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Macrons Höhenflug nach Merkels Wahldebakel

Finis Germaniae?

Viel Zeit hat sich der Herr im Élisée-Palast nach den deutschen Bundestagswahlen nicht gelassen, um seine Vorstellungen von der Umgestaltung der EU zu präsentieren. Jetzt, mit einer geschwächten deutschen Kanzlerin, die noch dazu zu einem Bündnis mit den grünen Deutschlandhassern und den absolut kritiklosen EU-Adoranten von der FDP verdammt ist, wird Emmanuel Macron vermutlich leichtes Spiel haben.

Es geht ihm um nichts weniger als um die Durchsetzung eines Eurozonenbudgets, eines EU-Finanzministers, einer EU-Steuer, eine EU-Staatsanwaltschaft, und um die Schaffung einer EU-Armee. Oder: den Traum vom absolutistisch regierten Eurostaat.

Einen Staatsanwalt in einem Gebilde etablieren zu wollen, das weit davon entfernt ist, ein Staat zu sein, klingt zwar bizarr, ist aber bei weitem nicht der gefährlichste von Macrons Programmpunkten. Weitaus bedrohlicher sind die Pläne des Geldsozialisten zur Einführung von EU-Steuern.

Ein Blick in die Geschichtsbücher ist nicht selten hilfreich – so auch hier: Erst die Einführung einer bundesweiten Einkommensteuer in den USA machte es möglich, jenen imperialistischen Moloch zu schaffen, dessen Zentrale in Washington sitzt. Bundessteuern lieferten den Schlüssel zur Marginalisierung der einzelnen Bundesstaaten und zur unumkehrbaren Aufwertung der Machtzentrale. Eine Bundessteuer wird auch in Euroloand das endgültige Aus für die Selbständigkeit der einzelnen Staaten der Union und für jede Form von Subsidiarität bilden. Nicht umsonst gilt die Finanzhoheit seit jeher als das „Königsrecht" der Parlamente. Damit wäre es dann vorbei.

Dank der allgemein grassierenden Geschichtsvergessenheit, bleibt darüber hinaus absolut ungewürdigt, dass es immerhin ein Franzose ist, der diese Vorschläge äußert. In den zurückliegenden 100 Jahren (von der Zeit Ludwigs XIV. oder Napoleon Bonapartes ganz zu schweigen), gab es nämlich, von Robert Schumans Bemühungen zur Schaffung der Montanunion abgesehen, keine einzige von Frankreich entrierte Aktion, die sich nicht direkt oder indirekt gegen deutsche Interessen richtete. Der Vertrag von Maastricht wurde nicht umsonst „Versailles ohne Krieg" genannt. Und die Einführung des Euro war der von Frankreich ausgehende Versuch, die Hegemonie der übermächtigen DM zu beenden. Dass unter der einheitlichen Esperantowährung am Ende die französische und nicht die deutsche Wirtschaft leiden würde, und die Südstaaten der Union ihre Konkurrenzfähigkeit restlos verlieren würden, hatten die gallischen Strategen nicht vorhergesehen.

Nun aber soll zum letzten Schlag gegen den hochproduktiven Erbfeind im Osten ausgeholt werden: Mit einer Vereinheitlichung der Finanzen auf EU-Ebene. Für dauermarode Unionsmitglieder wie Italien und Frankreich wäre das – zumindest fürs Erste – ein Segen. Könnten doch schmerzhafte Anstrengungen zur Sanierung der eigenen, überbürokratisierten und international nicht konkurrenzfähigen Strukturen, dank eines Griffs in deutsche Kassen vermieden werden.

Man braucht die Demokratie nur (vorerst europaweit) auf die Spitze zu treiben – und schon ist das sozialistische Paradies á la Macron verwirklicht, in dem die Tüchtigen die Untüchtigen dauerhaft zu alimentieren genötigt sind. Wenn man die Chose dann noch trickreich mit Wortgirlanden verhüllt, in denen man von „Solidarität", „Partnerschaft" und „gedeihlicher Kooperation statt ruinöser Konkurrenz" fabuliert, sollte das doch erreichbar sein – zumal die wenigen Nettozahlerstaaten der Union hoffnungslos in der Minderzahl und somit der Ausbeutung durch die Mehrheit der Minderleister ohnehin hilflos ausgeliefert sind.

