jahren auf diese Weise jährlich mehr als 3 Milliarden Dollar für die Verbreitung von Desinformation und Propaganda. Der offensichtliche Erfolg dieser Investition veranlasste den KGB-Überläufer Yuri Bezmenov im Jahr 1985 zu der Feststellung, dass ein Grossteil der westlichen Massenmedien vom KGB manipuliert wurde.

##Langfristige Ziele der sowjetischen Desinformation

Sowohl die Stoßrichtung als auch der zu erzielende Nutzen einzelner Desinformationskampagnen entsprach stets den langfristigen Zielen der Moskauer Strategie. Hauptsächlich ging es darum, die westlichen Staaten durch Unterhöhlung ihrer politischen, wirtschaftlichen, militärischen und moralischen Stärke zu schwächen, die Politik des Westens und seiner Regierungen in den Augen der einheimischen Bevölkerung sowie vor dem Ausland zu diskreditieren und die Entscheidungen ausländischer Regierungen zum Nutzen Moskaus zu beeinflussen. Insbesondere wurde versucht, das westliche Wirtschaftssystem zu beschädigen und in Verruf zu bringen, und zwar einerseits durch die systematische Irreführung der westlichen Öffentlichkeit über die Voraussetzungen für eine intakte Marktwirtschaft sowie über ihre grundsätzliche Funktionsweise und andererseits dadurch, dass ihr lebenswichtige Ressourcen entzogen werden sollten, nämlich in erster Linie eine rentable Energieversorgung. Die westliche Wirtschaft von ihrer Energieversorgung abzuschneiden war eine langfristige Operation der kommunistischen Geheimdienste, die bis in die 1950er Jahre zurückreichte und die nicht nur den Bereich der Desinformation betraf, jedoch war auch die Abteilung D daran beteiligt. Als besonders erfolgreich hat sich in diesem Zusammenhang mittlerweile die Klimaschutz-Hysterie erwiesen, die ebenfalls auf eine kommunistische Zersetzungskampagne zurückzuführen ist. Ein weiterer Erfolg der kommunistischen Desinformation war es, die aggressiv betriebenen Versuche der Sowjets, die Erdölquellen im Nahen Osten unter ihre Kontrolle zu bekommen, wovon 1979 die Revolution im Iran, die Invasion in Afghanistan sowie die Besetzung der Großen Moschee in Saudi Arabien zeugten, semantisch derartig umzudeuten, dass aus dem legitimen Interesse der westlichen Staaten an der Aufrechterhaltung ihrer Energieversorgung, wie es in der Carter-Doktrin formuliert wurde, die antikapitalistische Kampfparole “Kein Blut für Öl” wurde. Major Bittman schrieb hierzu: “Das wichtigste langfristige Ziel der wirtschaftlichen Kriegsführung und Desinformation der Sowjets ist, die amerikanische Wirtschaft von Rohstoffen abzuschneiden, die für Wohlstand und Wachstum lebenswichtig sind, sowie die wirtschaftlichen Beziehungen Amerikas zur Aussenwelt in einer für die Sowjets vorteilhaften Weise zu manipulieren.” Dazu gehörte laut Bittman ausdrücklich auch die Manipulation internationaler Märkte wie z.B. des Goldpreises.

Während also die Marktwirtschaft systematisch diffamiert wurde, sollten die Aktivmassnahmen auch dabei helfen, marxistische Denkweisen – häufig in getarnter Form – salonfähig zu machen, eine sozialistische Erwartungshaltung in der Bevölkerung zu wecken sowie konservativem, bürgerlichem und christlichem Gedankengut den gesellschaftlichen Rückhalt zu entziehen. Yuri Bezmenov betonte, dass das KGB all jenen Individuen, welche der sowjetischen Strategie dienlich waren, durch die Manipulation der öffentlichen Meinung bei ihrer weiteren Karriere half, während solche Personen, die sich der kommunistischen Zersetzung ihres Landes entgegenstellten, zum Opfer von geheimdienstlich organisierten Rufmord- und Verleumdungskampagnen wurden. Beispielsweise investierte das KGB nach Aussage des früheren Ceaucescu-Stellvertreters Generalleutnant Ion Pacepa über Jahrzehnte hinweg enorme Summen in die persönliche Diffamierung unliebsamer amerikanischer Präsidenten. So wurde Lyndon B. Johnson als Maffioso und als Mörder Kennedys dargestellt, Richard Nixon als “kleiner Tyrann” oder Carter als “blöder Erdnussfarmer”. Vor diesem Hintergrund ist auch heute noch bemerkenswert, wie unterschiedlich viele Massenmedien z.B. Ronald Reagan oder George Bush jun. einerseits und Barack Obama andererseits darstellen. Während Bush jun. im deutschen Fernsehen wörtlich als “Präsidentschaftslehrling” diffamiert wurde, wird der offensichtlich stark linkslastige Obama gegenwärtig zu einer Art Heilsgestalt hochgejubelt.

##Primäres Ziel: Verbreitung von Antiamerikanismus und Deutschfeindlichkeit

Wie mehrere KGB-Überläufer erklärten, war es das primäre Ziel der sowjetischen Desinformation, die Politik Moskaus vor der Weltöffentlichkeit in einem positiven Licht darzustellen, bei gleichzeitiger Verbreitung von Antiamerikanismus und Deutschfeindlichkeit. Letzteres geschah vor allem durch das europaweite Schüren von Ängsten vor einer wiedererstarkenden Rolle Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu diesem Zweck suggerierte Moskau durch seine Helfershelfer eine noch immer existierende Bedrohung durch den Neonazismus, dessen politische Vertreter in Deutschland latent noch immer an der Macht seien oder unmittelbar vor einer neuen Machtergreifung stünden. Hierfür gründete das KGB nicht nur “antifaschistische” also linksextreme, sondern auch scheinbar rechtsextreme Organisationen, die unter falscher Flagge Schmähschriften verbreiteten und Anschläge verübten, was dem Zweck diente, vor der Weltöffentlichkeit das Schreckgespenst des deutschen Neonazismus zu beschwören. Darüberhinaus schreckte das KGB auch nicht davor zurück, seine Agenten in bereits bestehende rechte Kreise eindringen zu lassen um dort zielgruppenspezifisch Antiamerikanismus zu verbreiten oder um z.B. das deutsch-französische Verhältnis in der Frage der Elsässer und Lothringer zu vergiften. Es wurde auch versucht, dem deutsch-österreichisch-italienischen Verhältnis unter Mißbrauch der Situation der Südtiroler dadurch zu schaden, dass in rein zerstörerischer Absicht auf allen Seiten feindschaftliche Tendenzen geschürt wurden und indem gesunder Patriotismus zu destruktivem Chauvinismus entartet wurde. In ähnlicher Weise wurde die Situation ethnischer Minderheiten in der gesamten westlichen Welt vorsätzlich verschärft, indem die Probleme nach Kräften verstärkt und Spannungen geschürt wurden, während eine konstruktive Lösung des Problems vorsätzlich verhindert wurde.

