Monatsarchive: Juli 2017

Mindestlohn für alle!

Noch so ein Sieg der Gewerkschaft, und wir sind erledigt

Von Andreas Tögel

Nachdem die von den Sozialisten geführte Regierung damit gedroht hatte, einen gesetzlichen Mindestlohn festzusetzen, falls die Sozialpartner sich nicht auf einen solchen einigen könnten, bestand Zugzwang. Nun ist es soweit: Die Gewerkschaft hat bei den Verhandlungen über die Zwangsinteressenvertretung der Unternehmer, man ist versucht zu sagen – erwartungsgemäß – triumphiert. Innerhalb von fünf Jahren sind für Vollzeitarbeit in allen Branchen künftig Mindesttariflöhne von 1.500,- Euro monatlich zu bezahlen. Die Arbeitgeberseite hat sich dagegen mit vagen Zusagen für eine künftige Arbeitszeitflexibilisierung abspeisen lassen. Dass es im von Touristen wimmelnden Wien jemals möglich sein sollte, auch an Sonntagen einzukaufen, wie das im Rest der zivilisierten Welt möglich ist, werden die Stalinisten von der Gewerkschaft wohl auch in Zukunft zu verhindern wissen.
Der Effekt von Mindestlöhnen wurde bereits hinreichend intensiv erforscht, um zu wissen, dass er nichts bringt – zumindest nichts Gutes. Gewerkschafter und Gleichheitsfanatiker betonen gebetsmühlenartig die „soziale“ Bedeutung möglichst hoher Mindestlöhne: Mehr Einkommen bedeute mehr Konsummöglichkeiten und damit letztlich Wirtschaftsaufschwung und „gerecht“ verteilten Wohlstand. Wunschdenken pur. Einige entscheidende Fakten werden dabei nämlich ausgeblendet:

  • Mehr zu konsumieren, bedeutet mittel- und langfristig noch lange keinen steigenden Wohlstand. Nämlich dann nicht, wenn nicht zugleich auch die Investitionen hochgefahren werden. In diesem Fall läuft ein verstärkter Konsum auf Kapitalverzehr hinaus und läutet auf längere Sicht einen Wohlstandsverlust ein.
  • Höhere Bruttolöhne sind für die Unternehmer kostenwirksam, was ihre Möglichkeiten limitiert, zusätzliche Beschäftigte einzustellen und ihnen zudem ein Motiv liefert, Arbeit durch Kapital zu substituieren.
  • Sie bedeuten aber, angesichts bereits im mittleren Einkommenssegment konfiskatorisch zu nennender Steuertarife, dennoch keinen nennenswerten Nettoeinkommenszuwachs. Dass bereits mittlere Einkommensbezieher nahezu die Hälfte ihrer Löhne in Form direkter Steuern und Abgaben an den Großen Bruder abzutreten haben (rechnet man auch indirekte Steuern Gebühren und Abgaben hinzu, kommt man schnell auf zwei Drittel des Bruttobezuges), zeigt den wahren Gewinner höherer KV-Löhne: es ist der Fiskus. Wem nicht am Klassenkampf, sondern am Wohl der Werktätigen liegt, sollte daher die allgemeine Steuerlast senken, anstatt Arbeitsplatzvernichtung durch Mindestlöhne zu betreiben.
  • Die Höhe der Löhne ist nicht die Konsequenz frommer Wünsche der Regierung oder anmaßender Forderungen des als Gewerkschaft firmierenden Arbeitskartells, sondern stehen vielmehr in untrennbarer Beziehung zur Wertschöpfung in den Betrieben. Es ist kein Zufall, dass hochproduktive Unternehmen, die gewöhnlich durch einen hohen Kapitaleinsatz gekennzeichnet sind (wie solche in der Fahrzeug-, Luftfahrt- oder der pharmazeutischen Industrie), weitaus höhere Löhne bezahlen (können), als die in der Gastronomie oder in anderen Dienstleistungsbranchen.

Werden niedrige Mindestlöhne festgesetzt, bekommen die Unternehmen zu diesen Tarifen keine Mitarbeiter (zumindest keine brauchbaren), und sind daher gezwungen, mehr zu bezahlen. In diesem Fall hat die Festsetzung eines Mindesttarifs keinerlei Wirkung. Werden den Unternehmen dagegen zu hohe Mindestlöhne oktroyiert, die nicht verdient werden können, kommt es zum Verlust von Arbeitsplätzen. Bestimmte Tätigkeiten werden unter diesen Umständen einfach nicht mehr nachgefragt, automatisiert oder ins Ausland verlagert. Ein im Grunde glasklarer Zusammenhang, der niemandem, außer den Apologeten sozialistischen Planwirtschaften, verborgen bleibt: Unternehmer können nicht vom Draufzahlen leben. Mindestlöhne sind daher im günstigsten Fall überflüssig. In weniger günstigen Fällen wirken sie sich schädlich auf den Beschäftigungsgrad aus.
Der Idee von Mindestlöhnen, liegt die blanke Hybris von Politikern und Funktionären zugrunde, die gewöhnlich über keinerlei Erfahrungen in der Privatwirtschaft verfügen. Sie gehen davon aus, dass Wertschöpfung ein von der Natur bereitgestelltes Phänomen ist, das nur darauf wartet, „gerecht“ verteilt zu werden. Sie sind daher folgerichtig der Meinung, am grünen Tisch Entscheidungen über Löhne treffen zu können, die für alle gelten. Seltsam, dass sie noch nicht auf die Idee verfallen sind, auch Umsätze und Gewinne der Unternehmen festzusetzen. Wäre doch naheliegend.
Dass Betriebe unterschiedlicher Branchen, aber auch innerhalb derselben Geschäftsfelder, vor zum Teil völlig unterschiedlichen Herausforderungen stehen, ist der Mindestlohnfraktion fremd oder egal. Dass (zu) hohe Tarifabschlüsse für bestimmte Unternehmen katastrophale Konsequenzen haben können – und damit am Ende auch deren Belegschaften schaden – ist ihnen entweder nicht einsichtig oder schlicht gleichgültig.