Die Politik der Eurozentralisten ist haarstäubend: Der Euro ist offensichtlich ein Fehlschlag. Also wird Druck auf alle noch nicht ins Eurosystem integrierten europäischen Staaten ausgeübt, endlich beizutreten. Die immer anmaßenderen Diktate der Brüsseler Zentrale werden von immer mehr EU-Bürgern als unerträglich empfunden. Ergo werden die Regulierungen weiter ausgedehnt und intensiviert. Und trotz der in einem der größten Unionsstaaten wegen unerfüllter Autonomiebestrebungen dräuenden Bürgerkriegsgefahr, will man vom Plan des Bundesstaates einfach nicht lassen. Das begreife, wer will und kann.

Sicher ist: die Deutschen werden zahlen. Noch weit mehr als schon bisher. Vae victis! Das von Reichskanzler Bethman-Hollweg schon 1917 postulierte Ende Deutschlands rückt endlich in greifbare Nähe.

Von Andreas Tögel




Finger weg vom Mietpreis

Fazit: Finger weg vom Mietpreis – und das gewünschte Wohnungsangebot wird sich wie von Zauberhand einstellen.

Finger weg vom Mietpreis

15.9.2017 – Wohnungsnot als Wahlkampfthema – vor Wahlen wird von den Genossen jede Vernunft entsorgt. von Andreas Tögel. Wie in Deutschland, wird im Herbst auch in Österreich gewählt. Am 15. Oktober ist es so weit. Da die Geburtsstunden der mit Abstand…




Die korrupten Medien als Kollaborateure der totalen Macht

Medien vor den Wahlen: Über die Schamlosigkeit der Redakteurszunft öffentlich-rechtlicher Sender

14. September 2017 Nicht nur Sympathien spielen eine Rolle, sondern auch wirtschaftliche Interessen Dass die Schamlosigkeit der in öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten tätigen Redakteure selbst die von Straßenhuren um mehrere Längen übertrifft, dürfte jedermann erkannt haben, der ihre politische Berichterstattung und die von ihnen moderierten Diskussionssendungen verfolgt.




Why the West HATES and is DESTROYING Itself

Why the West HATES and is DESTROYING Itself




Galapagoska

Japans Weg ist der richtige.

Rumors of Japan’s Imminent Demise Have Been Greatly Exaggerated

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Russlands Desinformation rund um Syrien

Institute for the Study of War

President Vladimir Putin is actively misinforming his domestic audience and the international community about Russia’s first military intervention outside the former Soviet Union since Afghanistan. Putin has created a false narrative about the Islamic S




Steuerharmonisierung!

