Monatsarchive: September 2015

Nationalstaat und Freiheit

Wenn der Nationalstaat seine Bürger nicht mehr vor dem Zugriff einer fremden Staatsgewalt schützen kann oder will wenn er Herrschaft über die Bewohner seines Territoriums und über die Kompatibilität ihrer kulturellen Dispositionen durch die Internationalisierung des Einwanderungsrechts sowie die Faktizität illegaler Einwanderung verliert, wenn einzelne Staaten sich als unfähig erweisen, ihre Staatsfinanzen in einer freiheitsgerechten Weise zu kontrollieren oder Sicherheitsbedrohungen für ihre Bürger abzuwehren und wirtschaftliche Prosperität auf dem Staatsgebiet zu fördern, dann ist die Freiheitsbilanz für den Einzelnen eindeutig negativ.

Der Staat verliert seine Funktion, ein freiheitlich verfasster Kulturraum zu sein, die Idee individueller Freiheit wird abstrakt, verliert ihren Ort.

Zu solchen Fehlentwicklungen kann es kommen, wenn man den politischen Prozess entlang der Zeitachse oder in der Logik der Steigerungsrhetorik moralisiert, also nicht mehr Inhalte kritisch beurteilt, sondern alles, was sich als „Neu“ etikettiert, dem Alten vorzieht oder alles, was der europäischen Integration nutzt oder einen Weltstaat zu fördern scheint, als undiskutierbar behandelt.

**Udo di Fabio**, früherer Richter am Bundesverfassungericht, in „Kultur der Freiheit“.



Rechtsstaat adé – Euroland hat fertig

>„Jeder anständige Mensch schämt sich für die Regierung, unter der er lebt!“ (Henry Louis Mencken)

[Zu keiner Zeit](http://ef-magazin.de/2015/09/21/7527–euroland-hat-fertig) dürfte dieses Zitat des brillanten US-Schriftstellers und Journalisten für die Bürger Eurolands eher gegolten haben, als gerade jetzt. Besondere Veranlassung zur Scham haben die Bürger Deutschlands und Österreichs – also zweier erzsozialistischer Vorzeigeprojekte der zunehmend im Chaos versinkenden Alten Welt. Es ist indes nicht unwahrscheinlich, dass Ablehnung und Verachtung – ja sogar Hass – die Scham der Bürger für ihre Regierungen noch übertrifft. In Deutschland und Österreich gilt das im grellen Gegensatz zu der von den völlig neben der Spur fahrenden Hauptstrommedien betriebenen Desinformation mutmaßlich für die schweigende Mehrheit.

Zu keiner Zeit haben Regierungen schamloser gegen die Interessen der Republiken, auf die sie vereidigt sind und – noch wichtiger – gegen die Wünsche der Bürger, agiert, als dieser Tage. Die an der Grenze zu Verfassungsbruch und Hochverrat entlangschrammende Regierungspolitik im Zusammenhang mit der „Euro-Rettung“ verblasst gegen den blanken Irrsinn, den die Staatskanzleien angesichts der aktuellen Völkerwanderung mit ihrer absolut unverantwortlichen Komme-wer-da-wolle-Politik treiben.

Welche Teufel eine kinderlose DDR-Trojanerin in Berlin und die halblustige Wiener Karikatur eines Staatsmannes reiten, die alles daran setzen, unsere ohnehin bereits überlasteten Sozialsysteme restlos zu zerstören – und ganz nebenbei alle Voraussetzung für bürgerkriegsartige Zustände zu schaffen –, ist schwer zu begreifen. Im einen Fall scheint es sich um den sprichwörtlichen deutschen Selbsthass und im anderen um angeborenen Stumpfsinn zu handeln.

Noch weniger einzusehen ist, weshalb sämtliche elektronischen Medien und die Presse in einer noch nie dagewesenen Weise gegen die Wahrheit zu Felde ziehen: So werden Einwanderungs- und Überfremdungskritiker totgeschwiegen oder als Rechtsextreme denunziert und die gegenwärtig stattfindende Völkerwanderung – wider besseres Wissen – zu etwas schöngelogen, was sie ganz gewiss nicht ist: nämlich angeblich positiv für die autochthone Bevölkerung.

Jeder, der will, konnte und kann sich vom wahren Charakter der aktuellen Ereignisse, dem Verhalten und den Absichten der „Flüchtlinge“ einen Eindruck verschaffen. Dieser hat mit dem von den Hauptstrommedien gemalten, rosaroten Bild allerliebster, harmloser, verfolgter, gequälter und für jede hilfreiche Handreichung zutiefst dankbarer Mitmenschen nicht das Geringste zu tun.

Sobald jemand der ihm drohenden Gefahr entronnen ist – das ist etwa der Fall, sobald ein Syrer oder Iraker seinen Fuß auf türkischen Boden setzt – ist er nicht länger ein Verfolgter. In Deutschland und Österreich kann es daher nicht nur aus rechtlichen – Dublin III. –, sondern auch aus logischen Gründen keinen einzigen Flüchtling geben. Die Mehrzahl der „Flüchtlinge“ sind in Wahrheit Migranten auf der Suche nach Vollversorgung auf fremder Leute Kosten. Die leistungsbereiten und -fähigen Auswanderer bevorzugen die Migration nach Übersee. Für Europa entscheiden sich vornehmlich die Sozialjunkies.

