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Bargeld Ist Das Mittel Zur Freiheit

Warum die hohe Politik das Bargeld verabscheut

(Andreas Tögel) Gegen Ende des Vorjahres standen vor den Portalen deutscher Edelmetallhändler kaufinteressierte Interessenten Schlange. Das ist kein Wunder, da mit Beginn des Jahres 2020 der anonyme Erwerb von Gold auf 2.000 Euro pro Person beschränkt ist. Der Fiskus möchte ab sofort über jede in Privathand befindliche Unze Bescheid wissen. Offizielle Begründung: Kampf gegen das Schwarzgeld. Wahrer Grund: Erlangung der totalen Kontrolle über die letzten anonymen…weiterlesen



Von der Leyens Planwirtschaft

Auf dem Weg in die Ökodiktatur?

„Green Deal“ nennt sich der dirigistische Irrsinn, der unter der Führung der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ins Werk gesetzt wird.
Gigantische Summen sollen demzufolge bis 2030 in die „Klimaneutralität“ der Alten Welt gesteckt werden. Der Rest der Welt schaut amüsiert zu, zeigt jedenfalls keinerlei Lust, dem schlechten Beispiel Eurolands zu folgen. Dass es sich bei den von der EU geplanten Ausgaben keineswegs um Investitionen, sondern schlicht um eine Geldverbrennung in allergrößtem Stil handelt, wird jedermann einleuchten, der sein Geld außerhalb geschützter Werkstäten verdient und zwei und zwei zusammenzählen kann.

Die Fähigkeit zu investieren unterscheidet den Menschen vom Tier, das nur im Augenblick lebt. Das Wesen einer Investition ist es nämlich, durch einen heute erbrachten Konsumverzicht morgen umso mehr konsumieren zu können – also sein Wohlstandsniveau durch die Entwicklung und den Einsatz dafür geeigneter Technik(en) zu erhöhen. Ziel einer Investition ist es also, seine materielle Situation zu verbessern – nicht, sie zu verschlechtern.

Da Investitionsentscheidungen – mangels zufriedenstellend funktionierender Kristallkugeln – stets im Zustand der Ungewissheit getroffen werden müssen, können sie natürlich auch daneben gehen. Das beste Korrektiv gegen Fehlentscheidungen ist allemal die persönliche Verantwortung des Entscheiders, der das Risiko zu tragen hat – seine eigenen Mittel dafür einsetzt, seine Haut dafür aufs Spiel setzt, wie Nassim Taleb es formulieren würde.

Sinnvolle Investitionen sind daher regelmäßig das genaue Gegenteil dessen, was politische Potentaten mit dem Geld ihrer Tributpflichtigen anzustellen pflegen.
Sie tragen ja nicht ein Fünkchen Verantwortung für ihr Tun, denn für ihre am laufenden Band erfolgenden Fehlentscheidungen haben schließlich andere geradezustehen: die eben genannten Steuerzahler. Wo hätte im demokratisch verfassten Wohlfahrtsstaat jemals ein Politiker mit seinem Privatvermögen und seiner persönlichen Freiheit für eine Fehlentscheidung gehaftet (man denke etwa an den Bau des zwar beinahe fertiggestellten, aber niemals in Betrieb gegangenen AKW Zwentendorf)?

Wenn nun die hochmögenden Politkommissare der Union zum Schluss kommen, eine Billion (!) der von den Steuersklaven sauer verdienten Euros in die „Klimaneutralität“ (allein die blödsinnige Wortschöpfung verursacht Magenschmerzen) „investieren“ zu müssen, so ist offensichtlich, dass damit die Axt an die Wurzeln der Wohlstandsproduktion gelegt wird. Denn wäre „Klimaneutralität“ ein von den Bürgern der Union tatsächlich angestrebtes Ziel, würden sie freiwillig dafür bezahlen. Die Mittel dafür müssten nicht im Wege von CO2-Steuern aus ihnen herausgeprügelt werden.

Planwirtschaften zeichnen sich, wie die Geschichte durch zahlreiche Beispiele eindrucksvoll belegt, nicht nur durch ihre sagenhafte Ineffizienz aus, die gewöhnlich dem Informationsmangel der Politbüros geschuldet ist, sondern – und das ist wesentlich schlimmer – zeigen eine starke Tendenz zum Totalitarismus.
Weil es ja schließlich ums große Ganze geht, ums Gemeinwohl (billiger als mit dem der ganzen Menschheit gibt’s die EU-Kommission nicht), sind auch alle zur Verfügung stehenden Zwangsmittel erlaubt.