Der feuchte Traum jedes Etatisten

Es wird wohl noch lange ein Rätsel bleiben, wie Emmanuel Macron, ein geradezu archetypischer Protagonist der Finanzindustrie, es schaffen konnte, von so gut wie allen Medien und Intellektuellen innerhalb und außerhalb Frankeichs, als Lichtgestalt im Kampf gegen das Böse – verkörpert durch die rechte Nationalistin Marine Le Pen – aufgebaut und in der Folge mit großer Mehrheit ins Amt des französischen Staatspräsidenten gewählt zu werden. Denn spätestens mit dem Ausbruch der weltweiten Schulden- und Finanzkrise anno 2008, erfreuen sich Investmentbanker (Macron war jahrelang für die Pariser Rothschild-Investmentbank tätig) gemeinhin eines Beliebtheitsgrades, der selbst von Waffenschiebern oder Mädchen- und Rauschgifthändlern nur schwer unterboten werden kann. Die Champions der Finanzindustrie gelten doch als Inkarnation des „Neoliberalismus“ (was auch immer damit gemeint sein mag) und des „Turbokapitalismus“ – und beides ist bekanntlich des Teufels. Wie einer aus diesem Umfeld sich des Wohlwollens aller Linken und auch großer Teile derer, die mit ehrlicher Arbeit ihr Geld verdienen erwerben konnte, liegt im Dunkeln.
Wie dem auch sei, jetzt ist er nun einmal da und dank der mit dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU verbundenen Linksverschiebung der politischen Kräfte, sehen die Planwirtschaftler ihre Stunde gekommen. Einer von ihnen ist Emmanuel Macron. Denn wer Protagonisten der Finanzindustrie ernsthaft für den fleischgewordenen Kapitalismus hält, hat vom Wesen des auf Recht, Privateigentum, Haftung, Verantwortung und Wettbewerb beruhenden Marktwirtschaftsprinzips keine blasse Ahnung. In einer von politischen Interventionen freien, unverzerrten Marktwirtschaft, hat nämlich jeder Akteur für seine Handlungen und deren Folgen zu 100 Prozent geradezustehen. Infolge des Eingehens zu hoher Risiken oder durch unternehmerische Fehlentscheidungen entstehende Verluste, sind allein vom Verursacher zu tragen. Genau das hat der Führer der Grande Nation aber eben nicht im Sinn. Die Privatisierung vom Gewinnen bei gleichzeitiger Vergemeinschaftung allfälliger Verluste, kennzeichnet eine auf staatlichen Interventionismus setzende de-facto-Planwirtschaft, nicht aber das „chaotische“ kapitalistische Freimarktsystem.
Es ist keine Überraschung, dass der stets bestens geschminkte Herr des Élysée-Palastes, sich neuerdings für eine EU-weite Steuerharmonisierung (vorerst nur im Bereich der Unternehmensbesteuerung), stark macht. „Europa kann nicht funktionieren mit zu großen Unterschieden in den Steuersätzen“, gibt Macron anlässlich eines Besuchs in Luxemburg zu wissen kund. Und er setzt mit einem Lob des Mikrostaates fort, dessen Bemühungen er würdigt, endlich seine Eigenschaft als „Steueroase“ abgelegt zu haben.
Nun sind „Steueroasen“ ja bekanntlich dadurch gekennzeichnet, dass sie ihren Bürgern immerhin einen guten Teil des von ihnen verdienten Geld übriglassen, während die in Euroland üblichen Steuerwüsten, sich niemals mit weniger als 50% Enteignungsquote begnügen (meinst ist es deutlich mehr). Wir lernen daraus: Oasen (= niedrige Steuersätze) sind schlecht. Wüsten (=konfiskatorisch hohe Steuern) sind gut. Die Unternehmen sollen offenbar unbedingt davor bewahrt werden, ihr Geld für lauter überflüssige Investitionen zum Fenster hinauszuwerfen, indem der von ebenso klugen wie charakterfesten Politkern geführte Steuerstaat, es ihnen rechtzeitig abnimmt. Genial!
Logische Folgerung aus Macrons Einlassungen: Eine Harmonisierung unterschiedlicher Unternehmenssteuersätze kann selbstverständlich nur nach oben erfolgen, da ja sonst die Gefahr bestünde, neue (Steuer-)Oasen zu schaffen. Und das darf nicht sein, denn wo kämen wir da hin, wenn jeder Unternehmer mit seinem Geld anfinge, wozu er lustig ist?!
An diesem Punkt zeigt sich der fundamentale Unterschied zwischen einem auf dem freien Spiel der Kräfte, Angebot und Nachfrage basierenden Markt, und der auf Zwang und Gewalt beruhenden Sphäre des Staates: Der freie Markt nötigt Anbieter, die Wert darauf legen, nicht umgehend aus dem Geschäft gedrängt zu werden, zu einer umsichtigen, wirtschaftlichen Haushaltsführung. Schließlich kann kein Unternehmer seinen Umsatz anstrengungslos per Knopfdruck steigern. Der Staat dagegen erhöht einfach, ganz nach Gusto, seine Tributforderungen, denen er nötigenfalls durch den Einsatz bewaffneter Büttel Nachdruck verleiht.
Da dies im interstaatlichen Wettbewerb aber gewöhnlich zur Abwanderung der Leistungsträger ins weniger begehrliche Ausland führen würde, ersinnt die Nomenklatura kurzerhand eine „Steuerharmonisierung“, die sie, um diese Chuzpe auch noch mit Ironie zu garnieren, dem Stimmvieh als Beitrag zur „Fairness im Wettbewerb“ verkauft. Eine „Abstimmung mit den Füßen,“ wäre dann nicht mehr möglich oder sinnlos – es sei denn, man wanderte nach Übersee ab – und der Fiskus könnte jedermann nach Herzenslust, auf „harmonisierte“ Art und Weise, ungebremst ausrauben.
Seltsam, dass die unzweifelhaft vorbildlich verwaltete Schweiz, in der zwischen den Kantonen ein scharfer Steuerwettbewerb herrscht (der ein allgemein moderates Steuerniveau zur Folge hat), sich unglaublicher Prosperität erfreut, wo doch „Harmonisierung“ – folgt man den Ideen des „sozialliberalen“ französischen Staatspräsidenten – angeblich den Schlüssel zum Glück bedeutet. Allerdings ist ja die ganze Schweiz irgendwie als „Steueroase“ verdächtig. Daran wird Herr Macron noch arbeiten müssen.

