Monatsarchive: Februar 2017

Geisterfahrer

Von Andreas Tögel

Sie kennen bestimmt den Witz, in dem der Beifahrer den Wagenlenker auf der Autobahn warnt: „Achtung, da kommt uns ein Geisterfahrer entgegen!“ Worauf der etwas verwirrte Lenker erwidert: „Was heißt da einer? Hunderte!“
In den letzten Wochen kommt mir dieser Scherz im Gefolge der allmorgendlichen Zeitungslektüre recht oft in den Sinn. Wer ist nun auf der verkehrten Spur unterwegs – ich oder alle anderen? Kann es sein, dass ich langsam verblöde? Oder sollte ich einfach etwas weniger trinken? Geht es mir wie dem psychisch Erkrankten, der sich von lauter Lügnern und Idioten umringt wähnt – unfähig seine eigene Störung zu erkennen? Oder benutzen am Ende doch die anderen die falsche Richtungsfahrbahn?
Ein paar Beispiele, die mich zu derlei Überlegungen veranlassen: Die von der rotgrünen Stadtregierung Wiens geplante Errichtung eines Denkmals für Ho Chi Minh im Wiener Donaupark, ist ein schönes und zudem hochaktuelles Beispiel. Was genau verbindet den bluttriefenden vietnamesischen Warlord Ho Chi Minh mit Wien? Genauso viel wie einen anderen Massenmörder, nämlich Ernesto „Che“ Guevara, dessen großartige Leistungen bereits seit Jahren mit einem Denkmal im selben Park geehrt werden: Gar nichts. Weshalb also noch so ein Denkmal? Weil der dadurch Geehrte Kommunist war und daher naturgemäß die Sympathien der linken Rathausnomenklatura genießt? Als späte Anerkennung, weil immerhin Horden der 68er-Bewegung einst Ho-ho-ho-Chi-Minh-Parolen im Kampf gegen den US-amerikanischen Imperialismus skandierten? Man weiß es nicht. Bleibt die bohrende Frage: Wer fährt da auf der falschen Seite? Das Rathaus oder ich?
Anderes Beispiel: Im schönen Braunau am Inn wird ein junger Mann verhaftet. Was hat er getan? Hat er etwa seine Mitmenschen in ihrer Ehre beleidigt oder gar angegriffen, wie das nicht wenige der eingeschleppten „Flüchtlinge“ dieser Tage zu tun pflegen? Hat er etwa zur Revolution oder zur Gewalt gegen andere aufgerufen? Nichts davon. Sein Verbrechen besteht darin, dass er sich den falschen Bart hat wachsen lassen, der ihn angeblich Adolf dem Braunen ähneln lässt. Unfassbar: Ein politisch unkorrekt getrimmter Bart reicht hierzulande am Beginn des 21. Jahrhunderts als Haftgrund aus. Großartig. Was kommt als nächstes? Gulag für das Tragen eines Dirndls oder weißer Kniestrümpfe?
Zeitgleich verlautet, dass Gewaltverbrecher – zumindest, wenn sie der richtigen Glaubensgemeinschaft angehören und sich mithin der Sympathie der gleichgeschalteten Medien und des Wohlwollens einer linksversifften Justiz sicher sein können – auf freiem Fuß angezeigt werden (und noch am selben Tag untertauchen). Ist da mittlerweile jedes Augenmaß und jeder Sinn für Verhältnismäßigkeit verlorengegangen, oder ist derjenige, der solche Fragen stellt, ein (gedanklicher) Geisterfahrer?
Um einem dringenden Bedürfnis einiger Exponenten des linken Reichsdrittels abzuhelfen, soll plötzlich einer schönsten Plätze Wiens, der Heldenplatz, umgetauft werden. Das “Heldengedenken“ sei angeblich nicht mehr zeitgemäß. Na klar. Haben die beiden auf dem Heldenplatz geehrten Herren (Erzherzog Karl und Prinz Eugen von Savoyen) lange gewirkt, ehe für die Austromarxisten die eigentliche österreichische Geschichte beginnt – nämlich erst anno 1848. Vorerst ist wenigstens nicht daran gedacht, die Standbilder der beiden Helden zu entfernen. Immerhin.
Darf das wahr sein? Kann man derart geschichtsvergessen sein, zwei der wenigen herausragenden Feldherrn im Dienste des Hauses Habsburg einfach nicht mehr wahrhaben zu wollen? Welche Namen auch immer der Platz künftig tragen soll: Wer fährt hier falsch – der Kulturminister und der Kulturstadtrat oder ich?
Dass schließlich ein schwarzer Minister ganz wild darauf ist, das Geburtshaus Hitlers in Braunau schleifen zu lassen, rundet das surrealistische Bild harmonisch ab. Wer der Geschichte mit Verdrängung begegnet, kann keine Lektionen daraus ziehen. Oder fahre ich auch in diesem Punkt auf der falschen Spur in die verkehrte Richtung?



