Buchrezension: Deutschland (wieder) auf dem Weg in die Diktatur

(Andreas Tögel) Das Buch enthält eine Sammlung von Essays, die Großteils Deutschland betreffende Fragen behandeln, und die im weiteren Sinne allesamt um das Thema Freiheit kreisen.

Weltchaos - Wie sich die Demokratie selbst zerstört

Der Autor wendet sich gegen die von den herrschenden Eliten errichteten Doppelstandards, die auch radikalen Linken jede Verfehlung – selbst schwere Vergehen – großzügig nachsehen, während schon bei kleinen verbalen Entgleisungen eines Rechten die Hölle losbricht und eine neuerliche Nazidiktatur beschworen wird. Die politische Mitte ist in den zurückliegenden Jahren verrückt worden – und zwar dramatisch weit nach links. Heutzutage Standpunkte zu vertreten, die vor 20 Jahren noch von CDU und CSU ganz selbstverständlich geteilt wurden, katapultiert einen jetzt ins gesellschaftliche Abseits, führt zur Etikettierung mit allerlei unappetitlichen Attributen und geradewegs in die politische Quarantäne.

Mit Rechten sprechen die im Besitz der Deutungshoheit befindlichen Angehörigen des „juste milieu“ nicht, sondern nur über sie, wobei vom Meinungshauptstrom heute kaum noch zwischen konservativ, wirtschaftsliberal und rechtsradikal unterschieden wird. Jede Position, die rechts der von einer linken Dressurelite diktierten Haltung liegt, gilt mittlerweile als indiskutabel. Der Verlust an Debattenkultur ist ebenso unübersehbar wie schädlich. Es besteht nämlich die Gefahr, dass viele rechtschaffene (liberale und konservative) Bürger sich deshalb völlig aus dem politischen Diskurs ausklinken, in die innere Emigration gehen und damit einer weiteren Radikalisierung der das Feld unwidersprochen beherrschenden Linken Vorschub leisten. Eine üble, die Demokratie gefährdende Entwicklung.

Die im Zusammenhang mit der angeblichen „Klimakrise“ in Deutschland aufgeführten Veitstänze hätte vor ein paar Jahren noch niemand für möglich gehalten. So wird durch die grob verfehlte Energiewendepolitik, den von den Grünen erbittert gegen die eigenen Schlüsselindustrien geführten Krieg und eine völlig entgleiste, von politischer Korrektheit bestimmte Migrationspolitik, die Finanzierungsbasis des Sozialstaats systematisch zerstört.
Die Folgen werden nicht ausbleiben. Die Verteilungskämpfe um den rasch kleiner werdenden Kuchen werden an Härte zunehmen. Der Ruf nach dem „starken Mann“ ist dann nur noch eine Frage der Zeit.

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