Fazit: Ohne Gewerkschaften wären die Arbeitnehmer besser dran. Es gibt nämlich keinen wirkungsvolleren, unbestechlicheren und faireren Mechanismus zur monetären Bewertung von Arbeitsleistung, als den Markt.



Was steht eigentlich in „Finis Germania“?

Was steht denn nun auf diesen knapp hundert Seiten so Skandalöses? Formell ist «Finis Germania» in vier Teile gegliedert, die wiederum durch knappe Kapitelchen von kaum mehr als zwei Seiten strukturiert werden. Der Text, vor allem im vierten Abschnitt mit dem Titel «Fragmente», ist notizblockartig mit spitzer bis spöttischer Feder und in hochtrabendem Ton verfasst, ähnlich den Aphorismen des antimodernen kolumbianischen Philosophen Nicolás Gómez Dávila.

Die Konstante von «Finis Germania» ist ein starkes Gegenwarts-unbehagen und Misstrauen am (post)modernen Denken, das als raunende Klagepredigt das ganze Buch durchweht. Da sehnt sich ein im geistigen Vakuum Verlorener nach Halt an Dingen, von denen er eigentlich selbst schreibt, dass sie so nicht existiert haben. Etwa nach einer historisch noch nie vorhandenen herrschenden Klasse in Deutschland, die diesen Namen auch verdiene und sich nicht aus Lokalpolitikern rekrutiert, denen der «Bratwurstdunst von Feuerwehrfesten» entströme. Oder nach dem Menschen im «alten Sinn», der zusammen mit seinem «individuell-familiären» Kulturraum verschwunden sei und nur eine postanthropomorphe Wüste hinterlassen habe.

Umstrittenes Sieferle-Buch: Was steht eigentlich in „Finis Germania“?

Das Buch „Finis Germania“ des im September 2016 gestorbenen Historikers Rolf Peter Sieferle steht erneut im Zentrum erbitterter Diskussionen. Dabei steht weniger der Inhalt als die Rezeption im Vordergrund. Doch worum geht es in dem Buch eigentlich?



Douglas Murray: Der seltsame Tod Europas

Die Verantwortung dafür, was geschieht, hört damit freilich nicht auf. „Eine Kultur und eine Gesellschaft sind nicht nur zum Vergnügen der Menschen da, die gerade leben. Es besteht ein tiefer Pakt zwischen den Toten, den Lebenden und jenen, die noch geboren werden. Egal, wie sehr man die Vorteile billiger Arbeitskräfte, exotischer Küche oder des eigenen guten Gewissens genießen will, man hat nicht das Recht dazu, eine ganze Gesellschaft dafür zu zerstören. … Es kann nicht sein, dass der nächsten Generation eine Gesellschaft übergeben wird, die chaotisch und zersplittert ist und bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde.“

Es fällt durch die Zusammenfassung von Douglas Murray auf, dass in so gut wie allen westeuropäischen Ländern die gleichen Prozesse stattgefunden haben, mit Unterschieden nur in den Details. Überall derselbe Fehler und dieselbe Ignoranz der politischen Klasse.

Douglas Murray: Der seltsame Tod Europas

Douglas Murray ist erst 38 Jahre alt, doch schon ein Schwergewicht des britischen politisch-intellektuellen Lebens. Der Mitherausgeber und Autor des Wochenmagazins The Spectator und Kolumnist des liberal-konservativen Monatsmagazins Standpoint ist eine unüberhörbare Stimme in den öffentlichen Debatten des Vereinigten Königreichs, ein klassisch hoch gebildeter öffentlicher Intellektueller, wie man ihn in Europa nur noch selten findet.



„Denn Frau Merkel ist eine ehrenwerte Frau“ – Festrede von Joachim Steinhöfel

„Denn Frau Merkel ist eine ehrenwerte Frau“ – Festrede von Joachim Steinhöfel

JF-TV Spezial: Die komplette Festrede von Joachim Steinhöfel auf dem Sommerfest der Jungen Freiheit am 15.07.2017 in Berlin. Die JF 4 Wochen lang gratis lesen: www.jf.de/gratis-lesen

Denn Frau Merkel ist eine ehrenwerte Frau

Joachim Nikolaus Steinhöfel, am 16. Juli 2017
Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ganz herzlichen Dank für die Einladung zu ihrem Sommerfest.

Nachdem Berlin in den letzten Wochen fast von einer Sinflut weggeschwemmt worden wäre, haben Sie in ihren einführenden Bemerkungen allerdings einen notwendigen Hinweis vergessen. Das Wetter hat nichts mit der Jahreszeit zu tun.

Sie kennen diese Formulierung aus anderem Zusammenhang. Diesen Kniff, der immer dann zur Anwendung kommt, wenn es genau umgekehrt ist. Wenn es so falsch wird, dass noch nicht einmal das Gegenteil richtig ist.

Terrorismus hat nichts mit dem Islam zu tun.

Die Linke hat nichts mit Linksextremismus zu tun.

Das „heute-journal“ hat nichts mit Fake News zu tun.

Die „tagesthemen“ haben nichts mit Regierungspropaganda zu tun.

Und der Zustand Deutschlands im Sommer 2017 hat nichts mit Frau Merkel zu tun. Denn Frau Merkel ist eine ehrenwerte Frau.

Ich bin, liebe Gäste, aus Hamburg angereist, wo wir, wie sie vielleicht von Bürgermeister Scholz gehört haben, „jedes Jahr auch einen Hafengeburtstag ausrichten“. Auf Einladung von Frau Merkel haben letzte Woche junge enthusiastische Aktivisten diesen Hafengeburtstag nach ihren eigenen, progressiv-antikapitalistischen Vorstellungen gefeiert. Und zwar so richtig. Bürgermeister Scholz hat sich für diese Veranstaltung wenigstens entschuldigt. Und das war schon dürftig genug. Frau Merkel hat das nicht getan. Denn sie trägt keine Schuld und sie trägt auch keine Verantwortung für diese Party. Frau Merkel hat auch keinen Fehler gemacht, als sie Hamburg als Veranstaltungsort bestimmte. Denn Frau Merkel ist eine ehrenwerte Frau.

