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Aus gehabtem Schaden nichts gelernt!

(Andreas Tögel) Stefan Schubert, Ex-Polizist, Journalist, Bestsellerautor und Sicherheitsexperte, hat eine erdrückende Fülle von Material zusammengetragen, das seine These stützt, wonach der Islam ein Sicherheitsrisiko darstellt – und zwar nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte westliche Welt.

Über viele, viele Seiten und stets mit überprüfbaren Quellenangaben, listet er minutiös zahlreiche Untaten auf, die von jenen Männern verübt wurden, die der westlichen Zivilisation mit tödlicher Feindschaft gegenüberstehen und das Abendland schon seit geraumer Zeit als „Beuteland“ betrachten, oder die mit der unkontrollierten Massenzuwanderung von „Flüchtlingen“ aus Afrika und dem Orient ins Land kamen.

Aus gehabtem Schaden nichts gelernt!

Weit schlimmer noch als die offenkundig dramatische Verschlechterung der Sicherheitslage, wirkt indes die Haltung des politisch-medialen Komplexes, der unbeirrt und kontrafaktisch das Narrativ von der Kulturbereicherung durch muslimische Zuwanderer und deren Integrationsbereitschaft pflegt. Eisern halten die über die Deutungshoheit gebietenden Dressureliten daran fest – um im Gegenzug jedermann als Hinterwäldler, Unmenschen, Rassisten und/oder Nazi zu diffamieren, der einfach keinen Gefallen an der unübersehbaren Ausbreitung von der westlichen Lebensart fremden Parallelgesellschaften und an der Zerstörung bewährter politischer Strukturen finden kann. Nicht jeder ist dazu bereit, die Errungenschaften der Aufklärung auf dem Altar des zeitgeistigen Multikultiwahns zu opfern.

Wer mit der Sachlage an vorderster Front Bekanntschaft macht (etwa im Umgang mit ins Sozialsystem eingewanderten Muslimen oder als Streifen- und Kriminalpolizist), weiß, wo der Hund begraben liegt: Es ist nur und ausschließlich die Religion der die meisten Zuwanderer anhängen, die ihre Integration oder Assimilation nicht nur erschwert, sondern nahezu völlig ausschließt. „Die Mutter aller Probleme ist die muslimische Migration“, resümiert der Autor folgerichtig. Muslime zweiteilen die Welt kompromisslos in gute Rechtgläubige und böse Ungläubige. Die „Goldene Regel“ ist ihnen unbekannt. Und falls sie sie doch kennen, widerspricht sie dem Kern ihrer Religion. Denn in den von Allah gegebenen heiligen Schriften finden die „Rechtgläubigen“ Vorschriften und konkrete Handlungsanweisungen, wie mit den verhassten westlichen „Kuffar“ zu verfahren ist. Eingedenk dessen braucht sich niemand über die Probleme zu wundern, die mit der muslimischen Massenzuwanderung ins Land kommen.

Dass Meinungsbildner und politische Eliten mit einer Duldung, ja sogar Förderung der moslemischen Zuwanderung – baumseitig – an genau jenem Ast sägen, auf dem auch sie selbst sitzen, ist ein Phänomen, dessen Erklärung in dem Buch etwas mehr Raum hätte gewidmet werden sollen. Trotzdem: lesenswert!



Weg mit dem Fiat-Geld!

(Andreas Tögel) Das Buch richtet sich nicht an ein eingeweihtes Fachpublikum. Dem Autor ist es vielmehr darum zu tun, interessierten Normalsterblichen das Wesen des Geldes zu erklären; seine Entstehung, seine Bedeutung für das Leben der Menschen in einer modernen arbeitsteiligen Welt, und die langfristig verheerenden, keineswegs auf die Wirtschaft beschränkten Konsequenzen eines hoheitlichen Geldmonopols. Er verzichtet dabei auf die Verwendung eines Insidervokabulars und schildert den Sachverhalt in einer für Laien verständlichen und plausiblen Weise. Nach der Lektüre sollten die meisten Missverständnisse und Fehleinschätzungen, denen Otto Normalverbraucher auf dem Gebiet der Ökonomie im Allgemeinen und dem der Geldtheorie im Besonderen regelmäßig erliegt, ausgeräumt sein.

