Monthly Archives: April 2019

The Case for Trump

“Trump was falsely accused of colluding with the Russians by people who actually colluded with the Russians”
— Victor David Hanson

Amazon: The Case for Trump



Buchbesprechung: Das IQ-Gen

(Andreas Tögel) Wer als staatlich besoldeter Wissenschaftler an seinem Posten hängt und Karriere machen will, muss entweder um bestimmte Forschungsgebiete einen weiten Bogen machen, oder liefern, was die jeweiligen Machthaber – und Geldgeber – wünschen. Das war in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften niemals anders, gilt mittlerweile aber auch im Bereich der Naturwissenschaften, wie etwa das Beispiel der rezenten „Klimaforschung“ überdeutlich zeigt.

Der Genetiker Volkmar Weiss gehört offensichtlich nicht in die Kategorie jener willfährig-korrupten Weicheier, die wissenschaftliche Erkenntnisse unter das Primat der Politik stellen. Was er hier vorlegt, bricht nämlich gleich eine ganze Reihe von Tabus und widerspricht so gut wie allen Regeln der politischen Korrektheit. Es zu unternehmen, die Intelligenz von Menschen zu messen, ist ja allein schon schlimm genug. Darüber hinaus aber auch ihre Vererbbarkeit zu behaupten und dies auch noch mit einer Fülle empirischen Materials zu untermauern, ist aus Sicht der herrschenden egalitären Eliten geradezu unerhört.

Das vorliegende Buch bildet ein aktualisiertes Kondensat des vom selben Autor vor einigen Jahren publizierten Buches „Die Intelligenz und ihre Feinde“ – ein Werk, das aufgrund seines Umfangs und der vielen präsentierten Datenreihen wohl einige potentielle Leser abschreckt.

Der Unmittelbare Zusammenhang zwischen Intelligenz und Wohlstand steht für den Autoraußer Frage. Eine an mehreren Stellen zitierte Studie von Lynn / Vanhanen („IQ and the Wealth of Nations“) kommt, wie auch die Untersuchung von Herrnstein / Murray („The Bell Curve“), zu vergleichbaren Resultaten. Volkmar Weiss weist aber auch den Zusammenhang zwischen dem mit dem IQ korrelierenden Wohlstand der Eltern und der kognitiven Leistung deren Nachkommen nach. Das führt ihn folgerichtig zu folgender Erkenntnis: Da sich im 19. Jahrhundert nur wohlhabende (also intelligente) Menschen die Aufzucht von Kindern leisten konnten, stieg, aufgrund der damit verbundenen positiven Selektion, auch der kollektive IQ – ein besonders in England gut dokumentiertes Phänomen.

Mit der Schaffung und dem Ausbau des Wohlfahrtsstaates, haben sich die Verhältnisse mittlerweile völlig umgekehrt. Jetzt vermehren sich nur noch die (dummen) Angehörigen der Unterschicht, während die Intelligenten die Fortpflanzung faktisch eingestellt haben. Unschwer nachvollziehbare Konsequenz: Die entwickelten Gesellschaften des Westens verblöden zusehends. Der wirtschaftliche Niedergang wird die zwingende Folge sein, da anspruchsvolle Tätigkeiten entsprechend intelligente Ausführende voraussetzen – und die wird es einfach nicht mehr in ausreichender Zahl geben. So erklärt sich etwa der desolate Zustand der Infrastruktur in weiten Teilen Afrikas (die einst von den weißen Kolonialherren geschaffen wurde) schlicht aus der Tatsache, dass es dort eben nicht ausreichend viele Menschen gibt, die mit der zum Erhalt technischer Einrichtungen nötigen Intelligenz ausgestattet sind.