Viele der „Flüchtlinge“ wenden für ihre „Flucht“ Beträge auf, über die ein guter Teil der hier lebenden Bürger nicht einmal verfügt. Vom materiellen Elend, dem sie angeblich entfliehen, kann ganz augenscheinlich keine Rede sein.

Die große Mehrheit der „Flüchtlinge“ hat keinerlei hierzulande gefragte Ausbildung und wird daher dauerhaft mit schlecht qualifizierten arbeitslosen Deutschen und Österreichern um staatliche Transferzahlungen und steuerfinanzierte Sozialwohnungen konkurrieren. Ein erheblicher Teil davon hat kein Interesse daran, jemals in die Heimat zurückzukehren. Man ist gekommen, um zu bleiben.

Viele „Flüchtlinge“ sind Religionsfanatiker und/oder mutmaßlich einst – oder immer noch – im Dienste krimineller Staaten oder Organisationen stehende Gewalttäter. Schon ein Prozent derartiger Personen unter den Invasoren würde – angesichts ihrer schieren Zahl – ausreichen, um die Bürger Europas beachtlichen Gefahren auszusetzen.

Große Zahlen beschäftigungsloser junger Männer schaffen immer und überall Probleme – in besonderem Maße in einer von ihnen infiltrierten, ihnen fremd und feindselig erscheinenden Kultur.

Der Großteil der Einwanderer sind Moslems. Zu erwarten, dass religiös motivierte Konflikte durch die laufende Masseneinwanderung nicht zunehmen würden, ist grob fahrlässig.

Solidarität, die von Politikern und Asyl-Industriellen heute eingemahnt wird, bedeutet „gegenseitig füreinander einstehen“. Lägen die Voraussetzungen für die Völkerwanderung andersherum – keine helfende afrikanische oder arabische Hand würde sich uns ungläubigen Affen und Schweinen entgegenstrecken. Wir schulden diesen Menschen also nichts. Gar nichts.

Wenn deutsche und österreichische Politiker „Solidarität bei der Verteilung der Flüchtlinge“ fordern, ist das der Gipfel der Anmaßung. Es waren schließlich keine west- oder osteuropäischen Regierungen, die alle Welt zum Kommen aufgefordert haben. Wenn aber alleine Merkel und Co das tun, dann haben sie auch die Folgen dieses auto-destruktiven Wahnsinns zu schultern und nicht zu versuchen, andere dafür in die Pflicht zu nehmen.

Die vornehmste – in Wahrheit einzige – Aufgabe des Staates ist es, für Recht und Ordnung zu sorgen und seine Bürger und deren Eigentum vor gewaltsamen Angriffen durch Dritte zu beschützen. Dieser Forderung wird der Staat nicht länger gerecht. Einerseits tritt er europäisches Recht – Stichworte Schengen und Dublin III. – mit Füßen. Andererseits – und viel übler – werden die Bürger und deren Eigentum nicht mehr vor kriminellen Übergriffen geschützt.

Immer häufiger wird ihr Eigentumsrecht von „Flüchtlingen“ verletzt. Beispielsweise ist es rund ums „Flüchtlingslager“ Traiskirchen bei Wien bereits an der Tagesordnung, dass Kaufleute bestohlen und bedroht werden (die Geste des Halsabschneidens ist unter „Flüchtlingen“ höchst populär). Besitzer von Swimmingpools müssen erleben, dass sich stark pigmentierte Eindringlinge dortselbst – ungebeten – verlustieren. Aufforderungen, das Grundstück zu verlassen, wird mit Erheiterung und und/oder Gewaltandrohungen begegnet. Die zu Hilfe gerufene Polizei schreitet – wohl auf höchste Anordnung – nicht ein: „Wir haben andere Sorgen.“

Am 19. September kapitulierten vier österreichische Polizisten an der Südgrenze bei Bad Radkersburg vor rund 350 „Flüchtlingen“ – ausschließlich wehrfähige, junge Männer –, die in der Folge den illegalen Grenzübertritt erzwangen. Hätten die Beamten, die instruiert waren, keinesfalls Gewalt gegen die Eindringlinge anzuwenden, versucht, dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen und von der Waffe Gebrauch gemacht, wären sie von der veröffentlichten Meinung – und ihren Vorgesetzten – mit Sicherheit niedergemacht worden. Die Bilder von dieser Bankrotterklärung des staatlichen Machtmonopols werden sich – dank der hervorragenden Ausstattung der „Flüchtlinge“ mit modernsten Telekommunikationsmitteln – bereits bis Timbuktu größten Interesses erfreuen.

Der Rechtsstaat – so es ihn je gab – hat kapituliert. Die Polizei konzentriert sich aufs gefahrlose Quälen von Einheimischen, anstatt die Rechte der ansässigen Bevölkerung vor der Landnahme und gegen freche Übergriffe durch kulturfremde Invasoren zu bewahren.

Angesichts der vom Staat demonstrierten Unwilligkeit und Unfähigkeit, seine Grenzen und seine Bürger vor fremden Aggressoren zu schützen, darf es nicht verwundern, wenn die Bürger ihr Recht demnächst in die eigenen Hände nehmen und ihre Sicherheit und ihr Eigentum mit robusten Mitteln selbst verteidigen werden. Es braucht wenig Phantasie, sich vorzustellen, auf welcher Seite die verlotterten Regierungen und die Lügenpresse dann stehen werden.