Schauen wir uns also ein wenig um, wo die wirklichen Verantwortlichen für die Ereignisse rund um G20 zu suchen sind.

Honeckers Mädchen, also die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, sieht es so: Weiterlesen ›



Buchempfehlung: Wir Weicheier

„Warum wir uns nicht mehr wehren können und was dagegen zu tun ist“, lautet der Untertitel dieses erhellenden, ganz und gar ohne Rücksicht auf die Erfordernisse der Politischen Korrektheit verfassten Buches. Die im ersten Teil des Untertitels erhobene Behauptung, wird vom Autor minutiös erläutert und schlüssig belegt. Von der Verweichlichung der Jugend, über die fatale Feminisierung der Streitkräfte westlicher Staaten, bis zur mittlerweile allgegenwärtigen Gedankenpolizei, die jede Form von Gewalt (sofern sie nicht von angeblich unterdrückten Minderheiten ausgeht) – und damit auch den Krieg an sich und die zu seiner Führung nun einmal erforderlichen Soldaten verurteilt, abwertet und verabscheut.
Wie die längst verlorene Wehrhaftigkeit der westlichen Staaten zurückzugewinnen ist, oder besser – ob das angesichts der dort herrschenden kollektiven Dekadenz überhaupt noch möglich ist, bleibt indes weithin offen. Zwar erhebt der Autor durchaus plausible Forderungen, was sich alles ändern müsste, um unsere Zivilisation gegen künftige Attacken nach innen und außen zu wappnen; daran, dass das in einer Zeit aber keinesfalls passieren wird, in der die Auslieferung von deutschen Schützenpanzern am fehlenden Nachweis für deren Unbedenklichkeit im Hinblick auf das Fruchtwasser schwangerer Soldatinnen scheitert, dürfte wohl auch der gelernte Militärhistoriker Creveld selbst keinen Moment lang zweifeln. Wie heißt es so schön: „Helm ab zum Gebet“ oder „Fertigmachen für den Zusammenbruch!“
Er selbst präsentiert mit seinem Hinweis auf die von zahlreichen Historikern seit der Antike konstatierten Zyklizität der geschichtlichen Entwicklung (dem ewigen auf und ab der Kulturen), im Grunde selbst die traurige Gewissheit: Der Westen hat seine Zukunft hinter sich. 70 Jahre Frieden haben uns Glauben gemacht, dass es nie mehr Krieg geben könne – zumindest nicht auf unserem eigenen Boden. Wie alle hochstehenden, reich, bequem, weibisch und feige gewordenen Zivilisationen der Vergangenheit, wird wohl auch die unsere von vergleichsweise primitiven, rückständigen dafür aber wehrhaften und nach wie vor über die Fähigkeit zur Fortpflanzung verfügenden Barbaren niedergeworfen werden. Eigentlich schade…

Wir Weicheier
Martin van Creveld
Ares-Verlag, 2017
ISBN: 978-3-902732-67-5
223 Seiten, Hardcover
19,90,- Euro



Was man sieht und was man nicht sieht

Von Andreas Tögel

Was nutzt und was schadet

Sobald bei einem Verbrechen eine Schusswaffe im Spiel ist, ist für die meisten Politiker und Meinungsmacher auf der Stelle klar, dass der viel zu leichte Zugang zu Waffen dafür hauptverantwortlich zeichnet. Rufe nach einer Verschärfung des Waffengesetzes oder – noch besser – nach einem Totalverbot des Waffenbesitzes für Privatpersonen, folgen auf dem Fuße. Seltsamerweise neigen die derartige Forderungen ausstoßenden Herrschaften niemals zu dieser schlichten Art der Argumentation, wenn als Tatmittel bei einem Gewaltverbrechen etwa ein Kraftfahrzeug, eine Axt oder ein Messer eingesetzt wird. Letzteres erfreut sich als Mordwerkzeug bekanntlich besonders unter vielen der uns millionenfach geschenkten Kulturbereicherer aus dem Orient größter Beliebtheit. Merkwürdig, dass von einer Ausdehnung des Geltungsbereichs der Waffengesetze auf Küchenmesser, oder von einem allgemeinen Verkaufsverbot für Lastfahrzeuge, denen ja zweifelsfrei ein besonders hohes Gefährdungspotential innewohnt, bislang keine Rede ist.
An dieser Stelle soll das Augenmerk indes auf die Tatsache gelenkt werden, dass politischer Aktionismus und eine meist sinnfreie Anlassgesetzgebung, stets einseitig auf die Verhinderung möglicher oder herbeiphantasierter Schäden, niemals aber auf die Ermöglichung eines Nutzens gerichtet sind. Der Pharmabereich bietet dafür ein gutes Beispiel: Staatliche Regulierungsbehörden lassen sich – spätestens seit dem Contergan-Skandal – für ihre restriktive Zulassungspraxis feiern, die Patienten vor fatalen Arzneinebenwirkungen bewahren soll. Wie viele Patienten allerdings schwere Nachteile erleiden, weil sie auf ein Medikament verzichten müssen, das durch die Arzneimittelbürokratie vom Markt ferngehalten wird, erfährt kein Mensch. Über etwas, was nicht stattfindet, im beschriebenen Fall nämlich eine Heilung durch den Einsatz einer zurückgehaltenen Arznei, wird naturgemäß nicht berichtet.
Exakt gleich verhält es sich mit Waffen in der Hand von gesetzestreuen Privatpersonen (dass niemand die Toten beklagt, die einem von Staats wegen veranlassten Waffengebrauch geschuldet sind, steht auf einem anderen Blatt). Das Zeter und Mordio-Geschrei kennt keine Grenzen, wenn eine Privatperson mit ihrer legal erworbenen Schusswaffe Schaden stiftet. Schweigen im Walde herrscht dagegen dann, wenn eine in Privathand befindliche Schusswaffe dazu genutzt wird, ein Verbrechen zu verhindern oder seine Folgen abzumildern – indem der Kriminelle rechtzeitig damit gestoppt wird, ehe er noch größeres Unheil anrichten kann.
Aus Israel, wo man gelernt hat, mit unentwegt dräuendem Terror umzugehen, kennt man zahlreiche Fälle, in denen rechtmäßig bewaffnete Privatpersonen einem „Amoklauf“ durch gezielte Schüsse ein schnelles Ende bereitet haben. In Euroland, wo die Bürger durch ignorante und/oder korrupte Regierungen beinahe vollständig entwaffnet und damit wehrlos gemacht wurden, kann das nicht passieren. Man denke an das Massaker im Bataclan, wo ein, zwei bewaffnete Besucher viel Leid hätten verhindern können.
Der Staat zieht mit der Waffengesetzgebung tiefe Gräben durch die Gesellschaft. Auf der einen Seite stehen seine Büttel mit der Lizenz zum Töten, jene Kriminellen, die sich ums Waffengesetz nicht scheren und Totalversager, die nichts zu verlieren haben. Auf der anderen Seite finden sich die Bürger, deren wirtschaftliche Existenz an ihrer Unbescholtenheit hängt und die es sich nicht leisten können, eine Vorstrafe wegen illegalen Waffenbesitzes zu riskieren.
Der Spruch „Besser von Zwölfen gerichtet als von Sechsen getragen“ ist einfacher dahingesagt, als in der Realität durchgehalten. Ob jemand dem Staat an dem Punkt seine Loyalität aufkündigen soll, an dem der ihn der Gewaltkriminalität schutzlos preisgibt, muss jeder für sich selbst beantworten. In Österreich ist der illegale Besitz von Büchsen und Flinten (Kategorien C und D) wenigstens nur eine Verwaltungsübertretung und kein gerichtlich strafbares Delikt.

