Die Torheit der Regierenden

(Andreas Tögel) Wer Barbara Tuchmanns großartiges Buch „Die Torheit der Regierenden – von Troja bis Vietnam“ (die Ersterscheinung erfolgte im Jahr 1984 unter dem Originaltitel „The March of Folly“) nicht gelesen hat, der sollte das dringend tun. Anhand Homers Ilias und dreier historischer Ereignisse beschreibt die Historikerin beispielhaft die katastrophalen Folgen verfehlter politischer Entscheidungen. Das Buch hat nichts an Aktualität eingebüßt – ganz im Gegenteil.

Die Torheit der Regierenden

In diesem Beitrag werden allerdings deutlich kleinere Brötchen gebacken. Es geht hier nicht – wie in den von Tuchmann gewählten Fällen – um Leben und Tod. Das Grundmuster indes ist identisch: Falsch gewählte Ziele, der Einsatz ungeeigneter Mittel und die völlige Ignoranz gegenüber den möglichen Konsequenzen von Entscheidungen, die von abgehobenen Obertanen im Elfenbeinturm getroffen werden. Selbstverliebtheit, Arroganz und Anmaßung sind eben niemals gute Ratgeber. Besonders schlimme Folgen stellen sich immer dann ein, wenn die Kosten der jeweiligen Entscheidungen und Handlungen nicht von deren Initiatoren, sondern von dritten getragen werden müssen. Ein klassisches, aus der Ökonomie bestens bekanntes Externalitätenproblem.

Mussten im Falle Trojas für die fatale…weiterlesen


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