Aufgrund der vorhandenen Datenbasis, sind Weiss’ Thesen kaum zu erschüttern. Dennoch wagt er sich damit in ein Minenfeld, wie auch jeder andere Wissenschaftler, der Sachverhalte publiziert, die mit dem Zeitgeist inkompatibel sind. Der über die Deutungshoheit gebietende politisch-mediale Komplex ist nämlich anderer Ansicht: Intelligenz sei eine Frage der Soziologie, keine der Genetik.

Der Autor begnügt sich indes nicht mit seinen naturwissenschaftlichen Untersuchungen, sondern liefert zudem auch handfeste Empfehlungen für die hohe Politik, auf welche Art und Weise dem sich immer weiter beschleunigenden Niedergang entgegengewirkt werden könnte.

Ein brillantes, packend geschriebenes Buch, das einem Publikum, das in Fragen der Intelligenzmessung –Vererbung und –Entwicklung über nur wenig bis keine Expertise verfügt, einen ausgezeichneten Einstieg in diese hochbrisante Materie bietet. 

Das IQ-Gen
Volkmar Weiss
Ares Verlag
159 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-902732-87-3
19,95,- Euro



Das Dilemma der Notenbanken und Regierungen

Format: Kindle Ausgabe

(Andreas Tögel) Wenn drei auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehende Experten und Erfolgsautoren sich eines die breite Öffentlichkeit zwar nicht sonderlich interessierenden, nichtsdestotrotz aber hochgradig virulenten Problems annehmen, entsteht, wie im vorliegenden Fall, alles andere als eine beruhigende Einschlaflektüre.
Ausgehend vom Beginn der 2007/2008 ausgebrochenen Finanzkrise, beschreiben die Autoren minutiös den Weg in die „Nullzinsfalle“, in der die Notenbanken beiderseits des Atlantiks – und mit ihnen jedes Unternehmen und jeder Privathaushalt – heute sitzen. Der größte aller Schuldner, der Staat, ist der einzige Nettoprofiteur der frivolen Übung.
Der Zins kann unter „normalen“ Umständen, also wenn die Marktteilnehmer freie Entscheidungen treffen und der Leviathan sich jedweder Intervention in die Wirtschaft enthält, niemals negativ werden. Ein Naturgesetz. Wenn Regierungen und Notenbanken sich aber gegen die Natur stellen und sich anmaßen, die Schwerkraft aufzuheben oder den Zins unter die Nulllinie zu drücken, werden sie verheerende Konsequenzen ernten. Immer. Überall.

Es geht in diesem Buch aber keineswegs „nur“ um die grausamen monetären Konsequenzen real negativer Zinsen im herrschenden Klima der „finanziellen Repression“, sondern auch um deren Wirkung auf die Mentalität und damit die allgemeine Lebensführung der Bürger. Wer der Früchte seiner Arbeit nicht sicher sein kann, ändert sein Verhalten in Richtung extremer Kurzfristigkeit. Wer Sparen als sinnlos erkennt, wird auf Teufel komm raus konsumieren, Kapitalverzehr betreiben und – bildlich gesprochen – das für morgen gedachte Saatgut schon heute auffressen. Besonders für die Lebensversicherer und andere institutionelle Anleger tun sich gewaltige Schwierigkeiten auf, da sie die ihnen aufgenötigten Garantiezinsen unter Nullzinsbedingungen nicht mehr verdienen können und in eine tödliche Doppelmühle geraten.

Eine besonders verhängnisvolle Konsequenz der Nullzinspolitik ist es, dass viele, die eine planmäßige Zukunftsvorsorge als sinnlos erkennen, keine Kinder mehr in die Welt setzen und stattdessen nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ leben.

Mit großer Sachkenntnis und unter Verwendung zahlreicher Graphiken wird der Weg nachgezeichnet, den das seit 1971 völlig bindungslose, auf Schulden gegründete Fiat-Geldsystem genommen hat. Dass Schulden am Ende des Tages – von wem auch immer – beglichen werden müssen, ist nicht jedermann klar. Dass die Konsequenz eines „Schuldenschnitts“ in einem Schuldgeldsystem für die Kreditoren einen Vermögensverlust in gleicher Höhe bedeutet – und einen deflationären Effekt aufweist, ebenso wenig.

