Die Rainbow Nation – ein sozialistischer Traum zerbricht.

(Mara Tevelli) Nach dem Ende der Apartheid 1994 wurde Nelson Mandelas African National Congress, ANC, als Begründer der Rainbow Nation, in der soziale Gerechtigkeit und friedliche Koexistenz aller Rassen gelebt wird, international bejubelt. In den letzten Jahren dringen jedoch kaum Nachrichten aus dem progressiven Garten Eden nach Europa. Die internationale Mainstreampresse hält sich zur politischen Situation in der Republik Südafrika bedeckt.

Was geht in der Rainbow Nation vor?

Je nach Bevölkerungsgruppe, werden unterschiedliche Bilder Südafrikas gezeichnet. Die Bevölkerungsgruppe der Schwarzen, die 85% der 57 Millionen Südafrikaner stellt, spricht von sozialer Gerechtigkeit und Wohlstand, auf die sie seit Regierungsübernahme durch den ANC vergeblich wartet. 36% Arbeitslosigkeit, hohe Kriminalität, Mangel an sauberem Wasser und Wohnungen werden beklagt. Weiße, die mit 8.1% neben „Coloureds”, (Mischlinge, KhoiSan) und Asiaten der Minderheit angehören, sehen sich auf Grund ihrer Rasse diskriminiert. Die BEE (Black Economic Empowerment) Politik schreibt seit 2003 Unternehmen einen schwarzen Arbeitnehmeranteil von 85% vor. Durch diese „Antidiskrimierungsmaßnahme” verloren Unternehmer Schlüsselkräfte und Weiße ihre Jobs. Viele befürchten, Opfer eines Genozids zu werden, der mit einem Rassenkrieg einhergehen könnte.

Einig ist man sich über das Versagen des vormals von UdSSR und schwedischen Sozialisten finanzierten ANC, der durch Misswirtschaft und Korruption Südafrika an den Rand des Zusammenbruches brachte.

Die Enttäuschung der Schwarzen, der immer öfter durch Brandanschläge auf öffentliches Eigentum Ausdruck verliehen wird, nutzen neue, radikale Parteien. Der marxistisch-leninistische EFF (Economic Freedom Fighters) unter der Führung von Julius Malema ist drittstärkste Kraft in Südafrika. Malema sieht in Vertreibung der weißen Boer (Boer/Bure bedeutet Bauer) und deren Enteignung ohne Entschädigung, die Lösung für Südafrikas Probleme. Bei Auftritten singt er „Kill the Boer, shoot the Farmer” und erklärt, dass er nicht das Abschlachten der Weißen fordert – mit Zusatz „vorerst nicht”.

Nach öffentlichen Hasstiraden der Politiker gegen Weiße intensivieren sich grausame Folterungen und Ermordungen weißer Farmer. Seit 1994 wurden weit über 70.000 Farmmorde begangen.

Die Mordrate an weißen Farmern ist viermal so hoch wie der Durchschnitt in Südafrika. Von etwa 50 Morden am Tag sind etwa 20 der Opfer Weiße, also 40% bei einem Bevölkerungsanteil von 8.1%.

Eine Spezialistin für Tatortreinigung berichtet von ausgerissenen Fingernägeln, abgehackten Händen und Ohren, ausgestochenen Augen und Haut, die von Badewannen abgekratzt werden musste, nachdem Opfer in kochendes Wasser geworfen worden waren. Der rasante Anstieg von Farmmorden wird von offiziellen Stellen als Folge steigender Armut und nicht als rassistisch motiviert bezeichnet. Der Sadismus, mit dem Opfer oft über mehrere Tage gequält werden, während kaum Beute mitgenommen wird, lässt jedoch anderes vermuten. Auffällig ist, dass die Angreifer Geräte mit sich führen, die das Netz für Mobiltelefone lahmlegen, sodass Opfer auf abgelegenen Farmen den Tätern tagelang ausgeliefert sind. Diese Geräte sind im Normalfall Regierung und Militär vorbehalten.

Da sich Weiße von der Polizei nicht adäquat beschützt fühlen, Waffenpässe nicht verlängert und mehrere hunderttausend registrierte Waffen eingezogen wurden, bewachen private Sicherheitsdienste die wie Festungen mit elektrischen Zäunen und Mauern geschützten Häuser.

Im Wettlauf um Stimmen für die 2019 bevorstehenden Wahlen konnte der EFF dem schwächelnden ANC mit der Ankündigung, Weiße ohne Entschädigung zu enteignen und ihre Immobilien an die schwarze Bevölkerung zu verteilen, Wähler abziehen.