Man geht recht durchtrieben zu Werke: beispielsweise werden unerreichbare Ziele definiert, wie etwa der für Personenkraftfahrzeuge angepeilte Ausstoß von lediglich 59 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer, was einem Verbrauch von rund 2,2, l Diesel auf 100 Km entspricht. Eine utopische Forderung. Damit soll das von den Obertanen angepeilte Ziel der totalen Elektromobilität erzwungen
werden – und zwar auf Basis der absurden und technisch natürlich unzutreffenden Annahme, dass ein batteriebetriebenes Fahrzeug keinerlei Schadstoffe produziert.
Dass der Auspuff des Elektroautos nicht am Fahrzeug selbst, sondern am Kohle- Öl- oder Gaskraftwerk montiert ist (Atomstromgewinnung wird von der Kommission erstaunlicherweise nicht als klimaneutral angesehen und entsprechend gefördert), wird einfach ignoriert.

Mittlerweile liegen mehrere seriöse Untersuchungen vor, wonach der „CO2 – Fußabdruck“ eines Elektroautos größer ist als der eines Fahrzeuges mit einem modernen Dieselmotor. Es geht also offenkundig um die Verwirklichung grüner Ideologie und nicht um die Einsparung von Schadstoffemissionen (wobei an dieser Stelle dahingestellt sei, ob es sich beim CO2 tatsächlich um einen Schadstoff handelt).

Wer mit Subventionen Politik macht (wie auch die neue Österreichische Bundesregierung, die eine großzügige Bezuschussung des öffentlichen Verkehrs auf ihre Fahnen geschrieben hat), handelt schlicht gegen die Interessen der Marktteilnehmer – also gegen die Bürger und Wähler. „Es gibt kein freies Mittagessen“ stellte Milton Friedman einst knochentrocken fest – irgendjemand hat stets für die Kosten jeder Party aufzukommen. Warum nicht diejenigen, die daran teilnehmen, sondern alle anderen? Warum jemanden bezuschussen, der sich den Luxus leisten kann und will, die Straßen mit einem Elektrokarren unsicher zu machen? Weshalb sollte der Fahrer einen sparsamen Dieselautos diesen Spleen mit seinen Steuern quersubventionieren?

Weshalb chronisch unzuverlässige öffentliche Verkehrsmittel mit dem Geld von Autofahrern und Fußgängern bezuschussen, damit Liebhaber schlechter Luft und großen Gedränges billiger mit der U-Bahn fahren können?

Gerade der Fetisch öffentlicher Verkehr zeigt, wohin die Reise geht: um eine Umverteilung in großen Stil. So viel Geld kann nämlich gar nicht gedruckt werden, wie nötig wäre, um auch noch den letzten Weiler in attraktiver Weise ans öffentliche Verkehrsnetz anzubinden. Wer das private Fahrzeug dem Bus vorzieht, tut das aus gutem Grund – zum Beispiel einfach aus Alternativlosigkeit.

Nutznießer der Förderung des öffentlichen Verkehrs werden ausschließlich die Städte und deren Bewohner (überwiegend Linkswähler) sein, während die Provinzler auf dem flachen Land (überwiegend Rechtswähler) als Verlierer dastehen. Das ist wohl auch genauso bezweckt.

Hernach können sich die Angehörigen der Nomenklatura dann langwierigen Betrachtungen des Phänomens Landflucht hingeben und wortreich beklagen, dass Städter einen größeren ökologischen Fußabdruck hinterlassen als Landbewohner.
Woraufhin sie – zu unser aller Schaden – die nächste Drehung der Interventionsspirale in Gang setzen werden.



Wendehals Kurz

Wendehals Kurz

Mit fliegenden Fahnen von rechts nach links

ArtikelbildBildquelle: Truba7113 / Shutterstock.comMit fliegenden Fahnen von rechts nach links: Sebastian Kurz

Endlich ist es so weit: Die neue Regierung Österreichs steht. Sebastian Kurz kann sich rühmen, als erster „christkonservativer“ Kanzler grüne Fundamentalisten in eine Bundesregierung geholt zu haben. Österreich darf ab sofort über die sowohl linkste als auch weiblichste Regierung frohlocken, die das Land je gesehen hat. Die Österreicher bekommen beispielsweise die gelernte Politologin Leonore Gewessler als Infrastrukturministerin. Sie stammt von der antimarktwirtschaftlichen und wirtschaftsfeindlichen NGO Global 2000 und war sowohl an mehreren freihandelsfeindlichen Initiativen als auch am Kampf gegen den dringend notwendigen Ausbau des Flughafens Wien-Schwechat beteiligt. Ihre einzigen mit freiem Auge erkennbaren Qualifikationen für ihr neues Amt bestehen darin, über zwei X-Chromosomen zu verfügen und bereits mit der Bahn gefahren zu sein.

Eine Frau als Verteidigungsminister ist auch nicht schlecht. Man kennt weiblich besetzte Militärministerien ja schon aus Schweden und Deutschland. Besonders in Deutschland hat sich das bekanntlich bestens bewährt. Ein ehemals für seinen aggressiven Militarismus verschrienes Land, in dem die damalige Kriegsministerin von der Leyen über mehr eigene Kinder als einsatzbereite Kampfjets verfügte – das hat schon was. Dem Vernehmen nach soll die aus dem niederösterreichischen Bauernbund kommende Klaudia Tanner nicht nur über Ackerbau und Viehzucht Bescheid wissen, sondern auch einmal einen Panzer im Kino gesehen haben und ein Blasrohr von einer Handgranate unterscheiden können. Immerhin. Im Übrigen: Helm ab zum Gebet!

