Monatsarchive: Juni 2017

Die Spur des Geldes

Eine eherne Regel der Kriminalistik lautet: Folge stets der Spur des Geldes. Am Ende geht es nämlich in jedem Kriminalfall, sieht man von Machtkämpfen und Eifersuchtsdramen ab, genau darum. Derselbe Grundsatz gilt auch – und ganz besonders – in der Politik. Die einen arbeiten für ihr Geld, die anderen stehlen es – ganz wie im Krimi.
Geld ist eine grandiose Erfindung, oder besser: Entdeckung. Seine Einführung bereichert das menschliche Leben entscheidend, indem es sämtliche Tauschvorgänge und damit die Ausbildung einer wohlstandssteigernden Arbeitsteilung erleichtert. Der Bäcker braucht nicht mehr länger einen Schuhmacher zu suchen, der bereit ist, ein paar Laibe Brot gegen ein Paar Stiefel zu tauschen, etc. Geld, das liquideste aller Güter, das von jedermann gerne in Zahlung genommen wird, erspart die mühsame Suche nach geeigneten Tauschpartnern.
Das klingt zwar trivial, muss aber dennoch immer wieder in Erinnerung gerufen werden, wenn mächtige Interessen darauf hinarbeiten, es wieder abzuschaffen – zumindest das Geld in seiner baren Form. Geld, und darauf darf niemals vergessen werden, hat neben seiner Hauptfunktion als Tauschmittel, nämlich auch eine wesentliche Bedeutung als Wertspeicher. Der Besitz von Bargeld ist deshalb wertvoll, weil er dem Einzelnen Möglichkeiten verschafft. Der Begriff „Vermögen“ drückt das aus. Der Besitz von Geld bedeutet, Handlungen zu vermögen, die ohne ihn nicht denkbar wären. Geld zu besitzen, macht frei, nicht etwa Arbeit, wie die Nationalsozialisten behaupteten.
Um seiner Funktion als Wertspeicher gerecht zu werden, darf die Geldproduktion nicht von willkürlichen politischen Entscheidungen bestimmt sein. Genau das ist indes seit Abschaffung des Goldstandards mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs der Fall. Richtig Fahrt aufgenommen hat die weltweite Geldwertverdünnung ab dem 15. 8. 1971, als US-Präsident Nixon die Konvertierbarkeit des Dollars in Gold mit einem Federstrich aufgehoben und damit die größte Enteignungsaktion aller Zeiten inszeniert hat. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das US-Schatzamt den Umtausch von in ausländischer Hand befindlichen US-Dollars in einem Verhältnis von 35 :1 zu einer Unze Feingold garantiert. Seither schwimmt die Welt auf einem Meer von ungedecktem Papier- und Giralgeld.
Geld besteht heute nicht mehr wie früher aus werthaltigen Materialien wie Gold und Silber. An deren Stelle trat wertloses Papier, dessen Besitz nun keinen Anspruch mehr auf die Ausfolgung von echtem Geld – also Edelmetall – garantiert. Schlimm genug, dass sein Wert seit 1971 durch nichts anderes als die Hoffnung bestimmt wird, dafür künftig etwas eintauschen zu können.
Immerhin gewährt der Besitz von Bargeld aber auch heute noch insofern einen kleinen Rest an Freiheit, als seine Verwendung anonym erfolgen kann und die Transaktionen der Bürger somit den zudringlichen Blicken des Leviathans entzogen sind.
