Monthly Archives: April 2018

Der tägliche Einzelfall – und wie man sich darauf einstellen kann

Es ist ungemütlich geworden in Mitteleuropa. Eine abgehobene Politikerkaste hat es mit ihrer grob fahrlässigen bis verbrecherischen „Flüchtlings”- und Migrations-Politik dahin gebracht, dass kaum noch ein Tag vergeht, an dem es nicht zu Fahrzeug- oder Messerattacken auf nichtsahnende Bürger kommt. Die Sicherheitslage war seit den Tagen der Russenbesatzung nie so schlecht, wie dieser Tage. Wer Wölfe ins Schafsgatter holt, braucht sich über die blutigen Folgen nicht zu wundern.

Das Sicherheitsversprechen des Leviathans gilt nicht mehr. Bis an die Zähne bewaffnete Staatschergen bei Weihnachtsmärkten, können darüber nicht hinwegtäuschen. Sie sind nichts weiter als Ausdruck der Hilflosigkeit der Obertanen, die mit martialischen Entschlossenheitsdemonstrationen übertüncht werden soll. Im Fall der Fälle steht der Bürger jedenfalls schutz- und hilflos seinem Aggressor und potentiellen Mörder gegenüber, wie viele Beispiele der letzten Wochen und Monate beweisen.

Das ist deshalb so, weil die herrschenden Eliten eifersüchtig über ihren Anspruch auf das Gewaltmonopol wachen und Notwehrhandlungen, die mit tauglichen Mitteln ausgeführt werden, kontrafaktisch zu Akten der Selbstjustiz umdeuten. Deshalb wird wohlbeleumundeten Bürgern und Steuerzahlern, auch und gerade weil die Sicherheitslage täglich prekärer wird, konsequent das Recht verweigert, zu ihrem persönlichen Schutz Waffen zu tragen.

Politikern und Organen der öffentlichen Sicherheit ist selbstverständlich bewusst, dass kriminelle Elemente, insbesondere solche, die in vormodernen Gewaltkulturen sozialisiert wurden und die seit 2015 massenhaft ins Land geholt werden, sich keinen Moment lang um bestehende gesetzliche Beschränkungen scheren und daher routinemäßig bewaffnet auf die Straße gehen. Kürzlich wurden bei einem „Hochzeitskorso” in der Nähe von Lübeck von der Polizei gleich sechs Feuerwaffen sichergestellt, mit denen zuvor zum Ausdruck der Freude in die Luft geschossen wurde. Norddeutsche Folklore? Hörten die Waffenbesitzer auf die Namen Horst, Karsten und Karl-Uwe? Sei´s drum. Der Staat bringt auf unmissverständliche Weise zum Ausdruck, dass es ihm auf den Täterschutz ankommt und nicht auf die Sicherheit der Bürger.

Wer mehr als nur sein Leben und seine Gesundheit zu verlieren hat, steht vor einer schwierigen Entscheidung: Bestehende Gesetze ignorieren und unerlaubt eine scharf geladene Feuerwaffe bei sich tragen – mit allen hochnotpeinlichen Konsequenzen im Fall einer polizeilichen Entdeckung, oder auf minder wirksame, legale Alternativen zurückgreifen, um zumindest nicht völlig „nackt” dazustehen. Einige Vorschläge:

  • Der „Sicherheitsschirm”. Sieht aus wie ein ganz gewöhnlicher Schirm. Griff und Stiel bestehen aber aus besonders widerstandsfähigen Materialien, was es erlaubt, ihn als Hieb- und Stoßwaffe einzusetzen und/oder damit einen Angreifer auf Distanz zu halten https://www.sicherheitsschirm.com/ ).

  • Der Kubotan http://www.selbstverteidigungsstift.de/ Ist ein aus Kunststoff oder Leichtmetall gefertigter Stift von der Größe eines Füllfederhalters, der als eine Art kleiner Schlagstock eingesetzt und als Schlüsselanhänger getragen werden kann.

  • Der Reizgasspray (googeln). Wird in verschiedenen Formen und Größen angeboten und verschafft dem Anwender bei sachgemäßem Gebrauch die nötige Zeit, um sich vom Tatort zu entfernen.

  • Taschenalarmsirene (googeln). Ihr Einsatz basiert auf der Hoffnung, dass überraschend eintretender, starker Lärm sich dazu eignet, Angreifer derart zu irritieren, dass sie von ihrem Vorhaben ablassen. Ein eher schwaches Mittel.