Eine besonders bemerkenswerte Personalie ist indes…weiterlesen



Die Klimawandelhysterie treibt immer buntere Blüten

Der WDR markiert einen neuen Tiefenrekord

  1. Wo gehobelt wird, fallen Späne.
  2. Der Zweck heiligt die Mittel.
  3. Man kann kein Omelett backen, ohne Eier zu zerbrechen…

(Andreas Tögel) Zweifellos wird, wer sich dieser Mühe unterziehen will, noch viele andere Weisheiten ähnlicher Art finden. Gemeinsam ist ihnen die Botschaft, dass, wenn es um eine gute Sache geht, auf jede Zurückhaltung verzichtet werden kann, ja verzichtet werden muss. Um ein höheres Ziel zu erreichen, sind alle Mittel nicht nur erlaubt, sondern ist deren Einsatz sogar geboten. Dass diese Ansicht einer zutiefst antichristlichen Haltung entspringt, dürfte sich den wenigsten Zeitgenossen erschließen; wie viel Christen, die sich mit Recht auch welche nennen können, gibt es schließlich noch? Nach Kirchenvater Thomas von Aquin muss, um ein gutes Werk zu setzen, nicht nur die Intention gerecht sein, sondern müssen auch die eingesetzten Mittel angemessen und vor allem das am Ende erreichte Ziel positiv sein.
Dieser Tage scheint es im einst freien Westen – zumindest in dessen europäischem Teil – nur noch ein einziges Ziel zu geben, für das es sich zu kämpfen lohnt, und das nachgerade religiösen Charakter angenommen hat: Die „Klimarettung“.
Kinderlosigkeit, die – nicht zuletzt dank Massenimmigration – vor dem Kollaps stehenden Sozialsysteme, die militärische Impotenz der Alten Welt, die Korruption und Dekadenz der politischen Eliten – wen kümmert das schon? Die – frei erfundene – „Klimakrise“ aber ist omnipräsent. Wenn es um die in beispielloser Hybris angemaßten Möglichkeiten zum Kampf gegen den fraglos existierenden Klimawandel geht (nicht etwa darum, mit dessen Folgen bestmöglich umzugehen, was zweifellos sinnvoll wäre), setzt jegliches Denken aus, wird mittlerweile jede rationale Überlegung über Bord geworfen.
Der WDR hat soeben mit einem Video Aufsehen erregt, in dem ein Kinderchor über „Oma, die alte Umweltsau“ (sic!) singt. Am Ende wendet sich die Kinderschar, mit unverhüllt drohendem Unterton, ans Publikum und verkündet: „wir werden Euch damit nicht davonkommen lassen“. Das sollte, so werden die Programmverantwortlichen zumindest behaupten, nur als Satire verstanden werden.
Doch Menschen als Säue zu bezeichnen, das ist mehr als ein schlechter Witz – genau wie der Umstand dass ahnungslose, unschuldige Kinder als Werkzeuge für eine derart üble Hetze eingesetzt werden. Omas, die weiland mit der geflochtenen Einkaufstasche ihre Besorgungen erledigten, ihre Milch in der Aluminiumkanne holten, niemals ein Auto oder ein Handy besaßen und niemals ein Flugzeug von innen gesehen haben, als „Umweltsäue“ zu apostrophieren, ist ein Skandal der Extraklasse, der nicht als Witz kleingeredet werden kann.
Man stelle sich vor, ein Funktionär der AfD, oder der FPÖ hätte sich derart „satirisch“ mit illegalen Immigranten auseinandergesetzt. Ein veritables Verhetzungsverfahren gegen die Urheber wäre wohl noch vor dem Ende der Durchsage in Gang gesetzt worden.
Menschen zu entmenschlichen hat allerdings eine lange Tradition. Diverse „Wilde“, Kulaken, Armenier und Juden mussten in der Vergangenheit schon erleben, was es bedeutet, als Untermenschen gebrandmarkt zu werden. Sind „alte weiße Männer“ und neuerdings auch Omas die Kulaken unserer Tage?
Wer übrigens mit dem Begriff „Kulak“ nichts anfangen kann, dem sei das großartige Buch „Die Ernte des Todes“ aus der Feder des britischen Historikers Robert Conquest wärmstens empfohlen. Es geht darin um Stalins Politik gegen die Kulaken = „reichen Bauern“ in der Ukraine: nach dem systematischen Aufbau eines Sündenbocks wird dieser zum Feindbild erklärt und um am Ende seiner „gerechten“ Strafe zugeführt – d.h. mittels des Einsatzes direkter oder indirekter Mittel füsiliert.
Sind wir schon wieder soweit? Ist die Zeit jetzt oder spätestens in ein paar Jahren reif für eine neuerliche Entkulakisierung, die sich diesmal halt gegen „Umweltsäue“ richten wird? Einst hat es von der glorreichen Oktoberrevolution anno 1917 bis 1929 – also ganze zwölf Jahre – gedauert, bis alle Dämme brachen und zur „Endlösung“ der Kulakenfrage geschritten werden konnte. Wer glaubt, dass sich so etwas in der geheiligten Demokratie nie wiederholen könnte, hat das Wesen des Sozialismus als unausrottbaren Todestrieb in der Geschichte und als anthropologische Konstante (© Igor Schafarewitsch) noch immer nicht begriffen.
Übertrieben? Paranoide Phantasie eines reaktionären alten weißen Mannes? Lernen Sie Geschichte, verehrte Herrschaften! Die wiederholt sich zwar nicht – aber sie reimt sich, wie weiland Mark Twain scharfsinnig erkannte!
Um das Schlimmste zu verhüten würde es fürs Erste reichen, die für diese widerliche Hetze Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen WDR auf der Stelle ihrer Posten zu entheben und dafür zu sorgen, dass sie solcherlei Unflat niemals wieder verbreiten können – jedenfalls nicht auf Kosten der Steuer- und Gebührenzahler.



