Monthly Archives: August 2017

Die Nationalratswahl rückt näher: Auf zur Wählerbestechung und Täuschung

Vorwahlzeiten kommen die wenigen verbliebenen und weiterhin ständig weniger werdenden Nettosteuerzahler Österreichs, gewohntermaßen teuer zu stehen. Kurz vor Torschluss werden von der Regierung regelmäßig wunderbare Geschenkpakete geschnürt. Das laufende Jahr bildet da keine Ausnahme. Ohne jede Notwendigkeit, von der zur Stimmenmaximierung erforderlichen Wählerbestechung abgesehen, wird von der abgewirtschafteten rotschwarzen Koalition nun eine außertourliche Pensionserhöhung beschlossen. Um genau zu sein, natürlich nur für die Bezieher kleinerer Renten, was der Sache ein ungemein „soziales“ Bild verleiht. Welche an einer demokratischen Wiederwahl interessierte Regierung kann schon der Versuchung widerstehen, sich ums Geld fremder Leute Geld als Wohltäter zu gerieren?
Dass im Zuge der anstehenden Pensionsaufbesserung nun ausgerechnet diejenigen, die am wenigsten oder gar nichts zum Erhalt des SV-Systems beigetragen haben, dafür auch noch mit überproportionalen Wohltaten belohnt werden, kann indes nur ein in der Wolle gefärbter Sozi als gerecht erachten. Denn im Gegenzug sollen ja dafür diejenigen, die als „Besserverdiener“ in ihrer Doppelrolle als Beitrags- und Steuerzahler vom Fiskus bereits Jahrzehntelang maximal ausgeplündert wurden, sich mit geringeren Erhöhungen abfinden oder – nach der Vorstellung besonders rabiater rotgrüner Umverteiler – gänzlich um die Steigerung ihrer Ruhegenüsse gebracht werden. So schaut Gerechtigkeit nach dem Gusto der herrschenden Ochlokratie aus. Der rote Sozialminister ist sogar stolz auf diese Art der Umsetzung seines neidgetriebenen Klassenkampfes, den der angeblich bürgerlich-konservative Koalitionspartner unbegreiflicherweise auch noch bereitwillig mitträgt. O tempora, o mores!
Am Ende werden es die heute Jungen sein, die zu ihrem namenlosen Unglück über keinerlei politische Interessenvertretung verfügen, die für den kostspieligen Sozialkitsch aufzukommen haben, der Älteren und Alten geboten wird. Das liegt übrigens in der Natur des Wohlfahrtstaates, der, dank Zerstörung der Familien und Pönalisierung jeder Individualverantwortung, auf lange Sicht stets zum nicht überdachten Altersheim verkommt, in dem auf die Interessen der Jüngeren gepfiffen wird. Das wiederum wirft ein grelles Schlaglicht auf die Verantwortungslosigkeit und Verkommenheit jeder linken Verteilungspolitik, die über das Brett vorm Kopf niemals hinaussieht.
