Buchrezension: Ares: Kein Fall für Carl Brun

Thriller vor dem Hintergrund des „Great Reset“

Ein packend und mit vielen hochaktuellen Bezügen verfasster Thriller, der die Gegenwart präzise abbildet. Vor dem Hintergrund einer Pandemie, deren Gefährlichkeit die Regierungen und Finanz- und Wirtschaftseliten drastisch überzeichnen, wird ein von der Öffentlichkeit ignorierter Totalumbau des Polit- und Wirtschaftssystems auf den Weg gebracht. Ebenso inkompetente wie korrupte weltanschauliche Flachwurzler und Opportunisten in politischen Schlüsselpositionen, zunehmende Machtkonzentration in Zentralstellen, hemmungslose Staatsverschuldung, galoppierende Geldentwertung, drohende Bargeldabschaffung, Kontrolle und Überwachung der weitgehend entmündigten Bürger allerorten – all das ist heute keine Romanfiktion, sondern traurige Realität. Damit sind die für einen Systemwechsel im Sinne der Machtzentralen notwendigen Voraussetzungen geschaffen.
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Seit Jahrzehnten wird die Wehrbereitschaft im Westen Europas vernachlässigt, weil der Stimmenkauf mittels fortgesetzter Brot-und-Spiele-Politik, oder besser gesagt: die Finanzierung des in der Spätzeit des Wohlfahrtsstaates unerlässlich gewordenen Sozialkitschs, dafür einfach keine Mittel mehr übriglässt. Das macht die Staaten anfällig für entschlossene, freiheitsfeindliche Angriffe von innen und außen. Kein Wunder, dass finanzstarke Kräfte sich daranmachen, das entstandene Vakuum zu füllen.
Die Autorin legt großen Wert auf Details. Wenn geschossen wird, dann nicht einfach mit einer Pistole, sondern mit einer Glock 17 mit Modifikation der Federführungsstange. Wenn ein Spitzenpolitiker von einem Profikiller erschossen wird, dann geschieht das nicht mit einem nicht näher beschriebenen Gewehr, sondern mit einem beim kanadischen Militär eingeführten Mc-Millan TAC-50 Scharfschützengewehr.

Die Schauplätze des vorliegenden Thrillers wechseln rasch und weiträumig. Interessant, dass es ausgerechnet ein Agent der neutralen Schweiz ist, der im Mittelpunkt der rasant erzählten Geschichte steht. Ares ist eines jener Bücher die man, hat man erst einmal mit der Lektüre begonnen, kaum mehr aus der Hand legen kann. Lesenswert!

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