Ursula von der Leyens „Green Deal“

Klimaneutralität“ ist das einzige Ziel

ArtikelbildBildquelle: Nicolas Economou / Shutterstock.comWill Euroland „klimaneutral“ machen: Ursula von der Leyen

Frei nach Ronald Reagan: Politik ist stets das Problem und niemals die Lösung. Der Umstand, dass es nicht eben die Besten in die Politik zieht, ist indes dann nicht so schlimm, wenn ihre Möglichkeiten, Unheil anzurichten, beschränkt sind. Je kleiner die Macht von Politikern, desto geringer der durch ihr Treiben angerichtete Schaden. Der Bürgermeister einer 200-Seelen-Gemeinde hat ein eher kleines Zerstörungspotential –im Gegensatz etwa zur mächtigen EU-Kommissionspräsidentin.

Womit wir schon beim hastig zusammengeschusterten „Green Deal“ der EU-Bonzokratie angelangt sind, der rund 260 Milliarden Euro jährlich kosten soll. Die Reise geht klar in Richtung eines rigiden Interventionismus, der mit einem kräftigen Machtwachstum für die Bürokratie einhergehen wird. Subventionen für angeblich „grüne“ Technik (zum Beispiel für Batterieproduzenten) wurden schon auf den Weg gebracht. Dabei wird es nicht bleiben, denn alles „Grüne“ ist künftig subventionswürdig. Nicht umsonst erinnert die Bezeichnung „Green Deal“ fatal an den „New Deal“ des US-Sozialfaschisten Franklin D. Roosevelt, unter dem das einst marktwirtschaftlich konstituierte Land jahrzehntelang zu leiden hatte…weiterlesen



Auf dem Weg zur Islamisierung

Buchrezensin: Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen (German) Hardcover – 3. February 2011

Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen

(Andreas Tögel) Wer nach den Wurzeln der mittlerweile galoppierenden Islamisierung Deutschlands sucht, wird bei der Geschichte von Deutschlands erster Moschee in München fündig. Der Autor beschreibt in diesem außerordentlich gründlich recherchierten Buch, wie einige im Zweiten Weltkrieg gegründete Seilschaften von Nationalsozialisten und antisowjetischen Muslimen zur Basis eines Netzwerks zur Verbreitung des Islams in Deutschland (und dem Rest Europas) wurden.

Nach einer zähen Anlaufphase konnte die Sache des politischen Islams Fahrt aufnehmen, nachdem die hohe Politik begann, sich helfend einzumischen. Wie schon im Kriege, wurde auch in der Zeit danach versucht, Muslime für den (ideologischen) Kampf gegen die Sowjetunion zu instrumentalisieren. Aus heutiger Sicht ist dieses Vorhaben – abgesehen vom Erfolg der afghanischen Mudschaheddin gegen die russischen Besatzer – restlos gescheitert. Faktisch ist nämlich genau des Gegenteil geschehen: der Westen hat sich – unter Federführung der USA – zum nützlichen Idioten des politischen Islams gemacht und dessen Verbreitung in der Welt massiven Vorschub geleistet.

Stefan Meinung arbeitet in seinem Buch die Rolle vieler namhafter Aktivisten heraus, die in der islamischen Gemeinde rund um die „Münchner Moschee“ tätig waren und sind. Ein zum Teil schockierender, jedenfalls aber augenöffnender Befund, insbesondere im Hinblick auf die Ereignisse von „9-11“.