Der ökonomische Unverstand, der die Regierung beherrscht, denn im Grunde sollte man die Jungen ja bei Laune halten, die für die Chose gegenwärtig und zukünftig aufzukommen haben, wird auch an anderer Stelle deutlich: Im Zuge der von deutschem Boden ausgehenden, maßlos überzogenen Kampagne gegen den Dieselmotor, wird soeben auch in der Alpenrepublik ein ganzes Arsenal planwirtschaftlicher Folterwerkzeuge ausgepackt. Das auf den ersten Blick am nettesten anzusehende davon, ist das steuerlich geförderte Angebot von „Umstiegsprämien“ an die Adresse der Besitzer älterer (Diesel)Fahrzeuge.
Hier ist nicht der geeignete Platz, um auf die fatalen Konsequenzen der weltweit grassierenden CO2-Hysterie einzugehen. Der Sorge um die CO2-Bilanz eingedenk, mutet es aber geradezu bizarr an, dass ausgerechnet gegen moderne Dieselmotoren polemisiert wird, also gegen jenes Antriebskonzept, das im Hinblick auf seine geringe Emission von Kohlendioxid, wie auch auf seine insgesamt günstige Umweltbilanz, absolut unschlagbar ist. Diese Groteske lässt sich allenfalls mit quasireligiöser Verblendung erklären.
Die Elektrolobby und ihre Symbionten in der Politnomenklatura, verfügen offensichtlich über hervorragende Marketingagenten. Jetzt sollte uns traditionell begriffsstutzigen Normalverbrauchern halt noch einer aus diesem erlauchten Kreis erklären, wohin denn die vielen, vielen kalorischen Kraftwerke gestellt werden sollen, die erforderlich werden, wenn ab 2030 tatsächlich nur noch Elektrokarren zugelassen werden! Windräder allein werden nicht ausreichen, da wir ja schließlich auch bei Flaute unsere Batterien laden wollen. Oder ist etwa daran gedacht, klammheimlich megagefährlichen Atomstrom aus dem Ausland zu importieren, um das Problem auf diskrete Art zu lösen?
Dass es Wahnsinn ist, bestens funktionierende Geräte (ältere Dieselfahrzeuge) –also Kapitalvermögen – einer dubiosen Ideologie wegen zu vernichten, braucht nicht näher ausgeführt zu werden. An die Mär von einer Konjunktur dank Wertevernichtung, glauben ja allenfalls noch die Teilnehmer an veganen Sesselkreisen. Jeder Cent, der in überflüssige Ersatzbeschaffungen gesteckt wird, fehlt nämlich an anderer Stelle. „Butter oder Kanonen“ – hieß es einst. Beides zugleich geht aber auch heute nicht.
Es ist eine recht einfache arithmetische Übung, die Zahl der wegen der verrückten Antidieselkampagne nicht gebauten Häuser, oder das Volumen der nicht getätigten Investitionen in Produktivkapital, zu errechnen. Von derlei Wirtschaftlichkeitsüberlegungen aber haben die rotschwarzgrünen Genossen ebenso viel Ahnung, wie von Physik und Technik, weshalb sie auch allen Ernstes glauben, ein Elektrokarren ließe sich frei von jeder Umweltbelastung betreiben. Klar, denn schließlich hat er ja keinen Auspuff…