Grundsätzlich ist dringend anzuraten, die Sinne zu schärfen und auf alles gefasst zu sein. Wer keine Feuerwaffe führt, tut gut daran, sich einem Angriff möglichst durch Flucht zu entziehen. Tapferkeitsmedaillen für niedergestochene Fußgänger, die sich mit minder tauglichen Mitteln gegen bewaffnete Verbrecher zu wehren versuchen, gibt es nicht.

Dieser Text ist zuerst in der Ausgabe Nr. 182 des Magazins „eigentümlich frei” erschienen.



Geheimplan Europa: Wie ein Kontinent erobert wird

Buchempfehlung von Andreas Tögel

Der vorliegende Text sollte ursprünglich Teil eines Sammelbandes zum Thema Massenmigration sein, wird nach dem Tod des Autors nun aber aus verlagstechnischen Gründen als alleistehende Streitschrift aufgelegt.

Der profunde Islamkenner Ulfkotte, konzentriert darin seine Betrachtungen auf die Muslime, die eine überwältigende Mehrheit jener „Flüchtlinge” stellen, die sich seit 2015 erfolgreich daran machen, die Alte Welt zu erobern. Ohne Kenntnisse vom Wesen des Islam ist es schlicht unmöglich, die laufende Völkerwanderung in die Alte Welt richtig einzuschätzen. Deshalb liefert der Autor einige für das Verständnis der Ereignisse wesentliche Fakten. So zum Beispiel zur Zweiteilung der Menschheit in Allah gefällige Gläubige einerseits, und in von Allah verfluchte „Kuffar” andererseits, die der Rechtgläubige, ganz nach dem in der Sunna beschriebenen, leuchtenden Vorbild Mohammeds, nach Belieben betrügen, berauben, versklaven und töten darf. Der Kuffar ist nicht einfach ein Ungläubiger, sondern er ist der Abschaum der Menschheit, der nur unter ganz bestimmten, demütigenden Umständen, als „Dhimmi” – als Mensch zweiter Klasse – sein Leben fristen darf.

Da alle in Koran, Hadith und Sira niedergelegten Handlungsanweisungen direkt von Allah und dessen Propheten stammen, ist eine Unterordnung der Rechtgläubigen unter menschengemachte Gesetze undenkbar. Die Vorstellung, der Islam sei, wie alle übrigen Religionen dieser Welt, mit westlich-liberalen Gesellschaftsmodellen kompatibel, ist reines Wunschdenken gefährlich naiver Träumer. Die einzig akzeptable Rechtsform für den Rechtgläubigen, ist die Scharia. Eine Trennung von Religion und Staat ist nur im „Haus des Krieges” (der Welt der verachtenswerten Kuffar), nicht aber im „Haus des Friedens” (der Welt, die unter der gottgefälligen Herrschaft des Halbmonds steht) denkbar. Folgerichtig streben gegenwärtig alle islamistischen Bewegungen nach der Errichtung eines neuen Kalifats, also nach einer Wiedervereinigung weltlicher und geistlicher Macht.

Nach einem Jahrhundertelangen Höhenflug, erlebt die islamische Welt anno 1492 in Spanien, 1571 vor Lepanto und 1683 vor den Toren Wiens, schwere Rückschläge. Der Zerfall des Osmanischen Reiches und die Abschaffung des Kalifats durch die „Große Türkische Nationalversammlung” im Jahr 1924, bilden den absoluten Tiefpunkt. Seither kehren sämtliche muslimische Aktivisten, wie zum Beispiel die 1928 vom Hassan Al-Banna ins Leben gerufenen Muslimbrüder, die Mitglieder der Al-Qaida oder die Kämpfer des „Islamischen Staates”, zu den Wurzeln des Islams zurück – und damit zum von ihrem Religionsstifter persönlich höchst erfolgreich praktizierten Dschihad. Mit einer wohl durchdachten und in aller Stille auf den Weg gebrachten Strategie, kommen die rezenten Dschihadisten ihrem Ziel – der Eroberung Europas -, täglich einen Schritt näher.

Die vom wachsenden Selbstbewusstsein ihrer Gotteskrieger getragene Renaissance des Islams, wird Europa in ein tiefes Tal der Tränen stürzen, wenn es nicht – fünf nach zwölf – doch noch zu einer Besinnung der autochthonen Völker auf ihre Werte und die Einsicht in die Notwendigkeit kommt, diese gegen die Angriffe von Eindringlingen zu verteidigen, die in der Welt des Mittelalters steckengeblieben sind.