Die politische Klasse kann von Glück reden, dass die Deutschen, wie schon Josef Stalin ebenso spöttisch wie zutreffend feststellte, die letzten sind, die einen erfolgreichen Aufstand zustande bringen werden – für Österreicher gilt das gleichermaßen. Anstatt die Regierenden mit Fußtritten aus ihren Ämtern zu jagen, werden die kreuzbraven Bürger hierzulande auch diesmal wieder den Kakao auch noch widerspruchslos trinken, durch den sie von Merkel und Genossen gezogen werden.

„Das Boot ist noch lange nicht voll“, meint der „Flüchtlingskoordinator“ der österreichischen Bundesregierung. Das könnte auch der Kapitän der Titanic – eine halbe Stunde nach der Kollision mit dem Eisberg – gesagt haben. Oder wie formulierte es Thilo Sarrazin? „Deutschland schafft sich ab.“ Falls einer die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt hat: Euroland ist – vielleicht ist ein Blick auf das aktuelle Wahlergebnis in Griechenland dazu angetan, die letzten Zweifel zu beseitigen – so gut wie erledigt.



Christliche Freiheitsethik und Kapitalismus sind wesensverwandt

Das Wort Kapitalismus scheint ein Unwort zu sein. Nicht nur in eher sozial-linksgerichteten christlichen Kreisen, auch in freiheitlich-marktwirtschaftlich orientierten katholischen Zirkeln höre ich das. Das Wort stamme von Marx, wurde mir von christlich-konservativer Seite gesagt, und könne unmöglich in einem positiven Sinne verwendet werden. Ich war verblüfft und widersprach. Denn das Wort stammt aus der klassischen Ökonomie.

„Kapitalisten“ [nannten…](http://www.misesde.org/?p=10926)



Die Kultur der Inflation

**von Andreas Tögel**

Im Rahmen der heuer zum zehnten Mal in Bodrum über die Bühne gegangenen
Konferenz der von _[Hans-Hermann
Hoppe](http://www.misesde.org/?p=3087)_ ins Leben gerufenen „Property and Freedom Society“, hielt
der an der Universität von Angers lehrende Nationalökonom [_Guido Hülsmann_](http://www.misesde.org/?p=3094) einen Vortrag
zu obigem Thema.

Wie er bereits in seinem Buch „Krise der Inflationskultur“ ausführt, übt
Geldinflation einen maßgeblichen Einfluss auf die politische und kulturelle
Entwicklung einer Gesellschaft aus. Kultur versteht sich in diesem
Zusammenhang als _„die Gesamtheit dessen, wie wir Dinge tun“_. Diese
wird durch Inflation verändert – etwa in Richtung einer zunehmenden
Zeitpräferenz.

Hier eine Zusammenfassung seiner Ausführungen:

Hülsmann stellt zunächst die Definition der Inflation klar. Diese
definiert sich als eine Zunahme der Geldmenge. Der von der
Hauptstromökonomie als Inflation bezeichnete Anstieg des allgemeinen
Preisniveaus dagegen ist lediglich eine Konsequenz aus der Steigerung des
Geldangebots. Die durch den Geldmonopolisten betriebene
Geldmengenausweitung hat drei Hauptkonsequenzen:

**Erstens** – durch den _Cantillon-Effekt_ – die
Schaffung einer Klasse von Profiteuren. Jene, die „an der Quelle“ sitzen
und als erste über die neu geschaffene Liquidität verfügen, sind die
Gewinner. Jene staatsfernen Kreise, zu denen das frische Geld zuletzt
„durchsickert“, zahlen den Preis dafür: Ein unübersehbarer
Redistributionseffekt – und zwar von unten nach oben (und/oder von der
Peripherie ins Zentrum). Die Klasse der Profiteure steht von Vornherein
fest. Solange es sich beim Geld um Warengeld (Edelmetalle) handelt, sind
das die Regierungen und die in ihrem Auftrag tätigen Münzpräger. Inflation
wird zu dieser Zeit über die Verringerung des Edelmetallgehalts der Münzen
ins Werk gesetzt.

In der Zeit der aufkommenden Teilreservehaltung der Geschäftsbanken
(_Fractional-reserve-banking_), die zunächst noch auf einer
Edelmetallbasis beruht, gewinnt „Fiat-money“ zunehmend an Bedeutung. Damals
(im 19. Jahrhundert) explodiert die Zahl der Bankenneugründungen und eine
neue Klasse von Profiteuren tritt auf den Plan: Die Banker. Die
staatsprivilegierte Klasse der Rechtsanwälte, Mediziner und Banker gewinnt
entscheidenden Einfluss, sodass von einer von diesen gebildeten
„Schattenregierung“ gesprochen werden kann. Regierungen wechseln (durch
Wahlen oder Erbfolge), die neue Schattenregierung indes hat dauerhaft
Bestand…

**Die zweite Konsequenz** inflationärer Geldpolitik, ist
die Schaffung einer „Schuldenkultur“. Durch die Zunahme der (durch
Verschuldung in die Welt tretenden) Geldmenge, kommt es zu einer
drastischen Steigerung der wirtschaftlichen Instabilität.
Bankenzusammenbrüche häufen sich. Eine Pleite von Bank A kann sehr leicht
auch die Banken B und C in den Abgrund reißen. „Dominoeffekte“ treten
gehäuft auf. Erstmals tritt das zuvor unbekannte Phänomen der „Bankenkrise“
auf.