Im Kontext der rezenten, von politischer Korrektheit bestimmten Politik, die jegliche „Diskriminierung“ von Minderheitsstatus einnehmenden Gruppen (zu denen die Muslime in Europa – einstweilen noch – gehören), kommt dem Rezensenten spontan zweierlei in den Sinn: erstens das Lenin-Zitat „Die Kapitalisten werden uns noch den Strick verkaufen, an dem wir sie aufhängen“ und zweitens Max Frischs Drama „Biedermann und die Brandstifter“. Beides passt auf das Verhältnis der Muslime zum Westen und der dort gepflegten Lebensart.

Wer ernsthaft meint, als „Ungläubiger“ mit dem politischen Islam in Frieden leben zu können, hat von den Grundsätzen dieser alle Lebensbereiche durchdringenden Politreligion offenkundig keine Ahnung. Zudem unterschätzen die auf Kurzfristdenken und –Handeln konditionierten Westler meist die Zeiträume, in denen im Dienste des politischen Islams handelnde Akteure denken. Sie verfügen – wie das Beispiel der Entwicklung um den Nukleus der „Mosche In Deutschland“ zeigt – über sehr viel Geduld und Ausdauer. Und sie sind international bestens vernetzt. Sie infiltrieren alle gesellschaftlichen Institutionen (vom Schulwesen über Sportvereine bis zu den politischen Parteien) und nutzen, wie weiland die Nationalsozialisten (mit denen es beachtliche ideologische Schnittmengen gibt) die Instrumente der Demokratie, um mehr und mehr Macht zu akkumulieren und am Ende das von ihnen präferierte Gesellschaftssystem – ein Kalifat unter den Regeln der Scharia – zu errichten. Das werden die heute lebenden älteren Semester wohl nicht mehr erleben müssen. Die „Millenials“ könnten indes deutlich weniger Glück haben.

Das Buch bietet erhellende Einblicke in die Arbeitsweise internationaler islamischer Organisationen und sollte für die politische Klasse zur Pflichtlektüre erklärt werden.



Kurz vermerkelt: Österreich vor einem fatalen Politexperiment?

(Andreas Tögel) Sie ziehen sich, die Verhandlungen zwischen der einst bürgerlichen ÖVP und dem unter der Bezeichnung „Grüne“ firmierenden Konglomerat aus Bobos, Kommunisten und Ökofreaks. Es geht um die Bildung einer neuen Bundesregierung. Die Medienszene, insbesondere der linksverseuchte Staatsfunk, ist ganz wild darauf, Grüne als Minister zu sehen und treibt Kurz unermüdlich dazu, eine entsprechende Regierungsübereinkunft einzugehen.

ArtikelbildBildquelle: Manfred Werner – Tsui (CC BY-SA 3.0)/Wikimedia CommonsBobos, Kommunisten und Ökofreaks: Grüne in Österreich