Große Teile der politischen Eliten trachten seit geraumer Zeit danach, diesen Zustand mangelnder Kontrolle zu beenden, wobei ihnen kein Vorwand zu fadenscheinig und kein Schmäh zu abgeschmackt ist. Unterstützt werden sie von korrupten Ökonomen, die mittelbar oder unmittelbar vom Staat leben.
So wird im Feldzug gegen das Bargeld stereotyp der Kampf gegen Drogen- und Waffenhandel und die Verhinderung von Steuerhinterziehung vorgeschoben. In Wahrheit aber geht es einzig und allein darum, den gläsernen Bürger zu schaffen, der keinen noch so kleinen Schritt mehr ohne Kenntnis der Polizei tun können soll. Der deutsche Innenminister, Thomas de Maizière, macht aus seinem Herzen keine Mördergrube und meint im Zusammenhang mit der hoheitlichen Internetüberwaschung in einem Interview mit dem Handelsblatt: „…es kann nicht sein, dass es Bereiche gibt, auf die der Staat gar keine Zugriffsmöglichkeiten hat…“. Eine Vorstellung, die nur Etatisten und Systemprofiteure begeistern, rechtschaffene Normalbürger aber empören dürfte.
Man stelle sich – nach einer Abschaffung des Bargeldes – vor, die Bank kündigt einem das Konto; es liegt ein technisches Gebrechen vor; oder man wird vom Politbüro als lästiger Dissident erkannt. In einer bargeldfreien Welt wird dann ein Mausklick reichen und der Betroffene könnte sich nicht einmal mehr ein Stück Brot, ein Hemd oder eine Fahrkarte kaufen. In einer solchen Welt wäre der als Staatsfeind denunzierte Nonkonformist entweder zum Hungertod verurteilt, oder sähe sich in kürzester Zeit im Gulag wieder.
Es wäre an der Zeit, sich von der Illusion zu befreien, dass Zustände, wie sie in Russland von 1917 bis zum Untergang der Sowjetunion oder in Deutschland zwischen 1933 und 1945 geherrscht haben, niemals wiederkehren können. Das trifft nämlich nicht zu! Die Freiheit ist ein fragiles Gut und sie verschwindet niemals in einem einzigen Schritt, mit einem großen Knall, sondern stets leise, unauffällig und scheibchenweise – so wie wir es in den USA seit 9/11 oder hierzulande seit dem Beitritt zur EU fortwährend erleben.
Wer ist scharf darauf, in einem totalitären Überwachungsstaat zu leben, der einem mit einem Mausklick die Lebensgrundlage entziehen kann? Wer will auf den Gebrauch dessen verzichten, was Dostojewski einmal „geprägte Freiheit“ genannt hat? Wer seine Freiheit liebt, sollte daher allen Bemühungen der Nomenklatura Widerstand leisten, auf dem Weg der Bargeldabschaffung weiter voranzuschreiten. „Kenne niemanden, der die Absicht hat, Bargeld abzuschaffen“, wie der deutsche Finanzminister Schäuble beteuert, klingt verdammt nach „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Spätestens seit damals, es begab sich anno 1961, sollte jedermann endgültig klar sein, was Politikerworte wert sind.
Durch konsequenten Verzicht auf die Verwendung von Plastikgeld hat jeder einzelne es in der Hand, den bargeldfeindlichen Bemühungen des Leviathans entgegenzuarbeiten.