Wie Major Bittman berichtete, bezeichnete der sowjetische Desinformationsplan die USA als Hauptfeind, den zu zersetzen besonders grosser Aufwand betrieben wurde. Dabei seien gerade antiamerikanische Propagandakampagnen besonders leicht auszuführen gewesen, denn es genügte zumeist schon ein einziger Presseartikel, um eine Welle der Empörung über eine “neue amerikanische Verschwörung” auszulösen. Nach Jahrzehnten der Konditionierung geht die antiamerikanische Paranoia mittlerweile soweit, dass reflexartig bei jedem unerwarteten weltpolitischen Ereignis zuerst an eine amerikanische Verschwörung gedacht wird, und dabei wird vollkommen ausgeblendet, dass es neben Washington noch andere Kräfte in der internationalen Politik gibt, die hinter verschlossenen Türen völlig unbemerkt agieren. Die Vorstellung, welche die Weltöffentlichkeit heute von den USA hat, steht im krassen Gegensatz zu früheren Jahrzehnten, als das amerikanische Gesellschaftsmodell international noch als Vorbild von Freiheit, Demokratie und Wohlstand galt und an dieser Entwicklung haben die systematischen Zersetzungsmassnahmen des KGB einen ganz entscheidenden Anteil. Marxistische Phrasen wie, Washington betreibe eine “imperialistische” oder “neokolonialistische” Politik, welche den “Weltfrieden” und den wirtschaftlichen Wohlstand anderer Nationen gefährde oder gar die ökologische Zukunft des Planeten aufs Spiel setze, sollten dazu dienen, die USA von ihren internationalen Verbündeten zu entfremden sowie moralisch und politisch zu isolieren, was langfristig als Vorstufe für die militärische Isolierung der USA angesehen wurde. Ein Erfolg der sowjetischen Desinformationsbemühungen in der Dritten Welt war zum Beispiel, dass die Entwicklungsländer bei Abstimmungen in der UNO-Vollversammlung im Jahr 1982 in 83,4% aller Fälle zugunsten der Sowjetunion gestimmt hatten.

##Zersetzung der westlichen Verteidigungsfähigkeit

Wie Major Bittman berichtete, war der zweite Hauptangriffspunkt der kommunistischen Geheimdienste die NATO, denn das westliche Verteidigungsbündnis und die auf europäischem Boden stationierten US-Truppen waren der hauptsächliche Hinderungsgrund, der Moskau davon abhielt, die Kontrolle über Westeuropa zu erlangen. Die sowjetischen Strategen gingen davon aus, dass die europäischen Staaten ohne direkte amerikanische Unterstützung weder einzeln noch vereint in der Lage wären, sich gegen die Sowjetunion militärisch zu verteidigen. Deshalb wurde großer Aufwand unternommen um einen Abzug der US-Truppen aus Europa zu erreichen. Vor diesem Hintergrund dienten die seit Jahrzehnten in der sowjetischen Propaganda wiederholten Phrasen vom “gemeinsamen europäischen Haus” und der Achse “Paris-Berlin-Moskau” dazu, den Herrschaftsanspruch Moskaus über Europa semantisch zu tarnen. In der sowjetischen Strategie sollte auf die Auflösung der NATO und auf den Abzug der amerikanischen Streitkräfte die Errichtung eines “kollektiven Systems der Sicherheit” in Europa folgen, bestehend aus “bilateralen Verteidigungsabkommen” zwischen den europäischen Staaten und Moskau, was defakto den Warschauer Pakt unter anderem Namen auf Westeuropa ausgedehnt und den Kontinent dem Diktat des Kreml unterworfen hätte. Vor diesem Hintergrund gehörte es zu den langfristigen Aufgaben der sowjetischen Desinformation, die Stellung und das Prestige der USA in Europa zu unterhöhlen und die zur Auflösung tendierenden Kräfte innerhalb der NATO zu fördern. Um dies zu erreichen hatte das sowjetische Geheimdienstnetzwerk, wie Generalleutnant Ion Pacepa bezeugte, gegen Ende der 1970er Jahre unter der Parole “Europa den Europäern” schon etwa 700 Millionen Unterschriften für eine “Yankee-Go-Home”-Petition gesammelt. “Dem westeuropäischen Publikum”, so erklärte Bittman die sowjetischen Direktiven, “sollten systematisch antiamerikanische Gefühle eingeimpft werden. Es musste zur Ansicht erzogen werden, dass Europa doch fähig sein sollte, seine Probleme ohne militärische Beteiligung der Vereinigten Staaten zu lösen. Zusätzliche getarnte Propaganda zielte darauf hin, ein ungünstiges Licht auf die amerikanischen Truppen zu werfen, indem z.B. von amerikanischen Soldaten begangene Sexualverbrechen oder Mordtaten hochgespielt wurden. Die dominierende Stellung der USA diente als Vorwand für das Argument, die NATO-Strategie sei das Werk von amerikanischen Militärexperten, die nur die Verteidigungsinteressen der USA im Auge hätten und im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung mit der Sowjetunion bereit wären, Europa zum Atomkriegsschauplatz zu machen.” Wie erfolgreich die sowjetische Hetze gegen die NATO Früchte trug, zeigt sich besonders daran, welche Ausmaße und welchen gesellschaftlichen Einfluss die Friedensbewegung zu Beginn der 1980er Jahre erreichte.

Um das militärische Kräfteverhältnis in Europa zugunsten Moskaus zu verschieben agitierte die sowjetische Desinformation gezielt gegen westliche Rüstungsvorhaben. Beispiel hierfür ist die Kampagne gegen die Neutronenbombe, die als typisch “kapitalistische Waffe” dargestellt wurde, welche Material verschone und nur Menschen töte. Eine weitere grossangelegte Kampagne wurde gegen die NATO-Nachrüstung geführt, in deren Rahmen zu Beginn der 1980er Jahre neue Marschflugkörper und Mittelstreckenraketen in Europa stationiert werden sollten. Oberst Gordievsky erinnert sich an eine Anweisung Moskaus aus dem Jahr 1982, in der die wichtigsten Punkte der Kampagne gegen die Marschflugkörper aufgezeigt wurden. In den Direktiven hiess es u.a., diese Marschflugkörper seien in der Öffentlichkeit als Offensivwaffen darzustellen und es solle behauptet werden, dass Manövern mit diesen Waffen von sowjetischer Seite fälschlich als Angriffsvorbereitungen gedeutet werden könnten, was einen sowjetischen Präventivschlag provozieren könne. Diese Phrasen seien bei allen Kontakten mit Einflussagenten und direkt in der Öffentlichkeit zu wiederholen. Exakt in derselben Art und Weise wird im Zusammenhang mit dem von Moskau heftig bekämpften europäischen Raketenabwehr-System auch heute noch argumentiert. Für die Konzeption derartiger Desinformationskampagnen mit Bezug zu militärischen und rüstungstechnischen Fragen wurde beim sowjetischen Generalstab 1960 eine darauf spezialisierte Abteilung geschaffen, die Hauptverwaltung für strategische Täuschung (GUSM).