Rückblende: Nach dem Bekanntwerden des berüchtigten „Ibiza-Videos“ und dem daraufhin augenblicklich erfolgten Rücktritt der beiden dadurch belasteten FPÖ-Politiker, sprengte Sebastian Kurz die Regierungskoalition, indem er den Kopf des an der Affäre völlig unbeteiligten Innenministers Herbert Kickl (FPÖ) forderte. Bis heute weiß niemand, warum er das getan hat. Ob es der Teufel in Person, seine betonköpfigen, in eine Koalition mit den Roten vernarrten Parteifreunde aus der Provinz, oder Zurufe aus der EU-Bonzokratie waren, die ihn zu diesem Schritt veranlasst haben, liegt im Dunkeln. Dort wird es wohl auch bleiben.
Bürgerlich-konservative Wähler hat Kurz sowohl mit dem Koalitionsbruch, als auch mit dem Eintritt in Koalitionsverhandlungen mit den Grünen vor den Kopf gestoßen. Die Mehrheit der Wahlberechtigten wollte eine Fortsetzung der bürgerlichen Koalition – besonders die Anhänger der ÖVP.
Gewisse Dinge tut ein weltanschaulich gefestigter Bürgerlicher einfach nicht.
Dazu gehört zum Beispiel, mit totalitären Paternalisten dieselbe Luft zu atmen – etwa im Zuge von Koalitionsverhandlungen. Doch Kurz ist möglicherweise – wie Angela Merkel erwiesenermaßen – ein grundsatzloser, weltanschaulicher Flachwurzler: wenn´s um die Macht geht, ist für Grundsätze kein Platz – und schon gar nicht für die Abschätzung mittel- und langfristiger Handlungskonsequenzen. Moderne Machtmenschen haben Machiavelli aufmerksam gelesen. Und der kennt bekanntlich keine Moral, die etwas anderem als dem Machterhalt dient.
Doch noch ist die Katze nicht aus dem Sack. Noch besteht für die Produktiven unter den Österreichern eine gewisse Hoffnung, keine Grünen in Ministerämtern erdulden zu müssen (ein Grüner als Innen- Außen- oder Finanzminister ist eine Schreckensvorstellung). Sollte Basti indes mit der Grünen Truppe handelseins werden – und gegenwärtig deutet alarmierend vieles darauf hin, stehen die Zeichen für den Wirtschaftsstandort Österreich – und damit für den Wohlstand im Lande – auf Sturm. Denn billig werden´s die an die Futtertröge drängenden Ökos nicht geben. Massive neue Steuerlasten für den wertschöpfend tätigen Teil der Bevölkerung sind bei einer grünen Regierungsbeteiligung so gut wie sicher.
Ebenso, wie eine verstärkte Förderung der Zuwanderung aus Afrika und dem Orient, sowie empfindliche Beschränkungen der individuellen Mobilität. In diesem Zusammenhang sollte zweierlei nicht vergessen werden: zum einen, dass der Großteil der Funktionäre der Grünen niemals unter Marktbedingungen sein Geld verdient hat. Wie man Geld verbrät wissen sie also; wie man es verdient, davon haben sie keinen blassen Schimmer; und dass sie zum anderen, wie weiland die Bolschewiki anno 1917, mit einer Mischung auf Desinteresse und Verachtung auf die Bevölkerung des flachen Landes blicken. Für sie, wie für alle Bürokraten und Zentralisten, zählen nur die Städte. Dass für Menschen in strukturschwachen Landregionen Privatfahrzeuge überlebensnotwenig sind – etwa, weil die nächste Busstation kilometerweit entfernt liegt, schert sie einen Deut.
Sebastian Kurz steht keineswegs alternativlos vor einer Koalition mit den Grünen. Zwar reicht es mit den Neos nicht für eine parlamentarische Mehrheit und die Sozialisten bewegen sich mit ihrer sendungsbewussten Anführerin Rendi-Wagner auf die Zehnprozentmarke zu (sie verfügen nach aktuellen „Sonntagsfragen“ derzeit über nur noch wenig mehr Wählerzuspruch als die Grünen), aber die bei der Wahl stark dezimierten Freiheitlichen sind ja schließlich auch noch da. Es ist nicht nötig, mit ihnen zu koalieren. Ein hinter den Kulissen geschlossenes „Stillhaltebündnis“ würde reichen, um mit einer Minderheitsregierung erfolgreich zu arbeiten. Diese Konstellation böte keinen Vorwand für medialen Dauerbeschuss und antifaschistische Veitstänze. Die Freiheitlichen könnte sich die ÖVP mit einem Entgegenkommen in Migrations- und Verteilungsfragen gewogen machen. Die hätten, angesichts ihrer anhaltenden Schwäche, so bald kein Interesse an Neuwahlen. Und in fünf Jahren würden die Karten neu verteilt.



Ursula von der Leyens „Green Deal

Willkommen in der Planwirtschaft!

(Andreas Tögel) Frei nach Ronald Reagan: Politik ist stets das Problem und niemals die Lösung.

Der Umstand, dass es nicht eben die Besten in die Politik zieht, ist indes dann nicht so schlimm, wenn ihre Möglichkeiten, Unheil anzurichten, beschränkt sind.

Je kleiner die Macht von Politikern, desto geringer der durch ihr Treiben angerichtete Schaden. Der Bürgermeister einer 200-Seelen-Gemeinde hat ein eher kleines Zerstörungspotential – etwa im Gegensatz zur mächtigen EU-Kommissionspräsidentin.

Womit wir schon beim hastig zusammengeschusterten „Green Deal“ der EU-Bonzokratie angelangt sind, der rund 260 Mrd. Euro jährlich kosten soll. Die Reise geht klar in Richtung eines rigiden Interventionismus´, der mit einem kräftigen Machtwachstum für die Bürokratie einhergehen wird. Subventionen für angeblich „grüne“ Technik (z. B. für Batterieproduzenten) wurden schon auf dem Weg gebracht. Dabei wird es nicht bleiben, denn alles „Grüne“ ist künftig subventionswürdig. Nicht umsonst erinnert die Bezeichnung „Green Deal“ fatal an den „New Deal“ des US-Sozialfaschisten F. D. Roosevelt, unter dem das einst marktwirtschaftlich konstituierte Land Jahrzehntelang zu leiden hatte.

Bis 2050 klimaneutral“ soll die europide Gemeinschaft nach dem Willen von der Leyens werden. Ohne die mehr oder minder vollständige Abkehr vom Einsatz fossiler Energien für Mobilität und Elektrizitätserzeugung ist das unmöglich, wie auch ihr einleuchten sollte – insbesondere dann, wenn die individuelle Mobilität, wie mittelfristig geplant ist, nur noch mit Elektrokarren erlaubt sein soll. Aber was soll´s, der Triumph des Willens ist alternativlos und schließlich nur eine Frage der Zeit.

Dumm nur, dass selbst dann, wenn man ganz Deutschland und den Rest Eurolands mit Windrädern und Photovoltaikanlagen zupflastert, das Problem ungelöst bleibt, wie – in Abwesenheit potenter Stromspeicher – und die werden auf absehbare Zeit technisch nicht realisierbar sein, bei Windstille und bei Nacht die auf Strom angewiesenen Verbraucher bedient werden sollen. Zumal dann, wenn Kernkraftwerke außerhalb Frankreichs als brandgefährliches Teufelszeug gelten und für die Stromproduktion nicht in Frage kommen. Eine Krämerseele, die sich mit derlei Kleinigkeiten aufhält, wo es doch gilt, am ganz großen Rad zu drehen und der ganzen Welt als leuchtendes Vorbild voranzuschreiten!