Buchempfehlung – Genderismus

Genderismus ist eine gefährliche Ideologie mit totalitären Zügen. Wir alle sind betroffen. Trotzdem ist wenig über diese neosozialistische Irrlehre bekannt und selbst davon ist das meiste falsch. Es geht, wie gerne vorgeschoben wird, eben nicht um die Gleichberechtigung von Mann und Frau, nicht um Toleranz und auch nicht um Gerechtigkeit. Was sich hinter den schrillen aber scheinbar so harmlosen Auswüchsen wie dem Binnen-I, bunten Regenbogenparaden, bärtigen Sängerinnen oder der skurrilen Geschlechtervielfalt verbirgt, was der Genderismus für uns und unsere Kinder bedeutet, das legen die Autoren dieses Buches pointiert, kenntnisreich und wissenschaftlich fundiert offen.

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Willkommen in der Gesinnungsdiktatur!

Orwells Warnung als Gebrauchsanweisung

„Das Prinzip der Meinungsfreiheit beschäftigt sich nicht mit dem Inhalt der Rede eines Menschen und schützt nicht nur die Äußerung guter Ideen, sondern aller Ideen. Wenn es anders wäre, wer würde dann bestimmen, welche Ideen gut wären und welche verboten sind? Die Regierung?“
Ayn Rand