##Destabilisierung der Gesellschaft

Die psychologische Kriegsführung Moskaus zielte in letzter Konsequenz auf die Demoralisierung und Aufwiegelung der Bürger gegen ihre eigenen staatlichen Institutionen um damit langfristig die öffentliche Ordnung der westlichen Nationen zu destabilisieren, was Yuri Bezmenov wie folgt erläutert: “Das Hauptziel war die psychologische Veränderung der nationalen und individuellen Wahrnehmung der Realität in solchem Umfang, dass die Mehrheit einer Nation die vom Totalitarismus ausgehende Gefahr nicht mehr erkennt und das feindliche System letztlich als harmlos und in bestimmten Aspekten sogar als erstrebenswert akzeptiert, zumindest als geeignete Alternative zum gegenwärtigen System.” Und das hört sich im Alltag dann etwa so an: In der “DDR” war nicht alles schlecht, dort gab es Gleichberechtigung, staatliche Kinderbetreuung, keine Arbeitslosigkeit, eine kostenlose Gesundheitsvorsorge usw. Um die Subversion bis auf dieses Niveau voranzutreiben ist es, wie Bezmenov erklärt, erforderlich, in die innerstaatlichen Institutionen einer Nation und in ihre Regierungsorgane einzudringen und es kann kein Zweifel bestehen, dass diese Voraussetzungen in der gesamten westlichen Welt mittlerweile erfüllt sind, seitdem die 68er-Bewegung ihren Marsch durch die Institutionen und an die Macht vollendet hat.

Während die Völker der westlichen Nationalstaaten früher über einen gesunden Patriotismus verfügten und das westliche Modell von privatem Unternehmertum und Marktwirtschaft für die Entwicklungsländer noch als vorbildlich galt, änderte sich diese Anschauungsweise mit dem Aufkeimen der von Moskau initiierten 68er-Bewegung grundlegend. Der Vietnamkrieg bot der sowjetischen Desinformation damals die ideale Gelegenheit, um bereits latent vorhandene Spannungen innerhalb der Gesellschaft zu schüren und neue Spannungen zu schaffen und um dadurch einen Prozess der nationalen Selbstverstümmelung in Gang zu setzen, der damit begann, dass es in linken Intellektuellenkreisen plötzlich Mode wurde, das “Establishment” anzugreifen, kollektive Schuldgefühle zu beschwören und eine ganz neue Toleranz gegenüber kommunistischen Aggressoren vom Vietcong über Che Guevara bis zur RAF zu entwickeln. Lassen wir dazu den rumänischen Generalleutnant Ion Pacepa zu Wort kommen, der vor seinem Seitenwechsel in leitender Position in das sowjetische Desinformationsnetzwerk verstrickt war: “Während des Vietnamkrieges verbreiteten wir zersetzende Geschichten in aller Welt, die den Anschein erweckten, die amerikanischen Präsidenten hätten Dschingis Khan-gleiche Barbaren als Soldaten nach Vietnam geschickt, die willkürlich vergewaltigten, Menschen mit Elektroschocks quälten, Gliedmassen abtrennten, Menschen in die Luft sprengten und ganze Dörfer auslöschten. Das entsprach nicht den Tatsachen, das waren unsere Märchen. Aber etwa sieben Millionen Amerikaner waren am Ende davon überzeugt, dass ihre eigenen Präsidenten der Feind seien, und nicht der Kommunismus.

ie Yuri Andropow, der Erfinder dieses Desinformationskrieges gegen die USA, immer sagte: die Leute sind bereit jeden Dreck zu glauben. Das Endziel unserer anti-amerikanischen Offensive war, die USA davon abzuschrecken, die Welt gegen den sich ausbreitenden kommunistischen Terror zu verteidigen. Leider hatten wir damit Erfolg. Nachdem die US-Truppen sich übereilt aus Vietnam zurückgezogen hatten, massakrierten die siegreichen Kommunisten etwa zwei Millionen Menschen in Vietnam, Laos und Kambodscha. Eine weitere Million versuchte zu fliehen, aber viele starben bei dem Versuch. Diese Tragödie verursachte ein Glaubwürdigkeitsdefizit zwischen den USA und dem Rest der Welt, beschädigte die Konsequenz der amerikanischen Aussenpolitik und vergiftete die politische Debatte in den USA. ” Und bei anderer Gelegenheit wurde er noch deutlicher: “Als Spionagechef und General des sowjetischen Satellitenstaates in Rumänien produzierte ich exakt dasselbe Gift, das John Kerry im US-Kongress fast Wort für Wort wiederholt hat und das europaweit in linken Bewegungen verbreitet wurde.” Derselbe John Kerry wurde von Präsident Obama inzwischen zum amerikanischen Aussenminister ernannt. Und auch in Deutschland wird die politische Kultur inzwischen von Zeitgenossen dominiert, deren politisches Weltbild offensichtlich direkt den östlichen Desinformationsabteilungen entstammt. So sind sich prominente deutsche Politiker linker Parteien, vor allem der Grünen und der Linkspartei, nicht zu schade, immer wieder gegen die eigenen Behörden, insbesonders gegen den BND, zu agitieren, ihnen “Affären” anzuhängen und dadurch deren Arbeit zu behindern. Damit setzen diese Politiker eine Tradition fort, die bereits in den 1950er Jahren in Ostberlin begründet wurde, denn die Hetze gegen die westdeutschen Nachrichtendienste war viele Jahrzehnte lang ein Dauerbrenner der Desinformationsabteilung des Ministeriums für Staatssicherheit in der “DDR”.

##Verkehrte Welt

Auf einen Nenner gebracht könnte man das langfristige Resultat der sowjetischen Desinformationsstrategie mit den Worten “verkehrte Welt” sehr treffend zusammenfassen. “Das ist”, wie Yuri Bezmenov im Jahr 1984 erläuterte, “exakt das, was mir meine KGB-Subversionsexperten bei der [APN-]‚Novosti‘-Presseagentur beigebracht haben. Eine der Hauptstrategien in diesem Prozess ist die Entwicklung, Etablierung und konsequente Durchsetzung einer ‚Doppelmoral‘. Eine, die für die UdSSR gilt und eine für die USA.” Es ist nicht zu übersehen, dass diese Doppelmoral längst fest etabliert ist. War der Vietnamkrieg Anlass für Massendemonstrationen, so konnte man eine ähnliche Reaktion auf den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan, bei dem sogar chemische Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt wurden, nicht ansatzweise verzeichnen. Während die Friedensbewegung stets die amerikanischen Pershing II kritisierte, hörte man keinerlei Proteste gegen die sowjetischen SS-20, die dem Ostblock Ende der 1970er Jahre immerhin die eurostrategische Überlegenheit über die NATO eingebracht hatten. Auch heute noch beklagt man laut und heftig das Vorgehen amerikanischer Soldaten gegen Kriegsgefangene in Guantanamo Bay und im Irak, jedoch bleibt es verdächtig still um die Kriegsverbrechen, die sich russische Truppen seit Jahren ungehindert in Tschetschenien leisten. Richtet der Kreml auch im neuen Jahrtausend wieder nagelneue Atomraketen auf Europa, fühlt sich dadurch niemand in seiner “Komfortzone” gestört. Wagt es aber die NATO über ein europäisches Raketenabwehrsystem auch nur laut nachzudenken, löst dies reflexartig eine Welle friedensbewegter Proteststürme aus. Wird die Polizei irgendwo in der westlichen Welt bei linken Ausschreitungen dazu gezwungen, hart durchzugreifen, dann spricht man von “Provokationen” durch die Polizei und von “Polizeigewalt”.