Von Andreas Tögel




Die Nationalratswahl rückt näher: Auf zur Wählerbestechung und Täuschung

Vorwahlzeiten kommen die wenigen verbliebenen und weiterhin ständig weniger werdenden Nettosteuerzahler Österreichs, gewohntermaßen teuer zu stehen. Kurz vor Torschluss werden von der Regierung regelmäßig wunderbare Geschenkpakete geschnürt. Das laufende Jahr bildet da keine Ausnahme. Ohne jede Notwendigkeit, von der zur Stimmenmaximierung erforderlichen Wählerbestechung abgesehen, wird von der abgewirtschafteten rotschwarzen Koalition nun eine außertourliche Pensionserhöhung beschlossen. Um genau zu sein, natürlich nur für die Bezieher kleinerer Renten, was der Sache ein ungemein „soziales“ Bild verleiht. Welche an einer demokratischen Wiederwahl interessierte Regierung kann schon der Versuchung widerstehen, sich ums Geld fremder Leute Geld als Wohltäter zu gerieren?
Dass im Zuge der anstehenden Pensionsaufbesserung nun ausgerechnet diejenigen, die am wenigsten oder gar nichts zum Erhalt des SV-Systems beigetragen haben, dafür auch noch mit überproportionalen Wohltaten belohnt werden, kann indes nur ein in der Wolle gefärbter Sozi als gerecht erachten. Denn im Gegenzug sollen ja dafür diejenigen, die als „Besserverdiener“ in ihrer Doppelrolle als Beitrags- und Steuerzahler vom Fiskus bereits Jahrzehntelang maximal ausgeplündert wurden, sich mit geringeren Erhöhungen abfinden oder – nach der Vorstellung besonders rabiater rotgrüner Umverteiler – gänzlich um die Steigerung ihrer Ruhegenüsse gebracht werden. So schaut Gerechtigkeit nach dem Gusto der herrschenden Ochlokratie aus. Der rote Sozialminister ist sogar stolz auf diese Art der Umsetzung seines neidgetriebenen Klassenkampfes, den der angeblich bürgerlich-konservative Koalitionspartner unbegreiflicherweise auch noch bereitwillig mitträgt. O tempora, o mores!
Am Ende werden es die heute Jungen sein, die zu ihrem namenlosen Unglück über keinerlei politische Interessenvertretung verfügen, die für den kostspieligen Sozialkitsch aufzukommen haben, der Älteren und Alten geboten wird. Das liegt übrigens in der Natur des Wohlfahrtstaates, der, dank Zerstörung der Familien und Pönalisierung jeder Individualverantwortung, auf lange Sicht stets zum nicht überdachten Altersheim verkommt, in dem auf die Interessen der Jüngeren gepfiffen wird. Das wiederum wirft ein grelles Schlaglicht auf die Verantwortungslosigkeit und Verkommenheit jeder linken Verteilungspolitik, die über das Brett vorm Kopf niemals hinaussieht.
Der ökonomische Unverstand, der die Regierung beherrscht, denn im Grunde sollte man die Jungen ja bei Laune halten, die für die Chose gegenwärtig und zukünftig aufzukommen haben, wird auch an anderer Stelle deutlich: Im Zuge der von deutschem Boden ausgehenden, maßlos überzogenen Kampagne gegen den Dieselmotor, wird soeben auch in der Alpenrepublik ein ganzes Arsenal planwirtschaftlicher Folterwerkzeuge ausgepackt. Das auf den ersten Blick am nettesten anzusehende davon, ist das steuerlich geförderte Angebot von „Umstiegsprämien“ an die Adresse der Besitzer älterer (Diesel)Fahrzeuge.
Hier ist nicht der geeignete Platz, um auf die fatalen Konsequenzen der weltweit grassierenden CO2-Hysterie einzugehen. Der Sorge um die CO2-Bilanz eingedenk, mutet es aber geradezu bizarr an, dass ausgerechnet gegen moderne Dieselmotoren polemisiert wird, also gegen jenes Antriebskonzept, das im Hinblick auf seine geringe Emission von Kohlendioxid, wie auch auf seine insgesamt günstige Umweltbilanz, absolut unschlagbar ist. Diese Groteske lässt sich allenfalls mit quasireligiöser Verblendung erklären.
Die Elektrolobby und ihre Symbionten in der Politnomenklatura, verfügen offensichtlich über hervorragende Marketingagenten. Jetzt sollte uns traditionell begriffsstutzigen Normalverbrauchern halt noch einer aus diesem erlauchten Kreis erklären, wohin denn die vielen, vielen kalorischen Kraftwerke gestellt werden sollen, die erforderlich werden, wenn ab 2030 tatsächlich nur noch Elektrokarren zugelassen werden! Windräder allein werden nicht ausreichen, da wir ja schließlich auch bei Flaute unsere Batterien laden wollen. Oder ist etwa daran gedacht, klammheimlich megagefährlichen Atomstrom aus dem Ausland zu importieren, um das Problem auf diskrete Art zu lösen?
Dass es Wahnsinn ist, bestens funktionierende Geräte (ältere Dieselfahrzeuge) –also Kapitalvermögen – einer dubiosen Ideologie wegen zu vernichten, braucht nicht näher ausgeführt zu werden. An die Mär von einer Konjunktur dank Wertevernichtung, glauben ja allenfalls noch die Teilnehmer an veganen Sesselkreisen. Jeder Cent, der in überflüssige Ersatzbeschaffungen gesteckt wird, fehlt nämlich an anderer Stelle. „Butter oder Kanonen“ – hieß es einst. Beides zugleich geht aber auch heute nicht.
Es ist eine recht einfache arithmetische Übung, die Zahl der wegen der verrückten Antidieselkampagne nicht gebauten Häuser, oder das Volumen der nicht getätigten Investitionen in Produktivkapital, zu errechnen. Von derlei Wirtschaftlichkeitsüberlegungen aber haben die rotschwarzgrünen Genossen ebenso viel Ahnung, wie von Physik und Technik, weshalb sie auch allen Ernstes glauben, ein Elektrokarren ließe sich frei von jeder Umweltbelastung betreiben. Klar, denn schließlich hat er ja keinen Auspuff…