Die den Menschen zur Freiheit führenden Gedanken sind allesamt nicht neu. Viele davon sind schon in den Arbeiten klassisch-antiker Philosophen wie Sokrates, Aristoteles und Epikur grundgelegt. Wo viel Licht ist, da gibt es allerdings auch viel Schatten: So haben auch jene Ideen ebenso viele Jahre auf dem Buckel, die – wie die des Sokrates-Schülers Platon – über einige Mittler (z. B. Rousseau, Hegel, Fichte und Marx) in die totalitären Menschheitskatastrophen des 20. Jahrhunderts geführt haben.
Das am Beginn dieses Beitrags stehende Zitat der russisch-amerikanischen Wortführerin der Freiheit und eines ungezügelten Kapitalismus, der Philosophin und Erfolgsautorin Ayn Rand („Atlas Shrugged“, „Fountainhead“), stammt aus dem Jahr 1978. Immerhin bald 40 Jahre sind seither vergangen. Noch 30 Jahre älter ist der mehrfach verfilmte Roman „1984“ aus der Feder des Briten George Orwell. Damit und mit seiner nicht minder berühmten „Animal Farm“ wollte der Essayist vor der Entwicklung und Ausbreitung totalitärer Ideologien warnen, indem er deren Funktionsweisen und Durchsetzungstechniken in eindrucksvoller Weise beschrieb. Noch ein paar Jahre vorher, nämlich 1944, publizierte „Readers Digest“ F. A. Hayeks „The Road to Serfdom“ – eine noch vor dem Untergang des Nationalsozialismus verfasste Abrechnung mit jeder Form eines alle Lebensbereiche durchdringenden, totalen Staates. Ein Jahr später folgte die deutschsprachige Übersetzung „Der Weg zur Knechtschaft“. Dieses mit Abstand populärste Buch des österreichischen Ökonomen und Sozialphilosophen, wurde für viele Menschen beiderseits des Atlantiks (so auch für den Verfasser dieser Zeilen) zur geistigen „Einstiegsdroge“ in eine freisinnige Weltsicht.
Die genannten Autoren und deren Vorläufer, wie zum Beispiel Lysander Spooner, Henry Thoreau, Albert J. Nock oder Max Stirner, lehnten jede Form des Kollektivismus ab. Für sie war klar, dass das Recht am Individuum Maß zu nehmen hat und nicht an einem wie auch immer zusammengesetztem Kollektiv – sei es rassischer, kulturell-religiöser oder sozialer Natur. Jeder einzelne Mensch ist daher als solcher zu respektieren und darf keinesfalls als Mittel zum Zweck missbraucht werden. Auch kann kein Mensch ein Recht „nach oben“ delegieren, über das er selbst nicht verfügt. Damit kann also die Ausübung initiierter Gewalt gegen Dritte durch den Staat (z. B. die ohne Zustimmung des Betroffenen erfolgende Einhebung von Tributen) niemals „legitimiert“ werden. Gewaltanwendung oder -Drohung gegen Menschen, die zuvor selbst niemandem etwas angetan haben, ist Unrecht.
Was ist aus den Ideen der Freiheitsdenker und Mahner von gestern und vorgestern geworden? Wieviel Freiheit existiert noch? Oder, anders gefragt: Wieviel Strecke des Weges in die Knechtschaft haben wir bereits zurückgelegt – vielleicht ohne es überhaupt zu bemerken?
Sich in die Zeitmaschine zu setzen, aber nicht wie weiland H.G. Wells, in eine ferne Zukunft, sondern ein paar Jahrzehnte weit in die Vergangenheit zu reisen, wirkt augenöffnend. All die großartigen „sozialen Errungenschaften“ unserer Tage, wie z. B. auf „Nichtdiskriminierung“ gerichtete Sprachdiktate, Arbeitszeitregelungen, Rauchverbote in privaten Etablissements, Geschlechterquotenregelungen und andere auf die Relativierung privater Eigentumsrechte hinauslaufende Vorschriften, waren vor 30 bis 50 Jahren – also genau in jener Zeit, in der die genannten Werke Hayeks, Orwells und Rands erschienen, völlig undenkbar.