Werden aber Gegner des russischen Regimes gleich reihenweise ermordet, fühlt sich niemand veranlasst die Stimme zu erheben. Veröffentlicht ein gewisser Julian Assange westliche Geheimdokumente im Internet, dann ist ihm Präsenz in den Massenmedien sicher. Veröffentlichen aber russische Regimegegner wie Wladimir Bukowski oder Pavel Stroilov russische Geheimdokumente, welche die Verbrechen des Kreml belegen, dann wird ihre Botschaft klammheimlich unter den Teppich gekehrt. Werden libysche Befreiungskämpfer vom Westen dabei unterstützt, wie sie einen tyrannischen Massenmörder zum Teufel jagen, dann kocht die Empörung hoch. Unterstützt aber der Kreml seit Jahrzehnten nachweislich den internationalen Terrorismus, dann kräht kein Hahn danach. Fliegen zwei entführte Flugzeuge in New Yorker Hochhäuser, dann muss wohl die US-Regierung dahinterstecken, werden aber Agenten des russischen Inlandsgeheimdienstes auf frischer Tat ertappt, wie sie russische Wohnblöcke in die Luft sprengen, dann verwendet dafür niemand den Begriff “Inside Job”.

Die Tatsache, dass die öffentliche Meinung geradezu hysterisch auf alle Mißstände und Fehltritte des Westens reagiert und sich anschliessend regelmässig in nationaler Selbstzerfleischung übt, während die Verbrechen des Ostens kaum wahrgenommen werden, ist das Ergebnis jahrzehntelanger russischer Desinformationskampagnen. Die Verblödung der linksliberalen öffentlichen Meinung hat dadurch einen Grad angenommen, den Yuri Bezmenov wie folgt beschrieben hat: “Die Enthüllung wahrer Informationen spielt keine Rolle mehr. Eine Person, die demoralisiert wurde, ist nicht mehr in der Lage richtig und falsch zu unterscheiden. Fakten sagen ihr nichts mehr, sogar wenn man sie mit wahren Informationen überschüttet, mit authentischen Beweisen, mit Dokumenten, mit Fotos, (…) wird sie sich weigern es zu glauben, bis sie einen Tritt in ihren fetten Hintern bekommt. (…) Und das ist die Tragik am Zustand der Demoralisierung.”

Wie Bittman ausführt waren sich die Moskauer Subversionsexperten dessen bewusst, dass eine einzelne Lügenkampagne, so perfekt sie auch inszeniert ist, die Demoralisierung des Westens allein nicht bewirken kann, und deshalb setzten sie “auf die Massenproduktion von Aktivmassnahmen” und hofften, “über mehrere Jahre hinweg eine kumulative Wirkung (…) zu erzielen.” Das ist zweifellos gelungen, denn die von Bezmenov in den 1980er Jahren diagnostizierten Verwesungserscheinungen haben die Moral der westlichen Welt inzwischen vollständig zersetzt, jeglicher Patriotismus wurde abgeschafft, der Zeitgeist ist vergiftet.

Diese Entwicklung war nur möglich, weil ein Heer von Einflussagenten und “nützlichen Idioten” in den westlichen Medien an der linken Subversion ihres Landes aus eigennützigen Gründen, aufgrund ideologischer Verblendung oder infolge intellektueller Unfähigkeit aktiv mitgewirkt hat und weil fast keine westliche Regierung jemals wirksam gegen die sowjetische Subversion vorgegangen ist. Die einzige Ausnahme war der US-Präsident Ronald Reagan, der kurz nach seinem Amtsantritt eine Arbeitsgruppe mit dem Titel “Project Truth” gründete, deren Aufgabe es war, zeitnah auf sowjetische Desinformationskampagnen zu reagieren und die Öffentlichkeit jeweils über den wahren Sachverhalt aufzuklären. Reagan hatte erkannt, dass der kommunistischen Vergiftung der öffentlichen Meinung nur durch eine konsequente Aufklärung der Bevölkerung und die Aufdeckung der Wahrheit entgegengewirkt werden kann. Tatsächlich gelang es dieser Gruppe in den 1980er Jahren eine Reihe kommunistischer Desinformationskampagnen aufzudecken und zu entschärfen, jedoch war ihr Erfolg nur von vorübergehender Natur. Die aktiven Massnahmen Moskaus wurden bis zum Zerfall der Sowjetunion weiterhin nur geringfügig gestört.

##Russische Desinformation heute

Nun sollte man meinen, dass mit dem Ende des Kommunismus in Osteuropa und mit dem Zerfall der Sowjetunion auch die Arbeit der sowjetischen Desinformation eingestellt wurde, schliesslich gab sich Moskau in den letzten beiden Jahrzehnten so große Mühe, sich offiziell als “strategischer Partner des Westens” darzustellen, doch weit gefehlt! Nachdem der Westen das kommunistische Feindbild in den Jahren der Wende verloren hat, wurde zwar die Arbeit des “Project Truth” eingestellt, aber das hatte nur zur Folge, dass die russischen Desinformationsabteilungen für die Verbreitung ihrer zersetzenden Falschmeldungen heute bessere Bedingungen vorfinden als je zuvor. Tatsächlich setzt die russische Desinformation ihre Arbeit auch heute noch ununterbrochen fort. Eine Studie der Hanns-Seidel-Stiftung aus dem Jahr 2000 stellte fest, dass beim russischen Auslandsgeheimdienst nach wie vor ein für Desinformation und Aktivmassnahmen zuständiger Dienst existiert. Bestätigt wird dies durch den früheren KGB-Offizier Konstantin Preobrazhensky der 2003 in den USA um politisches Asyl bat. Weitere Details über die fortgesetzte russische Desinformation offenbarte der ehemalige KGB/SWR-Oberst Sergei Tretyakov, der im Jahr 2000 die Seiten wechselte.