Geheimplan Europa: Wie ein Kontinent erobert wird
Udo Ulfkotte
Verlag Frank & Frei 2018
85 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-9504348-6-6
7,90,- Euro



Buchbesprechung: Hitlers Kinder / Die Generation der Achtundsechziger

Von Andreas Tögel

Die Streitschrift des profilierten Antisemitismus- Holocaust- und Totalitarismusforschers Michael Ley bringt es auf den Punkt: „Aus der absurden Idee einer Erlösung durch Vernichtung – des Judentums – schmiedeten die Kinder den Wahn der kollektiven Selbstvernichtung.” Der rassistische Irrsinn der Nationalsozialisten – die Verherrlichung der „arischen Rasse” – wird durch die 68er in sein Gegenteil verkehrt: In Multikulturalismus und Verteufelung des weißen Mannes. Letzterer trägt fortan die alleinige Schuld an allem Elend dieser Welt.

Wie schon die Nationalsozialisten, so sind auch die 68er erklärte Gegner der meinungspluralistischen Gesellschaft: Wer nicht einer der ihren ist, muss schweigen – oder wird zum Schweigen gebracht. Symptomatisch ist ihre Haltung zum Vietnamkrieg: Sie solidarisieren sich mit der Ikone des nordvietnamesischen Totalitarismus, Ho-Chi-Minh und mit einem der größten Massenmörder des 20. Jahrhunderts, Mao Tse-tung. Diese Figuren erscheinen ihnen als die neuen Erlöser – wie ihren Eltern einst Adolf Hitler.

Nach dem Untergang des Realsozialismus – mitten in ihrem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen, die von ihren Nachfolgern mittlerweile nahezu vollständig beherrscht werden – braucht es ein neues Ideal. Im Migranten aus vormodernen (Gewalt-)Kulturen, haben sie es gefunden. Die „Verdammten dieser Welt” werden zu den kommenden welthistorischen Erlösern stilisiert.

Der Migrant – und der mit ihm die Alte Welt immer stärker infiltrierende Islam – sind folglich sakrosankt. Wer Kritik an ihnen äußert, wird in Acht und Bann getan, ist ignorant, fremdenfeindlich, „islamophob”, rechtsradikal, kurzum – ein Nazi. Der Ironie, dass die historischen Nationalsozialisten mit den Muslimen gemeinsame Sache gegen die Juden machten, ist sich in unserer geschichtsvergessenen Zeit kaum jemand bewusst. Der fanatische Judenhass Hitlers, wird dieser Tage durch den der sich täglich vergrößernden muslimischen Horden ersetzt. Wen stört das schon?

Das erklärte Ziel der 68er, die Zerstörung des deutschen Volkes, ist jedenfalls – zu ihrer Freude und zu der ihrer rotgrünen Nachfolger – in greifbare Nähe gerückt.

Dass wachsende Parallelgesellschaften zu einer immer tieferen Segregation der Gesellschaften führen – an einer Integration sind die muslimischen Eroberer klarerweise völlig desinteressiert – wird achselzuckend zur Kenntnis genommen. Das nach Kräften geförderte Eindringen der totalitären Ideologie des Islam, wird Europa – im Gegensatz zum Nationalsozialismus – unumkehrbar verändern. Die antimoderne linke Avantgarde geht mit dem Islam eine Allianz zur Zerstörung all dessen ein, was die Alte Welt einst ausgemacht hat.

Erschreckend, wie sehr die Kinder ihren Eltern ähneln: Totalitäre Kollektivisten sind die einen wie die anderen. An die Stelle der Juden als Sündenbock tritt – im Sinne einer pervertierten Verantwortungsethik – die These der niemals zu tilgenden Kollektivschuld. Die 68er und ihre geistigen Nachfolger werden Deutschland – und damit am Ende Europa, auslöschen. „Sie sind die größten Zivilisationszerstörer der Weltgeschichte.”

Hitlers Kinder Die Generation der Achtundsechziger
Michael Ley
Basilisken-Presse 2018
61 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-941365-63-6
13,50,- Euro



EDIS und die italienische Krankheit

Von Andreas Tögel

Deutschen und österreichischen Sparern droht neues Ungemach

Im Schatten unbewältigter Migrationsprobleme, heißer und kalter Kriege, sowie allerlei anderer krisenhafter Entwicklungen, dräut eine weitere Gefahr, die von den Massenmedien bislang kaum thematisiert wird. Es handelt sich um die durch die marode italienische Bankenlandschaft bedingte Unsicherheit im Hinblick auf die Guthaben von Sparern in anderen Ländern der Union.