Von Andreas Tögel



Deutschland anno 2017: Die Lust zur Selbstzerstörung

Wir Österreicher haben es gut. Immerhin war Österreich „…das erste Opfer der nationalsozialistischen Angriffspolitik“, wie die Moskauer Deklaration von 1943 beschied. Wie praktisch, dass wir listigen Austriaken es zudem verstanden haben, Beethoven zum Österreicher und Adolf den Braunen zum Deutschen zu machen. Dass im Jahr 1934 der österreichische Kanzler Engelbert Dollfuß unverhofft einem Mordanschlag eines Rollkommandos illegaler Nationalsozialisten zum Opfer fiel, war, außer für ihn selbst, nachgerade als historischer Glücksfall zu werten. Wie gesagt: Wir waren´s nicht – ehrlich! Wir waren Opfer, keine Täter.
Die Deutschen dagegen, haben leider die Arschkarte gezogen. Sie werden die einzigartige Schuld auch in 1.000 Jahren nicht loswerden, die ein verbrecherisches Regime in der Zeit von 1933 bis 1945 auf sie geladen hat. Der jüdische Intellektuelle Elie Wiesel, hat diesem Umstand in einem Aufsatz im Jahre 1986 Rechnung getragen, in dem es heißt: “Every Jew, somewhere in his being, should set apart a zone of hate – healthy virile hate – for what the German personifies and for what persists in the German.” Das ist doch ein Wort, an dem sich die aus allen Poren Schuldstolz und Selbsthass verströmenden deutschen Zeitgenossen orientieren können – umso mehr, als Wiesel im Jahr 1986 auch noch mit dem Friedensnobelpreis gehrt wurde. Ob die zitierte, so beispielgebend versöhnliche und völkerverbindende Aussage den Ausschlag für die Entscheidung des Nobelpreiskomitees gegeben hat, ist unbekannt.
Der amerikanische Soziologe und Politikwissenschaftler Daniel Goldhagen, hat zehn Jahre danach mit seinem originellen Elaborat „Hitlers willige Vollstrecker“ noch ein Schäuferl nachgelegt, und den „ganz gewöhnlichen Deutschen“ präsentiert, der sozusagen mit einem Antisemitismus-Gen geboren wird und daher gar nicht anders kann, als lebenslänglich Juden nach dem Leben zu trachten. Auch nicht schlecht. Versteht sich von selbst, dass der Mann damals von einer deutschen Talkshow zur anderen weitergereicht wurde, und sich ein gehöriger Teil der Gebührenpflichtigen an dieser bizarren Spielart des Holocaust-Pornos delektierte. Dass der auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaft dilettierende Goldhagen für die von ihm aufgestellten Thesen von Norman Finkelstein und Ruth Bettina Birn in deren Buch „Eine Nation auf dem Prüfstand“, in der Luft zerrissen wurde, und sich nicht anders als mit einer Klagedrohung gegen Birn zu wehren wusste, ist dagegen weniger bekannt.
Gegenwärtig stellt sich dem interessierten Beobachter aus dem unschuldigen Ausland jedenfalls die Frage, ob die Politik der deutschen Bundesregierung in den letzten Jahren und bis heute, am Ende ausschließlich vom Schuldkult und der daraus folgenden Sehnsucht nach Sühne bestimmt war und ist. Wie keine andere Regierung auf diesem Planeten, scheint das Merkel-Regime geradezu wild entschlossen zu sein, den Bürgern ihres Landes, genauer: den autochthonen Deutschen, zu schaden, wo immer und so sehr es nur kann.

