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Buchrezension: Aus den Augen der jeweils anderen gesehen

(Andreas Tögel) Mit diesem Buch legt der als Medien- und Kulturwissenschaftler tätige Autor eine hochinteressante Studie zur gegenseitigen Wahrnehmung verschiedener Ethnien durch die jeweils anderen vor. Dazu schildert er einerseits die Geschichte der interethnischen Begegnungen und zitiert andererseits überlieferte Erzählungen über und Beobachtungen sowie Feststellungen zu den jeweils anderen Gruppen (die Verwendung des Begriffs „Rasse“ verbietet sich aus Gründen der politischen Korrektheit). Interviews mit Angehörigen der im Buch benannten ethnischen Gruppen zu den Fremden runden das Bild ab.

Fremd- und die Eigensicht der im Buch genannten Großgruppen weichen zum Teil erheblich voneinander ab. Auch ergeben sich zahlreiche Widersprüche und Paradoxa, etwa wenn Weiße von den Angehörigen anderer Ethnien zwar als „schön“ und „attraktiv“ beschrieben werden, andererseits aber als Lebenspartner nicht in Frage kommen.

Ale „rassistisch“ geltende Stereotype hinsichtlich der Sicht Schwarzer aus den Augen von Weißen werden indes vielfach durch die Eigenwahrnehmung von Afrikanern bestätigt. Sie bewundern Fleiß und Effizienz der (weißen) Europäer und erkennen durchaus ihre eigenen Defizite im Hinblick auf ihre eigene Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und den Arbeitseifer. Dass aus der Sicht von Afrikanern gilt: je heller, desto besser, mag überraschen. Ebenso, dass in so gut wie allen tradierten Überlieferungen Afrikas, mit der dunklen Färbung der Haut niemals etwas Positives, sondern durchgängig ein Mangel oder Makel verbunden wird.

Dass Weiße es nicht leicht haben, in Japan Fuß zu fassen, mag nicht erstaunen. Dass es für Europäer oder Amerikaner aber sogar noch schwieriger wird, wenn sie den Versuch unternehmen, möglichst tief in die japanische Kultur einzudringen – etwa indem sie ihre Kenntnisse der japanischen Sprache perfektionieren -, ist schon ein recht bemerkenswerter Befund. Die jahrhundertelange Abgeschlossenheit der Japaner auf ihren Eilanden, die eine „völkische“ Homogenität zur Folge hatte, die ihresgleichen sucht, könnte eine Erklärung dafür bieten, weshalb sich Weiße nirgendwo auf der Welt fremder fühlen, als gerade in Japan. Die begeisterte Übernahme westlicher Errungenschaften (etwa der politischen Verfassung Preußens) bedeutet keinesfalls eine Übernahme der westlichen Kultur oder gar eine Unterwerfungsgeste, wie der Autor elaboriert ausführt.

1998 in seiner Erstauflage erschienen, handelt es sich um ein hochinteressantes und tief recherchiertes Werk, das, dem Siegeszug der politischen Korrektheit sei Dank, heutzutage in der vorliegenden Form und mit der gewählten Terminologie (z. B. des Begriffs „Neger“) wohl nicht mehr erscheinen könnte. Lesenswert!…weiterlesen



Buchrezension: Der Preis des Lebens

(Andreas Tögel) Oft kommt es nicht vor, dass man in Kriminalromanen über Zitate berühmter Philosophen stolpert. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, und „Der Preis des Lebens“ ist eine solche. Kein Wunder, ist der Autor doch schließlich ein studierter Philosoph. Die Lehren von Aristoteles, Heidegger, aber auch Sunzi („Die Kunst des Krieges“) ziehen sich durch den gesamten, flott und mit einer Menge Sachkunde geschriebenen Text. Bleibt allenfalls die Frage, ob es in den Reihen der österreichischen Polizei tatsächlich Geistesmenschen vom Schlage des Helden der Story gibt, die in jeder Lebenslage ein geistreiches Zitat zur Hand haben, oder ob hier die Phantasie mit dem Autor durchgegangen ist.