Besonders übel unter die Räder gekommen ist die Meinungsfreiheit – ein angeblich verfassungsrechtlich gedecktes Gut, von dem in unseren Tagen – beiderseits des Atlantiks – kaum noch etwas übriggeblieben ist – sofern man sich untersteht, nicht die „richtige“, politisch korrekte Meinung zu äußern. “Sticks and stones may break my bones, but words will never harm me.” Dieser von purer Logik bestimmte Grundsatz ist längst vergessen. Heutzutage werden als “hate crime” verdammte Delikte, wie auch zahlreiche andere opferlose Verbrechen (etwa Rauschgiftkonsum, Schnellfahren auf menschenleeren Autobahnen oder die Veröffentlichung regierungsseitig unerwünschter Botschaften) unerbittlich verfolgt und schwer bestraft. Der Staat dringt damit – auf Zuruf von sich dadurch Vorteile versprechender kleiner lautstarker Klüngel, immer tiefer in das private Leben seiner Bürger ein. Damit nähert sich die radikal linke 68er-Parole „Das Private ist politisch“, in der Spätzeit des sozialistischen Wohlfahrtsstaates ihrer hundertprozentigen Durchsetzung. Der gute alte Blockwart feiert dort fröhliche Urständ´, wo bezahlte Staatsschergen jede Äußerung in den sozialen Medien ausspähen und sich dabei ganzer Regimenter freischaffender Denunzianten sicher sein können. Ähnlich minderwertige Kreaturen, die einst ihre Nachbarn wegen des Abhörens von „Feindsendern“ ans Messer geliefert haben, besorgen heute die Geschäfte des demokratischen Leviathans. Es geht längst nicht mehr um einen offenen Diskurs, sondern um die Ausschaltung oder Vorführung öffentlich auftretender Dissidenten. Wer sich einschlägige Diskussionssendungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zu Gemüte führt, weiß, wie das funktioniert.
„Bestrafe einen und erziehe hundert“. So lautet das überlieferte Kalkül, das unsere an Platons „Philosophenkönig“ erinnernden Obertanen tief verinnerlicht haben, die sich keineswegs als Dienstleister im Auftrag ihres angeblichen Souveräns, sondern – ganz im Gegenteil – als dessen unerbittliche Erzieher begreifen.
„Volksverhetzung“ heißt das zweckdienliche Werkzeug im deutschen Strafrecht, „Verhetzung“ im österreichischen. Vergleichsweise harmlose, im Internet geäußerte Kritik an jener Friedensreligion, der knapp 100 Prozent aller rezenten Gotteskrieger anhängen, reicht im Land am Strome aus, um einen honorigen, rechtskundigen, unbescholtenen Mann zu einer fünfmonatigen Freiheitsstrafe (bedingt auf zwei Jahre – Urteil bis dato nicht rechtskräftig) zu verurteilen. Dass die in der Urteilsverkündung zitierten Behauptungen des Angeklagten beweisbar wahr sind, ist unerheblich. Es reicht der Verstoß gegen einen – wie anzunehmen ist – absichtsvoll gummiartig formulierten Paragraphen aus, um jemanden hinter Gitter zu bringen. Was ist „Verhetzung“ definiert, und wo liegt die Grenze zu einer noch erlaubten Kritik?
In Deutschland wurde kürzlich der bekannte Autor und Regimekritiker Akif Pirincci zu der saftigen Geldbuße von11.700 Euro verurteilt, weil er anlässlich einer Angela Merkel & Genossen unangenehmen Pegida-Kundgebung teilgenommen und einige politisch unkorrekte Aussagen getätigt hat. Prompt wird ihm – so wie dem pensionierten österreichischen Notar – attestiert, damit „Hass zu schüren“ – als ob der nicht in wesentlich gefährlicherem Maße von der Seite der Kritisierten ausginge.
Wohlgemerkt: Beide Herren haben weder persönlich adressierte Beleidigungen ausgesprochen, noch zur Gewalt gegen einzelne Personen oder Gruppen aufgerufen oder diese gutgeheißen. Die bloße – willkürlich aufgestellte – Behauptung, ihre Aussagen könnten andere zur Gewalt „aufstacheln“ (verhetzen) reicht im mitteleuropäischen Absurdistan am Beginn des 21. Jahrhunderts für eine strafrechtliche Verurteilung aus.
Die Botschaft der den Staat fest im Griff haltenden Dressureliten ist unmissverständlich: Zahl deinen Tribut und halt´s Maul. Und: Die Botschaft wird von denjenigen formuliert und übermittelt, die selbst niemals Steuern zahlen und ihr Maul pausenlos aufreißen – wobei nur ganz selten etwas Sinnvolles herauskommt.
Die drei eingangs zitierten Autoren würden im Grabe rotieren, könnten sie sehen, wie weit wir es bereits gebracht haben. Ein Blick zurück auf die (vergleichsweise) goldenen Sechzigerjahre macht sicher: 1984 ist längst zur Wirklichkeit geworden. Allerdings mit Überwachungstechniken, von denen George Orwell naturgemäß keine Ahnung haben konnte.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Ausgabe 01 des Magazins „Frank & Frei“
Andreas Tögel​ 22.06.17