Arbeitszeit- und Lohndiktate

Planwirtschaft im Neoliberalismus?

Von Andreas Tögel

Nach Ansicht von Gewerkschaftern und Globalisierungskritikern leben wir in einer Welt, in der eiskalte Neoliberale und gierige Plutokraten die werktätigen Massen nach Gutdünken ausbeuten dürfen. Da Unternehmer ausschließlich an der Maximierung ihrer Profite interessiert wären und ihnen das Los ihrer Lohnsklaven völlig gleichgültig sei, bedürfe es des hilfreich lenkenden Eingriffs des Staates, um das Schlimmste zu verhindern. Schließlich will ja – außer ein paar herzlosen Unternehmern – niemand mehr Zustände sehen, wie sie einst im finstersten „Manchesterliberalismus“, geherrscht haben, die bekanntlich den besten Freund und Anwalt der Arbeiter, Karl Marx, zu seiner elaborierten Prosa inspiriert haben.
Damit kommen wir auch schon zu jenen Regulativen, die immer schon den Kernbestand der von den Sozialisten betriebenen Arbeitsmarktpolitik gebildet haben: Arbeitszeitregelungen und Lohnforderungen. Wer der Ausbeuterklasse nicht entschlossen genug entgegentritt, so ihr Credo, muss eben zusehen, wie Kinderarbeit und 70-Stunden-Arbeitswochen um sich greifen. Die Möglichkeit, dass Arbeitgeber und –Nehmer auch ohne staatlichen Zwang zu beiderseits gedeihlichen Vereinbarungen über Arbeitszeiten und Löhne kommen könnten, hat in ihrer Vorstellungswelt keinen Platz. Dass Unternehmen nicht nur um Kunden, sondern auch um fähige Mitarbeiter miteinander konkurrieren, wird übersehen. Kein Arbeitgeber, der dauerhaft unter Wettbewerbsbedingungen bestehen will, kann es sich daher leisten, seine Angestellten schlecht zu behandeln oder zu bezahlen. Das ist auch der Grund dafür, weshalb die überwiegende Zahl der Unselbständigen Löhne bezieht, die deutlich über den kollektivvertraglichen Tarifen liegen.
Was die Lohnhöhe angeht: Die Genossen wissen zwar, dass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nicht nur bei Luxusgütern den Preis bestimmt, sondern auch bei der menschlichen Arbeitskraft. Wie sollte es auch anders sein – und weshalb? Sie behaupten aber, hier seien „menschliche“, nicht ökonomische Maßstäbe anzulegen – als ob ein durch Marktmechanismen geregelter Preis kein Ergebnis menschlicher Entscheidungen wäre! Deshalb sollen staatliche Anordnungen, die das Ende der Vertragsfreiheit bedeuten, die Markgesetze außer Kraft setzen. Warum das – zum Wohl der Arbeitnehmer – funktionieren sollte, ist rätselhaft. Genauso gut könnte man auch meinen, ohne Gleitschirm von einer 300m-Felsklippe springen zu können, ohne böse Konsequenzen gewärtigen zu müssen.
Das aktuelle Arbeitsprogramm der Bundesregierung, erhebt die Forderung nach der Einführung eines branchenunabhängigen Mindestlohns von 1.500,- Euro monatlich für einen Vollzeitarbeitsplatz. Damit soll die Kaufkraft der niedrig entlohnten Personen gestärkt und ein wirksamer Schritt gegen die Armut gesetzt werden – so der mutmaßlich in Wolkenkuckucksheim entstandene Gedanke. Als ob mit dem Schreiben eines Wunschzettels auch schon die Verwirklichung des ersehnten Ziels garantiert wäre. Als ob es keine zwingenden Umstände gäbe, die dem Wunsch entgegenstehen würden.
Die Vorstellung, per Ukas einen „gerechten“ Lohn, von dem man „in Würde leben“ kann, verordnen zu können, ohne dabei auf die einzelnen Branchen oder Betriebe Rücksicht zu nehmen, ist völlig weltfremd. Nur diejenigen, die entweder niemals begriffen haben, vor welchen kalkulatorischen Herausforderungen Unternehmer stehen, oder zynische Machtmenschen, denen das Los derer, denen angeblich all ihre Sorge gilt egal ist, können eine solche Maßnahme gutheißen. Dass sich keiner um das Schicksal vieler am Existenzminimum dahinwerkelnder Kleinstunternehmer schert, die der Segnungen des nur den Interessen Unselbständiger dienenden Wohlfahrtsstaats entraten müssen, sei hier nur am Rande vermerkt.