Der Preis des Lebens   Kriminalroman (Deutsch) Paperback – 22. August 2019

Dass neben anderen Geistesgrößen auch der hierzulande weithin vergessene altösterreichische Ökonom und Sozialphilosoph Ludwig von Mises Erwähnung findet (was gilt der Prophet im eigenen Lande?), ist jedenfalls bemerkenswert.
Die Geschichte handelt vom organisierten Organraub und dem damit verbundenen, hochprofitablen Geschäft. Die intelligent konstruierte Geschichte spielt zum größten Teil in Wien, wobei die Parallelwelt des austriakischen Beamtentums und auch anderswo beheimatete Staatsdienste nicht besonders gut wegkommen.
Der Autor hat sich offensichtlich theoretische Grundkenntnisse der Transplantationsmedizin angeeignet und kennt die Staatsbürokratie im Land am Strome recht genau, denn die Handlung erscheint, bis hin zu unbedeutenden Details, durchaus glaubwürdig.
So kämpft der unangepasste Held, der wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten degradierte und zu einer „Sonderkommission“ strafversetzte Hauptmann Lenhart, assistiert von einer österreichischen Version Angelina Jolies in „Tumb Raider“, gegen eine international bestens vernetzte und von höchster Stelle protegierte Truppe von zu allen entschlossenen Gangstern. Die versorgen eine ebenso reiche wie schwer kranke Klientel – gegen stolze Honorare – mit Spenderorganen, was deren ursprüngliche Besitzer leider nicht überleben. Nicht jeder Schwerkranke hat Lust, als Nr. 367 gereihter Patient auf der Warteliste von „Eurotransplant“ zu versterben. Wenn die finanziellen Mittel es erlauben, und einem das Gewissen nicht allzu sehr im Wege steht, müssen eben Krethi und Plethi ins Gras beißen – sofern sie als Spender geeignet und leicht zu „extrahieren“ sind -, nicht aber die reichen und schönen Organempfänger. Das Leben im irdischen Jammertal ist nun einmal kein Ponyhof.
Ein Zufall führt die Ermittler auf die Spur des bestens organisierten Organhandelssyndikats, für dessen Erfolg, neben hochkompetenten Medizinern, auch die moderne Elektronik und skrupellose Auftragskiller Hauptrollen spielen.
Am Ende gewinnt aber doch das Gute und die Übeltäter können nach einem spannenden Parforceritt dingfest gemacht werden. Gottseidank. Allen Lesern sei jedenfalls gewünscht, dass sie niemals selbst auf ein Spenderorgan angewiesen sein mögen – auch auf kein „legales“.



The Discrimination Myth

(Andreas Tögel) Es heute zu wagen, bestimmte Menschen zu diskriminieren, ist ein starkes Stück. Zu diskriminieren, ist nach gängiger Mehrheitsmeinung böse – Ende der Durchsage. Dass es im Alltagsleben schier unmöglich ist, nicht zu diskriminieren (also zu unterscheiden), wird kaum wahrgenommen und/oder im politischen Diskurs geflissentlich anzusprechen vermieden. Das Thema ist ein Minenfeld.

The Discrimination Myth

Nicht zu diskriminieren würde bedeuten, jedermann Eintritt in sein Haus/seine Wohnung zu gewähren; jedermann sein Autor zu überlassen; nicht zwischen Menschen zu unterscheiden, mit denen man zu interagieren gedenkt oder auch nicht. Das aber ist offensichtlich ein Ding der Unmöglichkeit. Selbstverständlich suchen wir uns die Personen genau aus, die für die oben genannten Aktivitäten in Frage kommen – und das ist das gute Recht jedes einzelnen. Wenn nicht derjenige, wer dann sollte darüber entscheiden? Das demokratische Mehrheitskollektiv? Sollte das dann allenfalls auch die jeweiligen Sexualpartner bestimmen, die widerspruchslos zu akzeptieren sind? Wer würde in einer solchen Welt leben wollen?

Diskriminierung, darauf besteht der Autor ganz energisch, ist dann ein Übel, wenn sie politisch erzwungen wird – etwa im Wege der Gesetzgebung: Nürnberger Rassengesetze im deutschen NS-Staat, Jim-Crow-Laws im Süden der USA, die Apardheid in Südafrika. Wenn sie vonseiten privater Akteure erfolgt, mag das für die Diskriminierten im Einzelfall demütigend oder ungerecht erscheinen; Nichtdiskriminierung gesetzlich zu erzwingen, ist in aller Regel jedoch wesentlich schlimmer – insbesondere für die vermeintlich zu schützenden. Die afroamerikanischen Ökonomen Thomas Sowell und Walter Williams haben eine Reihe wissenschaftlicher Publikationen zu diesem Thema vorgelegt, die allesamt zeigen, dass die unerwünschten Nebenwirkungen von Antidiskriminierungesetzen den intendierten Zweck in aller Regel bei weitem überwiegen. Gut gemeint ist in allzu vielen Fällen eben das Gegenteil von gut gemacht.