  • Stichwort „Energiewende“: Wer an einem hochentwickelten Industriestandort die sichere und preisgünstige Energieversorgung, ohne jede einleuchtende Veranlassung von einem Tag auf den anderen deshalb gefährdet, weil sich am anderen Ende der Welt ein Tsunami ereignet hat, ist entweder irrsinnig, oder – siehe oben. Dass bei dieser Gelegenheit auch noch ganz Deutschland nahezu flächendeckend mit potthässlichen Windrädern in einer Weise verschandelt wird, wie man es noch vor kurzer Zeit für undenkbar gehalten hätte, nimmt sich dagegen schon fast aus, wie ein unbedeutender Kollateralschaden. Die mit der „Energiewende“ eingeleitete Entindustrialisierung des Landes, wird langfristig mit Sicherheit zu kollektiven Wohlstandsverlusten führen. Wer heute noch glaubt, mit Dienstleistungen eine vergleichbare Wertschöpfung – und damit Einkommen – schaffen zu können, wie mit industrieller Güterfertigung, hat von Ökonomie keinen Schimmer.
  • Stichwort Griechenlandhilfe und Eurorettung: Beides mag allen möglichen Interessen dienen. Denen der deutschen Werktätigen und Sparer sicher nicht. Ihre Spargroschen und Geldvermögen werden dadurch nämlich systematisch enteignet und umverteilt. Die Targetsalden (die Schuldenstände des Auslands bei den Deutschen) wachsen und werden sich eines nicht besonders schönen Tages als Luftnummer erweisen. Dass die Durchschnittsdeutschen über deutlich niedrigere Vermögensstände verfügen, als die Bürger der von ihnen subventionierten maroden Südländer, wird sich spätestens dann als Problem herausstellen, wenn die Unfinanzierbarkeit der Sozialnetze auch noch dem letzten Schlafschaf klar wird.
  • Stichwort Antidieselkampagne: Die weltbesten Dieselmotoren werden derzeit von deutschen Premiumherstellern produziert. Keine Nation ist derart vom Wohlergehen ihrer Fahrzeugindustrie abhängig, wie die deutsche. Kein Hybrid- oder Elektrokarren, und sei er noch so hochentwickelt, kann heute im Hinblick auf die Gesamtenergie- und Schadstoffbilanz mit einem dieselgetriebenen Auto mithalten. Dass ausgerechnet zum Zeitpunkt, da sich die Überlegenheit moderner Dieselmotoren über sämtliche alternative Antriebskonzepte immer klarer herausstellt (ein Liter Diesel bewegt ein modernes Auto mit vier Insassen immerhin 20 Kilometer weit – und das bei geringstem Schadstoffausstoß), kann kein Zufall sein. Weder Amerikaner noch Franzosen oder Japaner, wären verrückt genug, eine ihrer prosperierenden und in höchstem Masse wettbewerbsfähigen Schlüsselindustrien derart zu beschädigen, wie das durch das laufende Kesseltreiben gegen den Dieselmotor geschieht – und zwar von deutschem Boden aus! Dass die lautstarke Kritik an den technischen Errungenschaften der deutschen Autobauer, bevorzugt aus dem Mund von Figuren kommt, deren physikalisch-technisches Verständnis spätestens beim Einschalten ihres Mobiltelephons endet, verleiht dem unbegreiflichen Spektakel zusätzliche Würze.