Angesichts der eheblichen Lohnnebenkosten, die in keiner Lohnforderung der Gewerkschaften berücksichtigt werden (obwohl an dieser Stelle mit garantiertem Erfolg angesetzt werden könnte!), hat ein solches Lohndiktat prohibitiven Charakter für die Anstellung gering qualifizierter Arbeitnehmer. Ihre Wertschöpfung wird dann in vielen Fällen geringer ausfallen, als die von ihnen verursachten Kosten. Da vom Draufzahlen aber keiner leben kann, lautet das Ergebnis: Arbeitsplatzverlust und dauerhafte Arbeitslosigkeit, nebst chronischer Überlastung der Sozialkassen.
Schon in der Theorie ist klar, dass ein oberhalb des Marktwertes, also jenseits eines durch das Spiel von Angebot und Nachfrage fixierten Preises (im Falle von Löhnen eben des Preises der Arbeit), zu einem Nachfragerückgang führt. Darüber hinaus liegen nicht wenige empirische Untersuchungen zur Frage erzwungener Mindestlöhne vor. Besonders dem afroamerikanischen Ökonomen Thomas Sowell sind einige erhellende Einsichten zur desaströsen Konsequenz verordneter Arbeitspreisdiktate zu verdanken (siehe zwei der drei Links an Ende des Beitrags).
Die liberale Denkfabrik „Agenda Austria“ nennt eine Zahl von etwa 20.000 Arbeitsplätzen im Segment der geringqualifizierten Arbeitnehmer, die im Falle einer 1.500-Euro-Regelung in Österreich verloren gehen könnten (Link am Ende des Beitrags). Es liegt auf der Hand, dass die Begrenzung der Löhne nach unten, zudem eine fatale Kettenreaktion in Gang setzen wird: Wenn höher qualifizierte Arbeitskräfte erkennen, dass bisher niedriger entlohnte Kräfte mit ihnen gleichziehen, werden auch sie Forderungen erheben, was den Gesamtlohnaufwand für die Unternehmen zusätzlich in die Höhe treiben wird.
Die Reaktionen darauf können unterschiedlich ausfallen. Bestimmte Arbeiten könnten nicht mehr oder nur noch deutlich reduziert nachgefragt werden. Beispiel: Die Reinigungskraft wird nur noch im Zweiwochenrhythmus, anstatt jede Woche beschäftigt. Andere Möglichkeit: Betriebsverlagerungen ins arbeitskostengünstigere Ausland. Oder: Fertigungsbetriebe erhöhen den Kapitaleinsatz und ersetzen Arbeitskräfte durch Maschinen. Den von den Arbeitnehmervertretern behaupteten Zielen Kaufkraftsteigerung und Armutsbekämpfung ist in keinem der Fälle gedient.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind besser dran, wenn sie Lohn- und Arbeitszeitverhandlungen auf Betriebsebene führen. In einer immer stärker differenzierten Arbeitswelt sind one-size-fits-all-Vorschriften (Flächenkollektivverträge oder gesetzlich verordnete Lohnhöhen) unsinnig. Was für Branche A und Betrieb X gut ist, kann für Branche B und Betrieb Y katastrophale Konsequenzen haben. Woher Politiker und Bürokraten die Chuzpe nehmen, besser als die Betroffenen zu wissen meinen, was denen guttut, steht dahin. Das Schicksal jedes einzelnen Arbeitnehmers und Betriebes ist jedenfalls zu wichtig, um die Entscheidung darüber einem Klüngel anmaßender Politiker und Funktionäre zu überlassen.
Fazit: Wer Preise diktiert, gleich ob für Löhne oder für Waren, schadet damit allen: Produzenten, Konsumenten, Arbeitgebern und –Nehmern. Wäre schön, wenn diese einfache Lektion von den Protagonisten der Planwirtschaft endlich gelernt würde.