Welche Waffe für die Selbstverteidigung?

Seit dem Beginn der Völkerwanderung und der damit verbundenen Verschlechterung der Sicherheitslage, interessieren sich plötzlich viele Bürger dafür, welche Waffen sie im Fall der Fälle zur Selbstverteidigung einsetzen könnten. Da die deutschen und österreichischen Gesetzgeber ihren Bürgern bekanntlich das Recht verweigern, außerhalb ihrer eigenen Liegenschaften Waffen zu tragen (eine Waffentrageerlaubnis – in Österreich durch einen „Waffenpass“ dokumentiert, ist, außer für Geldboten und professionelle Personenschützer so gut wie unmöglich zu bekommen), kann es bei dieser Frage also nur um das gehen, was man in den USA „Home Defense“ nennt. Fragen, die für Dauerwaffenträger relevant sind, wie etwa die „Führigkeit“ einer Waffe, deren Gewicht und Eignung zum verdeckten Tragen, sind hier also irrelevant.
Vereinfacht zusammengefasst, sollte die zur Selbstverteidigung in der Wohnung bereitgehaltene Waffe einerseits eine ausreichende Wirkung entfalten, um einen drohenden oder bereits erfolgenden Angriff zuverlässig abwehren zu können, andererseits aber Unbeteiligte möglichst wenig gefährden. Letzteres wäre etwa dann der Fall, wenn die verschossenen Projektile eine massive Wand durchschlagen könnten. Das ist bei jagdlich verwendeten Büchsen oder alten Militärkarabinern und Sportgewehren der Fall, die rasante Munition verschießen und die dafür entwickelt wurden, auf große Entfernungen zu wirken. Aufgrund der hohen Geschossenergie (das gängige Kaliber .308 Win. bringt es z. B. auf eine Mündungsgeschwindigkeit von rund 800 m/s und eine Mündungsenergie von ca. 3.500 J) sind solche Gewehre für die Selbstverteidigung daher unbrauchbar.
Kurze doppelläufige Flinten (Schrotgewehre) dagegen, sind für die Heimverteidigung sehr gut geeignet und erfreuen sich in Österreich großer Beliebtheit – nicht zuletzt auch deshalb, weil sie (noch) frei zu erwerben sind. Wenn man zu einem Typ mit außenliegenden Hähnen greift, kann man nichts falsch machen, da ihr Sicherheitszustand, bzw. ihre Feuerbereitschaft jederzeit von außen erkennbar ist. Der einschlägige Fachhandel bietet für diese Waffen eine Fülle von Munitionssorten an, die speziell für Verteidigungszwecke entwickelt wurden, wie etwa Patronen mit Gummigeschossen.
Wenn es eine Faustfeuerwaffe sein soll, für deren legalen Erwerb und Besitz jedenfalls ein waffenrechtliches Dokument erforderlich ist, stellt sich die Frage: Pistole oder Revolver? Der Umstand, dass moderne Pistolen über eine bis zu dreimal höhere Munitionskapazität aufweisen als Revolver, ist für den Selbstverteidigungsfall von geringer Bedeutung. Wenn die Angelegenheit nicht mit sechs Schuss zufriedenstellend geregelt ist, dann dürften ohnehin Hopfen und Malz verloren sein. Aus Sicht des Autors ist für die Selbstverteidigung zu Hause dem Revolver deshalb der Vorzug zu geben, weil er auch für den weniger geübten Schützen problemlos zu beherrschen ist, das Phänomen Ladehemmung nicht kennt, und jede beliebige Geschossart und –Form ohne Funktionsstörung verdaut.
Bei der Kaliberauswahl gilt: Je stärker desto besser – vorausgesetzt, der Schütze beherrscht es auch zuverlässig. Es hat daher wenig Sinn, auf den Spuren von „Dirty Harry“ wandeln zu wollen, der eine .44er Magnum trug, wenn einem der beeindruckende Rückstoß das Gerät aus der Hand schlägt oder man sich vor der Schussabgabe fürchtet.
Kaliber von 9 mm (9 mm Parabellum für Pistolen und .38 Special / .357 Magnum für Revolver) sind am weitesten verbreitet und auch bei den meisten Polizeieinheiten rund um den Globus eingeführt. Die Balance zwischen Wirkung im Ziel und Beherrschbarkeit stimmt eben. Diese Kaliber sind – ausreichendes Training vorausgesetzt, auf das größter Wert zu legen ist – auch von zierlichen Frauen mit kleinen Händen problemlos zu schießen.
Was klar sein muss: Die Entscheidung über einen Schusswaffeneinsatz hat binnen Sekunden zu erfolgen. Der Richter hat später Tagelang Zeit, um über sein Urteil zu grübeln…