Dieser Text erschien zuerst in der Zeitschrift „eigentümlich frei“, Nr. 175



Leseempfehlung: Die Hierarchie der Opfer

Der Autor gliedert sein Buch in zwei Teile. Im ersten geht es um die in Westeuropa mittlerweile alltäglich gewordene Gewalt in Form sexueller Belästigung von Frauen die schon länger hier leben, über die immer stärker in Mode kommenden Gruppenvergewaltigungen, bis hin zum Mord. Der zweite Teil ist terroristischen Aktivitäten gewidmet, die – wie die im ersten Teil behandelten Phänomene – in einem völlig unübersehbaren Zusammenhang mit der muslimischen Masseneinwanderung stehen. Von Politik und Meinungshauptstrom wird dieser Zusammenhang indes entweder gar nicht thematisiert, verharmlost oder geleugnet. Wer es wagt, ihn anzusprechen, macht sich damit zum Paria, ist ein „Hetzer“, Rassist“, „islamophob“ und/oder ein Nazi. Solche Zeitgenossen haben jedes Recht an der gesellschaftlichen Teilhabe verwirkt und dürfen von höchsten politischen Würdenträgern und der Journaille ungestraft als „Pack“, „Mischpoke“ oder „Dunkeldeutsche“ diffamiert werden.
Wer es für unerträglich hält, Fehler einzugestehen, eine Agenda verfolgt, die „große Ziele“ enthält, die durch Kleinigkeiten, wie Mord und Totschlag nicht gefährdet werden dürfen, oder wer schlicht bis ins Mark verkommen ist, wird sich exakt so verhalten, wie Regierungen und deren Symbionten in Medien, Justiz und Verwaltung das seit Jahr und Tag tun.
Als Opfer eignen sich ausschließlich immerzu verfolgte, „schutzsuchende“ Ausländer, während als Täter nur autochthone Männer in Frage kommen. Fälle, die nicht ins Narrativ des mit ewiger Erbschuld beladenen „Ugly German“ passen, dem immerzu die Rolle des Täters zufällt, werden ausgeblendet, zurechtgebogen und umgedeutet.
Ohne sich in ermüdenden Aufzählungen und Detailschilderungen zu verlieren, präsentiert der Autor einige typische Beispiele, die das immer gleiche Ritual illustrieren, an dessen Ende nicht selten eine völlige Täter-Opfer-Umkehr steht.
Schweden, ein Land, das von politischer Korrektheit so vollständig durchseucht ist wie kein zweites, erfreut sich – dank der Völkerwanderung – inzwischen der höchsten Vergewaltigungsrate Europas. Ein schöner Erfolg jahrzehntelang betriebener linker Politik, fürwahr. Wer es dort wagt, diesen Umstand mit der muslimischen Masseninvasion in Zusammenhang zu bringen, wird in Acht und Bann getan, ja riskiert sogar den wirtschaftlichen Ruin (billiger geben es die Jakobiner der politischen Korrektheit meist nicht). „Das etwaige Leiden der „Refugees“ wiegt (…) schwerer als jenes der Bürger des eigenen Landes, die im schlimmsten Fall das Pech haben, ihr Leben zu verlieren.“ Die diesem autodestruktiven Irrsinn zugrundeliegende Dummheit, dieser mörderische Selbsthass, droht zum Sargnagel unserer Gesellschaften zu werden.
Fazit: Lichtmesz‘ Büchlein bietet eine zwar beunruhigende, dafür aber informative und kurzweilig zu lesende Lektüre.

Die Hierarchie der Opfer
Martin Lichtmesz
Verlag Antaios 2017
94 Seiten, Harteinband
ISBN: 978-3-944422-51-0
8,50,- Euro



Gewalt kommt immer von rechts.

Gewalt kommt immer von rechts. Linke sind niemals gewalttätig! Echt jetzt?