Von Andreas Tögel




Deutschland anno 2017: Die Lust zur Selbstzerstörung

Wir Österreicher haben es gut. Immerhin war Österreich „…das erste Opfer der nationalsozialistischen Angriffspolitik“, wie die Moskauer Deklaration von 1943 beschied. Wie praktisch, dass wir listigen Austriaken es zudem verstanden haben, Beethoven zum Österreicher und Adolf den Braunen zum Deutschen zu machen. Dass im Jahr 1934 der österreichische Kanzler Engelbert Dollfuß unverhofft einem Mordanschlag eines Rollkommandos illegaler Nationalsozialisten zum Opfer fiel, war, außer für ihn selbst, nachgerade als historischer Glücksfall zu werten. Wie gesagt: Wir waren´s nicht – ehrlich! Wir waren Opfer, keine Täter.
Die Deutschen dagegen, haben leider die Arschkarte gezogen. Sie werden die einzigartige Schuld auch in 1.000 Jahren nicht loswerden, die ein verbrecherisches Regime in der Zeit von 1933 bis 1945 auf sie geladen hat. Der jüdische Intellektuelle Elie Wiesel, hat diesem Umstand in einem Aufsatz im Jahre 1986 Rechnung getragen, in dem es heißt: “Every Jew, somewhere in his being, should set apart a zone of hate – healthy virile hate – for what the German personifies and for what persists in the German.” Das ist doch ein Wort, an dem sich die aus allen Poren Schuldstolz und Selbsthass verströmenden deutschen Zeitgenossen orientieren können – umso mehr, als Wiesel im Jahr 1986 auch noch mit dem Friedensnobelpreis gehrt wurde. Ob die zitierte, so beispielgebend versöhnliche und völkerverbindende Aussage den Ausschlag für die Entscheidung des Nobelpreiskomitees gegeben hat, ist unbekannt.
Der amerikanische Soziologe und Politikwissenschaftler Daniel Goldhagen, hat zehn Jahre danach mit seinem originellen Elaborat „Hitlers willige Vollstrecker“ noch ein Schäuferl nachgelegt, und den „ganz gewöhnlichen Deutschen“ präsentiert, der sozusagen mit einem Antisemitismus-Gen geboren wird und daher gar nicht anders kann, als lebenslänglich Juden nach dem Leben zu trachten. Auch nicht schlecht. Versteht sich von selbst, dass der Mann damals von einer deutschen Talkshow zur anderen weitergereicht wurde, und sich ein gehöriger Teil der Gebührenpflichtigen an dieser bizarren Spielart des Holocaust-Pornos delektierte. Dass der auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaft dilettierende Goldhagen für die von ihm aufgestellten Thesen von Norman Finkelstein und Ruth Bettina Birn in deren Buch „Eine Nation auf dem Prüfstand“, in der Luft zerrissen wurde, und sich nicht anders als mit einer Klagedrohung gegen Birn zu wehren wusste, ist dagegen weniger bekannt.
Gegenwärtig stellt sich dem interessierten Beobachter aus dem unschuldigen Ausland jedenfalls die Frage, ob die Politik der deutschen Bundesregierung in den letzten Jahren und bis heute, am Ende ausschließlich vom Schuldkult und der daraus folgenden Sehnsucht nach Sühne bestimmt war und ist. Wie keine andere Regierung auf diesem Planeten, scheint das Merkel-Regime geradezu wild entschlossen zu sein, den Bürgern ihres Landes, genauer: den autochthonen Deutschen, zu schaden, wo immer und so sehr es nur kann.