Migration und Volkswirtschaft

Mehr Wohlstand durch Asylsuchende?

Von Andreas Tögel

Aus Sicht der österreichischen Caritas und des Roten Kreuzes, bedeuten die hier aufgenommen Asylsuchenden einen wirtschaftlichen Gewinn für das Land. Eine bei „Joanneum Research“ in Auftrag gegeben „Studie“ soll beweisen, dass Asylanten nicht nur diesen beiden Organisationen, die sich (neben anderen NGOs) mit der Elendsbewirtschaftung ein überaus lukratives Geschäftsfeld eröffnet und aus diesem Grund jedes Interesse daran haben, den Elendsimportiert niemals enden zu lassen, sondern auch für die Alpenrepublik insgesamt Nutzen bringen.
Wer über Sinn für schrägen Humor verfügt, kann die „Studie“ von der Seite http://www.katholisch.at/ herunterladen und sich in all ihrer Pracht zu Gemüte führen. Dass darin, wie in der zeitgenössischen Volkswirtschaftslehre üblich, ausschließlich mit Aggregaten hantiert und mit einer Fülle willkürlicher Annahmen operiert wird, überrascht diejenigen nicht, die wissen, wie solche „wissenschaftlichen“ Arbeiten zustande kommen. Wer das vom Auftraggeber gewünschte Ergebnis peinlich genau im Blick behält, die zu verarbeitenden Daten einer kreativen Auswahl unterzieht und über einen ausreichenden Sinn für originelle Schlussfolgerungen verfügt, darf sich am Ende allemal der gewünschten Ergebnisse erfreuen.
Alsdann: Der sensationellen „Studie“ zur Folge, zahlen Asylberechtigte in die Sozialtöpfe mehr ein, als sie aus diesen an Wohltaten herausbekommen. Erstaunlich, ist es nicht? Denn angesichts der Beobachtungen, die jedermann machen kann, der mit offenen Augen durch die Städte wandert und beobachtet, auf welche Weise die in den letzten Jahren eingeschleppten Asylsuchenden das Land verändern, erscheint das einigermaßen befremdlich. Das Herumlungern in Parks und auf U-Bahnsteigen füllt tatsächlich die Sozialtöpfe? Sei´s drum – vergessen wir unseren gesunden Hausverstand und lassen uns von Franz Prettenthaler, dem genialen Autor besagter „Studie“ eines Besseren belehren: Österreich darf sich über jeden Asylberechtigten herzlich freuen, denn er bringt nicht nur kulturellen (daran zweifelt ohnehin niemand), sondern auch wirtschaftlichen Gewinn. Aha.
Leider handelt es sich bei dem Papier im Grunde um nichts weiter, als um eine Neuauflage der vom liberalen französischen Ökonomen und begnadeten Pamphletisten Frédéric Bastiat (1801-1850) kurz vor seinem Tode beschriebenen „Broken-windows-fallacy“. Darin geht es um die auf den ersten Blick ausschließlich positiven Effekte, die der Ersatz einer zerbrochenen Fensterscheibe auslöst. Alle verdienen daran – nicht nur der Glasermeister, sondern auch alle anderen, die mit Glaserzeugung, Transportaufgaben und mit der notwendigen Handarbeit befasst sind.
Letztendlich wird durch den Ersatz der Scheibe aber nur ein Zustand wiederhergestellt, der bereits bestanden hat. Es gibt eben – per Saldo – keinen Wertezuwachs. Aller Aufwand hätte andernfalls der zusätzlichen Wertschöpfung dienen können. Man sieht zwar den Vorteil des Glasers, seiner Lieferanten und Mitarbeiter, nicht aber die dem Auftraggeber entgangenen Möglichkeiten, sein Geld anderweitig zu investieren.
Wenn in der vorliegen „Studie“ also erhöhte Steuereinnahmen, die im Gefolge des für die Erhaltung der Asylsuchenden zu tätigenden Aufwands anfallen, allen Ernstes als etwas Positives vermerkt werden, wird dabei übersehen, dass diese Steuergelder nicht vom Himmel fallen. Jemand muss sie ja abführen. Damit aber verringern sich die Möglichkeiten der Tributpflichtigen, ihr Geld für etwas Sinnvolles einzusetzen. Milliardenbeträge, die dazu nötig sein werden, Asylsuchenden (die in der „Studie“ ebenso offensichtlich wie unzulässig als dauerhaft hier Verweilende angesehen werden) Grundkenntnisse und berufliche Fertigkeiten zu vermitteln, die in unserer westlichen Zivilisation unverzichtbar sind, um nicht dauerhaft von Almosen abhängig zu sein, könnten für eine Fülle anderer Projekte eingesetzt werden. In jedem Fall würde der dadurch gestiftete Nutzen deutlich größer ausfallen.