Es bedarf keiner übersteigerten Phantasie, sich vorzustellen, wie man sich in den Staatskanzleien und Konzernzentralen außerhalb Eurolands vor Begeisterung für den Furor von der Leyens auf die Schenkel klopft! So billig – und ohne jede eigene Anstrengung – ist man einen Wettbewerber noch nie losgeworden.

Denn die völlig realitätsfremde Hinwendung auf das alleinige Ziel der Klimaneutralität (schon die absurde Wortschöpfung treibt einem die Haare zu Berge), wird eine beispiellose Desindustrialisierung Europas und, damit verbunden, einen drastischen kollektiven Wohlstandsverlust nach sich ziehen.

Dauersubventionsbedürftige „grüne“ Technik kann reale Wertschöpfung eben nicht ersetzen. Aber erklären Sie das jenen Brüsseler Bürokraten, die ihr ganzes Leben in Elfenbeintürmen zugebracht haben.

Wer Externalitäten, wie die industriell bedingte Luftverschmutzung internalisieren will, braucht deshalb keine Planwirtschaft zu etablieren. Der Emissionszertifikathandel ist eine marktverträgliche Alternative. Es ist ferner darauf zu achten, „Klimaschutzmaßnahmen“ nicht ohne Rücksicht auf die Entwicklung in anderen Teilen der Welt voranzutreiben. In Fernost (namentlich in China) gehen alle paar Wochen neue Kraftwerke in Betrieb – sowohl mit konventioneller, als auch mit nuklearer Technik. Die CO2-Emissionen steigen dort – im Gegensatz zur denen in den USA und Europa – weiterhin kräftig an. Selbst wenn die EU den Ausstoß an CO2 auf null reduzierte (was nur um den Preis der totalen Verarmung der europäischen Bevölkerung zu haben wäre), könnte sie die Gesamtbilanz der Welt nicht retten. Warum also die eigene (Auto-)Industrie mutwillig zugrunde richten und damit riesige soziale Probleme schaffen?

Davon, einander gegenseitig die Haare zu schneiden und die Schuhe zu putzen, wird Euroland nicht leben können. Auch die ambitionierteste Klimapolitik hat auf die wirtschaftliche Realität Bedacht zu nehmen!



Christine Lagarde gegen die Sparer – das ist Brutalität

( Andreas Tögel) Also sprach Christine Lagarde die neue Chefin der EZB, deren Unterschrift künftig die Geldscheine der europäischen Esperantowährung zieren wird: _„Es gibt eine Grenze, wie weit und wie tief man in den negativen Bereich vordringen kann. Ja, es gibt bei allem einen Boden, aber den haben wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erreicht.“ _Sie meinte das Zinsniveau, das nach ihrer leider schwerwiegenden Meinung noch nicht tief genug im Negativbereich liegt. Sie ist demnach wild entschlossen, den von ihrem Vorgänger Mario Draghi eingeschlagenen Kurs zur Enteignung der Sparer zügig fortzusetzen.

Christine Lagarde

Das dürfte ihr auch problemlos gelingen, da die kleinen Sparer hierzulande und in Deutschland nach wie vor auf das Sparbuch setzen, um für schlechte Zeiten und für das Alter Reserven zu bilden. Diese Vorsorgestrategie unterscheidet sich deutlich von der, die in Ländern wie Italien oder in Frankreich vorherrscht. Dort setzt man nicht so sehr auf das Horten von Geld, sondern vielmehr auf den kreditfinanzierten Erwerb von Immobilien. Niedrige Zinsen bedeuten in diesem Fall geringere Rückzahlungsraten. Sie begünstigen klar die Schuldner zulasten der Sparer.

Mario Draghi ist Italiener, Christine Lagarde ist Französin. Beide betrieben…weiterlesen



Zeiten schlechten Geldes sind Zeiten guter Theorie

Zeiten schlechten Geldes sind Zeiten guter Theorie
(Friedrich August Hayek)

(Andreas Tögel) Das oben stehende Zitat mag einst seine Berechtigung gehabt haben. Heute kann davon indes keine Rede mehr sein. Würden in den amtlichen Teuerungsstatistiken nämlich auch die Preisentwicklungen bei Immobilien und Aktien berücksichtigt, wäre jedermann sofort klar, wie schlecht unser Geld in Wahrheit ist. Die angeblich unter zwei Prozent liegende Teuerungsrate würde schlagartig in Richtung zehn Prozent hochschnellen.