Das Wissen darum, dass die europide „Prokrusteswährung“ keineswegs auf eine von der politischen Klasse und deren gekauften Herolden unisono besungene Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, sondern vielmehr die Ursache der ungeheuren Verwerfungen im Süden Europas bildet und längst eine Spaltung Eurolands in einen Nord- und einen Südblock nach sich zieht, ist ebenfalls (noch) kein Allgemeingut.

Aus der „Nullzinsfalle“ auszubrechen ist zwar möglich, aber derart schmerzhaft, dass die herrschende politische Klasse alles daransetzt, das laufende Pyramidenspiel ungebremst fortzusetzen. Der in einem Schuldgeldsystem zu zahlende Preis für die beliebig mögliche Ausweitung der Kredit- und Geldmenge, ist die laufend zunehmende Verwundbarkeit des weltweiten Finanzsystems, das durch die Nullzinsfalle in ein Dilemma gerät: Werden die Zinsen angehoben, droht vielen Staaten und Unternehmen augenblicklich die Insolvenz. Wird der Zins weiterhin auf der Nulllinie gehalten, kommt es dagegen zu flächendeckendem Kapitalverzehr mit absehbarer massenhafter Verarmung in baldiger Zukunft.

Unter diesen Umständen den Kopf über Wasser zu behalten, ist nicht leicht. Im letzten Teil des Buches wird dennoch der Versuch unternommen, Möglichkeiten aufzuzeigen, sein mühsam aufgebautes Vermögen zu bewahren oder gar zu mehren.

Fazit: Das Buch sollte für Politiker und Medienschaffende zur Pflichtlektüre gemacht werden!



Alter schützt Vor Torheit Nicht – Jean Zieglers Antikapitalistischer Kreuzzug

(Andreas Tögel) Die liberale Marktwirtschaft, oder, wie deren Feinde zu sagen pflegen, „der Kapitalismus“, war und ist die wirkungsvollste Wohlstandsproduktionsmaschine aller Zeiten. Kein anderes System führt zu einer effizienteren Allokation der Ressourcen als das auf privatem Eigentum an den Produktionsmitteln und auf bürgerlicher Vertragsfreiheit basierende Wirtschaftssystem der westlichen Welt. Ob der autoritäre Staatskapitalismus, der als Gegenentwurf in China praktiziert wird, eine dauerhaft erfolgreiche Alternative darstellt, wird die Zukunft weisen.

Alter schützt vor Torheit nicht – Jean Zieglers antikapitalistischer Kreuzzug

Am Beginn des 21. Jahrhunderts sind Hunger und Elend überall dort in der Welt besiegt, wo nach kapitalistischen Grundsätzen gewirtschaftet wird. Nur da, wo sozialistischer Schlendrian, Korruption und/oder auf Klasse, Rasse oder Religion beruhender Kollektivismus herrscht, wird auch heute noch gehungert. Nach der Abkehr vom dogmatischen Sozialismus ist allein in China ein zuvor ungekannter Massenwohlstand ausgebrochen. Hungerkatastrophen, wie sie beispielsweise durch die Kollektivierung der Landwirtschaft in der Sowjetunion (1929 – 1933) oder durch Maos „Großen Sprung… weiterlesen



Beatrix von Storch im Gespräch mit Jörg Guido Hülsmann

Mises oder Keynes: Marktwirtschaft oder Staatsinterventionismus

ArtikelbildBildquelle: Ludwig von Mises Institute (CC BY-SA 3.0)/Wikimedia Commons Geschichtsschreiber des Niedergangs: Ludwig von Mises (1881-1973)

In einem kürzlich von Beatrix von Storch (AfD) mit dem in Angers in Frankreich lehrenden Volkswirtschaftsprofessor Jörg Guido Hülsmann geführten Interview geht es neben grundsätzlichen Fragen zum Schuldgeldsystem speziell um die Zukunft des Euro.