Indes sind derlei Überlegungen für jene Wissenschaftler von keinerlei Relevanz, die sich ausschließlich der dankbaren Übung des Geldausgebens widmen, nicht aber der etwas mühseligeren Aufgabe des Geldverdienens. Wer die Party bezahlen soll, ist ihnen gleichgültig.
Hätten die in der „Studie“ angeführten Berechnungen und Hypothesen Hand und Fuß, dann läge der Schlüssel zur explosionsartigen Steigerung des Wohlstands in Europa im Import jener von Experten auf rund 500 Millionen geschätzten Zahl von Afrikanern, die sich derzeit mit dem Gedanken an eine Auswanderung tragen. Wenn schon das, was uns ein, zwei Millionen Asylanten bringen „wertvoller als Gold“ ist (© Martin Schulz) – wie reich werden uns dann 500 Millionen machen? Wer derart offensichtlichen Unfug glaubt, sollte dringend seine Medikation überprüfen.
In der „Studie“ wimmelt es nur so von ebenso optimistischen wie unrealistischen Annahmen hinsichtlich des möglichen Einsatzes der Zuwanderer. Und sie lässt die durch deren Religion, Kultur und Mentalität bedingten – mutmaßlich durchwegs negativen – Aspekte völlig unberücksichtigt. Nur wer auch noch im Bau zusätzlicher Gefängnisse einen volkswirtschaftlichen Nutzen zu erkennen imstande ist, vermag im Zustrom unqualifizierter Horden, die fremden, nicht selten feindseligen und gewaltaffinen Kulturen entstammen, einen Gewinn für die autochthone Bevölkerung zu sehen.
Einen großen Teil der Asylsuchenden in den heimischen Arbeitsmarkt integrieren zu können, die – entgegen der Darstellung hauptamtlicher Bessermenschen – mehrheitlich über keinerlei nachgefragte und damit verwertbare Qualifikationen verfügen, ist eine Illusion. Der Großteil davon wird Zeitlebens von Transferzahlungen – und damit aus der Tasche der produktiv Tätigen (also eher nicht aus der des Studienautors) leben. Damit ist der behauptete volkswirtschaftliche „Mehrwert“ durch die Beschäftigung von Asylsuchenden reine Chimäre.
Es ist ohne Zweifel ein gutes Werk, sich tatsächlich Schutzbedürftiger – und zwar auf eigene Kosten – anzunehmen Es ist aber keine gute Tat, das um das Geld fremder Leute zu tun, die zudem nicht einmal gefragt werden, ob sie das auch wollen. Und es ist gänzlich abwegig zu behaupten, der gewaltige Aufwand für die Versorgung Asylsuchender (im Land der Hämmer immerhin rund zwei Mrd. Euro per anno, in Deutschland das Zehnfache), würde am Ende auch noch wirtschaftliche Früchte tragen. Wären diese Menschen so qualifiziert und integrationswillig, wie man sich seitens der Systemprofiteure seit Jahren bemüht, uns weiszumachen, bedürfte es nämlich überhaupt keiner Vorleistung der aufnehmenden Gesellschaft. Das Beispiel der klassischen Einwanderungsländer (USA, Kanada, Australien und Neuseeland), in denen für Migranten bis heute keine Extrawürste gebraten werden, spricht Bände. Jeder ist dort willkommen, der für die aufnehmende Gesellschaft von Nutzen ist und sich an dort geltende Gesetze hält. Davon kann hierzulande allerdings keine Rede sein – eher ist das genaue Gegenteil der Fall.
Fazit: Ein weiteres Beispiel dafür, was „wissenschaftliche“ Studien wert sind, wenn ihnen ein politischer Auftrag zugrunde liegt. Konsequenz: Jedermann ist gut beraten, nur noch jene Fake-News für bare Münze zu nehmen, die er selbst in Umlauf bringt.