  • Stichwort „Energiewende“: Wer an einem hochentwickelten Industriestandort die sichere und preisgünstige Energieversorgung, ohne jede einleuchtende Veranlassung von einem Tag auf den anderen deshalb gefährdet, weil sich am anderen Ende der Welt ein Tsunami ereignet hat, ist entweder irrsinnig, oder – siehe oben. Dass bei dieser Gelegenheit auch noch ganz Deutschland nahezu flächendeckend mit potthässlichen Windrädern in einer Weise verschandelt wird, wie man es noch vor kurzer Zeit für undenkbar gehalten hätte, nimmt sich dagegen schon fast aus, wie ein unbedeutender Kollateralschaden. Die mit der „Energiewende“ eingeleitete Entindustrialisierung des Landes, wird langfristig mit Sicherheit zu kollektiven Wohlstandsverlusten führen. Wer heute noch glaubt, mit Dienstleistungen eine vergleichbare Wertschöpfung – und damit Einkommen – schaffen zu können, wie mit industrieller Güterfertigung, hat von Ökonomie keinen Schimmer.
  • Stichwort Griechenlandhilfe und Eurorettung: Beides mag allen möglichen Interessen dienen. Denen der deutschen Werktätigen und Sparer sicher nicht. Ihre Spargroschen und Geldvermögen werden dadurch nämlich systematisch enteignet und umverteilt. Die Targetsalden (die Schuldenstände des Auslands bei den Deutschen) wachsen und werden sich eines nicht besonders schönen Tages als Luftnummer erweisen. Dass die Durchschnittsdeutschen über deutlich niedrigere Vermögensstände verfügen, als die Bürger der von ihnen subventionierten maroden Südländer, wird sich spätestens dann als Problem herausstellen, wenn die Unfinanzierbarkeit der Sozialnetze auch noch dem letzten Schlafschaf klar wird.
  • Stichwort Antidieselkampagne: Die weltbesten Dieselmotoren werden derzeit von deutschen Premiumherstellern produziert. Keine Nation ist derart vom Wohlergehen ihrer Fahrzeugindustrie abhängig, wie die deutsche. Kein Hybrid- oder Elektrokarren, und sei er noch so hochentwickelt, kann heute im Hinblick auf die Gesamtenergie- und Schadstoffbilanz mit einem dieselgetriebenen Auto mithalten. Dass ausgerechnet zum Zeitpunkt, da sich die Überlegenheit moderner Dieselmotoren über sämtliche alternative Antriebskonzepte immer klarer herausstellt (ein Liter Diesel bewegt ein modernes Auto mit vier Insassen immerhin 20 Kilometer weit – und das bei geringstem Schadstoffausstoß), kann kein Zufall sein. Weder Amerikaner noch Franzosen oder Japaner, wären verrückt genug, eine ihrer prosperierenden und in höchstem Masse wettbewerbsfähigen Schlüsselindustrien derart zu beschädigen, wie das durch das laufende Kesseltreiben gegen den Dieselmotor geschieht – und zwar von deutschem Boden aus! Dass die lautstarke Kritik an den technischen Errungenschaften der deutschen Autobauer, bevorzugt aus dem Mund von Figuren kommt, deren physikalisch-technisches Verständnis spätestens beim Einschalten ihres Mobiltelephons endet, verleiht dem unbegreiflichen Spektakel zusätzliche Würze.