All das Genannte verblasst aber gegen die Geschehnisse, die sich mit dem Begriff „Flüchtlingswelle“ verbinden. „Deutschland schafft sich ab“ schrieb Thilo Sarrazin geradezu prophetisch schon anno 2010 – fünf Jahre, ehe Angela Merkel die Büchse der Pandora öffnete, indem sie alle vermeintlich Mühseligen und Beladenen dieser Welt zum Kommen einlud. Diesem Aufruf wurde schon bisher begeistert gefolgt. Nach den im Herbst zu schlagenden Bundestagswahlen, wird´s aber erst richtig losgehen – dann nämlich, wenn im Zuge der „Familienzusammenführung“ eine Flut von Millionen weiterer Orientalen und Afrikaner Deutschland erreichen wird. Von einer Integration der vielen Immigranten, deren Beitrag zum Wohl Deutschlands nach Ansicht des Geistesakrobaten und SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, angeblich „wertvoller als Gold“ ist (was auch immer der wackere Mann damit meinen mag), kann schon jetzt keine Rede sein. Nach dem Familiennachzug, wenn auf zehn „schon länger hier Lebende“, ein Einwanderer kommt, wird es damit endgültig und irreversibel vorbei sein.
Es ist ein reizvolles Gedankenexperiment, sich vorzustellen, mit einer Zeitmaschine in die Zukunft zu reisen und, sagen wir, im Jahr 2100 auszusteigen und einen Blick auf das Land der Dichter und Denker zu werfen. Man wird es nicht wiedererkennen. Die verbliebenen Biodeutschen werden eine politisch unbedeutende Minderheit im ehemals eigenen Land bilden. Ein für jedermann – außer für Frau Merkel und allerlei rotgrüne Traumtänzer – trauriges Bild.
Das Unglück, das die Nationalsozialisten über Deutschland und Europa gebracht heben, war namenlos. Aber der Spuk hat nur ganze zwölf Jahre gedauert, ehe er unterging. Die angerichteten Schäden waren – abgesehen vom tragischen Verlust vieler Menschenleben – reversibel. Europa konnte nach 1945 seine Identität als Wiege der westlichen Zivilisation und Hort der Freiheit bewahren – zumindest in wichtigen Teilen. Was uns aber nun, im Zuge der massenhaften Einwanderung von der westlichen Lebensart zutiefst ablehnend bis offen feindselig gegenüberstehenden Individuen blüht, wird den Kontinent grundlegend und unwiderruflich verändern. Und zwar nicht zum Besseren, wie sich jedermann ausmalen kann, der in jüngerer Vergangenheit Afrika und den muslimischen Orient bereist hat oder sich anderweitig über die dort herrschenden Zustände kundig macht.
Viele – viel zu viele – Deutsche haben ein offensichtliches Problem damit, kritische Distanz zu ihren Führern zu wahren, sei es ein mit seinem Amt überforderter Kaiser, ein wortgewaltiger nationalsozialistischer Desperado oder neuerdings eine dem Cäsarenwahn verfallene Matrone mit „DDR“-Biographie. Die Popularität der Kanzlerin ist in weiten Kreisen der Wählerschaft ungebrochen! In Frankreich, Italien oder in den USA, vielleicht sogar in Österreich(!), würde man ein Merkel-Äquivalent wohl längst mit nassen Fetzen aus dem Amt gejagt haben. In Deutschland dagegen, blickt diese Unglücksfrau – nach allem was sie bereits angerichtet hat – bei den anstehenden Wahlen entspannt einem Kantersieg entgegen. Man möchte es nicht für möglich halten.
Da politische Führer – besonders in Demokratien – ein Spiegelbild des Wahlvolkes darstellen, dürfte im Herbst – nach dem zu erwartenden Triumph Angela Merkels – ein vernichtendes Urteil fällig werden. Sowohl über die deutsche Wählermehrheit, als auch über das Politsystem insgesamt. Der Leidensdruck der Ureinwohner ist anscheinend noch immer nicht hoch genug. Immerhin wurde noch nicht jeder einzelne von ihnen von den so unerwartet „geschenkten Menschen“ ausgeraubt, vergewaltigt oder verletzt. Es scheint, als wäre seit dem erfolgreichen Marsch der 68er durch die Institutionen, der einst so gefürchtete Furor teutonicus, zur blanken Lust an der Selbstzerstörung mutiert.