Der ANC antwortete mit der Ankündigung von Präsident Cyril Ramaphosa am 31.7. 2018, eine Verfassungsänderung durchzusetzen, die Enteignung ohne Gegenleistung erlaubt. Betroffen sind ausschließlich weiße Bürger und deren Grund- u. Immobilieneigentum. Noch laufende Kredite sollen die Enteigneten weiter bezahlen.

ANC und EFF rechtfertigen ihre gegen Menschrechte und internationales Recht verstoßenden Pläne mit falschen Narrativen von „Landraub ” und „unzureichender Wiedergutmachung für die Apartheid”.

Als Jan van Riebeeck 1652 mit einem Schiff der Dutch East India Company im heutigen Cape Town anlegte, um dort eine Versorgungsstation zu errichten, war das Land unbesiedelt. Mit den indigenen Nomadenvölkern der Khoi und San auf die man bei Erkundungen traf, lebten die Holländer in friedlicher Koexistenz. Auf Schwarze trafen sie erst circa 100 Jahre später.

Die schwarze Mehrheitsbevölkerung, die sich fälschlicherweise als indigen bezeichnet und “ihr Land” von den Boer fordert, zählt zu den Zulus und Bantus. Diese waren aus dem Norden in das heutige Südafrika eingewandert. Sie vertrieben und ermordeten fast alle KhoiSan und nahmen deren Land in Besitz.

Weiße, die sich heute Afrikaner oder Boer nennen, erwarben ihr Land durch Kauf und Tausch, nicht durch Versklavung, Vertreibung und Ermordung von Schwarzen. Viele der Farmen stehen seit bis zu 12 Generationen im Besitz der Boer.

Ein ebenso falsches Narrativ betrifft die angeblich nicht abgearbeitete Schuld der Apartheid. Bei ihrer Einführung 1948 wies man den durch willkürliche Grenzziehung der Briten geteilten Stämmen Homelands zu, die den Gesetzen und der Kultur des jeweiligen Stammes unterstanden.

Man war der Zeit voraus und erkannte, dass Multikulturalität im Zusammenleben der kriegerischen Stämme untereinander und mit Weißen nicht möglich war. Die Apartheidsregierung führte eine strenge Rassentrennung ein und beendete Aufstände der Schwarzen oft blutig. Aber sie übernahm auch Verantwortung für die von Schwarzen regierten Homelands. Abermilliarden wurden in Infrastrukur, Wohnungsbau, Bildung und medizinische Versorgung investiert. Die Lebenserwartung der Schwarzen stieg, Säuglingssterblichkeit sank und die Bevölkerung verdreifachte sich. Aus krisengeschüttelten Nachbarländern wanderten zusätzlich Millionen in das von Weißen finanzierte Apartheid-Sozialsystem ein, während die weiße Bevölkerung im Wachstum stagnierte. Das Ende der Apartheid wurde nicht nur wegen internationalen Drucks, sondern auch wegen der Unfinanzierbarkeit des Sozialsystems akzeptiert.

Nach Ende der Apartheid konnten Schwarze zwischen Kompensation und mittels Entschädigung enteigneten Farmen wählen. Die Mehrheit entschied sich für Geld. Über 4000 Farmen, die an Schwarze vergeben wurden, lagen nach einem Jahr zu 90% mangels Wissens und Ausdauer brach.

Weiße (Schwarze) besitzen heute 23% (1.2%) der Flächen im ländlichen und 10% (7%) im urbanen Bereich bei einer Gesamtfläche von 120 Millionen Hektar. Landbesitz wird hoch besteuert, daher sichert die weiße Minderheit nicht nur die Nahrungsmittelversorgung, sondern trägt auch wesentlich zum Steueraufkommen bei.

Aus Staatsbesitz könnte ausreichend Land für Schwarze zur Verfügung gestellt werden. Trotzdem drängt man auf entschädigungslose Enteignung der Weißen, die das Nachbarland Zimbawe in Chaos und anhaltende Hungersnot stürzte. Der wahre Grund für die Abschaffung des Menschenrechtes auf Eigentum ist, die Erosion aller Menschenrechte voranzutreiben, um mit dem Genozid an Weißen als willkommenem Kollateralschaden, den Weg in den Kommunismus zu ebnen, während Systemmedien stumm bleiben. Frei nach Orwell, alle Menschen sind gleich, aber manche haben weniger Menschenrechte als andere.


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