Daran, dass es den Euro in zehn Jahren noch geben wird, besteht für den auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehenden Fachmann kein Zweifel. Die Euro-Rettung mittels expansiver Geldpolitik der EZB war nämlich durchaus „erfolgreich“. Sie wird es seiner Meinung nach auch weiterhin sein – nämlich so lange, wie es Kapital umzuverteilen gibt. Den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, wann es damit vorbei sein und eine dramatische Systemkorrektur eintreten wird, ist schwierig bis unmöglich.

Auf die Frage nach der – trotz beispielloser… weiterlesen



Broders Spiegel: Deutscher Größenwahn heißt jetzt “EU-Werte”

Was sind denn heute noch die europäischen bzw.westlichen Werte bzw.was sind sie uns noch wert?Im Westen, auch in Europa relativiert man immer mehr, wertet andere Kulturen auf und sich selbst macht man kleiner, schämt sich für die eigene Geschichte und das Unheil, was man über die Welt brachte, wie man oft betont. Was man auf der einen Seite nachvollziehen kann, was die Geschichte der Moderne und zum Teil noch die Gegenwart betrifft.

Herrenmenschen

Was aber auf der anderen Seite sich längst hin zu einem Schuldkomplex entwickelt hat in westlichen Ländern wie Europa (besonders in Deutschland), der praktisch alles in Frage stellt, selbst das, für das uns andere Zivilisationen und Kulturen beneiden. Wenn z.B. ein Kardinal und Vertreter der immer noch größten Kirche in Deutschland nicht mehr will, dass man vom christlichen Abendland spricht, weil das nicht mehr in die heutige Zeit passt und Andersgläubige unter uns ausgrenzt. Auf der anderen Seite gibt es die Manfred Webers, die das entgegengesetzte Extrem vertreten und aus unseren Werten am liebsten ein Musterbeispiel und Ideal für die gesamte Menschheit machen wollen. Unsere Politiker, Manfred Weber vorne weg, könnten ja in zähen und langen Verhandlungen mit Chinesen, Nordkoreanern, Russen, Türken, Iranern, Afrikanern, Arabern und sonstigen islamisch geprägten Ländern in der Welt versuchen zu erreichen, dass die die westlichen bzw.europäischen Werte übernehmen. Muss nur noch geklärt werden, wie dann genau die Gegenleistungen aussehen.    

Neues Herrenmenschentum… weiterlesen



“Die Leute strampeln sich ab, und dennoch bleibt nichts übrig”

Paypal-Gründer und Philosoph Peter Thiel: «Die Köpfe im Silicon Valley haben sich gleichgeschaltet»

Er zählt zu den Pionieren des Digitalzeitalters. Er will den Tod abschaffen. Und er ist überzeugt: Die globale Wirtschaft stagniert seit Jahrzehnten. Im grossen Gespräch erklärt Peter Thiel, warum Donald Trump «viel zu wenig disruptiv» handelt.

(René Scheu): Herr Thiel, wir treffen uns hier in Los Angeles – und nicht in Palo Alto, wo Sie jahrelang tätig waren. Sie haben das Silicon Valley verlassen. Läuft etwas falsch mit dem Hotspot der Tech-Industrie?