Von Andreas Tögel



Freiheit oder Scharia

Über das islamische Kopftuch

Bevor ich mich mit den islamischen Kleidervorschriften und im besonderen mit dem islamischen Kopftuch (hijab) befasse, möchte ich zunächst eine aus meiner Sicht komplette Fehleinschätzung der Bedeutung und der Tragweite des islamischen Kopftuchs korrigieren, die leider sehr oft anzutreffen ist. Es ist völlig unzulässig und auch falsch, das islamische Kopftuch mit Kopftüchern, die im Westen…



Buchempfehlung: Österreichs Kriegshelden

„Kriege mögen andere führen, du, glückliches Österreich heirate!“ Dieses mutmaßlich aus der Zeit von Kaiser Maximilian I. stammende Zitat, das die über viele Jahrhunderte erfolgreich betriebene Heiratspolitik der Habsburger charakterisiert, sagt zugleich einiges über das Fremd- und Eigenbild des österreichischen Militärs aus. Im scharfen Gegensatz zu „den Preußen“, von denen man weiß, dass sie mit Kommissstiefeln an den Füßen geboren werden, traut man dem austriakischen „Kamerad Schnürschuh“ kein sonderliches Talent für militärisch Belange zu. Zu Unrecht, wie das vorliegende Buch belegt.
Der Autor präsentiert eine Reihe hochverdienter „Landsknechte, Haudegen, Feldherren“ (so der Untertitel), die die Geschichte Österreichs im Lauf vieler Jahrhunderte durch ihr taktisches Geschick und strategisches Genie zum Teil entscheidend beeinflusst haben. Nur wenige der beschriebenen Männer dürften dem durchschnittlich informierten Zeitgenossen unserer Tage bekannt sein. Ausnahmen davon bilden wohl Prinz Eugen, Feldmarschall Radetzky und Andreas Hofer. Doch wer kann mit Namen, wie etwa Erzherzog Albrecht, Leopold Joseph von Daun oder Gideon Ernst von Laudon etwas anfangen, die immerhin mit Reiterstandbildern an prominenten Plätzen im Herzen Wiens geehrt werden?
Eine Analyse von rund 7.000 Gefechten und Schlachten, die in der Zeit von 1495 bis 1895 unter Beteiligung österreichischer Truppen stattgefunden haben, ergibt für diese eine „Erfolgsquote“ von etwa 65%. Nicht schlecht, für die Armee eines Reiches, das man eher mit Musik, Wein und Mehlspeisen, denn mit Pulverdampf in Verbindung bringt.
Die mit einigen Kriegsherren des Mittelalters beginnende Darstellung der einzelnen Persönlichkeiten, die mit einem Fliegerhelden des Ersten Weltkriegs endet, bietet zugleich eine komprimierte Geschichtslektion. Sind die geschlagenen Schlachten doch stets in einen politisch-strategischen Kontext eingebettet, der zumindest kurz umrissen wird.
Wie ein roter Faden zieht sich die unausgesetzte Geldnot des Hauses Habsburg durch das das Buch. „Ohne Geld ka Musi“, besagt ein altes Wiener Sprichwort. Und ohne entsprechende personelle und technische Ausrüstung ist es auch schwer, gegen besser gewappnete Gegner im Felde zu bestehen. Angesichts dessen – und eingedenk der ebenfalls das gesamte Buch durchziehenden Tatsache, dass die habsburgischen Herrscher ihren Gegenspielern zum Teil nicht nur intellektuell, sondern vor allem auch hinsichtlich ihres Verständnis´ für Militärstrategie oft heillos unterlegen waren, kann man über die trotzdem erstaunlichen Erfolge der vorgestellten Herren im Kampf gegen Türken, Franzosen, Preußen und Russen, nur staunen.
Die Kurzbioraphien zweier Protagonisten auf „exotischen“ Kriegsschauplätzen, verleihen dem interessanten Werk zusätzliche Würze: Einer davon ist Johann Carl Khevenhüller, der an der Seite Kaiser Maximilians in Mexiko gekämpft hat; der zweite ist Rudolf von Slatin, der für die Briten im Sudan gegen die fanatischen Horden des Mahdi sein Leben riskiert hat.
Männer dieses Zuschnitts, oder solche wie die beiden Verteidiger Wiens gegen die Türken (1529 Niklas Graf Salm, 1683 Ernst Rüdiger Graf Starhemberg), strafen all diejenigen Lügen, die die alle Österreicher für Nulpen und militärische Blindgänger halten. Fazit: ein vielfach illustriertes, informatives Buch für den geschichtsinteressierten Leser.