Als Reaktion darauf finden Bankenfusionen oder Interventionen der
Zentralbanken statt – mit dem Ziel, Bankenpleiten zu verhindern. Mit
staatlich orchestrierten „Rettungsmaßahmen“ geht eine immer stärkere
(staatliche) Regulierung des Bankensektors einher.

Die Auswirkungen krisenhafter Entwicklungen des Geldsektors gehen bis
zum Zweiten Weltkrieg allerdings nicht über den Bereich der Geldwirtschaft
hinaus. Die „Realwirtschaft“ bleibt durch deren Krisen bis dahin noch
unbeeindruckt.

Danach jedoch beginnen turbulente Ereignisse im Bereich des Finanzwesens
und insbesondere die fortwährende Inflationierung der Geldmenge, auch die
Betriebe der produzierenden Wirtschaft zunehmend in Mitleidenschaft zu
ziehen.

Zeigt das allgemeine Preisniveau bis dahin über einen Zeitraum von rund
150 Jahren hinweg eine fallende Tendenz (Preisdeflation), kehrt sich dieser
Trend nun um. Ist bis dahin die Bildung von Ersparnissen attraktiv (die
Kaufkraft des Geldes nimmt ja über die Zeit hinweg ständig zu), wird nun
das Schuldenmachen als die intelligentere Strategie erkannt. Eine
regelrechte „Schuldenkultur“ bildet sich aus. Die Anreize der
Schuldenmacherei durchdringen jetzt alle Lebensbereiche und bestimmen
insbesondere die Politik der (demokratischen) Regierungen. Die
_„Finanzialisierung der Wirtschaft“_ ist die Folge. Selbst
produzierende Unternehmen investieren mittlerweile einen immer größeren
Teil ihrer liquiden Mittel nicht mehr länger in die Entwicklung des eigenen
Betriebes, sondern in Finanzprodukte – in den USA zu etwa 40 Prozent.

Die starke Zunahme der Interdependenzen führt zu einer weiter steigenden
Fragilität der Wirtschaft. „Ansteckungsgefahren“ nehmen drastisch zu.

Die zunehmende Unsicherheit der Wirtschaftsakteure hat zahlreiche
Folgen. Eine davon ist die noch schneller verlaufende Urbanisierung.
Sicherheit wird zunehmend in Ballungszentren erwartet, nicht mehr auf dem
flachen Lande.

Die Feminisierung der Wirtschaftswelt ist eine weitere Konsequenz: Die
bei Frauen im Vergleich zu Männern stärker ausgeprägte Risikoaversion
veranlasst viele auf der Suche nach mehr Sicherheit befindliche
Großunternehmen zu deren verstärkter Promotion an Spitzenpositionen.

Eine selten beachtete Begleiterscheinung der Zunahme allgemeiner
Unsicherheit ist die unübersehbare _„Verhässlichung“_ der
Architektur. Wer infolge vermehrter Instabilität seine Zeitpräferenz
erhöht, legt eben weniger Wert auf (optische) Qualität. Da alle
Vermögenwerte so flüssig wie möglich gehalten werden müssen, steht schöne
(und entsprechend teure) Architektur diesem Ziel im Wege.

**Dritte Konsequenz** permanenter Inflation – und deren
folgenschwerste – ist die Zerstörung der Moral. Es gibt nun keine
Sparanreize mehr. Die einst den heute existierenden Wohlstand begründende
Sparkultur wird systematisch unterminiert. An ihre Stelle tritt eine
laufend zunehmende Konsumneigung. Damit einher geht ein immer größerer
Verlust an Unabhängigkeit. Schuldner stehen letztlich in der „Knechtschaft“
ihrer Kreditoren. Das wiederum führt zum immer lauter ertönenden Ruf nach
„hilfreichen“ Interventionen der Regierungen, der diese nur allzu gerne
nachkommen, um ihre Macht bei dieser Gelegenheit noch weiter auszudehnen.
Ergebnis ist die _„kollektive Korruption“_ der Gesellschaft.
_„Rationalitätsfallen“_ führen demnach zu immer stärkeren Anreizen,
sich nicht länger mit produktiver Arbeit abzumühen, sondern lieber im
Finanzsektor das Glück zu suchen.

Dadurch werden sämtliche überkommenen Moralvorstellungen auf den Kopf
gestellt. Es kommt zum unauflöslichen Konflikt zwischen dem Bewusstsein,
was eigentlich getan werden soll und dem, was man – aus rationalen Gründen
– tatsächlich tut. Diese in der Inflation wurzelnden, offensichtlichen
Widersprüche führen am Ende zur völligen Demoralisierung der
Gesellschaft.