Der Beitrag ist zuerst in der Ausgabe Nr. 174 des Magazins „eigentümlich frei“ erschienen
Andreas Tögel​



Laster sind keine Verbrechen

This essay will conclude my discussion of prohibition and the abolitionists. It summarizes Lysander Spooner’s specific objections, as found in Vices are not Crimes, to the most common arguments used by prohibitionists.

According to some advocates of prohibition, only the manufacture and sale of liquor should be legally banned, not its possession or consumption by individuals. Indeed, this was the case with the Eighteenth Amendment to the U.S. Constitution (the prohibition amendment), which outlawed only “the manufacture, sale, or transportation of intoxicating liquors.”

Concluding Remarks on Vices are not Crimes

This essay will conclude my discussion of prohibition and the abolitionists. It summarizes Lysander Spooner’s specific objections, as found in Vices are not Crimes, to the most common arguments used by prohibitionists. According to some advocates of prohibition, only the manufacture and sale of liquor should be legally banned, not its possession or consumption by individuals.



Emmanuel Macron – Der Geldalchemist im Élysée-Palast

Investmentbanker genießen – spätestens nach dem Zusammenbruch von Lehman-Brothers im Herbst des Jahres 2008 und dem darauf folgenden Ausbruch einer weltumspannenden Finanzkrise – ein öffentliches Ansehen, das mit dem von Mädchenhändlern und Waffenschiebern vergleichbar ist. Sogar die Traumfabrik Hollywood hat dem gierigen und vor keiner noch so widerlichen Gemeinheit zurückschreckenden Bankster, bereits filmische Schandmale gesetzt.
Umso bemerkenswerter erscheint es jetzt, dass ein Mann, der exakt diesem üblen Sumpfbiotop entstammt, nämlich der ex-Rothschild-Mann E. Macron, nun von aller Welt als wahre Lichtgestalt gefeiert wird, die alles, was bisher krumm war, augenblicklich wieder geradebiegen wird. Das heißt, ganz so bemerkenswert ist die Angelegenheit insofern natürlich auch wieder nicht, wenn man bedenkt, welch Geistes Kind der Mann im Grunde ist und welchem politischen Lager er entstammt. Ehe er seine seltsame „Vorwärts“-Partei gründete, werkte er ja immerhin jahrelang unter dem ebenso unfähigen wie ultralinken Premierminister Hollande, der ihn zu seinem Wirtschaftsminister gemacht hatte. Sozialistischer Stallgeruch garantiert offensichtlich eine gute Presse.
Dass der Mann nicht das geringste Problem damit hat, sein segensreiches Wirken sowohl als Investmentbanker (schlechthin das Feindbild aller Linken) als auch als Linkspolitiker zu entfalten, wirft weniger Licht auf seine bemerkenswerte Gewandtheit, als vielmehr darauf, dass das internationale Geldwesen exakt jenem „Geldsozialismus“ entspricht, dem der liberale Erfolgsautor Roland Baader sein letztes Buch gewidmet hat.
Staatlich monopolisierte Geldproduktion und –Politik passt eben zu einer Marktwirtschaft, wie eine Nutte ins Pensionat für höhere Töchter: Gar nicht. Und die ersten Wortmeldungen Macrons nach seiner Inthronisation, verheißen auch prompt nichts Gutes – zumindest dann nicht, wenn man dem Kreis des vom Geldsozialismus profitierenden politisch-geldindustriellen Komplexes nicht angehört und/oder Grieche, Italiener und Franzose ist.
Einen EU-Finanzminister wünscht sich Macron und – wie könnte es anders sein – eine Vergemeinschaftung der von den EU-Mitgliedsstaaten aufgehäuften Schulden. Wer würde davon profitieren? Die lateinische Schuldenunion plus Griechenland – angeführt von den beiden maroden Riesen Italien und Frankreich.
Es ist unübersehbar, dass Italiener und Franzosen, kaum dass sie internationale Funktionen übernehmen oder in der Rolle eines Akteurs innerhalb supranationaler Organisationen auftreten, beinhart die Interessen ihrer jeweiligen Herkunftsländer verfolgen. Mario Draghi, Christine Lagarde und Emmanuel Macron sind beste Beispiele.
Ebenso unübersehbar ist auch, dass deutsche PolitikerInnen das exakte Gegenteil tun. Sie schaden dem eigenen Land, wo immer sie können und stets mit größtmöglicher Intensität. Dass Kanzlerin Merkel, die genau weiß, wohin der Hase namens Macron laufen wird, sich über dessen Wahlsieg und die nahezu unumschränkte Machtfülle freut, die ihm nach den Parlamentswahlen gegeben ist, kann man kaum anders als mit einem pathologischen Hang zur Autodestruktion erklären. Denn selbstverständlich werden es die Bürger Deutschlands sein (und die von ein paar anderen, weniger wichtigen Volkswirtschaften des Euroraumes, wie die der Niederlande, Österreichs und einiger ehemaliger Ostblockstaaten), die dafür bezahlen werden, dass Italien und Frankreich ihre Hausaufgaben nie erledigt haben oder – siehe Griechenland – auch nicht im Entferntesten dazu gewillt sind, sie je zu erledigen.
Nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU, verschieben sich die wirtschaftspolitischen Gewichte, wie abzusehen war, noch weiter nach links. Armes Europa!

Susanne Kablitz liest aus dem zitierten letzten Buch Roland Baaders: Link



Ziegler vs Taghizadegan – 0:10

Jean Ziegler im Streitgespräch mit Rahim Taghizadegan

Pro & Contra – Fernsehtalkshow vom 12.06.2017 Wer ist schuld an der Ungleichheit? Wie kann das globale Ungleichgewicht bekämpft werden? Und Macht Kapitalismus die Armen reicher? Wie können Armut, Hunger und Ungleichheit in der Welt verringert werden?