Fazit: freie Vereinbarungen der Akteure auf dem Markt sind erzwungenen Verhaltensregeln vorzuziehen. Man kann per Gesetz nämlich zwar keine Freundschaften verordnen, aber problemlos bestehende Ressentiments zwischen sozialen oder ethnischen Gruppen verstärken oder gar Hass schüren. Dessen eingedenk, wäre es hoch an der Zeit, auf sämtliche Arten von „Affirmative Actions“ oder Antidiskriminierungsregeln zu verzichten.



Der Gottseibeiuns der Linken

Man muss Herbert Kickl wirklich nicht mögen. Immerhin bezeichnete er die FPÖ in seiner Zeit als Sozialsprecher als „verteilungspolitisch linke Partei“. Aber man muß auch nicht alles glauben, was die rotgrüne Journaille sich über ihn aus den Fingern saugt. Hier eine aktuelle Zusammenfassung der Ereignisse seit Kickls Angelobung als Innenminister. Aus der Feder eines Journalisten, der zu den paar Nichtkommunisten dieser dubiosen Zunft zählt.

(Andreas Tögel) Herbert Kickl polarisiert wie kein zweiter. Medien, Asylindustrie und Bobo-Szene hassen ihn. Der Chefredakteur der „Presse“ stilisiert ihn gar zum Robespierre der FPÖ. Viele Menschen aber, die nicht in linken Filterblasen leben, ihr Geld nicht in geschützten Werkstätten verdienen und die der Durchsetzung von Recht und Ordnung durchaus etwas abgewinnen können, halten ihn für einen fähigen Mann. Liegt die Wahrheit in der Mitte?

Der Gottseibeiuns der Linken

Der Journalist Werner Reichel zeichnet die Zeit von der Angelobung der türkis-blauen Regierung bis zum Bruch der Koalition nach, den Kanzler Sebastian Kurz mit dem sattsam bekannten „Ibiza-Video“ begründet. Doch in diesen Skandal, dem die personellen Konsequenzen der beiden darin verwickelten Personen auf dem Fuß folgen, ist Innenminister Kickl nicht verwickelt. Selbst seine schärfsten Kritiker, die jeden seiner Schritte minutiös überwachen, können das nicht behaupten.

Der Autor spürt den Gründen nach, die dazu führen, dass Kurz am Tag nach dem Rücktritt des Vizekanzlers und der Vereinbarung, die Koalition fortzusetzen, plötzlich die Forderung nach dem Kopf des Innenministers erhebt und damit – ohne Not – die Koalition in die Luft sprengt. Seither vergeht kein Tag, an dem die Medien – allen voran der dunkelrotgrüne ORF – ihn und die Freiheitlichen nicht mit Unflat überziehen. Das wird wohl nicht ganz ohne Wirkung auf den Ausgang der Wahlen im Herbst bleiben. Immerhin halten viele Rentner (das sind mehr als zwei Millionen Wahlberechtigte) den ORF erstaunlicherweise immer noch für eine seriöse Informationsquelle. Der smarte Jungstar der ÖVP hat seine Strahlkraft möglicherweise überschätzt.

Was auch immer der Innenminister in seiner kurzen Amtszeit unternimmt – es wird von den Medien in Grund und Boden verdammt; jeder seiner Schritte als einer auf dem Weg in einen autoritären Staat dargestellt. Ob Schaffung einer berittenen Polizeitruppe, sein Umgang mit „Flüchtlingen“, seine ohne jeden Beweis behauptete Rolle im Skandal um das BVT oder schlicht die Einladung zur Plauderstunde im ORF-Radio – alles wird zum Skandal aufgeblasen.

Die Verwendung unterschiedlicher Maßstäbe durch die Meinungsbildner – je nachdem, ob es um linke oder nichtlinke Kräfte im Lande geht, ist notorisch. Bei Herbert Kickl werden neue Gipfel erreicht. Selbst seine Körpergröße und sein abgebrochenes Philosophiestudium werden hämisch kommentiert. Eine Hilfsarbeiterin als Nationalratspräsidentin oder ein Maschinenschlosser als Gesundheitsminster sind dagegen kein Thema – solange es sich dabei um Sozialisten handelt.

Bundespräsident Van Der Bellen erklärt inzwischen, ihn nie wieder als Innenminister angeloben zu wollen. Einen Grund dafür nennt er allerdings nicht. Pure Willkür, so scheint es, breitet sich im Land der Hämmer aus.