Wie es dazu kommt? Die Ursache dafür liegt in der geplanten „Europäischen Bankenunion”, die vorgeblich der Stabilität des europäischen Bankenwesens dienen soll. Die Konstruktion wird von drei Säulen getragen: Von einer einheitlichen Bankenaufsicht, einem gemeinsamen Mechanismus zur Abwicklung notleidender Banken und von einem auf den Namen EDIS (European Deposit Insurance Scheme) hörenden, europaweiten Einlagensicherungssystem. Kernanliegen des Vorhabens ist es, vertrauensbildend zu wirken und der Verunsicherung von Sparern entgegenzuwirken. In Wahrheit wird dieses Ziel aber nicht erreicht werden. Denn nicht wenige Fachleute kritisieren, dass mit EDIS infolge unbewältigter Altlasten – im Klartext: Nicht wertberichtigte faule Kredite in den Bilanzen ausländischer (namentlich italienischer) Banken – beachtliche Haftungen und Risiken auf die Sparer in Unionsstaaten mit soliden Bankenlandschaften zukommen werden. Wie der Ökonom und Bankenexperte Ralph Bärliga kürzlich in einem in der „Huffington Post” veröffentlichten Aufsatz darlegte, sind rund 13,5 Prozent der von italienischen Banken vergeben Kredite notleidend. Die Gesamtsumme dieser mutmaßlich uneinbringlichen Forderungen, beläuft sich auf 330 Mrd. Euro und umfasst damit ein Drittel der im Euroraum aushaftenden, faulen Kredite. Die erforderlichen Wertberichtigungen sind bisher unterblieben, weil nicht wenige der Geldinstitute dadurch augenblicklich bankrottgehen würden. Bei den zurückliegenden, unionsweit durchgeführten „Stresstests”, stachen italienische Bankinstitute durch auffallend schlechte Noten heraus. Der Name Banca Monte dei Paschi di Siena, kam wochenlang nicht aus den einschlägigen Negativschlagzeilen.

Italien leidet unter einem strukturellen Problem, das mit der Einführung der unseligen europäischen Esperantowährung drastisch verschärft wurde. Die bis dahin oft und gerne gespielte Abwertungskarte kann seither nämlich nicht mehr gezogen werden. Ergebnis: Italien hat zwar einen Konsumrausch erlebt, aber stark an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Die Unternehmen haben sich aus den internationalen Märkten gepreist und die Wirtschaft liegt entsprechend darnieder. Das Bruttoinlandprodukt pro Kopf, liegt heute unter dem Niveau von 1999 (!), dem Jahr der Euroeinführung. Der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn, vormaliger Chef des Münchener IFO und profilierter Kritiker der monetären Fehlentwicklungen im Euroraum meint, dass es, um das Land wieder wettbewerbsfähig zu machen, einer massiven „inneren Abwertung” bedarf: Löhne und Preise müssten demnach um ein rundes Drittel gesenkt werden. Das leuchtet ein. Weil infolgedessen aber jede am Ruder befindliche Regierung auf der Stelle aus dem Amt gejagt würde, verschwendet die politische Klasse Italiens daran natürlich keinen Gedanken.

Viel attraktiver erscheint es da schon, die im Keller befindlichen Leichen (die unterbliebene Bankensanierung) doch den Banken und Sparern anderer Unionsstaaten zu überlassen und die Konsumausgaben, wie auch bisher, mit weiterhin wachsenden Verbindlichkeiten im Target-2 System zu finanzieren. Wie es im bereits zitierten Artikel heißt, ist der negative Target-2-Saldo Italiens von 2012 bis heute von 280 auf 420 Mrd. Euro, also um ein Drittel(!), angestiegen. Das bedeutet faktisch, dass die deutschen Exporte nach Bella Italia mit unverzinslichen Krediten deutscher Banken bezahlt und mutmaßlich irgendwann à fonds perdu gebucht, also abgeschrieben werden. Der durch den Moral Hazard italienischer Bankinstitute bedingte Schaden, wird an den Deutschen hängenbleiben. Die Freude des Deutschen Michels über seine Exporterfolge, entbehrt bei Licht besehen, jeder Grundlage.