(AP Photo/Olivier Matthys)

Der US-Dollar hat seit Gründung des Federal-Reserve-Systems im Jahr 1913 rund 97 Prozent seiner Kaufkraft verloren. Beim Euro ist es seit seiner Einführung anno 2002 deutlich mehr als die Hälfte. Wer in Euroland regelmäßig Lebensmittel einkauft, weiß über den Wert des monopolisierten Esperantogeldes Euro bestens Bescheid.

Dass das Geld ganz offensichtlich schlecht ist, beruht – nachzuschlagen beim Träger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften 1974, Hayek – auf mangelnder Konkurrenz. Denn Wettbewerb nützt jedermann -, ist der Treibstoff jeder Wirtschaft. Ein Monopol hingegen ist nur gut für den der es hat, und schlecht für alle anderen. Monopole liefern stets schlechte Leistungen zu überhöhten Preisen. Es gibt keinen Grund, an diesem Zusammenhang zu zweifeln, wenn es um die Herausgabe von Geld geht. Ob die gegenwärtige Politik des „leichten Geldes“ am Ende zu einer Hyperinflation oder zu einem deflationären Schock führen wird, ist ungewiss. Fraglich ist nicht ob, sondern wann es krachen wird.

Wir leben also in Zeiten schlechten Geldes. Demnach sollte die Geld- und Wirtschaftstheorie gegenwärtig einen Höhenflug erleben. Leider ist das Gegenteil der Fall. Hayek hat sich in diesem Punkt geirrt. Die an dieser Stelle bereits gewürdigte MMT („Modern Monetary Theory“) ist das beste Beispiel dafür: wer ernsthaft meint, die Geldmenge würde den Wohlstand bestimmen – je mehr, desto höher – sollte sich fragen, weshalb in Simbabwe und Venezuela nicht die reichsten Menschen der Welt leben.

Natürlich hängt der Wohlstand nicht von der begebenen Geldmenge, sondern – unter sonst gleichen Bedingungen – ausschließlich von der Höhe des zur Verfügung stehenden Kapitalstocks ab, der ist für die Produktivität einer Volkswirtschaft – und damit für die Höhe der Löhne – von alles entscheidender Bedeutung ist.

Die neue Chefin der EZB, Christine Lagarde, hat ihre profunden Einsichten in die Ökonomie kürzlich offenbart, als sie sinngemäß meinte, Arbeitsplätze wären wichtiger als Ersparnisse. Wahr ist aber, dass nicht verkonsumiertes Geld – Ersparnisse – nun einmal die unabdingbare Voraussetzung für Investitionen bilden. Schließlich kann man sein Geld nicht gleichzeitig behalten und ausgeben.
Die stark verkürzte Kausalitätskette lautet: keine Ersparnisse – keine Investitionen – keine Arbeitsplätze. Wenn eine so mächtige Organisation wie die EZB von einer Person geführt wird, deren Urteil offensichtlich durch keinerlei grundlegenden Kenntnisse der Funktionsweise einer Marktwirtschaft getrübt wird, sollten sich die Insassen der EUdSSR besser vorsorglich warm anziehen.

Wer Prosperität wünscht, muss alles tun, um den Unternehmen frei Bahn zu schaffen – damit sie Kapital akkumulieren und investieren können. Besser: er sollte alles unterlassen, was der Steigerung der Produktivität im Wege steht.
Beispielsweise sollten Zentralbanken und Regierungen auf jede Strukturkonservierung verzichten, die mit aggressiver Geldpolitik vonstattengeht, und die den für eine Marktwirtschaft maßgeblichen Prozess der „schöpferischen Zerstörung“ unterbindet. Wer marode Unternehmen künstlich am Leben erhält, tut der Volkswirtschaft nicht Gutes. Denn er verringert die realisierbare Gesamtproduktion, indem er Unternehmenszombies erschafft und den innovativen Betrieben Mittel entzieht, die diese investieren und in Wachstum umsetzen könnten.

Dass die umgesetzte Wirtschaftstheorie auch in den USA, Japan und China nicht intelligenter ist als in Euroland, ist in einer wirtschaftlich eng verflochtenen Welt kein Trost – ganz im Gegenteil. Das globale Wachstum der letzten Jahre war Großteils durch einen Boom im Reich der Mitte bedingt. Einen Boom, der von Schulden und Krediten getrieben war und ist, und der in naher Zukunft sein Ende finden könnte. Was aber dann?

Da sich in Euroland die konventionellen Mittel der Geldpolitik erschöpft haben (weniger als gar keine Zinsen geht schließlich nicht so ohne weiteres), werden uns wohl wesentlich originellere Formen der Konjunkturbelebung ins Haus stehen.
Vielleicht werden – zur Freude schlichter Gemüter – schon demnächst namhafte Gutschriften der Zentralbank auf den Girokonten der Bürger erfolgen. In Zeiten schlechten Geldes und mieser Theorien ist schließlich alles möglich. Und einer begnadeten Expertin wie Christine Lagarde, die fest daran glaubt, durchs Gelddrucken die Menschen reich machen zu können, ist alles zuzutrauen.



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