Herbert Kickls Karriere ist mit Sicherheit noch nicht zu Ende. Nach den Wahlen im Herbst werden die Karten neu verteilt Dann werden wir weitersehen.



Aus gehabtem Schaden nichts gelernt!

(Andreas Tögel) Stefan Schubert, Ex-Polizist, Journalist, Bestsellerautor und Sicherheitsexperte, hat eine erdrückende Fülle von Material zusammengetragen, das seine These stützt, wonach der Islam ein Sicherheitsrisiko darstellt – und zwar nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte westliche Welt.

Über viele, viele Seiten und stets mit überprüfbaren Quellenangaben, listet er minutiös zahlreiche Untaten auf, die von jenen Männern verübt wurden, die der westlichen Zivilisation mit tödlicher Feindschaft gegenüberstehen und das Abendland schon seit geraumer Zeit als „Beuteland“ betrachten, oder die mit der unkontrollierten Massenzuwanderung von „Flüchtlingen“ aus Afrika und dem Orient ins Land kamen.

Aus gehabtem Schaden nichts gelernt!

Weit schlimmer noch als die offenkundig dramatische Verschlechterung der Sicherheitslage, wirkt indes die Haltung des politisch-medialen Komplexes, der unbeirrt und kontrafaktisch das Narrativ von der Kulturbereicherung durch muslimische Zuwanderer und deren Integrationsbereitschaft pflegt. Eisern halten die über die Deutungshoheit gebietenden Dressureliten daran fest – um im Gegenzug jedermann als Hinterwäldler, Unmenschen, Rassisten und/oder Nazi zu diffamieren, der einfach keinen Gefallen an der unübersehbaren Ausbreitung von der westlichen Lebensart fremden Parallelgesellschaften und an der Zerstörung bewährter politischer Strukturen finden kann. Nicht jeder ist dazu bereit, die Errungenschaften der Aufklärung auf dem Altar des zeitgeistigen Multikultiwahns zu opfern.

Wer mit der Sachlage an vorderster Front Bekanntschaft macht (etwa im Umgang mit ins Sozialsystem eingewanderten Muslimen oder als Streifen- und Kriminalpolizist), weiß, wo der Hund begraben liegt: Es ist nur und ausschließlich die Religion der die meisten Zuwanderer anhängen, die ihre Integration oder Assimilation nicht nur erschwert, sondern nahezu völlig ausschließt. „Die Mutter aller Probleme ist die muslimische Migration“, resümiert der Autor folgerichtig. Muslime zweiteilen die Welt kompromisslos in gute Rechtgläubige und böse Ungläubige. Die „Goldene Regel“ ist ihnen unbekannt. Und falls sie sie doch kennen, widerspricht sie dem Kern ihrer Religion. Denn in den von Allah gegebenen heiligen Schriften finden die „Rechtgläubigen“ Vorschriften und konkrete Handlungsanweisungen, wie mit den verhassten westlichen „Kuffar“ zu verfahren ist. Eingedenk dessen braucht sich niemand über die Probleme zu wundern, die mit der muslimischen Massenzuwanderung ins Land kommen.

Dass Meinungsbildner und politische Eliten mit einer Duldung, ja sogar Förderung der moslemischen Zuwanderung – baumseitig – an genau jenem Ast sägen, auf dem auch sie selbst sitzen, ist ein Phänomen, dessen Erklärung in dem Buch etwas mehr Raum hätte gewidmet werden sollen. Trotzdem: lesenswert!



Weg mit dem Fiat-Geld!

(Andreas Tögel) Das Buch richtet sich nicht an ein eingeweihtes Fachpublikum. Dem Autor ist es vielmehr darum zu tun, interessierten Normalsterblichen das Wesen des Geldes zu erklären; seine Entstehung, seine Bedeutung für das Leben der Menschen in einer modernen arbeitsteiligen Welt, und die langfristig verheerenden, keineswegs auf die Wirtschaft beschränkten Konsequenzen eines hoheitlichen Geldmonopols. Er verzichtet dabei auf die Verwendung eines Insidervokabulars und schildert den Sachverhalt in einer für Laien verständlichen und plausiblen Weise. Nach der Lektüre sollten die meisten Missverständnisse und Fehleinschätzungen, denen Otto Normalverbraucher auf dem Gebiet der Ökonomie im Allgemeinen und dem der Geldtheorie im Besonderen regelmäßig erliegt, ausgeräumt sein.