_Geld gegen Souveränität_ – das ist der gegenwärtig laufende
Deal. Das “Kreditkartenhaus“ kann indes nicht dauerhaft bestehen, weil die
Zunahme der neu geschaffenen Werte mit der Aufblähung der Schuldensumme
niemals schritthält…

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Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist gelernter Maschinenbauer, ausübender
kaufmännischer Unternehmer und überzeugter “Austrian”.



Entweder Wohlstand oder „gerechte“ Verteilung

Das Forum Alpbach hat „Ungleichheit“ zum Generalthema des heurigen Jahres erkoren. Da diese einst respektable Veranstaltung mittlerweile leider von abgehalfterten Politikern und Zwangsstandesvertretern dominiert wird, ist von daher mit nennenswerten Impulsen nicht mehr zu rechnen. Wo Leute wie der rote Arbeiterkammerkapo Rudi Kaske das große Wort führen (die AK ist Sponsor der Veranstaltung!), ist es mit dem Erkenntnisgewinn naturgemäß nicht weit her…

Fest steht indes, dass das Thema des heurigen Forums dem Zeitgeist Rechnung trägt. Die angeblich wachsende materielle Ungleichheit ist zur allgemein empörenden Binsenweisheit geworden. Die den Hauptstrom der öffentlichen Meinung beherrschende Linke hat es überdies geschafft, materielle Gleichheit für erstrebenswert zu erklären und Ungleichheit als Teufelswerk zu brandmarken. Merke: Gleichheit = Gerechtigkeit. Wer es wagt, die Richtigkeit dieser Behauptung anzuzweifeln, muss das Abenteuer lieben und könnte genauso gut auch ins Minenfeld Sackhüpfen gehen. Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher. Basta.

Dass nicht nur Einkommen und Vermögen, sondern auch Intelligenz, Gesundheit Schönheit und Witz höchst ungleich verteilt sind (die Natur ist eben notorisch ungerecht – wer Ulrike Lunacek und Heidi Klum miteinander vergleicht, weiß, wovon die Rede ist!), wird ausgeblendet. Wer eine wirklich egalitäre Gesellschaft schaffen will, muss nicht nur die Reichen ausrauben, sondern auch den Schönen die Gesichter verunstalten, die Hochgewachsenen zu gebücktem Gang nötigen und die Intelligenten lobotomieren. Ohne Unterdrückung, Zwang und nackte Gewalt ist Gleichheit nicht zu haben – auch die materielle Gleichheit nicht.

Der liberalen Denkfabrik Agenda Austria gebührt daher größte Anerkennung für ihre unermüdlichen Bemühungen, der auf blankem Neid und – absolut berechtigten – Minderwertigkeitsgefühlen basierenden Meinungshegemonie der Sozialisten in allen Parteien belastbare Fakten entgegenzustellen. Jüngst etwa mit dem „Handbuch zu Armut, Ungleichheit und Verteilung“. Darin wird mit einer ganzen Reihe von den Diskurs beherrschenden und so gut wie niemals hinterfragten Gemeinplätzen aufgeräumt.

„Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf“, ist einer davon. Dass daran – selbst wenn es stimmte – nichts schädlich wäre, solange nur die Reichsten reicher, die Ärmsten aber nicht noch ärmer würden, sollte selbst Sozialisten, Gewerkschaftern und Caritasfunktionären einleuchten. Die vergleichen indes leidenschaftlich gerne Äpfel mit Birnen und foltern die verfügbaren statistischen Daten – wie beispielsweise der neue Popstar der Verteilungsgerechtigkeit, Thomas Piketty – so lange, bis die von ihnen gewünschten Ergebnisse herauskommen, die stets eine solide Basis für Forderungen nach noch höheren Steuerlasten, noch mehr Staatseinfluss und einer noch stärkeren Politisierung der Gesellschaft bilden.

Die Studie der Agenda Austria beleuchtet dagegen eine Fülle von Ungleichheit fördernden Aspekten, die überhaupt nichts mit dem schon von Marx herbeiphantasierten Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit zu tun haben. So etwa abnehmende Haushaltsgrößen, eine zunehmende Zahl von Rentnern, die Zunahme von freiwillig gewählter Teilzeitarbeit, die Auswanderung gut ausgebildeter und eine Einwanderung minderqualifizierter Personen, die fehlende Berücksichtigung des Kapitalwerts von Pensionsansprüchen und vieles andere mehr. Alle diese Phänomene ziehen notwendigerweise die Messung größerer Verteilungsunterschiede nach sich.

Erstaunliches Detail: In Staaten mit besonders stark ausgeprägten Umverteilungssystemen (wie Schweden, Deutschland und Österreich) bestehen die vergleichsweise stärksten Vermögensunterschiede. Erklären lässt sich dieses Phänomen damit, dass die Bürger sich in derart paternalistischen Gouvernantenstaaten in weit stärkerem Maße auf staatliche Wohltaten und Sicherungssysteme verlassen als in liberalen Ländern und daher deutlich weniger Vermögensaufbau (etwa in Form des Erwerbs von Wohnungseigentum) betreiben.

Fazit: Nirgendwo sonst wird häufiger zur Miete gewohnt als in Deutschland und Österreich. Da Eigenheime und/oder Eigentumswohnungen für private Haushalte aber in aller Regel den größten Vermögensbestandteil bilden, reduziert sich dadurch – im Vergleich zu den „Südländern“ der Union und den ehemaligen Ostblockstaaten (wo Wohnungseigentum heute den Regelfall bildet) – der Kapitalbesitz pro Haushalt.