Unter den derzeit gegebenen Voraussetzungen, wird die Schaffung einer Europäischen Bankenunion auf eine – zumindest partielle – Enteignung deutscher und österreichischer Sparer hinauslaufen. Für sie wäre die Implementierung der europaweit einheitlichen Einlagesicherung eine Katastrophe, wenn nicht zuvor eine Wertberichtigung in den Bilanzen der italienischen Banken vorgenommen wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist indes – siehe oben – eher gering. Macht nix: Deutschland kann und will seiner Rolle als Retter für eigentlich eh alles, eben nicht entrinnen. Österreich sitzt dabei, wie immer, mit an Bord.



Katholische Schwester für den Kopftuchzwang

Die Erzdiözese Wien betreibt seit vielen Jahren einen Radiosender namens „Radio Klassik Stephansdom”. Wer, wie der Autor dieses Beitrags, klassischer Musik zugetan ist und auf politische Indoktrination durch in der Wolle gefärbte Linke verzichten möchte, wird innerhalb der bis ins Wiener Umland gehenden Reichweite des Senders nicht auf die Idee kommen, Ö1, den „Klassiksender” des staatlichen Rotfunks zu hören. Der vermittelt unentwegt den Eindruck, man hätte es mit dem DDR-Radio aus den 70er-Jahren zu tun.

Allerdings: Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Auch an kirchlichen Belangen nicht interessierte Radio-Stephansdom-Hörer, müssen gelegentlich Wortmeldungen diverser Kirchenfunktionäre über sich ergehen zu lassen. Immerhin gibt es für derlei Fälle ja einen Aus-Knopf.

Am sechsten April dieses Jahres kam zu morgendlicher Stunde die Präsidentin der Österreichischen Frauenorden, Schwester Beatrix Mayrhofer zu Wort, die mit Großteils haarsträubenden Argumenten gegen das von der Regierung kürzlich in Aussicht genommene Kopftuchverbot polemisierte, das in Kindergärten und Grundschulen gelten soll. Es ist keine Frage, dass staatliche Bekleidungsvorschriften hochproblematisch sind. Natürlich geht es den Staat nichts an, welche Art von Kleidung die Bürger tragen. Allerdings kann man zu diesem Thema intelligente und weniger intelligente Argumente vorbringen. Die Einlassungen der Ordensfrau fielen allesamt in die zweite Kategorie.

Interessant ist beispielsweise, wie sehr ihr missfällt, dass es der Staat ist, der eine derartige Regelung durchsetzen möchte. Also jener Staat, von dem die Kirchen bei allen anderen Gelegenheiten (spätestens seit der Einführung der Kirchensteuer) gar nicht genug bekommen können. Mit einem Mal aber, soll er sich plötzlich zurückhalten. Seltsam.

Dass Schwester Mayrhofer im Zusammenhang mit Minderjährigen (es geht bei der Regierungsvorlage um Kinder bis zum vierzehnten Lebensjahr) das „Recht auf Selbstbestimmung” anspricht, ist geradezu kurios. Welches Kind wickelt freiwillig und „selbstbestimmt” seinen Kopf ein? Angesichts dessen, dass im Iran erwachsene Frauen ins Gefängnis gehen, weil sie sich weigern, dieses ihnen von einem männlichen Klerus aufgezwungene Unterdrückungssymbol zu tragen, ist es blanker Zynismus, von „Würde” zu sprechen.

Schwester Mayrhofer beklagt dann wortreich die praktische Unmöglichkeit, das Kopftuchverbot durchzusetzen. Dazu eine kurze Gegenfrage: Würden Kinder mit einem Hakenkreuzwimpel oder einer SS-Uniform in Kindergrößte in den Kindergarten oder zur Schule kommen, wäre es dann auch unmöglich, einzuschreiten? Wäre es undenkbar, dass Fähnchen und Uniformen umgehend eingezogen werden? Natürlich nicht, weil es nämlich ein entsprechendes (Verbots)Gesetz gibt, das unverzüglich durchgesetzt würde. Weshalb in aller Welt sollte es dann aber nicht möglich sein, einem „Kopftuchgesetz” zur Geltung zu verhelfen?

Jene Damen und Herren, die ihren Kindern verbieten, das Haus ohne Kopftuch – die Fahne einer totalitären politischen Ideologie – zu verlassen, müssten ihren Nachwuchs dann eben ohne die Assistenz aus öffentlichen Mitteln finanzierter Kindergärten und Schulen aufziehen. Dass der Gesellschaft dadurch ein Schaden erwachsen würde, darf bezweifelt werden.