Die Rauchschwaden nach den beispiellosen Ausschreitungen in Hamburg hatten sich noch nicht so recht verzogen, da brachen auch schon Erklärbären beiderlei Geschlechts durchs Unterholz, um jede Verwicklung linker Kräfte in die Gewaltorgie zu bestreiten. Allen voran Geistesathleten vom Kaliber eines Martin Schulz, einer Jutta Ditfurth oder eines Ralf Stegner. Letzter ließ via Internet wissen: „Gewalt von Rechts ist die Regel“ und „Demokratische Linke habe überhaupt nix mit kriminellen Gewalttätern gemein.“
Wir lernen daraus: Alle bisherigen Erkenntnisse zum Phänomen des roten Totalitarismus, bedürfen einer gründlichen Revision. Karl Marx, der in seinen Schriften zwar nie explizit zur Gewalt aufgerufen, diese sicherheitshalber aber auch niemals ausgeschlossen hat, wenn es um die Schaffung seines roten Utopia ging, war demnach schon einmal kein Linker. Wladimir Lenin, der sich an die Verwirklichung der Diktatur des Proletariats machte, natürlich auch nicht. Der Mann entfesselte ja bekanntlich – Hand in Hand mit Männern von Schlage eines Lew Bronstein -, gnadenlose Gewaltorgien. Da Gewalt aber, siehe oben, stets von rechts kommt, waren er und seine mörderische Bolschewikenbande also keine Linken. Vermutlich wurden sie, gut verdeckt, im Auftrag amerikanischer Plutokraten tätig. Und Josef Stalin, Mao Zedong, Pol Pot oder Ernesto Che Guevara (letzterer fungiert interessanterweise bis in unsere Tage als einer der Säulenheiligen junger und alter linker Irrläufer), hatte mit einer linken Gesinnung sowieso nix zu tun. Diese Männer waren lediglich Symptome bedauerlicher historischer Irrtümer und vermeidbarer Fehlentwicklungen. Mit echter linker Gesinnung hatten sie jedenfalls nicht die Bohne zu tun.
Das gilt natürlich auch für die Nationalsozialisten, die zwar rote Fahnen schwenkten, den Begriff „sozialistisch“ im Namen führten, sich als strikt egalitär-kollektivistische Arbeiterpartei betätigten, antikapitalistische, antiklerikale und antiliberale Politik betrieben und deren Protagonisten sich durch die Bank selbst als Linke sahen, aber in Wahrheit natürlich niemals welche waren! Schließlich griffen sie ja zu Gewalt als Mittel zum Zweck und konnten schon allein deshalb keine sein (über die Zirkularität dieser Argumentation hat Michael Klein kürzlich einen hervorragenden Beitrag auf ef-online veröffentlicht).
Die Parallelen sind unübersehbar: Wenn Moslems Hochhäuser zum Einsturz bringen, Züge in die Luft sprengen oder auf andere Weise Massaker an harmlosen Mitbürgern verüben, hat das mit dem Islam rein gar nix zu tun. Wenn linke Organisationen zu Höllenspektakeln aufrufen, diese vorbereiten und – unter dem wohlwollenden Beifall anderer linker Organisation – dann tatsächlich auch verwirklichen, hat das mit linker Gesinnung nix zu tun. Die Schuld liegt in beiden Fällen immer ganz woanders, als da wären: Kulturrassismus, Ethnozentrismus, Kapitalismus, Neoliberalismus, Globalisierung, Sexismus und die heteronormative Kraft des Faktischen. Allesamt ultrarechts fundierte Phänomene, denn, siehe oben – Gewalt kommt niemals von links.
Abgesehen von der empirisch-historischen Evidenz, die den Irrwitz all dieser flügellahmen Versuche zum Freispruch linker Gewalttäter offenbart (schlag nach im „Schwarzbuch des Kommunismus“), lässt sich auch auf theoretischer Ebene leicht der Beweis führen, dass linke Politik niemals ohne Gewalt auskommen kann – in keinem Fall, wiewohl nicht unbedingt Blut fließen muss. Jedenfalls nicht immer und nicht sofort.