Wie Oberst Tretyakov berichtete wurde der “Dienst A” während der Transformation des sowjetischen Geheimdienstes KGB zum russischen Auslandsgeheimdienst SWR im Jahr 1991 nicht aufgelöst, sondern lediglich in “Abteilung für Unterstützungsmaßnahmen” umbenannt, und zwar unter Beibehaltung derselben Mitarbeiter, die schon beim KGB die Desinformationsoperationen durchgeführt hatten. Zu dem Schluss, dass der Kreml seinen Desinformationskrieg gegen die westlichen Staaten nach dem Zerfall der Sowjetunion ununterbrochen fortgesetzt hat, war im Jahr 1992 auch schon ein Bericht der United States Information Agency an den US-Kongress gekommen. “Es zeigt sich” so heisst es darin, “dass trotz des Untergangs der KPdSU, grosse Teile ihrer Desinformationsmaschinerie überlebt haben und weiter operieren.” Der Bericht betont, dass nicht nur die Arbeit der Desinformationsabteilungen selbst ununterbrochen fortgesetzt wurde, auch die sowjetischen Strukturen, über welche die subversiven Lügen im Ausland verbreitet wurden, blieben weiterhin aktiv. Zu den vom Geheimdienst kontrollierten Medien als Multiplikatoren der Moskauer Desinformation gesellen sich inzwischen auch chinesische Medien, von denen dieselben antiwestlichen Lügen aufgegriffen und weiterverbreitet werden, denn das ex-kommunistische Moskau und das noch immer kommunistische Peking bilden heute eine vereinte antiwestliche Allianz. Konstantin Preobrazhensky schreibt über seine früheren Arbeitgeber im russischen Geheimdienst: “Obwohl die Tschekisten in ihrem Herzen auch heute noch Kommunisten sind, können sie es nicht riskieren, einen westlichen Linksintellektuellen dazu aufzufordern für die Ideale Lenins zu kämpfen. Da der Westler tatsächlich glaubt, dass Russland mit dem Kommunismus abgeschlossen habe, wäre er bei solch einer Doppelzüngigkeit verwirrt. Daher gehen die Tschekisten ihre Rekrutierungen etwas anders an. Sie sagen: ‚Lass uns zusammen gegen die amerikanische Vorherrschaft über die Welt kämpfen!‘ Viele fallen darauf herein.”

Obwohl sich die Etiketten also geringfügig verändert haben – man lügt heute nicht mehr für den Sieg des Kommunismus, sondern nur noch unter dem Vorwand des Antiimperialismus – hat sich der Inhalt der kommunistischen Desinformation und auch die Art und Weise ihrer Verbreitung durch Einflussagenten und “nützliche Idioten” in keinster Weise geändert. Oberst Sergei Tretyakov wurde vom russischen Auslandsgeheimdienst in den 1990er Jahren als stellvertretender Resident in New York eingesetzt und er berichtete, wie die ihm unterstellten Agenten auch Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges von anonymen Internetzugängen aus Desinformationsmaterial auf Webseiten veröffentlichten und per Email an westliche Massenmedien verschickten. Er schreibt: “Manches Propagandamaterial wurde als Lehrmaterial oder wissenschaftliche Studien getarnt. Diese Berichte waren raffinierte Dokumente, die den Anschein erweckten als seien sie von europäischen Akademikern oder Wissenschaftlern an Universitäten und respektabel klingenden Forschungseinrichtungen in Übersee verfasst worden. Tatsächlich existierten diese Wissenschaftler gar nicht. Das Material war im Hauptquartier von russischen Experten ausgearbeitet worden. Diese Berichte waren zu 99% korrekt, aber enthielten immer einen Kern Desinformation, welche die russische Aussenpolitik befürwortete. Dieses Material wurde an amerikanische Gruppierungen verteilt, welche die Regierung kritisierten, besonders an Umweltschutzorganisationen, Gegner der Weltbank und Menschenrechtsaktivisten. Unser Ziel war es, Zwietracht und Unfrieden innerhalb der USA und antiamerikanische Emotionen im Ausland zu säen.”

Noch immer gibt es in Russland keine wirklich freie Presse, noch immer unterhält der russische Geheimdienst eine für Desinformation zuständige Abteilung und noch immer kommen verdächtige Individuen in den russischen Staatsmedien zu Wort, wo sie Phrasen und Parolen verbreiten, die perfekt mit den strategischen Zielen der alten sowjetischen Desinformation übereinstimmen. Welche Schlüsse aus diesen Fakten zu ziehen sind, sei jedem Leser selbst überlassen, aber bei eingehender Betrachtung der Fakten zwingt sich der Eindruck auf, dass die kommunistische Desinformation heute erfolgreicher funktioniert denn je zuvor. Lassen wir an dieser Stelle Jeff Nyquist zu Wort kommen, der schrieb: “Eine zufällig verbreitete Lüge mag harmlos sein, solange sich dahinter keine zielgerichtete Strategie verbirgt, aber eine koordinierte Lügenkampagne, die von Geheimagenten gestartet und von Tölpeln ewig weitergetragen wird, ist kein Kinderspiel.”

##Die Artikelreihe wird fortgesetzt

Abschliessend muss ich gestehen, dass ich selbst, genau wie einige andere Leute, die ich persönlich nach wie vor für integer und aufrichtig halte, vor einigen Jahren auf die unter dem Schlagwort “MK-Naomi” bekannte AIDS-Lüge hereingefallen bin. Damals erschien es mir plausibel, dass das AIDS-Virus tatsächlich eine biologische Waffe sein könnte und ich hielt es auch nicht für ausgeschlossen, dass die Ermordung Kennedys eine Art amerikanischer “Inside Job” gewesen sein könnte. Aber nachdem ich mich mehrere Jahre lang intensiv mit den Machenschaften der sowjetischen Desinformation beschäftigt habe und gerade diese Lügen ausgezeichnet dokumentiert sind, blieb mir nichts anderes übrig, als meine Meinung zu ändern. Da inzwischen kein “Project Truth” mehr existiert, bleibt es jedem selbst überlassen, die massenhaft grassierenden antiamerikanischen und antiwestlichen Geschichten sorgfältig auf ihre Echtheit zu prüfen, was gar nicht so schwierig ist, denn die Produkte der sowjetisch-russischen Desinformation sind zumeist an einschlägigen Charakteristika zu erkennen. Welche das sind, soll in einem weiteren Artikel näher erläutert werden und neben einigen anderen Beispielen, die eingangs schon erwähnt wurden, sollen insbesondere die Geschichte der AIDS-Lüge, die beim KGB unter dem Decknamen “Operation Infektion” lief, sowie die Desinformation zur Kennedy-Ermordung, KGB-Codename “Operation Drache”, als typische Beispiele für kommunistische Desinformationskampagnen ausführlich dargestellt werden. Ausserdem sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass von Generalleutnant Ion Pacepa und Ronald J. Rychlak unter dem Titel “Disinformation” in wenigen Monaten ein Buch erscheinen wird, das die fortgesetzten Machenschaften der sowjetisch-russischen Desinformation ausführlich beleuchten wird.

[Quelle](http://www.blu-news.org/2013/02/05/so-lugt-moskau/)




Joke or not?

In the German Democratic Republic they tell the story about a weary old man who tries to gain entrance into the Red Paradise.