Weg mit dem Fiat-Geld

Dass Monopole für den Bürger und Konsumenten stets schädlich sind, ist Allgemeingut. Warum es sich ausgerechnet beim Geld anders verhalten soll, indes nicht. Was Milton Friedman (allerdings in anderem Zusammenhang) einst die „Tyrannei des Status quo“ genannt hat, gilt auch hier: Wer sonst, wenn nicht der Staat, sollte das Geld herausgeben und über politisch gesteuerte Notenbanken seinen Wert sicherstellen?

Dass Geldwertstabilität von den Symbionten Regierung und Geldwirtschaft so verstanden wird, dass das Geld Jahr für Jahr zwei Prozent an Wert verliert – seine Halter also sukzessive enteignet werden – scheint niemanden aufzuregen.
Dass Geld seinem Wesen nach ein Produkt des Marktes ist – und keinesfalls das eines hoheitlichen Ratschlusses, wissen die wenigsten. Dass die staatliche Verfügungsgewalt über das Geld und dessen Wert die Bürger in ein unentrinnbares Abhängigkeits- und Dienstbarkeitsverhältnis zwingt, erschließt sich den meisten ebenso wenig.

Andreas Marquart belässt es aber nicht bei einer Schilderung und Kritik der herrschenden Umstände, sondern liefert zum Schluss auch Visionen von einem Ausstieg aus dem hoheitlich manipulierten – hin zu einem marktgerechten, von privaten Herausgebern produzierten Geld.



Aus gehabtem Schaden nichts gelernt!

Stefan Schubert, Ex-Polizist, Journalist, Bestsellerautor und Sicherheitsexperte, hat eine erdrückende Fülle von Material zusammengetragen, das seine These stützt, wonach der Islam ein Sicherheitsrisiko darstellt – und zwar nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte westliche Welt.

Über viele, viele Seiten und stets mit überprüfbaren Quellenangaben, listet er minutiös zahlreiche Untaten auf, die von jenen Männern verübt wurden, die der westlichen Zivilisation mit tödlicher Feindschaft gegenüberstehen und das Abendland schon seit geraumer Zeit als „Beuteland“ betrachten, oder die mit der unkontrollierten Massenzuwanderung von „Flüchtlingen“ aus Afrika und dem Orient ins Land kamen.

Weit schlimmer noch als die offenkundig dramatische Verschlechterung der Sicherheitslage, wirkt indes die Haltung des politisch-medialen Komplexes, der unbeirrt und kontrafaktisch das Narrativ von der Kulturbereicherung durch muslimische Zuwanderer und deren Integrationsbereitschaft pflegt. Eisern halten die über die Deutungshoheit gebietenden Dressureliten daran fest – um im Gegenzug jedermann als Hinterwäldler, Unmenschen, Rassisten und/oder Nazi zu diffamieren, der einfach keinen Gefallen an der unübersehbaren Ausbreitung von der westlichen Lebensart fremden Parallelgesellschaften und an der Zerstörung bewährter politischer Strukturen finden kann. Nicht jeder ist dazu bereit, die Errungenschaften der Aufklärung auf dem Altar des zeitgeistigen Multikultiwahns zu opfern.

Wer mit der Sachlage an vorderster Front Bekanntschaft macht (etwa im Umgang mit ins Sozialsystem eingewanderten Muslimen oder als Streifen- und Kriminalpolizist), weiß, wo der Hund begraben liegt: Es ist nur und ausschließlich die Religion der die meisten Zuwanderer anhängen, die ihre Integration oder Assimilation nicht nur erschwert, sondern nahezu völlig ausschließt. „Die Mutter aller Probleme ist die muslimische Migration“, resümiert der Autor folgerichtig. Muslime zweiteilen die Welt kompromisslos in gute Rechtgläubige und böse Ungläubige. Die „Goldene Regel“ ist ihnen unbekannt.
Und falls sie sie doch kennen, widerspricht sie dem Kern ihrer Religion. Denn in den von Allah gegebenen heiligen Schriften finden die „Rechtgläubigen“ Vorschriften und konkrete Handlungsanweisungen, wie mit den verhassten westlichen „Kuffar“ zu verfahren ist. Eingedenk dessen braucht sich niemand über die Probleme zu wundern, die mit der muslimischen Massenzuwanderung ins Land kommen.