Im Mittelpunkt linker Ideologie steht der Egalitarismus. Jede linke Politik ist daher notwendigerweise auf Gleichmacherei gerichtet, die kontrafaktisch gerne als „Gerechtigkeit“ und „Fairness“ verkauft wird. Gleichgültig, ob es um Ergebnisgleichheit, das Ziel orthodoxer Sozialisten geht, oder um den etwas moderneren Schmäh der Chancengleichheit, die von Bobos und anderen zeitgeistigen Linken beschworen wird: beide sind ohne Gewalt nicht zu erreichen.
Soll jeder gleich viel haben, liegt auf der Hand, dass das ohne (staatlich) erzwungene Umverteilung nicht zu machen ist. Schließlich gibt es eben gescheite und blöde, fleißige und faule Zeitgenossen, die es im Leben unterschiedlich weit bringen. Daher muss dem Tüchtigen genommen werden, um es dem Versager zu geben – und um die Umverteilungsbürokratie zu finanzieren. Dass aber jedermann die Früchte seiner Arbeit mit Typen teilen teilen soll, die selbst nichts dazu beigetragen haben, werden – in Abwesenheit hoheitlicher Zwangsmittel – nicht alle einsehen. Nicht wenige werden ihr rechtmäßig erworbenes Eigentum behalten, um es für sich und ihre Angehörigen zu verwenden. Also müssen die Erfüllungsgehilfen des sozialistischen Umverteilungsstaates Gewalt gegen diese Menschen anwenden oder ihnen zumindest androhen, um sie zur Herausgabe ihres Eigentums zu nötigen. Ergebnisgleichheit ohne Gewaltanwendung herzustellen, ist ausgeschlossen.
Wie steht es mit den Schalmeienklängen von der Herstellung gleicher Chancen für alle? Auch die muss an der naturgegebenen Verschiedenartigkeit der Menschen scheitern. Einer ist gesund, intelligent, gutaussehend und Spross einer wohlhabenden, bildungsaffinen Familie, ein anderer dagegen körperbehindert, strohdumm, hässlich und Sohn einer crackabhängigen Nutte und eines ungelernten Alkoholikers. Das ist bedauerlich für letzteren und wird dessen Aussichten, in seinem Leben etwas zu erreichen, nicht begünstigen. Welche Register müssen also gezogen werden, um ihm „Chancengleichheit“ mit der feschen Intelligenzbestie zu garantieren? Selbst durch den Einsatz modernster Medizin, bester Schulen, unter unentwegter Gabe hirnleistungssteigernder Medikamente und dem Einsatz modernster Kosmetika, würde in diesem Fall kein Wunder geschehen und Gleichstand zwischen beiden erreicht werden. Und selbst wenn, verbliebe immer noch das Problem des „schlechten Stalls“, dem einer der beiden entstammt.
Fassen wir also zusammen: Da man aus behinderten, hässlichen Dumpfbacken eben keine schönen Nobelpreisträger machen kann, muss an der Gegenseite angesetzt werden. Nivellieren lässt sich bekanntlich nur nach unten, niemals nach oben. Chancengleichheit zwischen den beiden Genannten könnte nur bestehen, wenn man dem Schönling das Gesicht zerschlägt, einen Arm amputiert, ihn einer Lobotomie unterzieht und ihn dem (positiven) Einfluss seiner Eltern entzieht. Nur dann könnte der andere mit ihm gleichziehen. Es gibt übrigens tatsächlich (linke) Phantasien, wonach das Glück der Minderbemittelten durch systematische Benachteiligung der Bessergestellten zu befördern sei. Wie auch immer das wissenschaftlich verbrämt daherkommt (z. B. „Gerechtigkeit als Fairness“ / John Rawls oder „Sphären der Gerechtigkeit“ / Michael Walzer) – ohne den Staat als Gewalt- und Zwangsanwender klappt´s nicht. Zumindest nicht, solange es Gentechnologen und Fortpflanzungsmedizinern noch nicht gelungen ist, endlich den „Neuen Menschen“ zu züchten, auf den die Linke seit jeher wartet.
Wer daher behauptet, Gewalt könne nicht von Linken mit einem reinen Herzen kommen, hat entweder keine Ahnung, oder lügt wie gedruckt. Denn linke Ideologie ist aus offensichtlichen Gründen ohne Gewaltanwendung schlicht nicht umzusetzen. Außerhalb eines Kibbuz jedenfalls niemals und nirgendwo.