All das Genannte verblasst aber gegen die Geschehnisse, die sich mit dem Begriff „Flüchtlingswelle“ verbinden. „Deutschland schafft sich ab“ schrieb Thilo Sarrazin geradezu prophetisch schon anno 2010 – fünf Jahre, ehe Angela Merkel die Büchse der Pandora öffnete, indem sie alle vermeintlich Mühseligen und Beladenen dieser Welt zum Kommen einlud. Diesem Aufruf wurde schon bisher begeistert gefolgt. Nach den im Herbst zu schlagenden Bundestagswahlen, wird´s aber erst richtig losgehen – dann nämlich, wenn im Zuge der „Familienzusammenführung“ eine Flut von Millionen weiterer Orientalen und Afrikaner Deutschland erreichen wird. Von einer Integration der vielen Immigranten, deren Beitrag zum Wohl Deutschlands nach Ansicht des Geistesakrobaten und SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, angeblich „wertvoller als Gold“ ist (was auch immer der wackere Mann damit meinen mag), kann schon jetzt keine Rede sein. Nach dem Familiennachzug, wenn auf zehn „schon länger hier Lebende“, ein Einwanderer kommt, wird es damit endgültig und irreversibel vorbei sein.
Es ist ein reizvolles Gedankenexperiment, sich vorzustellen, mit einer Zeitmaschine in die Zukunft zu reisen und, sagen wir, im Jahr 2100 auszusteigen und einen Blick auf das Land der Dichter und Denker zu werfen. Man wird es nicht wiedererkennen. Die verbliebenen Biodeutschen werden eine politisch unbedeutende Minderheit im ehemals eigenen Land bilden. Ein für jedermann – außer für Frau Merkel und allerlei rotgrüne Traumtänzer – trauriges Bild.
Das Unglück, das die Nationalsozialisten über Deutschland und Europa gebracht heben, war namenlos. Aber der Spuk hat nur ganze zwölf Jahre gedauert, ehe er unterging. Die angerichteten Schäden waren – abgesehen vom tragischen Verlust vieler Menschenleben – reversibel. Europa konnte nach 1945 seine Identität als Wiege der westlichen Zivilisation und Hort der Freiheit bewahren – zumindest in wichtigen Teilen. Was uns aber nun, im Zuge der massenhaften Einwanderung von der westlichen Lebensart zutiefst ablehnend bis offen feindselig gegenüberstehenden Individuen blüht, wird den Kontinent grundlegend und unwiderruflich verändern. Und zwar nicht zum Besseren, wie sich jedermann ausmalen kann, der in jüngerer Vergangenheit Afrika und den muslimischen Orient bereist hat oder sich anderweitig über die dort herrschenden Zustände kundig macht.
Viele – viel zu viele – Deutsche haben ein offensichtliches Problem damit, kritische Distanz zu ihren Führern zu wahren, sei es ein mit seinem Amt überforderter Kaiser, ein wortgewaltiger nationalsozialistischer Desperado oder neuerdings eine dem Cäsarenwahn verfallene Matrone mit „DDR“-Biographie. Die Popularität der Kanzlerin ist in weiten Kreisen der Wählerschaft ungebrochen! In Frankreich, Italien oder in den USA, vielleicht sogar in Österreich(!), würde man ein Merkel-Äquivalent wohl längst mit nassen Fetzen aus dem Amt gejagt haben. In Deutschland dagegen, blickt diese Unglücksfrau – nach allem was sie bereits angerichtet hat – bei den anstehenden Wahlen entspannt einem Kantersieg entgegen. Man möchte es nicht für möglich halten.
Da politische Führer – besonders in Demokratien – ein Spiegelbild des Wahlvolkes darstellen, dürfte im Herbst – nach dem zu erwartenden Triumph Angela Merkels – ein vernichtendes Urteil fällig werden. Sowohl über die deutsche Wählermehrheit, als auch über das Politsystem insgesamt. Der Leidensdruck der Ureinwohner ist anscheinend noch immer nicht hoch genug. Immerhin wurde noch nicht jeder einzelne von ihnen von den so unerwartet „geschenkten Menschen“ ausgeraubt, vergewaltigt oder verletzt. Es scheint, als wäre seit dem erfolgreichen Marsch der 68er durch die Institutionen, der einst so gefürchtete Furor teutonicus, zur blanken Lust an der Selbstzerstörung mutiert.