Dass Meinungsbildner und politische Eliten mit einer Duldung, ja sogar Förderung der moslemischen Zuwanderung – baumseitig – an genau jenem Ast sägen, auf dem auch sie selbst sitzen, ist ein Phänomen, dessen Erklärung in dem Buch etwas mehr Raum hätte gewidmet werden sollen. Trotzdem: lesenswert!

Sicherheitsrisiko Islam
Stefan Schubert
Kopp-Verlag
318 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-86445-686-2
23,70 Euro



Buchrezension: Gegen Wahlen

Die Demokratie ist in der Krise – obgleich sie von einer Mehrheit der Weltbevölkerung gewünscht und als jeder anderen Staatsform überlegen eingeschätzt wird. Sinkende Wahlbeteiligung, schwindende Zahlen von Parteimitgliedern und zunehmende Unzufriedenheit der Wähler mit ihren Regierungen sind unübersehbar. Der Autor diagnostiziert ein „demokratisches Ermüdungssyndrom“, dessen Hauptursache er in der Alternativlosigkeit zu regelmäßig stattfindenden Wahlritualen zu erkennen meint.

In der Tat zeigt der antike Prototyp, das athenische Vorbild, dass nicht Wahlen die Basis einer funktionierenden Demokratie bilden, sondern die Partizipation der Bürger, die sich eben nicht in der Stimmabgabe erschöpft.

Das in der Neuzeit aus der Mode gekommene Lossystem (das gegenwärtig nur noch zur Bestimmung von Geschworenen genutzt wird) ist nach Meinung des Autors dazu geeignet, die Auswahl des politischen Personals insofern zu verbessern, als Bestechung, Wählertäuschung und Korruption damit eingedämmt werden. Wenn der Zufall und nicht Skrupellosigkeit und das größere Talent zum planmäßigen Lügen entscheidet, brauchen den Wählern auch keine Märchen mehr aufgetischt zu werden.
Das ist eine zweifellos zutreffende Überlegung.

Der Autor plädiert daher für eine Kombination von Wahl- und Losverfahren, was sowohl auf die Effizienz, als auch auf die Legitimität der modernen Demokratie eine positive Wirkung ausüben würde. Leider werden von ihm einige wesentliche Ursachen der Demokratiekrise völlig ausgeblendet:

  1. Die Tendenz der wohlfahrtsstaatlichen Demokratie zur Infantilisierung der Stimmberechtigten. Wer deren Leben bis ins Detail regelt, trainiert ihnen jede Fähigkeit zur Selbstbestimmung ab. Wie aber sollen die Bürger auf sinnvolle Weise ihr Führungspersonal bestimmen können, wenn sie keine Verantwortung für ihr eigenes Leben zu tragen gewöhnt sind?

  2. Massendemokratien tendieren zur „sozialen“ Umverteilung und zur Planwirtschaft. Dass Planwirtschaften in 100/100 Fällen zu Mangel und Elend führen, ist indes hinlänglich erwiesen.

  3. Die Entkoppelung von Macht und Verantwortung: politische Mandate garantieren die Straflosigkeit bei fahrlässigen oder gar vorsätzlichen Fehlentscheidungen. Die Wähler einerseits bleiben anonym und die Gewählten andererseits verschanzen sich hinter ihrem Mandat. Wenn aber fehlerhaftes Handeln systembedingt keine negativen Konsequenzen nach sich zieht, ist „Moral hazard“ programmiert.

  4. Das politische Personal rekrutiert sich in jeder Demokratie aus einer rigorosen Negativauslese der Gesellschaft. Menschen, die auf dem Markt erfolgreich sind, begeben sich nicht in die Niederungen der Politik. Entweder sie sind in ihrem Beruf unabkömmlich oder sie würden ihre Einkommenssituation und weitere Karrieremöglichkeiten durch den Wechsel in die Politik drastisch verschlechtern. Daher zieht die Politik bevorzugt Zivilversager auf magische Weise an. Daran kann auch ein Lossystem nichts ändern, da die Besten gar nicht erst auf die Idee kommen, sich um ein politisches Amt zu bewerben.

Lord Dalberg-Acton erkannte, dass Macht korrumpiert. Solange die politische Klasse nicht entscheidend entmachtet wird – und zwar durch Wegnahme der meisten von ihr im Laufe der Zeit usurpierten Agenden – ist kein Ende der Demokratieverdrossenheit zu erwarten. Selbstbestimmung, nicht die Illusion der Mitbestimmung, bildet den Kern der Demokratie.