Von Andreas Tögel



Hamburg im Sommer 2017

Das Machtmonopol hat abgedankt

Der charismatische deutsche Justizminister Heiko Maas kann – nach dem Beschluss des „Netzdurchsetzungsgesetzes“ – einen weiteren Erfolg verbuchen. Während sein literarisches Meisterwerk „Aufstehen statt wegducken: Eine Strategie gegen Rechts“ bei Amazon zum am schlechtesten bewerteten Buch aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird, haben seine zahlreichen Freunde vom linken Rand der Gesellschaft, seine darin verpackten Anregungen zu deuten verstanden und sind zur Tat geschritten. In Hamburg wurde von engagierten linken Aktivisten ein mehr als deutliches Zeichen gegen Rechts gesetzt, indem es von ihnen kurzerhand in ein Bürgerkriegsgebiet verwandelt wurde. War ja längst auch Zeit, nicht nur blöd herumzureden, sondern endlich einmal etwas zu unternehmen und nicht den Nazis von der Pegida, den Identitären und der AfD kampflos die Straße zu überlassen. Die Fehler der 1930er-Jahre dürfen sich schließlich keinesfalls wiederholen!
Selbst Teile der Hauptstrommedien, die – allen voran die Staatssender – seit Jahr und Tag linke Gewalttaten planmäßig verschweigen, verharmlosen oder schönreden, zeigen sich angesichts der jüngsten Ereignisse ein wenig irritiert, ja äußern vereinzelt sogar verhaltene Kritik an den unmotivierten Gewaltausbrüchen ihrer Gesinnungsgenossen. Nachdem das Internet von privaten Bild- und Filmdokumenten der Vorfälle überquillt, bleibt ihnen allerdings auch gar nichts anders übrig. Die bewährte Strategie des Totschweigens will seit Silvester 15/16 nicht mehr so recht funktionieren. Die Irritation der Medien ist indes ein wenig fadenscheinig, denn wer schweigt, stimmt bekanntlich zu. Worüber nicht berichtet wird, das findet eben schlicht nicht statt. Auch die bisher von Linken serienweise verübten Straftaten nicht.
Was wir nun in Hamburg, erste Reihe fußfrei, beobachten können, ist das Aufgehen jener Drachensaat, die von den Blockparteien und deren Herolden in den Systemmedien ausgebracht wurde. Linke sind eben einfach von Natur aus gut und der Zweck heiligt am Ende jedes von ihnen eingesetzte Mittel.
Seit Jahr und Tag konzentriert die Journaille sich mit einer Besessenheit, die ihresgleichen sucht, auf Warnungen vor dem angeblich so brandgefährlichen „Rechtspopulismus“, ohne dass von dieser Seite auch nur ein einziges Mal Gewalt gegen politische Gegner initiiert worden wäre. Die einzigen nennenswerten systemkritischen Parteien und Organisationen, die eben nicht die nackte Gewalt als legitimes Mittel zum Erreichen eines politischen Zwecks betrachten, werden unentwegt mit der Nazikeule bearbeitet. Dabei wird der Eindruck verbreitet, als würden schon wieder braune Kolonnen durch deutsche Städte ziehen.
Nun, die Kolonnen ziehen tatsächlich, aber sie haben – von Regierung und Presstituierten scheinbar unbemerkt – die Farbe gewechselt. Sie tragen keine Braunhemden mehr, sondern sind schwarz vermummt und nennen sich „Autonome“, wiewohl die Mehrzahl von ihnen wohl bei Mutti und von staatlichen Alimentationszahlungen lebt. Hat sich was mit „autonom“. Hoch der Wohlfahrtsstaat!
Die linksverseuchten Medien, die regierenden Damen und Herren vom Kaliber eines Heiko Maas und deren Systemlinge, werden es nicht ganz leicht haben, sich von den Geschehnissen in Hamburg zu distanzieren, die sie – willentlich oder fahrlässig – mit herbeigeführt haben. Die Deutungshoheit der Hauptstrommedien ist jedenfalls dahin. Gewaltexzesse wie die in Hamburg, lassen sich selbst von ihren gehirngewaschenen Redakteuren oder von Maas & Genossen nicht mehr unter der Decke halten oder wegerklären.
Ausreden, man habe nicht gewusst, was da dräut, gelten nicht. An Ankündigungen, was in Hamburg gespielt werden soll, hat es nämlich nicht gefehlt. Allein das launige Motto „Welcome to hell“, lässt an Deutlichkeit ja nichts zu wünschen übrig. Dutzende, zum Teil schwer verletzte Polizisten, geplünderte und verwüstete Geschäfte und zahlreich abgefackelte Autos, sind ein deutliches Signal, dass in der doch so gewaltabholden Gesellschaft etwas gründlich schief läuft.
Doch schon die ersten medialen Reaktionen bestehen auch diesmal nicht etwa in einer Kritik an den Gewaltverbrechern oder im Mitgefühl der Redakteure mit den Gewaltopfern, sondern – erraten – in der Besorgnis darüber, dass die falsche Partei von diesen Exzessen profitieren könnte. Zu so viel Irrsinn, zu diesem Ausmaß an Niedertracht, fehlen einem die Worte.
Besonders bemerkenswert: Der Staat kann oder will sich offensichtlich nicht mehr um gegen seine angeblichen Grundwerte verstoßende Verbrecher kümmern, lässt diese weithin unbehelligt gewähren und liefert ihnen die Bürger und deren Eigentum schutzlos aus. Der linke Abschaum (bitte den Pleonasmus zu verzeihen) hat, wie weiland die Sturmabteilungen der Nationalsozialisten, die Straße erobert. Macht nichts! Wichtig ist für den Staat nur noch der Schutz seiner systemerhaltenden Bonzen. Dafür ist ihm kein von den Bürgern aufzubringender Preis zu hoch. Seine darüber hinaus verbleibenden Kapazitäten, konzentriert er auf die Jagd nach kritischen Stimmen im Internet und auf den Kampf gegen eine imaginäre rechte Gefahr. Ein Staat, der all das tut, steht offensichtlich im Begriff, den letzten Anspruch auf die Loyalität seiner verbliebenen Financiers zu verspielen.
Faktum ist: Rechte – also bürgerliche, liberale oder christlich-religiöse Kräfte -, neigen traditionell nicht zur Gewalt. Sie haben einfach zu viel zu verlieren und lieben daher den Frieden. Das Verhalten von Pegida, Identitäten und AfD-Aktivisten, liefert dafür rezente Beispiele. Wenn es bei deren Veranstaltungen zu Gewaltaktionen kommt, dann gehen die stets und ausschließlich von ihren Gegnern aus!
Jede politische Katastrophe der letzten 100 Jahre, jeder Ausbruch extremer Gewalt, der gesellschaftsgefährdende Ausmaße annahm, kam ausnahmslos von Links. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Von den Bolschewiken bis zur NSDAP, von der RAF, über die IRA bis zu den Brigate Rosse – allesamt lupenreine Sozis. Die von rotgrünen Sympathien begleiteten Autonomen („Unseren Hass, den könnt Ihr haben!“), die sich anschicken, Deutschland mit Bürgerkrieg zu überziehen, legen es offensichtlich darauf an, sich in diese Reihe historischer Vorbilder einzufügen.
Bleibt abzuwarten, wieviel Energie Maas und Genossen auf die strafrechtliche Verfolgung der Täter von Hamburg verwenden werden. Vermutlich nicht viel. Sollte es je zu einer Verhandlung kommen, wird es wohl bei einer Verwarnung oder einer bedingten Strafe bleiben. Die wackeren Burschen und Mädels haben ja schließlich nur ein Zeichen gegen Rechts setzen wollen. Und das verdient allemal Anerkennung.

Von Andreas Tögel



Migration: 100 Millionen Afrikaner auf dem Weg nach Europa

“Whatever happens, we have got.
The Maxim-gun, and they have not!”

