The Discrimination Myth

(Andreas Tögel) Es heute zu wagen, bestimmte Menschen zu diskriminieren, ist ein starkes Stück. Zu diskriminieren, ist nach gängiger Mehrheitsmeinung böse – Ende der Durchsage. Dass es im Alltagsleben schier unmöglich ist, nicht zu diskriminieren (also zu unterscheiden), wird kaum wahrgenommen und/oder im politischen Diskurs geflissentlich anzusprechen vermieden. Das Thema ist ein Minenfeld.

The Discrimination Myth

Nicht zu diskriminieren würde bedeuten, jedermann Eintritt in sein Haus/seine Wohnung zu gewähren; jedermann sein Autor zu überlassen; nicht zwischen Menschen zu unterscheiden, mit denen man zu interagieren gedenkt oder auch nicht. Das aber ist offensichtlich ein Ding der Unmöglichkeit. Selbstverständlich suchen wir uns die Personen genau aus, die für die oben genannten Aktivitäten in Frage kommen – und das ist das gute Recht jedes einzelnen. Wenn nicht derjenige, wer dann sollte darüber entscheiden? Das demokratische Mehrheitskollektiv? Sollte das dann allenfalls auch die jeweiligen Sexualpartner bestimmen, die widerspruchslos zu akzeptieren sind? Wer würde in einer solchen Welt leben wollen?

Diskriminierung, darauf besteht der Autor ganz energisch, ist dann ein Übel, wenn sie politisch erzwungen wird – etwa im Wege der Gesetzgebung: Nürnberger Rassengesetze im deutschen NS-Staat, Jim-Crow-Laws im Süden der USA, die Apardheid in Südafrika. Wenn sie vonseiten privater Akteure erfolgt, mag das für die Diskriminierten im Einzelfall demütigend oder ungerecht erscheinen; Nichtdiskriminierung gesetzlich zu erzwingen, ist in aller Regel jedoch wesentlich schlimmer – insbesondere für die vermeintlich zu schützenden. Die afroamerikanischen Ökonomen Thomas Sowell und Walter Williams haben eine Reihe wissenschaftlicher Publikationen zu diesem Thema vorgelegt, die allesamt zeigen, dass die unerwünschten Nebenwirkungen von Antidiskriminierungesetzen den intendierten Zweck in aller Regel bei weitem überwiegen. Gut gemeint ist in allzu vielen Fällen eben das Gegenteil von gut gemacht.

Fazit: freie Vereinbarungen der Akteure auf dem Markt sind erzwungenen Verhaltensregeln vorzuziehen. Man kann per Gesetz nämlich zwar keine Freundschaften verordnen, aber problemlos bestehende Ressentiments zwischen sozialen oder ethnischen Gruppen verstärken oder gar Hass schüren. Dessen eingedenk, wäre es hoch an der Zeit, auf sämtliche Arten von „Affirmative Actions“ oder Antidiskriminierungsregeln zu verzichten.


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