Weg mit dem Fiat-Geld

Dass Monopole für den Bürger und Konsumenten stets schädlich sind, ist Allgemeingut. Warum es sich ausgerechnet beim Geld anders verhalten soll, indes nicht. Was Milton Friedman (allerdings in anderem Zusammenhang) einst die „Tyrannei des Status quo“ genannt hat, gilt auch hier: Wer sonst, wenn nicht der Staat, sollte das Geld herausgeben und über politisch gesteuerte Notenbanken seinen Wert sicherstellen?

Dass Geldwertstabilität von den Symbionten Regierung und Geldwirtschaft so verstanden wird, dass das Geld Jahr für Jahr zwei Prozent an Wert verliert – seine Halter also sukzessive enteignet werden – scheint niemanden aufzuregen.
Dass Geld seinem Wesen nach ein Produkt des Marktes ist – und keinesfalls das eines hoheitlichen Ratschlusses, wissen die wenigsten. Dass die staatliche Verfügungsgewalt über das Geld und dessen Wert die Bürger in ein unentrinnbares Abhängigkeits- und Dienstbarkeitsverhältnis zwingt, erschließt sich den meisten ebenso wenig.

Andreas Marquart belässt es aber nicht bei einer Schilderung und Kritik der herrschenden Umstände, sondern liefert zum Schluss auch Visionen von einem Ausstieg aus dem hoheitlich manipulierten – hin zu einem marktgerechten, von privaten Herausgebern produzierten Geld.



Aus gehabtem Schaden nichts gelernt!

Stefan Schubert, Ex-Polizist, Journalist, Bestsellerautor und Sicherheitsexperte, hat eine erdrückende Fülle von Material zusammengetragen, das seine These stützt, wonach der Islam ein Sicherheitsrisiko darstellt – und zwar nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte westliche Welt.

Über viele, viele Seiten und stets mit überprüfbaren Quellenangaben, listet er minutiös zahlreiche Untaten auf, die von jenen Männern verübt wurden, die der westlichen Zivilisation mit tödlicher Feindschaft gegenüberstehen und das Abendland schon seit geraumer Zeit als „Beuteland“ betrachten, oder die mit der unkontrollierten Massenzuwanderung von „Flüchtlingen“ aus Afrika und dem Orient ins Land kamen.

Weit schlimmer noch als die offenkundig dramatische Verschlechterung der Sicherheitslage, wirkt indes die Haltung des politisch-medialen Komplexes, der unbeirrt und kontrafaktisch das Narrativ von der Kulturbereicherung durch muslimische Zuwanderer und deren Integrationsbereitschaft pflegt. Eisern halten die über die Deutungshoheit gebietenden Dressureliten daran fest – um im Gegenzug jedermann als Hinterwäldler, Unmenschen, Rassisten und/oder Nazi zu diffamieren, der einfach keinen Gefallen an der unübersehbaren Ausbreitung von der westlichen Lebensart fremden Parallelgesellschaften und an der Zerstörung bewährter politischer Strukturen finden kann. Nicht jeder ist dazu bereit, die Errungenschaften der Aufklärung auf dem Altar des zeitgeistigen Multikultiwahns zu opfern.

Wer mit der Sachlage an vorderster Front Bekanntschaft macht (etwa im Umgang mit ins Sozialsystem eingewanderten Muslimen oder als Streifen- und Kriminalpolizist), weiß, wo der Hund begraben liegt: Es ist nur und ausschließlich die Religion der die meisten Zuwanderer anhängen, die ihre Integration oder Assimilation nicht nur erschwert, sondern nahezu völlig ausschließt. „Die Mutter aller Probleme ist die muslimische Migration“, resümiert der Autor folgerichtig. Muslime zweiteilen die Welt kompromisslos in gute Rechtgläubige und böse Ungläubige. Die „Goldene Regel“ ist ihnen unbekannt.
Und falls sie sie doch kennen, widerspricht sie dem Kern ihrer Religion. Denn in den von Allah gegebenen heiligen Schriften finden die „Rechtgläubigen“ Vorschriften und konkrete Handlungsanweisungen, wie mit den verhassten westlichen „Kuffar“ zu verfahren ist. Eingedenk dessen braucht sich niemand über die Probleme zu wundern, die mit der muslimischen Massenzuwanderung ins Land kommen.