Auch der in Österreich herrschende Mangel an unternehmerischer Begeisterung schlägt sich – negativ – in der Einkommens- und Vermögensstatistik nieder. Leider fällt insbesondere die akademisch ausgebildete Elite für produktive Tätigkeiten mehrheitlich aus, da sie stressfreien Karrieren im Staatsdienst oder in staatsnahen Sektoren den Vorzug gibt. Ein großer Teil der in Privathand befindlichen Vermögen ist jedoch in Unternehmen gebunden. Dieses Produktivkapital verteilt sich auf entsprechend wenige Hände und verstärkt daher die gemessenen Vermögensunterschiede.

Dennoch belegen die Daten – entgegen den von den Massenmedien kolportierten Behauptungen – dass die Armutsgefährdung in Österreich seit 2008 nicht zu- sondern abgenommen hat: Sie ist von 15,2 auf 14,1 Prozent gesunken.

Wer sich mit der routinemäßigen Desinformation durch die linke Lügenpresse nicht begnügen will, kann die Studie gratis herunterladen.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.



Von Heuchlern und Verrätern

Über die Rat- und Hilflosigkeit, mit der die politischen Eliten der Europäischen Union der als „Flüchtlingswelle“ fehlinterpretierten Völkerwanderung aus Afrika und dem Mittleren Osten begegnen, ist schon viel geschrieben worden. In kaum einem Kommentar wird allerdings zwischen (wenigen) tatsächlich Verfolgten und (vielen) Wirtschaftsmigranten unterschieden. Jedem ankommenden Fremden wird grundsätzlich das selbstverständliche Recht zugestanden, dauerhaft zu bleiben und aller Segnungen der europiden Wohlfahrtsstaaten teilhaftig zu werden.

Postuliert wird eine Art „Kontrahierungszwang“ für die autochthone Bevölkerung, der kein Recht zugebilligt wird, Einfluss auf die Zuwanderung zu nehmen, indem sie sich diejenigen aussucht, die bleiben dürfen. Sie hat zu kuschen und sich mit ihrer Rolle als rechtloser Zahler abzufinden.

Vollkommen ausgeblendet wird bei der aktuellen Asyldebatte:

* dass in jedem Fall die Dosis das Gift macht
* dass es einen Punkt gibt, ab dem massenhafte Zuwanderung eine vormals homogene Gesellschaft zerreißt
* dass es schließlich nicht nur um die Wünsche und Befindlichkeiten von Immigranten, sondern auch – und mit Verlaub, zuallererst – um die Rechte der Bürger in den von ihnen zu Hunderttausenden heimgesuchten Staaten geht.
Die Forderung, wonach Hilfesuchenden jedenfalls beizustehen ist, läuft spätestens dann auf eine glatte Selbstzerstörung hinaus, wenn der gebackene Kuchen nicht mehr ausreicht, um alle satt zu machen. Dass dieser Punkt lange erreicht sein wird, ehe alle 500 Millionen mutmaßlich an einer Emigration nach Europa interessierter Fremdlinge tatsächlich hier ankommen, liegt auf der Hand.

Selbst aus christlicher Sicht gibt es zwar ein Recht auf Auswanderung, aber keinen Anspruch auf Einwanderung in ein Land, in dem man auf fremder Leute Kosten zu leben vorhat. Die christliche Lehre gebietet die Nächsten- nicht aber die Fernstenliebe! Kein Christ hat die Pflicht, sein eigenes Glück zugunsten des Glücks eines Fremden hinzugeben. Das Gebot der Barmherzigkeit endet an dem Punkt, ab dem dadurch die eigene Existenz, oder die der Nächsten, gefährdet wird. Dieser Punkt ist durch die aktuelle Immigrationswelle längst erreicht – auch wenn naive Sozialromantiker die traurige Realität um keinen Preis zur Kenntnis nehmen wollen.

An vorderster Front im Konzert der Asylindustriellen sind die Damen und Herren der katholischen Caritas (deren deutsche Filiale eben mit einem Geldverschwendungsskandal konfrontiert ist), der evangelischen Diakonie und der zwar nichtklerikalen, dafür aber doppelt moralinsauren Aktivisten von Amnesty International und der öffentlich-rechtlichen Medien zu finden.

Für all die genannten Organisationen, respektive deren Wortführer, steht zweifelsfrei fest, dass die „Schande des Flüchtlingselends“ nicht etwa aufs Konto der herrschenden Regime in den Herkunftsländern geht, sondern auf jenes der Europäer. Eine ungemein originelle Sicht, die derselben Logik folgt, wie jene, die behauptet, Israel trage die Schuld an den Untaten der Mordbrenner von Al-Kaida, Boko Haram und IS. Schließlich – so die bessermenschlichen Moralapostel – sei Euroland unermesslich reich, verfüge über jede Menge Platz und habe zudem enormen Bedarf an Kulturbereicherung und Blutauffrischung durch Schwarze und/oder Muslime, die – zwar ohne brauchbare Ausbildung, dafür aber mit umso größeren Ansprüchen – aus den finstersten Winkeln des Erdballs zu uns strömen.