Es ist einigermaßen rätselhaft, weshalb Funktionäre der heimischen Kirchen sich immer wieder als nützliche Idioten einer menschverachtenden Unterwerfungsideologie betätigen, das Kreuz verleugnen und der Kapitulation des christlichen Abendlandes vor einem neuen Kalifat das Wort reden. Hat der autodestruktive 68er-Kulturmarxismus auch unter dem Dach der Kirche bereits den Endsieg errungen?

Link zum Artikel in der Presse



Handelskriege kennen nur Verlierer

Von Andreas Tögel

Nach dem sich verschärfenden kalten Krieg der EU- und Nato-Staaten gegen Russland, dräut nun zu allem Überfluss auch noch ein veritabler Handelskrieg der USA gegen den Rest der Welt. Entgegen Präsident Trumps Überzeugung, diesen Handelskrieg gewinnen zu können, werden am Ende alle verlieren – auch die USA. Wer viel importiert, hat schließlich gute Gründe dafür. Wie also sollte ein Importstopp kräftig nachgefragter Güter den Amerikanern Gewinn bringen?

Der schottische Moralphilosoph Adam Smith legt in seinem 1776 erschienen Werk „Der Wohlstand der Nationen”, überzeugend dar, dass Arbeitsteilung eine der wesentlichen Grundlagen für breiten Wohlstand bildet. Denn wer sich bei der Arbeit auf seine besonderen Fähigkeiten konzentriert, produziert mehr und besser als einer, der vieles oder gar alles zu machen versucht. Diese Erkenntnis ist inzwischen zur Binsenweisheit geworden. Was aber im Kleinen innerhalb einer Dorf- oder Stadtgemeinschaft, oder innerhalb einer Staatsgrenze gilt, gilt auch im Großen – über Grenzen hinweg. Es leuchtet jedermann, von Jean Ziegler und ein paar unbelehrbaren Attac-Aktivisten abgesehen, ein, dass es ungleich zweckmäßiger ist, Bananen aus den Tropen zu importieren, als sie in Alpenländern im Glashaus zu züchten. Und wenn die besten Fahrzeugingenieure nun einmal in Deutschland zu finden sind, sollte man davon absehen, ein französisches oder italienisches Auto anzuschaffen. Das interessierte Publikum weiß das, und trifft entsprechende Kaufentscheidungen.

Handelsbarrieren, Importbeschränkungen durch Zölle, sowie Subventionen für nicht konkurrenzfähige Betriebe oder Branchen, richten sich in jedem Fall gegen den Markt, damit gegen Konsumentenpräferenzen, und laufen der Arbeitsteilung zuwider. Sie nutzen den in geschützten Werkstätten Tätigen und schaden allen anderen, weil die dadurch gezwungen sind, höhere Preise zu bezahlen oder mit schlechterer Qualität zu leben.

Das von Donald Trump ins Feld geführte Argument, „unfairen Handelspraktiken” entgegentreten zu wollen, weil die ausländische Konkurrenz – angeblich oder tatsächlich – zu „Dumpingpreisen” liefert, ist nicht einmal auf den ersten Blick plausibel. In Wahrheit stellt eine zu „Dumpingpreisen” gelieferte Ware nämlich ein Geschenk auf Kosten der Produzenten dar. Ist doch wunderbar! „Wenn man Dir gibt, dann nimm!”, heißt es im jiddischen Sprichwort. Warum wegen günstiger Preise einen Aufstand inszenieren? Im Falle der gelenkten Kommandowirtschaft Chinas, bezahlen die chinesischen Steuerzahler, Arbeiter mit niedrigen Löhnen und chinesische Unternehmer mit entgangenen Gewinnen für ihre Exporte nach Übersee. Das ist allein ihr Problem. Sie allein sind die Opfer der von ihrer eigenen Regierung betriebenen Exportpolitik, nicht aber die belieferten Unternehmen und Haushalte in den Empfängerländern. Wenn also jemand Grund zum Jammern hat, dann die Menschen in China, nicht aber in den USA.

Aus Sicht der „Beschenkten” ergibt sich der Vorteil, dass sie, beispielsweise für Eisen und Aluminium, weniger bezahlen müssen, als wenn sie diese Metalle bei den teureren heimischen Produzenten kaufen. Folglich steht den verarbeitenden Betrieben mehr Geld für alternative Einkäufe und Investitionen zur Verfügung. Beim Einkauf Geld sparen zu können, ist immer vorteilhaft.