Dass Meinungsbildner und politische Eliten mit einer Duldung, ja sogar Förderung der moslemischen Zuwanderung – baumseitig – an genau jenem Ast sägen, auf dem auch sie selbst sitzen, ist ein Phänomen, dessen Erklärung in dem Buch etwas mehr Raum hätte gewidmet werden sollen. Trotzdem: lesenswert!

Sicherheitsrisiko Islam
Stefan Schubert
Kopp-Verlag
318 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-86445-686-2
23,70 Euro



Buchrezension: Gegen Wahlen

Die Demokratie ist in der Krise – obgleich sie von einer Mehrheit der Weltbevölkerung gewünscht und als jeder anderen Staatsform überlegen eingeschätzt wird. Sinkende Wahlbeteiligung, schwindende Zahlen von Parteimitgliedern und zunehmende Unzufriedenheit der Wähler mit ihren Regierungen sind unübersehbar. Der Autor diagnostiziert ein „demokratisches Ermüdungssyndrom“, dessen Hauptursache er in der Alternativlosigkeit zu regelmäßig stattfindenden Wahlritualen zu erkennen meint.

In der Tat zeigt der antike Prototyp, das athenische Vorbild, dass nicht Wahlen die Basis einer funktionierenden Demokratie bilden, sondern die Partizipation der Bürger, die sich eben nicht in der Stimmabgabe erschöpft.

Das in der Neuzeit aus der Mode gekommene Lossystem (das gegenwärtig nur noch zur Bestimmung von Geschworenen genutzt wird) ist nach Meinung des Autors dazu geeignet, die Auswahl des politischen Personals insofern zu verbessern, als Bestechung, Wählertäuschung und Korruption damit eingedämmt werden. Wenn der Zufall und nicht Skrupellosigkeit und das größere Talent zum planmäßigen Lügen entscheidet, brauchen den Wählern auch keine Märchen mehr aufgetischt zu werden.
Das ist eine zweifellos zutreffende Überlegung.

Der Autor plädiert daher für eine Kombination von Wahl- und Losverfahren, was sowohl auf die Effizienz, als auch auf die Legitimität der modernen Demokratie eine positive Wirkung ausüben würde. Leider werden von ihm einige wesentliche Ursachen der Demokratiekrise völlig ausgeblendet:

  1. Die Tendenz der wohlfahrtsstaatlichen Demokratie zur Infantilisierung der Stimmberechtigten. Wer deren Leben bis ins Detail regelt, trainiert ihnen jede Fähigkeit zur Selbstbestimmung ab. Wie aber sollen die Bürger auf sinnvolle Weise ihr Führungspersonal bestimmen können, wenn sie keine Verantwortung für ihr eigenes Leben zu tragen gewöhnt sind?

  2. Massendemokratien tendieren zur „sozialen“ Umverteilung und zur Planwirtschaft. Dass Planwirtschaften in 100/100 Fällen zu Mangel und Elend führen, ist indes hinlänglich erwiesen.

  3. Die Entkoppelung von Macht und Verantwortung: politische Mandate garantieren die Straflosigkeit bei fahrlässigen oder gar vorsätzlichen Fehlentscheidungen. Die Wähler einerseits bleiben anonym und die Gewählten andererseits verschanzen sich hinter ihrem Mandat. Wenn aber fehlerhaftes Handeln systembedingt keine negativen Konsequenzen nach sich zieht, ist „Moral hazard“ programmiert.

  4. Das politische Personal rekrutiert sich in jeder Demokratie aus einer rigorosen Negativauslese der Gesellschaft. Menschen, die auf dem Markt erfolgreich sind, begeben sich nicht in die Niederungen der Politik. Entweder sie sind in ihrem Beruf unabkömmlich oder sie würden ihre Einkommenssituation und weitere Karrieremöglichkeiten durch den Wechsel in die Politik drastisch verschlechtern. Daher zieht die Politik bevorzugt Zivilversager auf magische Weise an. Daran kann auch ein Lossystem nichts ändern, da die Besten gar nicht erst auf die Idee kommen, sich um ein politisches Amt zu bewerben.