Überflüssig zu betonen, dass kaum einer der für die boomende Asylindustrie tätigen, selbstlosen Edelmenschen auch nur einen Tag seines Lebens etwas zur Produktion jenes Wohlstands beigetragen hat, den diese nun an die Mühseligen und Beladenen dieser Welt – und zuallererst natürlich an sich selbst – umverteilt sehen wollen. Allesamt leben sie in geschützten Werkstätten – marktfern, unproduktiv und parasitär. Davon, was es heißt, für sein Geld hart arbeiten zu müssen um über die Runden zu kommen, haben sie keinen blassen Schimmer. Dafür lassen sie sich – ums Geld fremder Leute – als uneigennützige Philanthropen hochleben. Dieses Ausmaß an Chuzpe ist nur schwer zu ertragen.

Schäbig sei die mangelnde „Willkommenskultur“ in Europa, die notorische Kulturrassisten, Reaktionäre und dumpfe Islamophobiker zu verantworten hätten. Routinemäßig wird angemerkt, dass es anno 1956 (Ungarnkrise) und 1968 (Prager Frühling) problemlos möglich gewesen wäre, eine große Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen, während das heutzutage unverhoffte Schwierigkeiten bereite.

Dabei wird geflissentlich verschwiegen, dass es damals um Menschen aus demselben Kulturkreis ging, die (wie weiland jene Europäer, die in die Neue Welt emigrierten), keinen anderen Wunsch hatten, als sich schnellstmöglich in die Gesellschaft des Ziellandes zu integrieren. Heute dagegen haben wir es mit Individuen zu tun, die mit der Attitüde von Conquistadoren einmarschieren. Sie betrachten Zuwendungen der eingeborenen Europäer als obligate Sondersteuer, die jeder Dhimmi naturgemäß an ihre Umma zu entrichten hat. Was für ein gewaltiger Unterschied zu 1956 und 1968!

Gegen Wirtschaftsmigration ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Wer über gefragte Qualifikationen verfügt, entsprechende Arbeit findet oder gar selbst ein Unternehmen gründen will und kann, ist in einer offenen Gesellschaft jederzeit willkommen. Nicht willkommen dagegen sind jene Zeitgenossen, die mit dem ausschließlichen Plan der Einwanderung ins Wohlfahrtsystem hierherkommen und damit – beabsichtigt oder nicht – unsere Gesellschaftsordnung zerstören. Es ist das selbstverständliche Recht jedes Staatsvolkes, den Erhalt seiner Institutionen anzustreben und sich Zuwanderer entsprechend auszusuchen.

Anstatt für die zwar ohne verwertbare Qualifikationen, dafür aber gewiss mit den besten Absichten ankommenden Fremden rote Teppiche auszurollen, lasse man es – nach Ansicht der Immigrationsbeschleuniger – angeblich sogar am Nötigsten fehlen. Ein paar Hunderttausend „Flüchtlinge“ nach ihrem Gusto zu versorgen, könne doch keine große Sache sein (auf den unermesslichen Reichtum Eurolands wird ja unentwegt verwiesen, während über jenen der arabischen Welt interessanterweise nie ein Wort verloren wird).

Der tragische Fall des mutmaßlichen Erstickungstodes von 71 „Flüchtlingen“ in einem Kühltransporter ist noch nicht hinreichend aufgeklärt, da prasseln auch schon Rücktrittsforderungen auf die (zweifellos überforderte) österreichische Innenministerin hernieder. Was aber könnte selbst der fähigste aller Polizeiminister – angesichts offener Grenzen – gegen derartige Tragödien unternehmen? Die jetzt angekündigte „Aktion scharf“ gegen die „Schleppermafia“ wird nichts bringen, so viel ist sicher. It´s the economy, stupid! So lange „Flüchtlinge“ den horrenden Fuhrlohn für die Europareise auf einem wurmstichigen Kahn oder in einem vollgepferchten Lastwagen ungeniert zu bezahlen bereit und imstande sind, werden Zwischenfälle dieser Art nicht ausbleiben.

Für die hiesigen Asylindustriellen bedeutet das eine klassische Win-Win-Situation: Kommen die „Flüchtlinge“ wohlbehalten ans Ziel, dürfen sie sich neuer Klienten annehmen. Ertrinken oder ersticken die aber schon während der Anreise, bietet ihnen das die Möglichkeit, sich tiefbetroffen und wirkungsvoll in Szene zu setzen, und dem Rest der Menschheit mit dem erigierten Zeigefinger vor der Nase herumzufuchteln. Vermeintliches oder tatsächliches Elend bietet eben prächtige Verdienstmöglichkeiten – nicht nur für bitterböse Schlepper…

Aufgeblasene Vertreter von Vereinen wie Amnesty International oder Ärzte ohne Grenzen gerieren sich wie Großinquisitoren, wenn sie „unhaltbare Zustände“ in einem – angesichts des gewaltigen Ansturms ungebetener Immigranten überbelegten – Flüchtlingszentrum verurteilen oder beklagen, dass man sie dort seitens der Behörden nicht willkommen heißt. So seien etwa „Toiletten in unzumutbarer Weise verschmutzt“ gewesen. Da haben die steuerfinanzierten Putzbrigaden offensichtlich schmählich versagt – ein Skandal! Merke: Toiletten zu putzen darf zwar wehrpflichtigen Rekruten in der Kaserne, nicht aber schwer traumatisierten „Flüchtlingen“ im Asyl zugemutet werden – wo kämen wir denn da hin!