Von Andreas Tögel




Buchempfehlung: Österreichs Kriegshelden

„Kriege mögen andere führen, du, glückliches Österreich heirate!“ Dieses mutmaßlich aus der Zeit von Kaiser Maximilian I. stammende Zitat, das die über viele Jahrhunderte erfolgreich betriebene Heiratspolitik der Habsburger charakterisiert, sagt zugleich einiges über das Fremd- und Eigenbild des österreichischen Militärs aus. Im scharfen Gegensatz zu „den Preußen“, von denen man weiß, dass sie mit Kommissstiefeln an den Füßen geboren werden, traut man dem austriakischen „Kamerad Schnürschuh“ kein sonderliches Talent für militärisch Belange zu. Zu Unrecht, wie das vorliegende Buch belegt.
Der Autor präsentiert eine Reihe hochverdienter „Landsknechte, Haudegen, Feldherren“ (so der Untertitel), die die Geschichte Österreichs im Lauf vieler Jahrhunderte durch ihr taktisches Geschick und strategisches Genie zum Teil entscheidend beeinflusst haben. Nur wenige der beschriebenen Männer dürften dem durchschnittlich informierten Zeitgenossen unserer Tage bekannt sein. Ausnahmen davon bilden wohl Prinz Eugen, Feldmarschall Radetzky und Andreas Hofer. Doch wer kann mit Namen, wie etwa Erzherzog Albrecht, Leopold Joseph von Daun oder Gideon Ernst von Laudon etwas anfangen, die immerhin mit Reiterstandbildern an prominenten Plätzen im Herzen Wiens geehrt werden?
Eine Analyse von rund 7.000 Gefechten und Schlachten, die in der Zeit von 1495 bis 1895 unter Beteiligung österreichischer Truppen stattgefunden haben, ergibt für diese eine „Erfolgsquote“ von etwa 65%. Nicht schlecht, für die Armee eines Reiches, das man eher mit Musik, Wein und Mehlspeisen, denn mit Pulverdampf in Verbindung bringt.
Die mit einigen Kriegsherren des Mittelalters beginnende Darstellung der einzelnen Persönlichkeiten, die mit einem Fliegerhelden des Ersten Weltkriegs endet, bietet zugleich eine komprimierte Geschichtslektion. Sind die geschlagenen Schlachten doch stets in einen politisch-strategischen Kontext eingebettet, der zumindest kurz umrissen wird.
Wie ein roter Faden zieht sich die unausgesetzte Geldnot des Hauses Habsburg durch das das Buch. „Ohne Geld ka Musi“, besagt ein altes Wiener Sprichwort. Und ohne entsprechende personelle und technische Ausrüstung ist es auch schwer, gegen besser gewappnete Gegner im Felde zu bestehen. Angesichts dessen – und eingedenk der ebenfalls das gesamte Buch durchziehenden Tatsache, dass die habsburgischen Herrscher ihren Gegenspielern zum Teil nicht nur intellektuell, sondern vor allem auch hinsichtlich ihres Verständnis´ für Militärstrategie oft heillos unterlegen waren, kann man über die trotzdem erstaunlichen Erfolge der vorgestellten Herren im Kampf gegen Türken, Franzosen, Preußen und Russen, nur staunen.
Die Kurzbioraphien zweier Protagonisten auf „exotischen“ Kriegsschauplätzen, verleihen dem interessanten Werk zusätzliche Würze: Einer davon ist Johann Carl Khevenhüller, der an der Seite Kaiser Maximilians in Mexiko gekämpft hat; der zweite ist Rudolf von Slatin, der für die Briten im Sudan gegen die fanatischen Horden des Mahdi sein Leben riskiert hat.
Männer dieses Zuschnitts, oder solche wie die beiden Verteidiger Wiens gegen die Türken (1529 Niklas Graf Salm, 1683 Ernst Rüdiger Graf Starhemberg), strafen all diejenigen Lügen, die die alle Österreicher für Nulpen und militärische Blindgänger halten. Fazit: ein vielfach illustriertes, informatives Buch für den geschichtsinteressierten Leser.

Österreichs Kriegshelden
Helmut Neuhold
Ares Verlag
282 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-902475-99-2
24,90,- Euro