Peter Thiel

Es gibt da längst viel zu viel Bequemlichkeit und Konformismus. Schauen Sie: 2005 hielt ich in Stanford, mitten im Silicon Valley, eine Rede, und die Frage war – wo entsteht gerade das nächste Google? Die Antwort, die ich damals gab, war ziemlich optimistisch: Mit einer 50-Prozent-Wahrscheinlichkeit befindet sich das nächste Google in einem Umkreis von acht Kilometern. Wir finden es nicht in der Suchmaschine, nein, wir finden es hier, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Stanford. Und rückblickend sollte ich recht behalten: Das nächste Google hiess Facebook, und es befand sich sogar bloss drei Kilometer von jenem Raum entfernt, in dem ich 2005 gesprochen hatte. Heute würde ich sagen: Die Wahrscheinlichkeit, dass das nächste Google überhaupt noch irgendwo im Silicon Valley anzutreffen ist, beträgt deutlich weniger als… weiterlesen



Buchempfehlung: Die Nullzinsfalle

(ANDREAS TÖGEL) Wenn drei auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehende Experten und Erfolgsautoren sich eines die breite Öffentlichkeit zwar nicht sonderlich interessierenden, nichtsdestotrotz aber hochgradig virulenten Problems annehmen, entsteht, wie im vorliegenden Fall, alles andere als eine beruhigende Einschlaflektüre.
Ausgehend vom Beginn der 2007/2008 ausgebrochenen Finanzkrise, beschreiben die Autoren minutiös den Weg in die „Nullzinsfalle“, in der die Notenbanken beiderseits des Atlantiks – und mit ihnen jedes Unternehmen und jeder Privathaushalt – heute sitzen. Der größte aller Schuldner, der Staat, ist der einzige Nettoprofiteur der frivolen Übung.

Die Nullzinsfalle

Der Zins kann unter „normalen“ Umständen, also wenn die Marktteilnehmer freie Entscheidungen treffen und der Leviathan sich jedweder Intervention in die Wirtschaft enthält, niemals negativ werden. Ein Naturgesetz. Wenn Regierungen und Notenbanken sich aber gegen die Natur stellen und sich anmaßen, die Schwerkraft aufzuheben oder den Zins unter die Nulllinie zu drücken, werden sie verheerende Konsequenzen ernten. Immer. Überall.
Es geht in diesem Buch aber keineswegs „nur“ um die grausamen monetären Konsequenzen real negativer Zinsen im herrschenden Klima der „finanziellen Repression“, sondern auch um deren Wirkung auf die Mentalität und damit die allgemeine Lebensführung der Bürger. Wer der Früchte seiner Arbeit nicht sicher sein kann, ändert sein Verhalten in Richtung extremer Kurzfristigkeit. Wer Sparen als sinnlos erkennt, wird auf Teufel komm raus konsumieren, Kapitalverzehr betreiben und – bildlich gesprochen – das für morgen gedachte Saatgut schon heute auffressen. Besonders für die Lebensversicherer und andere institutionelle Anleger tun sich gewaltige Schwierigkeiten auf, da sie die ihnen aufgenötigten Garantiezinsen unter Nullzinsbedingungen nicht mehr verdienen können und in eine tödliche Doppelmühle geraten.
Eine besonders verhängnisvolle Konsequenz der Nullzinspolitik ist es, dass viele, die eine planmäßige Zukunftsvorsorge als sinnlos erkennen, keine Kinder mehr in die Welt setzen und stattdessen nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ leben.
Mit großer Sachkenntnis und unter Verwendung zahlreicher Graphiken wird der Weg nachgezeichnet, den das seit 1971 völlig bindungslose, auf Schulden gegründete Fiat-Geldsystem genommen hat. Dass Schulden am Ende des Tages – von wem auch immer – beglichen werden müssen, ist nicht jedermann klar. Dass die Konsequenz eines „Schuldenschnitts“ in einem Schuldgeldsystem für die Kreditoren einen Vermögensverlust in gleicher Höhe bedeutet – und einen deflationären Effekt aufweist, ebenso wenig.
Das Wissen darum, dass die europide „Prokrusteswährung“ keineswegs auf eine von der politischen Klasse und deren gekauften Herolden unisono besungene Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, sondern vielmehr die Ursache der ungeheuren Verwerfungen im Süden Europas bildet und längst eine Spaltung Eurolands in einen Nord- und einen Südblock nach sich zieht, ist ebenfalls (noch) kein Allgemeingut.
Aus der „Nullzinsfalle“ auszubrechen ist zwar möglich, aber derart schmerzhaft, dass die herrschende politische Klasse alles daransetzt, das laufende Pyramidenspiel ungebremst fortzusetzen. Der in einem Schuldgeldsystem zu zahlende Preis für die beliebig mögliche Ausweitung der Kredit- und Geldmenge, ist die laufend zunehmende Verwundbarkeit des weltweiten Finanzsystems, das durch die Nullzinsfalle in ein Dilemma gerät: Werden die Zinsen angehoben, droht vielen Staaten und Unternehmen augenblicklich die Insolvenz. Wird der Zins weiterhin auf der Nulllinie gehalten, kommt es dagegen zu flächendeckendem Kapitalverzehr mit absehbarer massenhafter Verarmung in baldiger Zukunft.
Unter diesen Umständen den Kopf über Wasser zu behalten, ist nicht leicht. Im letzten Teil des Buches wird dennoch der Versuch unternommen, Möglichkeiten aufzuzeigen, sein mühsam aufgebautes Vermögen zu bewahren oder gar zu mehren. Fazit: Das Buch sollte für Politiker und Medienschaffende zur Pflichtlektüre gemacht werden!