Corinna Milborn war sichtlich bemüht. Sichtlich bemüht Hans Ziegler, sich selbst inszenierend als Jean Ziegler (real players need a proper name to hustle), in seiner aktuellen Werbetour für sein neues Buch „Hoffnung am schmalen Grat“ zu hofieren. Corinna Milborn war derart angetan von Jean Ziegler, dass man den Eindruck gewinnen könnte sie wäre seine Penny Lane. Quasi sein Band Aid, musisch für seinen Redeschwall, der – nebenbei angemerkt – unhöflich und drangsalierend wie ein entgleister Zug über einen hinwegrollt. Das stillschweigende Commitment der Moderatorin zu Ziegler hin war so strahlend obvious, dass man – neben Sonnenbrand – alleine das klischeegeschwängerte Eingangsstatement von Hans Ziegler sieben Minuten lang über sich ergehen lassen musste. Ich fühlte mich „erlebend“ – um dem Neusprech zu gerecht zu werden.
Für die Empiristen und Statistiker: das waren nahezu 12% der gesamten Sendezeit des Formats „Pro&Contra“ – just the intro. Es entbehrt dabei nicht einer gewissen Komik, dass die Diskussionsrunde – charakteristisch einschlägig unausgewogen wie sie immer ist im österreichischen TV – ausgerechnet „Verteilungsgerechtigkeit“ zum Thema hatte. Ironie kann so furchtbar schön und erbarmungslos sein, sofern man sie zu erkennen im Stande ist.
Und ja, diese Ironie zog sich durch. Erbarmungslos, jede einzelne Minute. Unfreiwillig bestätigte Jean Ziegler alle Vorbehalte gegenüber künstlicher und konstruierter Autoritäten und Sozialisten jeglicher Couleur. Es ist ihre Abgehobenheit und Arroganz, ihre Selbstanmaßung zu wissen wie die Realität ihrer Vorstellung nach zu funktionieren hat, und – am Ende des Tages – muss.
Es ist die immerwährende Mär der Sozialisten, die catchy phrases, wonach es nur den richtigen Plan bedarf um materiellen Wohlstand für alle zu schaffen. Big Macs für alle. Iphone für alle. Reichtümer für alle. Jean Ziegler, der Radikalsozialist, der mal kurz auf Puls4 – zwischen Werbetrailern von Nestle und Bayer (irgendwer muss schließlich die Gehälter von Milborn et al bezahlen) – dem Massenmörder Che Guevara Bewunderung aussprach und in einem anderen Format Spekulanten gehängt sehen will, träumt in der Quintessenz davon, den Markt nicht zu beschneiden, sondern ihn und seine (natürlichen) Fehlallokationen zu überwinden und ihn besser zu designen. Kreationismus für Atheisten. Der hochgepriesene Ziegler will auch nichts von Naturgesetzen im Kontext von Märkten wissen, demnach wäre es in seiner Welt möglich Wein gleichzeitig zu trinken und zu lagern, oder an zwei Plätzen gleichzeitig zu sein. Gleichzeitig(!). Ur innovativ.
Dazwischen gabs dann noch alle restlichen Klischees. Verteilungsungerechtigkeiten, Schere zwischen Arm und Reich, Vermögenskonzentration, und natürlich the notorious evil Bayer und Monsanto, die zusammen mit Nestle die Welt regieren.
Es bestätigt sich erwartungsgemäß die Binsenweisheit, wonach jene die dummen Unfug reden und gar nicht im Stande sind die von ihnen kritisierten wirkenden Kräfte zu erfassen, am lautesten und längsten Brüllen, während jene mit Besonnenheit, Demut, Zuversicht und Klugheit zu wenig Gehör finden.
Die Moral der Geschichte liegt aber nicht dort wo man sie vermutet, sondern ist exemplarisch für den Alltag, denkbar einfach und schwierig zugleich. Es ist die Fähigkeit Understatement und Contenance zu bewahren. Das hat Rahim Taghizadegan vorbildlich geschafft.

Zitiert nach Oliver Dante



Je mehr Stimmen, desto grösser das „Debakel“!

Bei Anwendung simpler Mathematik läßt sich erkennen, dass in GB ca ein Drittel der Einwohner für May stimmte, in Frankreich hingegen nur ein Sechstel für Macron. Dennoch fühlt sich Macron als Sieger, weil das Wahlsystem in Frankreich Mehrheiten im Parlament offensichtlich fördert. Somit waren nicht die Politiker, sondern die vorhandenen Strukturen ausschlaggebend….

Man nennt es Demokratie

May (GB) : 42,4% der Stimmen bei 68,7% Wahlbeteiligung, allerdings Verlust der absoluten Mehrheit im Parlament. Macron (F) : 32,3% der Stimmen bei 42,4% Wahlbeteiligung, mit riesiger absoluter Mehrheit im Parlament. Ganz offensichtlich ein echter Erdrutschsieg. (Courtesy K.K.)



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London: A Society with Collective Cognitive Dissonance

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Wenn Unfähigkeit plakativ wird

Maas als Posterboy im Möbelladen

Dafür also ist Geld geflossen: Das Möbelportal Westwing veröffentliche zuerst eine Home-Story über die Wohnung der Schauspielerin Natalia Wörner und ihres Lebensabschnittsgefährten, Justizminister Heiko Maas. Es ist eine Werbe-Kooperation, man kennt das: Prominente erhalten Geld, wenn ihre Wohnung gezeigt werden darf, etwa wie in diesem Fall mit Möbeln eines ganz bestimmten Anbieters.



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