A Communist Archangel holds him up at the gate and severely crossquestions him:

Where were you born?
In an ancient bishopric.
What was your citizenship?
Prussian.
Who was your father?
A wealthy lawyer.
What was your faith?
I converted to Christianity.
Not very good.
Married?
Who was your wife?
The daughter of an aristocratic Prussian officer and the sister of a Royal Prussian Minister of the Interior who persecuted the Socialists.
Awful.
And where did you live mostly?
In London.
Hm, the colonialist capital of capitalism.
Who was your best friend?
A manufacturer from the Ruhr Valley.
Did you like workers?
Not in the least. Kept them at arm’s length. Despised them.
What did you think about Jews?
I called them a money-crazy race and hoped that they would vanish from the Earth.
And what about the Slavs?
I despised the Russians. You must be a fascist!
You even dare to ask for admission to the Red Paradise-you must be crazy!
By the way, what’s your name?

Karl Marx.




Der „Fall Griechenland“

###Nagelprobe für die EU-Politik

**von Andreas Tögel**

Bisher hat die politische Klasse der EU stets beteuert, dass die finanzielle Unterstützung der Hellenen nicht mit Verlusten für die Steuerzahler in den übrigen Ländern verbunden sein würde. Jeder, der Zweifel an der behaupteten Alternativlosigkeit der bisher ins Werk gesetzten „Rettungsmaßnahmen“ äußerte, wurde als bösartiger Europafeind oder dumpfer Provinztrottel denunziert, dem es an Sinn fürs „große Bild“ mangelt. Das könnte sich nun schlagartig ändern.

Rund 240 Milliarden Euro wurden bisher an den maroden Balkanstaat umverteilt. Als Gegenleistung für diese „solidarisch“ getätigten Zahlungen, wurde der griechischen Regierung ein Spar- und Reformprogramm verordnet, das im Vorjahr erste Früchte zeigte.

Mit dem im Jänner erfolgten Regierungswechsel wurde plötzlich alles anders. Die jetzt am Ruder befindlichen Kommunisten denken nämlich nicht daran, die von ihren Vorgängern eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten, wollen aber auf weitere Zahlungen aus Euroland nicht verzichten. Das bringt die politische Klasse Europas in Zugzwang. Denn jetzt lässt sich die Chimäre von der verlustlosen Alimentierung der Griechen nicht mehr länger aufrechterhalten. Eine Abschreibung der offenen Forderungen, ist zur unmittelbar drohenden Gefahr geworden – Bankenpleiten (nicht nur in Griechenland) inklusive.

Die „Neue Zürcher Zeitung“ verwendet zur Beschreibung der Lage das Bild eines „_Chickengames_“ – einer Denkfigur aus der Spieltheorie: Zwei Autos (GR und EU) rasen frontal aufeinander zu. Wer ausweicht, hat verloren. Weicht keiner aus, haben beide gewonnen, sind aber tot. Der Einsatz subtiler psychologischer Instrumente ist daher angesagt. Beide Seiten versuchen, der jeweils anderen ein Ausweichmanöver als die bessere Wahl erscheinen zu lassen.

Ein fataler Ausgang des Spiels scheint, angesichts der herrschenden Umstände, indes unvermeidlich: Die Linksregierung Griechenlands kann von ihrem Kurs nicht abweichen, ohne ihre Wähler zu verraten. Sie wird daher (keineswegs grundlos) auf die Sorge der EU-Granden spekulieren, die den Zusammenhalt der EU und den Fortbestand der Gemeinschaftswährung „_um jeden Preis_“ erhalten wollen. Es bedarf einer gehörigen Portion Chuzpe, um von „Erpressung“ zu phantasieren, wenn das (ohnehin mehr als langmütige) Gegenüber lediglich eine Vertragserfüllung einfordert. Das dynamische Duo Tsipras / Varoufakis verfügt darüber.

Die Niederländer, Finnen und Österreicher, vor allem aber die Deutschen als Zahlmeister der Gemeinschaft, wissen aber, dass ein Einknicken vor den Anmaßungen der griechischen Rowdys, unabsehbare Konsequenzen haben würde. Die Regierungen in anderen, ebenfalls massiv verschuldeten Staaten (wie Irland, Spanien und Portugal), die derzeit einen strikten Sparkurs fahren, würden in diesem Fall unter enormen Druck geraten, es den Griechen gleichzutun. Immerhin stehen auf der Iberischen Halbinsel im Herbst Wahlen an. Nach einem Sieg der Linken in Spanien und Portugal können auch dort die bisher auf den Weg gebrachten Reformanstrengungen zunichte gemacht werden. Die gegenüber Griechenland gezeigte Haltung der EU ist also von entscheidender Symbolkraft: Lohnt es sich, den Vertragsbruch zum Prinzip zu erheben oder nicht?

Wollen die Regierungen in den Nettozahlerländern nicht den EU-kritischen Oppositionsparteien in die Hände arbeiten, werden sie ihre bisherige Politik überdenken müssen. „Alternativlos“ ist nämlich nichts im Leben – schon gar nicht die Entscheidung von Wählern, die sich von ihren Obertanen belogen und betrogen fühlen – und denen politische Angebote abseits einer unkritischen Gemeinschaftsverherrlichung vorliegen. Es wird für Merkel und Genossen daher sehr schwer sein, weitere kostspielige Zugeständnisse an Griechenland zu argumentieren. Die ersten Stellungnahmen – übrigens auch die seitens der EZB – lassen zumindest hoffen.

Das für alle Beteiligten insgesamt am wenigsten schädliche Szenario wäre die sofortige Einstellung aller weiteren Zahlungen an Griechenland und der daraufhin folgende Staatsbankrott. Diese Variante würde in Summe mit Sicherheit billiger kommen, als die Inkaufnahme eines Übergreifens „griechischer Verhältnisse“ auf den (westlich) zivilisierten Teil Europas. Die Griechen würden dadurch zu einer radikalen Reformpolitik und zum Weg durch ein tiefes Tal der Tränen gezwungen. Auf lange Sicht würde ihnen das aber zur strukturellen Genesung verhelfen.

Die EU andererseits könnte immerhin – wenn auch verdammt spät – zu einer Politik des _„pacta sunt servanda“_ zurückkehren. Allein dadurch wäre längst verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Mit dem fortgesetzten Bruch der Verträge von Maastricht und Lissabon (Stichworte Staatsfinanzierung mit der Notenpresse, Vergemeinschaftung von Schulden, etc.) aber sicher nicht.

Ungeachtet der aktuellen Konfrontation mit der griechischen Linksregierung sollte aber selbst dem Dümmsten einleuchten, dass letztlich alles von der _Produktion_ und nicht von der _Verteilung_ abhängt. Griechenland ist nicht das einzige Land, das zu wenig produziert und seit vielen Jahren über seine Verhältnisse lebt. Das kann nicht dauerhaft gutgehen. Langfristig unterscheiden sich Staaten in diesem Punkt nämlich nicht von Privathaushalten. Die Konsequenzen der Überschuldung von Staaten sind allerdings wesentlich dramatischer.