Österreichs Kriegshelden
Helmut Neuhold
Ares Verlag
282 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-902475-99-2
24,90,- Euro



Die Österreichischen Unteroffiziere fordern mehr Respekt

Die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft drückt der Familie des auf so tragische Weise zu Tode gekommenen Rekruten ihr tiefstes Mitgefühl und ihre Anteilnahme aus. Es ist kaum nachzuempfinden, welch schwere Zeit die Hinterbliebenen durchleben müssen. Umso mehr sind wir Unteroffiziere darüber empört, dass es Menschen gibt, die sich auf Kosten eines so traurigen Anlasses medial in den Vordergrund spielen. Es ist beschämend wie pietätlos bestimmte Medien das Schicksal dieser Familie ausnützen, um auf Kosten des Verlustes eines geliebten Menschen und Kameraden, Schlagzeilen zu produzieren und Hetzkampagnen gegen das Bundesheer zu starten. So traurig dieser Vorfall ist, so ist nicht nur von Vorverurteilungen und Gerüchten Abstand zu nehmen, sondern es gilt auch hier, wie bei jedem anderen Österreichischen Staatsbürger, die Unschuldsvermutung.
Es wurde von Beginn an eine unabhängige Untersuchungskommission eingerichtet, die bisher hervorragende Arbeit geleistet hat. Dem Österreichischen Bundesheer liegt sehr viel an der lückenlosen und transparenten Aufklärung. Daher wurden zwei weitere Kommissionen zur Aufklärung aller Umstände und zur Überarbeitung der Vorschriftenlage eingerichtet. Sollten bei diesen Untersuchungen Unzulänglichkeiten oder Verfehlungen zu Tage kommen, dann sind diese nicht nur offen anzusprechen, sondern es ist mit aller Härte und Konsequenz dagegen vorzugehen. Das sind wir nicht nur unserem verstorbenen Kameraden und seiner Familie, sondern auch allen Angehörigen des Bundesheeres schuldig. Die Masse der Offiziere, Unteroffiziere und Zivilbedienstete leisten im täglichen Dienst- und Ausbildungsbetrieb eine hervorragende Arbeit. Unsere jungen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger werden von bestens ausgebildeten und didaktisch geschultem Ausbildungspersonal auf Einsätze aller Art vorbereitet. Viele von diesen jungen Kameradinnen und Kameraden stehen zurzeit im Katastropheneinsatz, um unter schwierigsten physischen und psychischen Bedingungen der leidgeplagten Bevölkerung zu helfen. Zahlreiche Rekruten patrouillieren im „Assistenzeinsatz Migration“ und leisten einen wertvollen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Souveränität unseres Staates. Zur Stunde stehen mehr als tausend Soldatinnen und Soldaten im Internationalen Einsatz und setzen ihr Leib und Leben für die Sicherheit Europas ein. Darüber hinaus bilden wir mehr als tausend höchst motivierte Kaderanwärter als künftige Führungskräfte aus. All diese Soldatinnen und Soldaten haben sich eine derartig abfällige Berichterstattung und diese allgemeine Verunglimpfung nicht verdient. Vielmehr ist ihnen mit Wertschätzung und Fairness gegenüber zu treten. Dazu zählt auch die Objektivität bei den Recherchen und vor allem die Geduld konkrete Ergebnisse abzuwarten und sich erst danach ein Urteil machen.
Sehr wohl aber sind im Interesse aller Soldatinnen und Soldaten (besonders der Rekruten), aber auch im Interesse der Öffentlichkeit und schlussendlich des Österreichischen Bundesheeres, eine lückenlose Aufklärung des Vorfalles und die sich daraus ergebenden Maßnahmen zu fordern. Die Österreichische Unteroffiziersgesellschaft verwehrt sich gegen jegliche Pauschalverurteilung und fordert nicht nur die Medien, sondern auch alle Wichtigtuer und Trittbrettfahrer auf, sich im Sinne der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu mäßigen. Allein schon aus Respekt des verstorbenen Kameraden und seiner Familie gegenüber.