Gegen Wahlen: Warum Abstimmen nicht demokratisch ist
David Van Reybrouck
Wallstein-Verlag
200 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-8353-1871-7
17,90,- Euro



Buchrezension: Edelsteine als Investment

(Andreas Tögel) Das Misstrauen gegen staatliches Fiatgeld nimmt weltweit zu. Nicht ohne Grund geht seit Jahren der Trend zu spekulativen Investments in Kryptowährungen, sowie in als Inflationsschutz bewährte Edelmetalle (Gold und Silber). Der Goldkurs bewegt sich derzeit auf einem Fünfjahreshoch.

Doch das Horten edler Metalle birgt auch Nachteile, wie ein durch deren Gewicht und Volumen bedingter Lageraufwand, beschränkte Transportierbarkeit im Krisenfall und die relativ leichte Auffindbarkeit mittels Metalldetektoren, was im Falle des Verbots privaten Goldbesitzes (wie etwa in den USA zwischen 1933 und 1974) zum Problem werden kann.

Eine Alternative zum Gold bietet das Investment in Edelsteine. Deren leichte Transportierbarkeit infolge ihrer extremen Wertdichte und ihre beachtlichen Wertsteigerungen bilden die Hauptargumente dafür. Dass Edelsteine von geringerer „Liquidität“ sind als Gold, sollte allerdings nicht übersehen werden. Edelsteine kauft der Laie nicht einfach so. Es kann im Krisenfall möglicherweise schwierig werden, rasch Käufer dafür zu finden.

Grundsätzlich teilt sich der Edelsteinmarkt in zwei Kategorien: „Weiße Ware“, also Diamanten einerseits, und Farbsteine – Rubine, Saphire und Smaragde -, andererseits. Experten, wie der Autor dieses Buches empfehlen, zu Anlagezwecken ausschließlich auf die jeweils besten Qualitäten zu setzen. Bei Diamanten heißt das: beste Farbe (D oder E, früher auch als „River Blue“ bezeichnet), größte Reinheit (FL, Flawless oder IF, Internally Flawless) und beste Schliffqualität. Für die Wertaufbewahrung sollten Steine mit einer Größe zwischen 0,5 und zwei Karat gewählt werden.

Für Farbsteine gilt: Unbehandelt, beste Farbe (bei Rubinen „taubenblutrot“), größte Reinheit, erstklassige Bearbeitung und Größen ab einem Karat.

Für alle Edelsteinklassen gilt: das Volumen der Funde nimmt weltweit ab. Langfristig ist daher mit Wertsteigerungen zu rechnen, da die Nachfrage – besonders in Fernost – ständig zunimmt. Alle Details hinsichtlich der entscheidenden Bewertungskriterien werden im Buch ausführlich und in einer auch für Laien verständlichen Art und Weise dargestellt. Auch der Prüfung und Zertifizierung von Edelsteinen ist breiter Raum gewidmet.

Während sich der Wert von Diamanten in den letzten Jahren seitwärts bewegt hat und bei Schmucksteinqualitäten seit der Finanzkrise 2008 sogar etwas zurückgegangen ist, sind die Preise für Rubine aus Fernost (Burma) geradezu explosionsartig gestiegen. Topqualitäten sind heute schwer zu finden. Neue Abbaustätten in Afrika (Mozambique) füllen die durch die geringere Ausbeute in Asien bedingte Angebotslücke, wenngleich ihr Wert (noch) nicht an den der asiatischen Ware heranreicht.

Auch Saphire aus Burma haben eine turbulente Aufwärtsentwicklung ihrer Preise hinter sich. Nicht ganz so stark, aber ebenfalls beachtlich haben sich die Preise für Smaragde entwickelt, die vorzugsweise in Kolumbien abgebaut werden.

Wer ernsthaft daran denkt, Geld zu Wertaufbewahrungszwecken in Edelsteine zu investieren, dem sei die Lektüre dieses informativen Buches wärmstens empfohlen.



Buchrezension: Fauler Zauber: Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates

Über das süße Gift des Sozialismus

Der 2012 – viel zu früh – verstorbene Autor war ein sehr produktiver Geist. Wie kaum ein zweiter hat er es verstanden, auch komplexe wirtschaftliche und gesellschaftlich-politische Phänomene in einer Art und Weise darzustellen, dass sie sich auch unbedarften Lesern erschließen. In der vorliegenden Schrift geht es um das süße aber gefährliche Gift des Sozialstaates.