Lord Dalberg-Acton erkannte, dass Macht korrumpiert. Solange die politische Klasse nicht entscheidend entmachtet wird – und zwar durch Wegnahme der meisten von ihr im Laufe der Zeit usurpierten Agenden – ist kein Ende der Demokratieverdrossenheit zu erwarten. Selbstbestimmung, nicht die Illusion der Mitbestimmung, bildet den Kern der Demokratie.

Gegen Wahlen: Warum Abstimmen nicht demokratisch ist
David Van Reybrouck
Wallstein-Verlag
200 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-8353-1871-7
17,90,- Euro



Buchrezension: Edelsteine als Investment

(Andreas Tögel) Das Misstrauen gegen staatliches Fiatgeld nimmt weltweit zu. Nicht ohne Grund geht seit Jahren der Trend zu spekulativen Investments in Kryptowährungen, sowie in als Inflationsschutz bewährte Edelmetalle (Gold und Silber). Der Goldkurs bewegt sich derzeit auf einem Fünfjahreshoch.

Doch das Horten edler Metalle birgt auch Nachteile, wie ein durch deren Gewicht und Volumen bedingter Lageraufwand, beschränkte Transportierbarkeit im Krisenfall und die relativ leichte Auffindbarkeit mittels Metalldetektoren, was im Falle des Verbots privaten Goldbesitzes (wie etwa in den USA zwischen 1933 und 1974) zum Problem werden kann.

Eine Alternative zum Gold bietet das Investment in Edelsteine. Deren leichte Transportierbarkeit infolge ihrer extremen Wertdichte und ihre beachtlichen Wertsteigerungen bilden die Hauptargumente dafür. Dass Edelsteine von geringerer „Liquidität“ sind als Gold, sollte allerdings nicht übersehen werden. Edelsteine kauft der Laie nicht einfach so. Es kann im Krisenfall möglicherweise schwierig werden, rasch Käufer dafür zu finden.

Grundsätzlich teilt sich der Edelsteinmarkt in zwei Kategorien: „Weiße Ware“, also Diamanten einerseits, und Farbsteine – Rubine, Saphire und Smaragde -, andererseits. Experten, wie der Autor dieses Buches empfehlen, zu Anlagezwecken ausschließlich auf die jeweils besten Qualitäten zu setzen. Bei Diamanten heißt das: beste Farbe (D oder E, früher auch als „River Blue“ bezeichnet), größte Reinheit (FL, Flawless oder IF, Internally Flawless) und beste Schliffqualität. Für die Wertaufbewahrung sollten Steine mit einer Größe zwischen 0,5 und zwei Karat gewählt werden.

Für Farbsteine gilt: Unbehandelt, beste Farbe (bei Rubinen „taubenblutrot“), größte Reinheit, erstklassige Bearbeitung und Größen ab einem Karat.

Für alle Edelsteinklassen gilt: das Volumen der Funde nimmt weltweit ab. Langfristig ist daher mit Wertsteigerungen zu rechnen, da die Nachfrage – besonders in Fernost – ständig zunimmt. Alle Details hinsichtlich der entscheidenden Bewertungskriterien werden im Buch ausführlich und in einer auch für Laien verständlichen Art und Weise dargestellt. Auch der Prüfung und Zertifizierung von Edelsteinen ist breiter Raum gewidmet.

Während sich der Wert von Diamanten in den letzten Jahren seitwärts bewegt hat und bei Schmucksteinqualitäten seit der Finanzkrise 2008 sogar etwas zurückgegangen ist, sind die Preise für Rubine aus Fernost (Burma) geradezu explosionsartig gestiegen. Topqualitäten sind heute schwer zu finden. Neue Abbaustätten in Afrika (Mozambique) füllen die durch die geringere Ausbeute in Asien bedingte Angebotslücke, wenngleich ihr Wert (noch) nicht an den der asiatischen Ware heranreicht.

Auch Saphire aus Burma haben eine turbulente Aufwärtsentwicklung ihrer Preise hinter sich. Nicht ganz so stark, aber ebenfalls beachtlich haben sich die Preise für Smaragde entwickelt, die vorzugsweise in Kolumbien abgebaut werden.