Mit der Aufblähung einer unproduktiven Bürokratie lässt sich zwar die Arbeitslosenstatistik schönen, aber kein Staatswesen finanzieren. Das zu begreifen, fällt Berufspolitkern, die mehrheitlich niemals unter Markbedingungen gearbeitet haben, naturgemäß schwer. Und das gilt leider nicht nur für den Balkan.

Spätestens mit Ende Februar, wenn Griechenland neuerlich Geld braucht, werden wir wissen, wohin der schon vor Jahren vom Kurs abgekommene EU-Dampfer künftig steuern wird…

[Tagebuch](http://www.andreas-unterberger.at/gastkommentar)




Winston Churchil on Islam

“How dreadful are the curses which Mohammedanism lays on its votaries! Besides the fanatical frenzy, which is as dangerous in a man as hydrophobia in a dog, there is this fearful fatalistic apathy. The effects are apparent in many countries, improvident habits, slovenly systems of agriculture, sluggish methods of commerce, and insecurity of property exist wherever the followers of the Prophet rule or live. A degraded sensualism deprives this life of its grace and refinement, the next of its dignity and sanctity. The fact that in Mohammedan law every woman must belong to some man as his absolute property, either as a child, a wife, or a concubine, must delay the final extinction of slavery until the faith of Islam has ceased to be a great power among men. Individual Muslims may show splendid qualities, but the influence of the religion paralyses the social development of those who follow it. No stronger retrograde force exists in the world. Far from being moribund, Mohammedanism is a militant and proselytizing faith. It has already spread throughout Central Africa, raising fearless warriors at every step; and were it not that Christianity is sheltered in the strong arms of science, the science against which it had vainly struggled, the civilization of modern Europe might fall, as fell the civilization of ancient Rome.“

From: The River War, first edition, Vol II, S. 248-2500, London




The Psychology of Extreme Behavior

**By Dr. Luc De Keyser**

Stratfor opened the new year with the introduction of three new columnists, including myself, that were playfully named the three tenors. Now that each has had his overture, it seems that this label should be adjusted somewhat to reflect the different levels from which we work in concert with each other to analyze events in the world. Jay, the lyric tenor, phrases the themes of the different movements while Ian, the countertenor, hits the high Cs from his 30,000-foot vantage point. I will hold a more basso continuo, strumming and plucking selected expressions from the 3 billion base pairs that make up the strands of the human genome.

In my previous article, I started to set up an alternative stage from which to analyze what drives people to the extreme. In this article, I will use the Islamic State as my primary case study to explore how we figure out what behavior is abnormal and how such behavior might naturally develop from „normal“ human traits. Extreme behavior, if we exclude outright psychiatric conditions, is a consequence of extreme living conditions. From my point of view, it is not a surprise that some people exhibit extreme behavior; it is a surprise that so few of us do. Well-known primatologist Sarah Blaffer Hrdy once observed how well-behaved (anthropologically speaking) cranky airplane passengers really are, even on long flights. Chimpanzees in the same conditions would destroy the aircraft and several of each other long before takeoff.

###The Relativity of ‚Extreme‘

When analyzing human behavior on the global stage, statistics can provide some insight by allowing us to classify and correlate factors across time, geography and a range of other dimensions. But if the range of data in the dimension being studied is limited in some way, the results will be skewed and unfit for general application.

Cultural dissimilarity is one such dimension that suffers from these limitations when studied. To measure cultural dissimilarity properly, one would need to estimate the intensity of emotional tension between self-proclaimed groups, such as the Israelis and Palestinians. If each group’s identity is determined by the collection of its members‘ perceptions of where they stand in relation to „others,“ or people outside the group, what would be the basic mechanism that could determine where groups stand in relation to each other?

Most of us feel fairly normal, most of the time. We judge our own behavior against a norm that we each subconsciously calculate by averaging out the behaviors we have become aware of, both in our own realities and in stories told to us. Extremists, then, are just outliers in a range of conceivable behaviors based around our own estimation of what is „normal.“ In other words, extremism is in the eye of the beholder. Though most people would label the Islamic State an extremist group, its members probably consider themselves much closer to the norm and would likely reciprocate the classification against those who labeled them in the first place.

So what happens to our estimation of normalcy if our field of view is suddenly broadened? Imagine, for a moment, what the effect would be if the performance of 2014 Eurovision Song Contest winner Conchita Wurst — a bearded drag queen — was broadcast to Taliban elders in the mountains of Afghanistan. Even the European bourgeois public held its breath during the show; it would not be difficult to guess the Taliban’s response. The effects of such a culture shock would be felt on both sides, and each society would see a new „extreme“ emerge on its scale of normalcy. The digital highways that mankind has created have warped the geography of the world, and cultures that historically arose continents apart have been abruptly juxtaposed in a way that has raised emotions high.

Different cultures have been in contact with each other before, particularly along the age-old trade routes. Even recent history has examples of sudden, rather massive collisions of diverse societies, such as the discovery of the New World or the Japanese and U.S. militaries‘ seizure of the Pacific islands during World War II. When these encounters happen, each side’s adverse reaction to the other follows a classic inverse U-curve: On one side, there is little reaction if one party is too weak to resist the second; on the other side, there is also little reaction when the weaker party is wooed with worldly comforts. The trouble lies between these two extremes, where the intensity and outcome of the conflict resulting from the encounter is determined by the classic drivers: geography, history and economics.

Still, cultural juxtapositions in the absence of a direct geographic outlet are relatively new. The meeting of worlds would not have a serious impact if the cultures involved were separated by large distances that were difficult to traverse. The angst felt today exists because it only takes a flight or two to turn a threat that was previously confined to a videotape into a reality. It is possible that this tension could be lessened by the presence of a „cultural bridge“ of sorts, or a society that serves as a middle link between the two clashing civilizations. Westernized Amazon natives, for example, often act as intermediaries between Westerners and native tribes. But what culture could bridge the gap between, say, the Austrian nouveau kitsch and born-again Deobandi Pashtun tribesmen?

We can see, then, that cultural dissimilarity — like other sociological parameters — can behave haphazardly at times. A sudden exposure to other cultures could easily render any model built on previous circumstances useless in terms of extending its implications to future events. So although such variables might very well be the most relevant to studying many of the sociological issues we face today, they are often understudied. Physical measures such as population density and energy consumption are usually much more stable and therefore are often considered far more preferable to work with.

###The Absolute Extreme

Extremes can be found by comparing their position relative to other data points, but there is also a more absolute vantage point that can help identify the bounds of certain behavioral parameters and provide at least the beginning of a depth of vision. These limits are determined by the degree of elasticity that human traits display in order to cope with stress. Most human traits have already compensated for the extreme mismatch between mankind’s original evolutionary environment and his present living conditions. Extremists, then, are the outliers within a range that is already extreme in the absolute sense.