Immer wieder wird von der Asylindustrie beklagt, dass die „Flüchtlinge“ zur Untätigkeit verurteilt in ihren Lagern sitzen müssten, weil ihnen die Arbeitsberechtigung verweigert würde. Auf welche Weise allerdings die zum großen Teil ungelernten Kräfte in einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft nutzbringend beschäftigt werden könnten, die bereits jetzt mit wachsender Arbeitslosigkeit schlecht qualifizierter Personen geschlagen ist, wird nicht verraten. Und ob die paar unter den „Flüchtlingen“ befindlichen Akademiker mit einem Diplom der Ali-Baba-Universität in Hamudistan bei uns sinnvoll eingesetzt werden könnten, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Welcher (nicht lebensmüde) Europäer würde schon einen Chirurgen mit einer derartigen Ausbildung an sich heranlassen? Wer einem auf diese Weise zertifizierten Architekten den Auftrag zum Bau einer Brücke erteilen?

Tatsache ist, dass in homogenen Gesellschaften all jene Probleme unbekannt sind, die ein von oben verordneter Multikulturalismus notwendigerweise mit sich bringt. Beispielsweise liegt derzeit an keinem Ort der Welt die Vergewaltigungsrate höher als im besonders asylfreundlichen Schweden. In Deutschland wird (von einem evangelischen Pfarrer!) allen Ernstes gefordert, testosteronstrotzenden Immigranten auf Staatskosten Prostituierte zur Verfügung zu stellen. Nirgendwo in Europa gibt es weiter ausgedehnte No-go-areas als in England und Frankreich, wo man es mit besonders großen Zuwandererkontingenten aus islamischen Staaten zu tun hat. Man wähnt sich in einem Tollhaus.

Milton Friedman verdanken wir die Erkenntnis, dass man entweder einen Wohlfahrtsstaat oder offene Grenzen haben kann, nicht aber beides zugleich. Ein Blick auf die internationalen Wanderungsströme bestätigt diese These: Qualifizierte und leistungsbereite Auswanderer aus Asien und Afrika gehen in die USA, nach Kanada, Australien oder Neuseeland. Dort wird Einsatz honoriert – etwa mit vergleichsweise niedrigen Steuern. Sozialhilfeschnorrer haben dort keine Chance auf legale Einwanderung.

Für einen, der aus eigener Kraft etwas erreichen will, ist Europa dagegen kein gutes Ziel. Die Alte Welt mit ihrer Fülle an „kostenlos“ gebotenem Sozialkitsch, wirkt wie ein Magnet auf jene Typen, die sich – ohne jede Gegenleistung – in die soziale Hängematte legen möchten. Für Europa bleibt unter den gebotenen Bedingungen folglich nur der Bodensatz an Wanderungswilligen übrig…

Es ist an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, die der Völkerwanderung wirksamen Einhalt gebieten – und seien es, als Mittel der letzten Wahl, massive Befestigungen in der Art, wie sie – übrigens mit durchschlagendem Erfolg – von Israel an der Grenze zum Westjordanland errichtet werden. Unbrauchbare, als Flüchtlinge getarnt eingewanderte Wohlfahrtsstaatsklienten sind schleunigst abzuschieben. Dabei handelt es sich übrigens um eine rein humanitäre, in deren eigenem Interesse liegende Maßnahme: Schließlich gilt es doch, sie wirkungsvoll vor gewaltsamen Übergriffen entmenschter Rechtsradikaler zu bewahren, was wohl auch Caritasfunktionären ein Anliegen sein sollte.

Hunderttausenden kräftigen, wehrtauglichen jungen Männern aus (Bürger-)Kriegsgebieten Asyl zu gewähren, während im Gegenzug europäische Soldaten genau dorthin entsandt werden sollen, um den Frieden zu erkämpfen (wie das nicht zuletzt einigen der hauptamtlichen Bessermenschen vorzuschweben scheint), kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die jungen „Flüchtlinge“ haben vielmehr selbst dafür zu sorgen, in ihren Herkunftsländern Recht und Ordnung wiederherzustellen und zu bewahren, anstatt sich feige ins Ausland (bevorzugt ins christliche!) abzusetzen und anderen die allein ihnen zustehende, blutige Drecksarbeit verrichten zu lassen.

Die in Europa ansässige Bevölkerung hat jedes Recht dazu, den von ihr geschaffenen Wohlstand und ihre Lebensart zu erhalten, ohne pausenlos auf anmaßende Forderungen und religiöse Befindlichkeiten ungebetener „Gäste“ Rücksicht nehmen zu müssen. Die Regierenden Eurolands sollten unmissverständlich daran erinnert werden, für wen und auf wessen Kosten sie tätig sind. Es geht nicht an, dass die Regierenden sich gegen ihre eigenen Wähler stellen und deren Interessen fortgesetzt und ungestraft verraten. Kommt es im Hinblick auf die laufende Völkerwanderung nicht bald zu einem radikalen Kurswechsel, driftet die Alte Welt geradewegs in ein mörderisches Chaos…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.



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