Wer ernsthaft daran denkt, Geld zu Wertaufbewahrungszwecken in Edelsteine zu investieren, dem sei die Lektüre dieses informativen Buches wärmstens empfohlen.



Buchrezension: Fauler Zauber: Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates

Über das süße Gift des Sozialismus

Der 2012 – viel zu früh – verstorbene Autor war ein sehr produktiver Geist. Wie kaum ein zweiter hat er es verstanden, auch komplexe wirtschaftliche und gesellschaftlich-politische Phänomene in einer Art und Weise darzustellen, dass sie sich auch unbedarften Lesern erschließen. In der vorliegenden Schrift geht es um das süße aber gefährliche Gift des Sozialstaates.

Wie sein großes geistiges Vorbild, F. A. Hayek, erkennt er in der romantisierenden Sehnsucht nach dem in der Kleingruppe oder in der steinzeitlichen Horde gelebten Altruismus, die Wurzel aller Kritik am vermeintlich kalten und „unmenschlichen“ Kapitalismus. Doch die große Gesellschaft, in der nicht jeder jeden kennt, verlangt nach gänzlich anderen Regeln und Prinzipien, um ein für alle gedeihliches Zusammenleben zu ermöglichen. Die Übertragung des Prinzips der Kleingruppe auf die moderne Massengesellschaft führt geradewegs in die Katastrophe.

Der Sozialismus, ein keineswegs erst mit Marx und Engels in die Welt getretenes Phänomen, ist unter verschiedenen Namen und unter den originellsten Tarnkappen verborgen, nach jedem gescheiterten Versuch seiner Verwirklichung immer wieder neu erstanden. Aktuell feiert er etwa unter den Bezeichnungen „Gender Mainstreaming“ und „Kampf dem Klimawandel“ fröhliche Urständ.

Das zentrale Kapitel in Baaders Ausführungen bildet der Gegensatz zwischen Sozialstaat und Minimalstaat. Er selbst ist Befürworter des letzteren, wiewohl er einräumt, dass „anarchokapitalistische“ Protagonisten einer völlig staatsfreien Privatrechtsordnung sehr starke Argumente auf ihrer Seite haben.

Minimalstaat also. Der beschränkt sich nach Baader auf den Schutz von Eigentum und Sicherheit des Bürgers im inneren und nach außen, wobei der Begriff Eigentum nicht nur materielle Aspekte umfasst, sondern sich an von John Locke formulierten Prinzipien orientiert, die er in seiner „Zweiten Abhandlung über die Regierung“ darlegt. Der deutsche Sozialist Ferdinand Lasalle verunglimpft diesen Minimalstaat als „Nachtwächterstaat“. Kein Wunder: Sozialisten schätzen private Eigentumsrechte gering, oder lehnen sie völlig ab. Das Kollektiv – letztlich der Staat – hat nach ihren Vorstelllungen von der Wiege bis zur Bahre vorzusorgen. Der Einzelne bezieht seine Rechte (falls überhaupt) vom Kollektiv und zählt ansonsten nichts.

Der konsequente Kampf aller Sozialisten gegen die Keimzelle der bürgerlichen Gesellschaft, die Familie, speist sich aus dem Wunsch, die Gesellschaft zu atomisieren, in welcher der einzelne nur noch Bindungen zum allsorgenden Staat kennt (und braucht), der neben sich nichts duldet. Der Sozialstaat tritt an die Stelle eines eifersüchtig über seine Herrlichkeit wachenden Gottes.

Unter dem eingängigen Schlachtruf eines „Kampfes für die soziale Gerechtigkeit“ hat der Sozialstaat nahezu alle gesellschaftlich relevanten Bastionen, wie Geldproduktion, Pensions- Kranken- und Unfallversicherung, Schulwesen und öffentliches Transportwesen (die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit) gestürmt. Er hat das Privatrecht weitgehend abgeschafft und verstaatlicht: Arbeits- und Mietverträge können unter seinem Regime nicht mehr nach der freien Willensübereinkunft der Vertragspartner geschlossen werden. Der Staat ist zur allsorgenden Gouvernante mutiert, die nicht etwa dafür sorgt, dass ihre Schützlinge gefahrlos zu Erwachsenen heranreifen, die ihre eigenen, selbst verantworteten Entscheidungen zu treffen verstehen; vielmehr achtet er darauf, dass seine Zöglinge ewig unmündige Kinder bleiben.