Die Nullzinsfalle
Gregor Hochreiter, Ronald Peter Stöferle, Rahim Taghizadegan
Finanzbuchverlag 2019



Wievel Unsinn darf ein Papst reden?

(Andreas Unterberger) Neuerlich hat Papst Franziskus gezeigt, dass man auch als “Stellvertreter Christi auf Erden” nicht mit Intelligenz ausgestattet sein muss, dass der Heilige Geist auch an Päpsten vorbeiflattern kann. Hat der Papst doch allen Ernstes bei einem Besuch in Marokko gefordert, dass es mehr Möglichkeiten zur legalen Migration geben müsse. Das sei notwendig, um den Schleppern, die er als “Menschenfleisch-Händler” bezeichnet, “keine neuen Räume zu geben”. Das ist ein abgrundtief dummer Vorschlag. Den aus dem Mund eines Papstes zu hören, macht traurig – gerade wenn man bedenkt, dass es im ersten Satz des wohl schönsten und wichtigsten Buchs der Bibel heißt: “Im Anfang war der Logos.” Jedoch derzeit ist der Logos – das Wort, der Sinn, die Logik – nicht gerade im Vatikan zu finden.

Papst Franziskus

Gewiss, es hat schon von einigen anderen… weiterlesen



Marktwirtschaft oder Staatsinterventionismus

(Andreas Tögel) Die EU sucht ihr Heil weiterhin in expansiver Geldpolitik. Das kann noch eine Zeit lang gut gehen. So lange es noch etwas umzuverteilen gibt. Das Recht auf Eigentum, das Fundament unserer Zivilisation, wird dabei immer öfter in Frage gestellt.

In einem kürzlich von Beatrix von Storch (AfD) mit dem in Angers in Frankreich lehrenden Volkswirtschaftsprofessor Jörg Guido Hülsmann geführten Interview geht es neben grundsätzlichen Fragen zum Schuldgeldsystem speziell um die Zukunft des Euro.

Daran, dass es den Euro in zehn Jahren noch geben wird, besteht für den auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehenden Fachmann kein Zweifel. Die Euro-Rettung mittels expansiver Geldpolitik der EZB war nämlich durchaus „erfolgreich“. Sie wird es seiner Meinung nach auch weiterhin sein, so lange es Kapital umzuverteilen gibt. Den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, wann es damit vorbei sein und eine dramatische Systemkorrektur eintreten wird, ist schwierig bis unmöglich.

Auf die Frage nach der – trotz beispielloser…
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