Buchempfehlung: Die Einzelfalle

Warum der Feminismus ständig die Straßenseite wechselt

Von Andreas Tögel

Das vorliegende Buch beschäftigt sich – anders als der Untertitel es erwarten lässt – weniger mit dem Feminismus, als mit dem Phänomen der Masseneinwanderung aus fremden Kulturkreisen – und den sich daraus ergebenden Problemen. Wenn vorwiegend männliche Migranten (der Begriff „Flüchtling“ verbietet sich deshalb, weil niemand aus Österreich nach Deutschland „flüchten“ muss, der zuvor eine ganze Reihe sicherer Drittstaaten durchquert hat), die zutiefst patriarchalischen und gewaltaffinen Zivilisationen entstammen, in Deutschland auf Menschen treffen, denen jeder Wille zur Selbstbehauptung und –Verteidigung systematisch abtrainiert wurde und wo die Männer zu verweichlichten Memmen degeneriert sind, dann kracht´s eben im Gebälk.
Feministische Männerverächterinnen empören sich unserer Tage nicht etwa über den Umstand, dass muslimische Zuwanderer Frauen, wie sie es eben von zu Hause gewöhnt sind, als Menschen zweiter Klasse, als nach Belieben verfügbares Freiwild betrachten, beschimpfen, handgreiflich belästigen, nicht selten sogar vergewaltigen. Nein, sie nutzen diese Untaten vielmehr dazu, ihre völlig undifferenzierte Männerhatz noch weiter zu intensivieren und so zu tun, als ob auch westlich sozialisierte Männer unentwegt und wie selbstverständlich, allein oder in Rudeln, über „ihre“ Frauen herfallen würden. Die von Frauenrechtlerinnen seit vielen Jahren geforderte Verschärfung des Sexualstraftrechts rückt endlich in Reichweite – übergriffigen Zuwanderern sei dafür Lob und Dank!
Radikale Linke und Islamversteher jeden Kalibers, haben angesichts der berüchtigten Silvesternacht 2015/16 nichts Besseres zu tun, als die Empörung autochthoner Männer über diese Vorgänge als nichts weiter als „gekränkte Besitzansprüche“ zu deuten. Dass systematische Übergriffe auf Frauen, in noch so gut wie jedem Krieg als planmäßiges Mittel zur Demütigung der Unterlegenen (Frauen und Männer!) eingesetzt wurden, ist den intellektuellen Verbündeten der „Flüchtlinge“ noch gar nicht aufgefallen.
In einer Gesellschaft, in der „Vater Staat“ zum einzigen noch anerkannten und geschätzten Vater emporgewachsen ist, können Frauen nicht länger mit männlichem Beistand im Falle intolerabler Nachstellungen rechnen. Vater Staat ist doch – von der Wiege bis zur Bahre – für alles zuständig, also auch für die Sicherheit (der Frauen). Auf die Anwendung von Zwangsgewalt (etwa zur Gefahrenabwehr) erhebt Vater Staat sogar einen monopolistischen Anspruch.
Fazit: Der moderne deutsche Mann dokumentiert Übergriffe aller Art heute lieber mit dem Smartphone (kommt gut auf youtube!), als dass er am Ende infolge beherzten Einschreitens jene Prügel zu beziehen riskieren würde, die auszuteilen ihm längst abgewöhnt wurde. Schön, derart zivilisiert zu sein, dass man auch den Weg zum eigenen Untergang noch frohen Mutes beschreitet, nicht wahr?

Die Einzelfalle
Warum der Feminismus ständig die Straßenseite wechselt
Ellen Kositza
Verlag Antaios
158 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-944422-17-6
13,- Euro
Link zum Verlag



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