Weltflucht und Massenwahn – Deutschland in Zeiten der Völkerwanderung

Von Andreas Tögel

Buchbesprechung

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um eine Auswahl von 19 Beiträgen, die der Autor in der Zeit von 2008 bis 2015 in der deutschen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ zum Thema Massenmigration nach Deutschland veröffentlicht hat und um einen (düsteren) Epilog.
In vier Kategorien unterteilt, zeichnet der Autor das Bild einer Nation, die offenbar mehrheitlich entschlossen ist, „sich abzuschaffen“. Steht auf der einen Seite ein politisch-medialer Block, der den Massenzustrom von Menschen aus fremden und/oder der westlichen Lebensart feindselig gegenüberstehenden Gesellschaften, zur „Kulturbereicherung“ oder „Chance für Deutschland“ erklärt, will auf der anderen Seite eine Mehrheit der Bürger die damit verbundenen Gefahren einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Die Parallele zu Max Frischs Drama „Der Biedermann und die Brandstifter“ drängt sich geradezu auf. Das Stück verläuft exakt so, wie es nach Lage der Dinge am Ende eben kommen musste und nimmt ein tragisches Ende. Und das Drama Deutschlands?
Die wenigen, die es wagen, öffentlich als Kritiker der Massenzuwanderung kaum integrierbarer und wirtschaftlich Großteils unbrauchbarer Orientalen und Afrikaner aufzutreten und vor dem Zusammenbruch der Sozialsysteme und vor explodierender Gewaltkriminalität zu warnen, werden von den politischen Eliten und den als deren Sprachrohr fungierenden Hauptstrommedien, entweder totgeschwiegen oder als Ewiggestrige, Rechtsradikale, Menschenfeinde oder gar als „Pack“ beschimpft. Nie zuvor hat politische Macht sich arroganter präsentiert.
Die Reduktion der deutschen Geschichte auf die Zeit von 1933 bis `45 macht eine selbstbewusste, eigene Interessen nicht gänzlich ausblendende Politik, wie es scheint, unmöglich. Eine niemals endende Erbschuld erzwingt – einmal mehr – einen Sonderweg der wirtschaftlich stärksten Nation Europas. Wer den kollektiv zelebrierten Schulkult in Frage stellt, macht sich damit zum satisfaktionsunfähigen Schmuddelkind und wird vom politischen Diskurs ausgeschlossen.
Im Ausland kann man über die autodestruktive Politik Deutschlands nur staunen und ist über die Konsequenzen ebenso verärgert wie bestürzt, die die Politik von Kanzlerin Merkel für ganz Europa mit sich bringt.
Besonders interessant ist der Abschnitt des Buches, der sich mit literarischen Vorlagen beschäftigt, die das Thema Massenmigration und die damit notwendigerweise verbundenen, dramatischen politischen und kulturellen Veränderungen der Zielländer zum Inhalt haben, wie beispielsweise das 1973 erschienene Buch „Das Heerlager der Heiligen“ von Jean Raspail und „Unterwerfung“, von Michel Houellebecq aus dem Jahr 2015.
Wer die laufende Entwicklung der Völkerwanderung mit wachem Geist verfolgt, wird wohl zu ähnlich pessimistischen Schlüssen kommen wie der Autor. Weit und breit sind nämlich keine ausreichend starken Kräfte erkennbar, die der Abschaffung Deutschlands, wie sie Thilo Sarrazin in seinem Bestseller beschrieben hat, wirkungsvoll entgegentreten könnten.
Fazit: Keine leichte, sondern eine eher beunruhigende Sommerlektüre.

Weltflucht und Massenwahn – Deutschland in Zeiten der Völkerwanderung
Thorsten Hinz
JF Edition
165 Seiten. broschiert
ISBN 978-3-929886-56-6
14,90 Euro



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