Der Preis des Laissez-faire

**von Beatrix Pirchner**

Charlie Hebdo und Pegida sind heute zu Parametern geworden, die tiefe Risse in unserer Gesellschaft deutlich machen.

Während nun ungeahnt viele Menschen, Zeitungen und Politiker plötzlich allesamt Charlie zu sein vorgeben, fragt man sich doch, was sie denn vorher waren. Also vor dem Massaker an den Karikaturisten und Redakteuren dieses furchtlosen französischen Magazins.

Eines ist jedenfalls sicher: Die Neo-Charlies hatten offensichtlich wenig oder gar nichts zu befürchten, denn sie haben sich so gut wie nie mit dem Islam und dessen grausamen Spielarten wie dem Terrorismus, dem Djihadismus, der Sharia und der erschreckenden Realität für Frauen und Kinder in islamischen Ländern befasst oder damit angelegt. Sie schwiegen darüber oder berichteten nur das Nötigste und dieses recht harmlos und möglichst unverfänglich. Also keine Spur von Charlie. Aber plötzlich ist man solidarisch mit jenen (von Islamisten kaltblütig Ermordeten), die das Wagnis durchgezogen haben, eine Religion und deren bizarren Chimären wiederholt auf die Schaufel zu nehmen – und zwar in Form von Karikaturen, die sich nichts pfiffen wegen „religiöser Gefühle“, von denen stets so pathetisch gefaselt wird, als liege jemand Hochrangigerim Sterben. Religiöse Gefühle gibt es nämlich nicht. Genauso, wie es keine unreligiösen Gefühle gibt. Religion ist Ansichtssache, so wie Politik, Ideologie oder Essgewohnheiten. Emotinen sind andernorts beheimatet.

Nun hat die Büßergesellschaft wieder einmal ein deutliches Beispiel dafür serviert gekriegt, wozu jene imstande sind, auf denen sie stets so sensibel Bedacht und Rücksicht genommen hat und es immer noch tut. Allerdings hat sie, im gemeinsamen Konzert mit Politik und Medien, umgehend gegenreagiert mit der substanzlosen Alltagsfloskel: „(Islamisch motivierter) Terrorisimus habe nichts mit dem Islam zu tun!“ Was jedoch nichts anderes ist, als eine Spielart des berüchtigten „Opium für das Volk“. Ein Betäubungsmittel mit ungeheurer Transportkompetenz aus der Realiät. 

Das erfolgreiche Existieren in der Realität setzt (u.a.) die Fähigkeit zur unverfälschten und präzisen Wahrnehmung der Geschehnisse voraus. Werden diese entkernt, verharmlost und schöngeredet, bleibt nur mehr eine Hülle des Realen, in der sich Harmoniesucht, Hedonismus und Phäakentum ihre Nischen einrichten. Was nicht sein darf, ist nicht. So die behagliche Realitätsinterpretation von großen Teilen der Politik, der Medien und der Bevölkerung. „Der Islam gehört zu Deutschland!“ ist desgleichen eine Opiumvariante, die besagen soll, dass man eh alles zu akzeptieren bereit ist und keinerlei Zweifel an der Rechtschaffenheit der Moslems hegt. Schaut her, wir vertrauen euch voll! Was dabei nicht gesehen werden will, sind die islamischen Agenturen, die islamo-politischen Institutionen und Netzwerke, die bis in die berüchtigten Terrororganisationen hineinreichen sowie die Agenten und Nomenklaturen, die von fremden Geldern und Politiken ferngesteuert werden. Die islamische Unterwanderung hat bereits vor mehr als 30 Jahren ihren schleichenden Anfange genommen. Heute schleicht sie nicht mehr, denn der Islam hat sich längst etabliert und agiert mit allergrößtem Selbstverständnis und – sagt uns, wo es lang gehen wird. Zahlreiche Anschläge in der westlichen Hemisphäre lassen keinen Zweifel an den Absichten der entschlossenen Exansionisten. Die Belagerten jedoch verstehen immer noch nicht. Wollen nicht verstehen.

Sie haben, ohne es zu wissen oder wahrhaben zu wollen, auch ihren ISIS. Einen Islamischen-Staat-Im-Staat.

Eccolo!

Grundsätzlich reagiert die Politik katastrophal auf all die Zeichen, die von islamischer Seite gesetzt werden. Dass der Terrorismus unveräußerlicher Teil des islamischen Eroberungsgedanken ist, wird – dem geliebten Eskapismus zuliebe – absichtlich um- oder missgedeutet. Die illegale Einwanderung bereits im Vorfeld radikalisierter junger Männer (die nichts zu verlieren haben) nimmt ungehindert ihren Lauf. Anstatt Djihadisten auszuweisen, wird ihnen nur der Verlust ihres Ausweises in Aussicht gestellt, falls sie nach Syrien gingen, um mit dem IS zu kämpfen. Man lässt Islamisten wie Erdogan und Davutoglu bereitwillig in Deutschland Propaganda betreiben und die eigenen Leute beschimpfen, wobei Pegida mit dem IS auf eine Linie gestellt werden. Hier fehlt es fatal an den Verhältnismäßigkeiten, doch mit einer knieweichen Büßergesellschaft kann man irgendwie alles anstellen, was einem beliebt. Das wissen die Herrschaften aus dem Nahen Osten nur zu genau und machen davon ausgiebig Gebrauch.

So erleben wir politikerseits unerträgliches Appeasement, eine Kotau-Mentalität zm Schämen, vorauseilenden Gehorsam gegenüber immer dreister werdenen Forderungen von islamischen Zentralräten und den inzwischen hundertfach vorhandenen Vereinen und Gemeinschaften, zahnlose Gesetze oder solche, die den Radikalen glatt in die Hände spielen – zum Schaden der Bevölkerung, eine aus dem Ruder gelaufene Masseneinwanderung mit extrem hohem Gefahrenpotenzial für die innere Sicherheit und Stabilität, und so fort… Die Politik ist am Ende, und die Medien schmocken orientierungs im Windschatten des titanischen Unterganges der westlichen After-Politik, welche die Gefährdung von Leib und Leben der hier lebenden Menschen mitverursacht hat. Dazu kommen noch jede Menge Steigbügelhalter dieses verrotteten Systems, Mitläufer des scheinbar gutwilligen Mainstreams, dem so viel Eigenhass inhärent ist, dass ihm bald der Sauerstoff ausgeht. Ihm ist es lieber zu kippen, als Rückgrat zu beweisen, das er im Zuge seiner intellektuellen und psychischen Wirrnisse fahrlässig verspielt hat.

Laisser-faire hat eben seinen Preis. Der Preis, Charlie sein zu dürfen, ist allerdings viel zu hoch für eine elende Büßergesellschaft, die sich selbst ausliefert und auf deren Fahne Feigheit und Konformismus stehen.



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