Vizeleutnant
Othmar WOHLKÖNIG
Präsident der Unteroffiziersgesellschaft Steiermark und
Vizepräsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft
Corneliusweg 7
8051 GRAZ
0664/6223012



Seminare und Scholien des Scholariums

Verehrte Freunde und Bekannte,
ich darf hiermit auf die nächsten Aktivitäten von Rahim Taghizadegans Scholarium hinweisen. Bitte insbesondere die Seminare und Salons zu beachten! Es werden hochinteressante Themen behandelt.

Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Tögel

Seminare | Scholarium

Unsere Seminare inmitten unserer einzigartigen Bibliothek bieten inhaltliche Vertiefungen abseits des Mainstream-Lehrbetriebs. Wir folgen dabei dem Beispiel der klassischen Akademie – der Bibliothek im Hain der Muße fern vom Wahnsinn der Zeit, in der Freundschaften durch regen Austausch und gemeinsames Nachdenken gestiftet werden.



Wahlprogramm der Sozialisten: Eine Bankrotterklärung

Am 15. Oktober gibt es in Österreich vorgezogene Wahlen zum Nationalrat. Das soeben präsentierte Wahlkampfprogramm der SPÖ, steht unter dem originellen Motto „Programm für Wohlstand, Sicherheit und gute Laune“. Ob es Ausfluss purer Verzweiflung ist, die die Sozialisten dazu treibt, einen derart hirnrissigen Titel zu wählen, ob sie neuerdings einen Kabarettisten zum Wahlkampfmanager bestellt haben, oder ob sie damit lediglich die Schlichtheit ihrer Gemüter in ihrer ganzen Pracht präsentieren wollen, wissen wir nicht.
Wer es sich antut, das 200-Seiten Elaborat durchzublättern, erkennt schnell, was den Genossen vorschwebt. Wenn sie nämlich das Thema Steuern in den Mittelpunkt rücken, wie in diesem „Entwurf“ geschehen, können sich die Leistungsträger schon einmal warm anziehen. Und richtig – die Wiedereinführung (der von SP-Finanzminister Lacina einst abgeschafften, bzw. ausgesetzten) Erbschafts- und Vermögenssteuern, bildet einen Angelpunkt. Wieder wird auf das zentrale Element des Sozialismus, den Neid der vermeintlich Unterprivilegierten, gesetzt. Die „Reichen“ werden zu Freiwild erklärt. Ab dem Wert von einer Million Euro, soll der Fiskus im Erbfall zupacken. Wer seinen Kindern ein einst günstig erworbenes Grundstück, auf dem er später ein mittelgroßes Haus errichtet hat, oder gar ein prosperierendes Unternehmen hinterlässt, wird dem Finanzamt damit also einige Freude bereiten. Ist ja auch wirklich unerhört, dass der Staat den ungenierten Aufbau von Vermögenswerten bislang einfach so hinnimmt!
Bei diesem Thema geht es übrigens nicht um Gerechtigkeit und Fairness, sondern um schlichte Logik: Vermögen und Einkommen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Erbschaftssteuern erklären ein auf den Rechtsnachfolger des Verblichenen zu übertragendes Eigentum, zu dessen Erwerb ja gewöhnlich bereits Unsummen an Steuern entrichtet wurden, faktisch zu Einkommen – und das ist Unrecht.
Auf allzu hohe Tribute sollten sich die Roten indes lieber nicht freuen, denn vermögende Menschen sind in der Regel nicht deshalb zu Wohlstand gelangt, weil sie blöd sind. Zweifellos werden sie Ausweichstrategien finden, um neuerlichen Anschlägen des Fiskus zu entgehen. So könnten Häuser und Grundstücke mit Hypotheken belastet und die auf diese Weise gewonnenen Barmittel in einer den Behörden unbekannten Weise gebunkert werden – etwa in Form von Edelmetallen, Juwelen oder Kunstobjekten. Damit wäre den roten Enteignungsambitionen wirksam zu begegnen.
Die ganze Niedertracht und Gefährlichkeit sozialistischen Denkens, verdeutlicht der griffige Slogan “Ich hol mir, was mir zusteht”, der nicht anders, denn als gefährliche Drohung zu verstehen ist. Insbesondere, wenn zur Illustration ein feister, breit grinsender Typ gewählt wird, dem eine SA-Uniform hervorragend zu Gesicht stehen würde.
Selbstverständlich sollen es ja die bürgerlichen Klassenfeinde sein, die für die Benefizien aufzukommen haben, die auf die den Sozialisten noch verbliebenen Stammwähler wie Eisenbahner, Kleinrentner und Wiener Gemeindebedienstete, zu verteilen sind. Bei den bürgerlichen Leistungsträgern wollen sie holen, was ihrem Klientel angeblich „zusteht“ – beispielsweise „sichere Pensionen“, die nicht aus Eigenleistungen gedeckt sind. Klar, dass der angekündigte „Kampf gegen Pensionsprivilegien“ an der Tür zum Wiener Rathaus endet. Die mit Steuergelder gemästeten Genossen dortselbst, genießen bekanntlich niemals endenden Artenschutz – dafür garantiert der Wiener Spritzweinexperte im Bürgermeisteramt.
Auch luxuriöse Schmankerln, wie der geforderte „Rechtsanspruch auf den Papamonat“, wollen bezahlt werden – zum Beispiel mit der innovationsfeindlichen Wertschöpfungsabgabe, die weiland Minister Dallinger mit in sein nasses Grab nahm.
Besonders kurios nimmt sich der Programmpunkt „Beschäftigungsgarantie“ aus, an der das unausrottbare Planwirtschaftsdenken von Kanzler Kern & Genossen deutlich wird. Mehr, als am Vormittag Löcher ausheben und am Nachmittag wieder zuschütten zu lassen, wird dabei wohl nicht herausschauen, denn nachhaltig sichere Arbeitsplätze schafft allemal die produktive Privatwirtschaft – und nicht der Kanzler mit Erfahrungen aus einem hochdefizitären Zuschussbetrieb.

Fazit: das rote Programm – eine geistige Bankrotterklärung.

Von Andreas Tögel



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