Was also steckt hinter den Plänen zur Errichtung von Zollbarrieren, da sich die genannten Einsichten ja zweifellos auch Herrn Trump erschließen? Hinter dem Kampf gegen angeblich unfaire Wettbewerber, verbirgt sich allemal die nur fadenscheinig getarnte Abscheu gegen jede Art von Konkurrenz. Kein Wirtschaftstreibender liebt seine billiger oder besser produzierenden Mitbewerber. Unternehmer neigen grundsätzlich dazu – auch das ist eine von Adam Smiths Erkenntnissen – sich, wenn immer möglich, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln vor der Konkurrenz zu schützen. Ein probates Mittel dazu ist es, sich politischer Schützenhilfe zu bedienen, um diese auszuschalten. Nutznießer sind jene Branchen, die sich, dank wirkungsvollen Lobbyings oder erfolgreicher Bestechung, der Gunst der Regierung erfreuen. Den durch dieser Art der Korruption entstehenden Schaden, trägt die überwiegende Mehrheit der Betriebe und Konsumenten. Die amerikanische Eisen- und Aluminiumlobby scheint hervorragende Arbeit geleistet zu haben.

Je mehr die Märkte politisch reguliert werden – zum Beispiel durch regierungsseitige Unterstützung gewerkschaftlicher Aktivitäten, mit kostentreibenden Umweltschutzauflagen oder mittels Subventionierung unrentabel arbeitender Produzenten -, desto stärker sinkt die Produktivität einer Volkswirtschaft, und damit der Wohlstand ihrer Bürger.

Die Märkte für Eisen und Aluminium sind allerdings bei weitem nicht die einzigen, die von politischen Interventionen heimgesucht werden. Die aus unerfindlichen Gründen immer noch stark romantisierte Landwirtschaft, ist ein besonders krasses Beispiel dafür. Weshalb Bauern wie heilige Kühe behandelt, und unentwegt vor den gar schrecklichen Fährnissen des Marktes bewahrt werden sollen, denen alle anderen (außer Politikern, Beamten, Klerikern und Aktivisten von NGOs) 365 Tage im Jahr ausgesetzt sind, liegt im Dunkeln. Importrestriktionen im Bereich der Nahrungsmittel bewirken zuverlässig, dass jedermann höhere Lebenshaltungskosten zu tragen hat, da ihm der Bezug billiger importierter Waren verunmöglicht wird. Handelshemmnisse bei Lebensmitteln treffen daher jene Haushalte besonders hart, die darauf den relativ größten Teil ihres Einkommens verwenden müssen: Die Armen. Interessant, dass hier das in jedem anderen Fall übliche Geplärr der Wächter über die „soziale Gerechtigkeit“, verstummt.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der Ruf nach Handelshemmnissen gegen „unfaire Konkurrenten” – gleich welcher Branche -, ist ein Schritt auf dem Weg in die staatlich gelenkte Planwirtschaft. Wer den für keinen Fehler hält, der sollte zwecks Erkenntnisgewinns zu einem Lokalaugenschein nach Cuba, Venezuela oder Zimbabwe aufbrechen, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, wohin sozialistische Wirtschaftsplanung führt.

Es gibt zahlreiche historische Beispiele für die zerstörerische Wirkung von Handelshemmnissen. Der französische Ökonom Frédéric Bastiat brachte es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts so auf den Punkt: „Wenn nicht Waren die Grenzen überschreiten, dann werden es Armeen tun.”

Wer kann das wollen?

Nicht nur Donald Trump wäre gut beraten, seine Finger von der Wirtschaftspolitik lassen. Alle Regierungen dieser Welt sollten das tun: Laissez – faire , laissez – passer!



Restriktive Waffengesetze und öffentliche Sicherheit

Von Andreas Tögel

Es ist wieder passiert: Ein Schulmassaker. In den USA. Im Land der Waffennarren und einer allmächtigen Waffenlobby. Wieder wurde eine waffenfreie Zone zum Schauplatz einer blutigen Tragödie. Die Reaktion, die nach jeder Schreckenstat dieser Art zu erfolgen pflegt, besteht auch jetzt wieder in der Forderung nach strengeren Waffengesetzen – insbesondere nach einem Verbot halbautomatischer Büchsen. Denn Waffen töten. Keine Waffen – keine Toten. So funktioniert die Welt der „Liberalen” jenseits des Atlantiks. In Europa sowieso.