Diesen launig-zeitgeistigen Vers verdanken wir Hilaire Belloc, einem britischen Poeten, der in erster Linie durch seine Kinderbücher Bekanntheit erlangte. Der Spruch illustriert das militärische Selbstverständnis einer Nation, die zu seiner Zeit noch einen guten Teil der Welt – insbesondere die Meere („Rule Britannia…!“) beherrschte. Nach den napoleonischen Kriegen standen die Soldaten der stolzen Weltmacht Albion, bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, immerhin so gut wie ausschließlich barfüßigen Wilden gegenüber, denen man dank überlegener Waffentechnik rasch beibringen konnte, mit wem die sich besser nicht anlegen sollten (eine Ausnahme bildeten lediglich die südafrikanischen Buren, die den Briten militärtechnisch aber ebenfalls hoffnungslos unterlegen waren).
Hiram Maxims Erfindung, die erste automatisch nachladende, als Maschinengewehr bekannt gewordene Waffe, hat die Kriegsführung in einer Weise revolutioniert, wie nur wenige andere Entwicklungen zuvor und danach. Das Maschinengewehr relativiert die Bedeutung schierer Menschenmassen. Der taktisch kluge Einsatz eines Maschinengewehres vermag Kräfte in Bataillonsstärke – und mehr – zu neutralisieren, wie dieses Beispiel aus dem Zweiten Weltkrieg eindrücklich belegt 1. Die Schätzungen über die Zahl der mithilfe dieses einen MGs getöteten Gegner gehen auseinander. Vermutlich belief sich deren Zahl auf zwischen 2.000 und 3.000 Mann.
Nur die Entwicklung einer strategischen Bomberwaffe, später ergänzt durch nukleare Sprengköpfe in Verbindung mit weitreichenden unbemannten Trägersystemen, erweitern die militärische Kapazität entschlossener Kommandeure bis jenseits der Grenze der globalen Apokalypse.
Wie der große altösterreichische Ökonom Ludwig Mises hellsichtig feststellte, Ist „Der Staatsapparat…ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden.“
Entweder der Staat nötigt rechtschaffene Bürger zu für sie nachteiligen Handlungen, oder er animiert Nichtsnutze und Gangster dazu, sich am Eigentum der rechtmäßigen Besitzer zu vergreifen. Das war und ist das Wesen des Staates – zumindest das des demokratisch verfassten. Daran hat sich bis heute, auch und besonders auf der Ebene des europäischen Imperiums, nichts geändert. Die Fiktion eines „Rechtsstaats“ geht allein schon deshalb in Rauch auf, weil der Staat sich das „Recht“ einräumt, jedes Verbrechen – vom Raub bis zum Massenmord – zu begehen, für das er jeden seiner Unterworfenen auf der Stelle aufs Schafott bringt oder ins Verlies sperrt. Macht hat mit Recht also nichts zu tun. Die beiden Phänomene schließen einander vielmehr aus. Die Geschichte bietet für diese These eine geradezu erdrückende Fülle an Beweisen.
Wenn eine moralisch völlig verwahrloste Politnomenklatura, Hand in Hand mit einer korrupten Jurisprudenz, dieser Tage also von der „rechtlichen Unmöglichkeit“ schwadroniert, illegal aus Afrika oder dem Orient einreisende Touristen an den Außengrenzen der EU zu stoppen – ja diese Kreaturen selbst dann auf Kosten der Steuerzahler lebenslänglich durchfüttern zu müssen, wenn es sich dabei erwiesenermaßen um Kapitalverbrecher handelt, spricht das allen historischen Erfahrungen Hohn. Die politische Macht versetzt allemal Rechtsgebirge. Allerdings nur, wenn es der politischen Elite opportun ist.
Das zeigt sich allein anhand der jüngsten Geschichte, die ja von serienweisen Rechtsbrüchen der EU-Granden wimmelt, etwa im Zusammenhang mit dem Vertrag von Maastricht, der Griechenlandkrise, der Eurorettung und der Staatsfinanzierung durch die EZB (die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).
„Wer Andersfarbige oder Andersgläubige nicht aufnehmen will, kommt aus einer Vorstellungswelt, die ich nicht für kompatibel halte mit dem Ur-Auftrag der EU.“ So Jean-Claude Juncker in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“.
Dass ausgerechnet ein Mann, der das Recht zu lügen, ganz offen für sich reklamiert, nun einen „Urauftrag“ der EU in der Aufnahme von Millionen von Typen sehen will, die der westlichen Zivilisation ablehnend bis feindlich gegenüberstehen und die die ihnen erwiesene Gastfreundschaft nicht selten mit Mord und Totschlag vergelten, ist mit dem Wort „Chuzpe“ nicht ausreichend zu charakterisieren. Es handelt sich um eine von der Wahrheit meilenweit entfernte, ungeheuerliche Einlassung von „Mr. EU“.

Die Fakten:

  • Der Schutz der Außengrenzen gehört zu den Säulen der Europäischen Union. Diesen Schutz gab und gibt es faktisch nicht. Vielmehr betätigt sich die italienische Marine als Hilfsorganisation internationaler Schlepperbanden, die an der illegalen Einwanderung Millionen verdienen – zum Schaden der Unionsbürger.
  • Durch eine Reihe von autodestruktiven Beschlüssen haben Kommission und EU-Parlament es geschafft, den wirksamen Kampf gegen die unkontrollierte Einwanderung und auf gesetzeskonforme Weise erfolgende Abschiebungen unerwünschter Personen, faktisch unmöglich zu machen.
  • Letzteres gilt ungeachtet der Zahl der illegal einreisenden Personen. Sollte Europa es demnächst mit der von Experten geschätzten Zahl von 100 Millionen anbrandenden Afrikanern 2 zu tun bekommen, gehören die – auf dem Boden der geltenden Gesetzesnormen – auf ewig uns.
  • Wer meint, dass Europa unter derartigen Umständen nicht in Bürgerkrieg und Chaos versinken würde, sollte auf stärker wirkende Medikamente umsteigen.

Fassen wir zusammen: Die Mittel, fadenscheinige Schlauchboote oder marode Holzkähne am Erreichen europäischer Gestade zu hindern, sind in ausreichender Zahl vorhanden. Der von Umberto Bossi (Lega Nord) anno 2010 geäußerte Wunsch, er wolle „Kanonen donnern hören“ ist – angesichts seither dramatisch verschärfter Umstände – nicht ganz unverständlich. So weit braucht es aber gar nicht zu kommen. Ein Einsatz von Küstenwacht- und Marinestreitkräften, der im Sinne des in Maastricht vereinbarten Schutzes der Außengrenzen erfolgt, könnte sicherstellen, dass kein einziger Afrikaner auf illegale Weise europäischen Boden erreicht – indem man die Boote aufbringt, nach Afrika zurückschleppt und anschließend zerstört. Sensible Naturen und Teddywerfer können sich derart harte Militärmaßnahmen damit schmackhaft machen, dass auf diese Weise ja immerhin zahlreiche Menschenleben gerettet werden, die ansonsten auf der gefährlichen Überfahrt verlorengehen könnten. Man weiß ja: „Auf einem Seemannsgrab da blühen keine Rosen.“

Die politischen Eliten mögen uns jedenfalls mit verlogenem Geschwafel verschonen, sie besäßen gar keine gesetzeskonformen Handhaben gegen die illegale Einwanderung oder zur Abschiebung von kriminellen Invasoren. Gesetze haben diese Herrschaften an anderer Stelle (siehe weiter oben) nämlich noch nie interessiert. Warum also ausgerechnet jetzt? Und noch eins: „Maxim-Guns“ (oder deren rezente Nachfolgemuster) sind nun einmal nicht nur dazu da, um regelmäßig geputzt zu werden. Man kann sie glatt auch einmal für den Grenzschutz aktivieren.

Links:

  1. Wikipedia

  2. Welt.de



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