Wie sein großes geistiges Vorbild, F. A. Hayek, erkennt er in der romantisierenden Sehnsucht nach dem in der Kleingruppe oder in der steinzeitlichen Horde gelebten Altruismus, die Wurzel aller Kritik am vermeintlich kalten und „unmenschlichen“ Kapitalismus. Doch die große Gesellschaft, in der nicht jeder jeden kennt, verlangt nach gänzlich anderen Regeln und Prinzipien, um ein für alle gedeihliches Zusammenleben zu ermöglichen. Die Übertragung des Prinzips der Kleingruppe auf die moderne Massengesellschaft führt geradewegs in die Katastrophe.

Der Sozialismus, ein keineswegs erst mit Marx und Engels in die Welt getretenes Phänomen, ist unter verschiedenen Namen und unter den originellsten Tarnkappen verborgen, nach jedem gescheiterten Versuch seiner Verwirklichung immer wieder neu erstanden. Aktuell feiert er etwa unter den Bezeichnungen „Gender Mainstreaming“ und „Kampf dem Klimawandel“ fröhliche Urständ.

Das zentrale Kapitel in Baaders Ausführungen bildet der Gegensatz zwischen Sozialstaat und Minimalstaat. Er selbst ist Befürworter des letzteren, wiewohl er einräumt, dass „anarchokapitalistische“ Protagonisten einer völlig staatsfreien Privatrechtsordnung sehr starke Argumente auf ihrer Seite haben.

Minimalstaat also. Der beschränkt sich nach Baader auf den Schutz von Eigentum und Sicherheit des Bürgers im inneren und nach außen, wobei der Begriff Eigentum nicht nur materielle Aspekte umfasst, sondern sich an von John Locke formulierten Prinzipien orientiert, die er in seiner „Zweiten Abhandlung über die Regierung“ darlegt. Der deutsche Sozialist Ferdinand Lasalle verunglimpft diesen Minimalstaat als „Nachtwächterstaat“. Kein Wunder: Sozialisten schätzen private Eigentumsrechte gering, oder lehnen sie völlig ab. Das Kollektiv – letztlich der Staat – hat nach ihren Vorstelllungen von der Wiege bis zur Bahre vorzusorgen. Der Einzelne bezieht seine Rechte (falls überhaupt) vom Kollektiv und zählt ansonsten nichts.

Der konsequente Kampf aller Sozialisten gegen die Keimzelle der bürgerlichen Gesellschaft, die Familie, speist sich aus dem Wunsch, die Gesellschaft zu atomisieren, in welcher der einzelne nur noch Bindungen zum allsorgenden Staat kennt (und braucht), der neben sich nichts duldet. Der Sozialstaat tritt an die Stelle eines eifersüchtig über seine Herrlichkeit wachenden Gottes.

Unter dem eingängigen Schlachtruf eines „Kampfes für die soziale Gerechtigkeit“ hat der Sozialstaat nahezu alle gesellschaftlich relevanten Bastionen, wie Geldproduktion, Pensions- Kranken- und Unfallversicherung, Schulwesen und öffentliches Transportwesen (die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit) gestürmt. Er hat das Privatrecht weitgehend abgeschafft und verstaatlicht: Arbeits- und Mietverträge können unter seinem Regime nicht mehr nach der freien Willensübereinkunft der Vertragspartner geschlossen werden. Der Staat ist zur allsorgenden Gouvernante mutiert, die nicht etwa dafür sorgt, dass ihre Schützlinge gefahrlos zu Erwachsenen heranreifen, die ihre eigenen, selbst verantworteten Entscheidungen zu treffen verstehen; vielmehr achtet er darauf, dass seine Zöglinge ewig unmündige Kinder bleiben.

Das bleibt nicht ohne Folgen für die Demokratie: Wer der Fähigkeit entwöhnt ist, für sich selbst zu sorgen, wird auch kaum über die Fähigkeit verfügen, die richtige Auswahl bei der Bestellung seiner politischen Führer zu treffen, wie Alexis de Tocqueville bereits 1840 erkannt hat („Über die Demokratie in Amerika“).

Das sehr kurz ausgefallene Schlusskapitel „Auswege“ bietet wenig Hoffnung auf eine rechtzeitige Umkehr auf dem Weg zur Knechtschaft. Es ist ein Katalog der Maßnahmen die zu ergreifen wären, allerdings ohne jede Chance auf ihre Verwirklichung. „Errungenschaften“ des Sozialstaates wieder abzubauen, ist eine Herkulesaufgabe, der kein Sterblicher gewachsen sein dürfte.



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