Seltsam, dass keiner der in solchen Fällen so schnell mit Verbotsforderungen auftrumpfenden Kritiker einer freizügigen Waffengesetzgebung, sich einmal die Frage stellt, weshalb derartige Vorfälle bevorzugt an Orten geschehen, an denen generelle Waffenverbote gelten. Wirken Verbote am Ende etwa doch nicht so gut, wie immer behauptet wird? Gibt es keine Bluttaten bewaffneter Täter in Kalifornien, New York City, Chicago oder Washington D.C., wo die strengsten Verbote gelten? Und weshalb finden ausgerechnet auf zivilen oder militärischen Schießanlagen, wo jedermann bewaffnet ist, niemals blutige Massaker statt? Sollte denn die Verfügbarkeit von Privatwaffen nicht mit Gewaltanwendungen korrelieren?

„Gott erschuf die Menschen, aber Samuel Colt machte sie alle gleich” ist ein cleverer Werbespruch aus der Frühzeit der Colt-Waffenschmiede. Wer auch nur einen Augenblick lang nachdenkt, dem erschließt sich schlagartig der Wahrheitsgehalt dieser Aussage. Menschen unterscheiden sind nun einmal – nicht zuletzt hinsichtlich ihrer Körperkraft. Eine Frau mit Kleidergröße 36, wird sich des Angriffs eines 95 Kilo schweren, durchtrainierten Mannes mit bloßen Händen nicht erwehren können. Zu ungleich sind die körperlichen Voraussetzungen verteilt. Hat sie aber eine wirkungsvolle Waffe zur Hand (mit der sie auch umgehen kann), sieht die Sache völlig anders aus. Die Waffe funktioniert als Gleichmacher. Seltsam, dass notorische Egalitaristen diese Tatsache nicht erkennen. Waffen haben für körperlich unterlegene Opfer von Gewalttaten dieselbe Wirkung, wie das Gehörn eines Büffels im Kampf gegen einen Löwen. Würde man Beutetieren die Möglichkeit zur Selbstverteidigung nehmen indem man ihnen die Hörner abschneidet, hätten die Raubtiere leichtes Spiel.

Restriktive Waffengesetze berauben potentielle Opfer jeder Möglichkeit, sich gegen Räuber wirkungsvoll zur Wehr zu setzen. Die sind ja allein schon dadurch im Vorteil, dass die Initiative auf ihrer Seite ist. Ist ihr Opfer unbewaffnet, so hat es überhaupt keine Chance. Verfügt es jedoch über ein wirkungsvolles Mittel zur Gegenwehr, birgt die Attacke für jeden Angreifer ein unkalkulierbares Risiko. Der Angriff kann für den Kriminellen fatal enden. Die Aussicht auf Gegenwehr hat auf potentielle Täter folglich eine nicht zu unterschätzende Wirkung, denn die suchen ja nicht den Kampf, sondern leichte Beute.

Bei Massakern wie dem in Parkland, sind die Opfer stets unbewaffnet. In Schulen und Universitäten sind sie das aufgrund der Gesetze. Der mit viel Getöse inszenierte „Marsch nach Washington”, wird keine Menschenleben retten. Auch in Zukunft werden Gewalttäter sich auf die Wehrlosigkeit ihrer Opfer verlassen können. Je weiter die Waffengesetze verschärft werden, desto mehr.

Das einzige akut wirksame Mittel gegen initiierte Gewalt ist Gewalt. Wird die Aggression mit Waffen geübt, bedarf es bewaffneter Gegenwehr. Wären Schulen keine waffenfreien Zonen; verfügten Schulwarte, Direktoren und der eine oder andere Lehrer über Waffen, würden „Amokläufe” frühzeitig beendet und die Zahl der Opfer wäre um vieles niedriger. Das Beispiel Israels zeigt, welche Wirkung auf die innere Sicherheit von einer weiten Verbreitung ziviler Waffen ausgeht: Noch ehe die Polizei eintrifft wird dort fast jede kriminelle Gewalttat von bewaffneten Bürgern beendet. Die haben begriffen, dass der Schutz ihres Lebens und ihrer Sicherheit zuallererst in ihren eigenen Händen liegt.

Der Text ist zuerst in der April-Ausgabe des Magazins „eigentümlich frei” erschienen



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