The unique power of the principles of human anthropology is that it compresses millions of years of evolution into psychosocial parameters that are inherently relevant to the study of modern man. Because these principles also rest on relatively concrete, measurable behaviors, they are more or less ready for use by academics and practitioners alike. Unfortunately, few sociologists venture beyond the traditional and easier-to-measure demographic data, meaning that the body of evidence to draw upon is still scant. Take, for instance, the range of bonding experiences a person may have before adulthood. On one end of the spectrum, a child in a band of extant hunter-gatherers is parented by about a dozen adults and is consequently programmed to bond with many fathers and mothers at the same time. All of these social parents treat the child as well as they would their own, to the point that the child may not realize only one of the women in its group is its biological mother until years later. On the other end of the spectrum, a child is raised in a minimally serviced institution and experiences little to no bonding with a caring elder. These scenarios serve as endpoints on an absolute range in human nature that is universally applicable. For example, this particular range would be useful in studying second-generation Turkish and Moroccan immigrants in some of Europe’s inner cities, where a substantial difference exists in the proportion of youths that lose their deference toward their elders — a loss that is correlated with delinquency. While information on childhood bonding experiences would not be easy to capture, my point is that a best-effort estimate of a highly relevant parameter goes a lot further than an easily obtained measure that is only tangentially related to the issue at hand.

Once an absolute scale is applied to a given human trait, we can gain further depth in our interpretation of a person’s behavior by comparing that scale to measurements of relative extremity for the same trait. Absolute values in human behavior show us the range of change that is actually conceivable and help us figure out how far specific actions are from mankind’s biological limits.

###The True-Believer Syndrome Redefined

Let us apply these concepts to the formation of a sect. Although there are several definitions and classifications of sects, I will concentrate on a particular pathological type that experiences true-believer syndrome, or the belief in a given idea or event despite proof to the contrary. As a phenomenon, the Islamic State exhibits many of the hallmarks of this syndrome. If we can better understand human traits‘ elasticity in coping with stress, we can concentrate our efforts to counter the movement on methods that are effective, helping officials move beyond the naive emergency deradicalization programs that seem to be sprouting up everywhere.

According to a group of psychologists led by professor Matthew J. Sharps, four psychological factors explain the true believer’s ability to keep reality from getting in the way of beliefs — all of which can be broken down into deeper underlying human traits.

The first psychological factor is the tendency to disconnect what is happening in the immediate environment from the belief of having witnessed a highly improbable event. (Stories of alien abduction come to mind.) People under stress commonly feel a sense of malaise, which is also associated with man’s natural response to potential danger. Because danger lies in the rare and unexpected event rather than the daily routine, people will often ignore their surrounding environments when they encounter an aberration. Some Islamic State converts, for example, have told tales reminiscent of St. Paul’s fall from a horse and subsequent vision of the Lord.

The second factor is the inclination to process an event as a gestalt, or an organized whole in its own right, rather than as a collection of its individual features. Scholars have noted that the majority of Western Islamic State converts did not follow Islamic religious education and in fact ignore several of the religion’s foundational pillars. This disconnect does not create any psychological discomfort, though, because these converts experience their version of Islam as a „whole“ of impressions and ceremony rather than as a collection of individual tenets that must be adhered to.

The third factor is cognitive dissonance, or the unease a person feels when he or she holds two conflicting ideas at the same time. The stress of this mental rivalry forces the individual to make a choice, picking only the idea that he or she is most invested in. This natural ability allowed early hunter-gatherers to weed out and ignore extraneous events in their daily routines; today, it allows young Islamic State recruits to dismiss any information that causes them to question their decision to leave home to fight in a faraway land.

Finally, human minds are gifted with a mental shortcut known as the availability heuristic: When making choices, a person will rely heavily on the example that most quickly comes to mind to reach a final decision. This often means that more recent events that are easier to remember have an overreaching influence on decision-making. Thousands of years ago, the availability heuristic would have focused a hunter-gatherer’s attention on his immediate surroundings in the here and now. More recently, it would have been expressed in a young jihadist’s mind as the pride felt while parading through a conquered city quelled earlier doubts about the outcome of the fight.

###Applying Principles to Policy

How can we make use of the true-believer syndrome in today’s efforts against terrorism? In the aftermath of the attacks in France and Belgium, my own home, politicians were quick to latch onto drastic countermeasures, including the implementation of deradicalization programs. For example, one program established emergency units of teachers and school psychologists who would intervene immediately if a student began showing signs of „radical behavior“ in school. But trying to talk sense into Islamic State sympathizers while increasing police and military presence in the streets doesn’t address the core of the problem. A more effective solution might be to target the causes of the true-believer syndrome that young Islamic State recruits may be suffering from. Social interventions are not easy, as any student of Stratfor’s realist perspective knows well. All the more reason to take into account converts‘ investment in their Islamic State allegiance, factual awareness of group beliefs and level of dissociation from reality, as well as to identify and support healthy adult role models within the Muslim community.

Let me close by pointing out the irony in this discussion. The traits underlying the true-believer syndrome (and extreme behavior more generally) exist in all human beings. Those who exhibit signs of the syndrome and harm themselves or others represent an extreme combination of the already extreme ranges present today in these human traits. The Islamic State, while perhaps the most talked-about example in today’s media, is by no means the only one. These traits are visible in the politicians aiming to address the Islamic State as well; after all, they are humans, too. Some have difficulty separating fact from fiction; others push grand ideas while ignoring the details that determine success or failure; still others readily dismiss any information that contradicts their voters‘ beliefs; and many react instinctively to today’s crisis while forgetting even the lessons of recent past. It is only a matter of proportion that separates their behavior from that of a true believer.

Copyright [STRATFOR](https://www.stratfor.com/weekly/psychology-extreme-behavior)




Es gibt keinen moderaten Islam

**von Dieter Zakel**

Philosophisch betrachtet kann man zeigen, dass die Jihadisten konsequent die Doktrin des Islam umsetzen. Und politisch betrachtet macht es keinen Unterschied ob sie hierbei den „wahren“ oder „falschen“ Islam vertreten.

Was entscheidend ist, ist die Tatsache dass hunderte Millionen Moslems die totalitäre Ideologie des Islam akzeptieren und praktizieren. Und dass sie eine sehr reale Bedrohung für unsere freiheitlichen Gesellschaften sind.

Die meisten Politiker sagen beschwichtigend, dass das was wir täglich sehen können, nicht der wahre Islam sein. Hunderte Millionen Moslems sehen das anders und wollen ihre totalitäre Ideologie mit Gewalt der ganzen Welt überstülpen.

Diese hunderten Millionen – sei es die aggressiven Gewalttäter oder nur die passiven Unterstützer – sind der Feind, und müssen mit allen Mitteln gestoppt werden.

Wie hat ein Bekannter unlängst treffend gesagt?: „Der Militante schneidet dir den Kopf selber ab und der moderate Moslem will dass es der Militante für ihn erledigt“