Das bleibt nicht ohne Folgen für die Demokratie: Wer der Fähigkeit entwöhnt ist, für sich selbst zu sorgen, wird auch kaum über die Fähigkeit verfügen, die richtige Auswahl bei der Bestellung seiner politischen Führer zu treffen, wie Alexis de Tocqueville bereits 1840 erkannt hat („Über die Demokratie in Amerika“).

Das sehr kurz ausgefallene Schlusskapitel „Auswege“ bietet wenig Hoffnung auf eine rechtzeitige Umkehr auf dem Weg zur Knechtschaft. Es ist ein Katalog der Maßnahmen die zu ergreifen wären, allerdings ohne jede Chance auf ihre Verwirklichung. „Errungenschaften“ des Sozialstaates wieder abzubauen, ist eine Herkulesaufgabe, der kein Sterblicher gewachsen sein dürfte.



Buchrezension: The Wolf: The Mystery Raider That Terrorized The Seas During World War I

Mit Mut, Verstand und dem Glück des Tüchtigen

(Andreas Tögel) Mehr als 100 Jahre sind seit dem Ende des Ersten Weltkrieges vergangen. Einer seiner weniger bekannten Aspekte ist der Handelskrieg zur See. Beide am Krieg beteiligte Seiten hatten erkannt, dass der Versorgung des Gegners mit Rohstoffen und Lebensmitteln kriegsentscheidende Bedeutung zukommt. Beide Seiten versuchten, dem Feind die Versorgung damit abzuschneiden. Die Briten setzten, gestützt auf ihre weit überlegende Überwassermarine, auf eine „Kontinentalblockade“, die rasch Wirkung zeigte. Besonders der Mangel an aus Übersee eingeführten Düngemitteln führte auf Seiten der Mittelmächte zu starken Einbrüchen in der landwirtschaftlichen Produktion und zu erheblichen Versorgungmängeln.

The Wolf: The Mystery Raider That Terrorized The Seas During World War I

Die Deutschen konterten mit einer U-Boot-Offensive, die zu existenzbedrohenden Verlusten an britischem Schiffsraum führte. Kriegsrechtsbedingte Einschränkungen des U-Bootkrieges, und die Gefahr, die USA in den Krieg zu ziehen (Stichwort Lusitania, 1915), veranlassten den kaiserlichen Marinestab dazu, nach Alternativen zu suchen. Nachdem die für den Handelskrieg prädestinierten Kreuzer des Ostasiengeschwaders, das im Dezember 1914 bei den Falklandinseln versenkt worden war (nur der schnelle Kreuzer Dresden konnte der Vernichtung entgehen), entschied man sich für den Einsatz bewaffneter Handelsschiffe als Hilfskreuzer. Eines dieser Schiffe war die „Wolf“.

Gestützt auf fünf Jahre lang gesammelte Logbucheintragungen der „Wolf“, Korrespondenzen deutscher und alliierter Militärs, Pressenachrichten, Erinnerungen von Besatzungsmitgliedern der „Wolf“ und Aussagen von Besatzungsmitgliedern und Passagieren der von ihr aufgebrachten Schiffe, haben die beiden Autoren eine packende Schilderung der im Verlauf von 444 (!) Tagen auf See eingetretenen Ereignisse vorgelegt.

Ausgerüstet mit zehn getarnten Kanonen, vier Torpedorohren, über 600 Minen, einer hochmodernen Ausrüstung zum Abhören des feindlichen Funkverkehrs, sowie einem Bordflugzeug, ging das „schwarze Schiff“ im November 1917 in See. Auftrag: Störung des alliierten Seehandels mittels Verminung von Hafenzufahrten in Südafrika, Arabien, Ceylon, Singapur, Australien und Neuseeland, und daran anschließender Kaperkrieg. Die „Erfolgsbilanz“ der „Wolf“ kann sich sehen lassen: Auf ihrer Fahrt über drei Weltmeere und 64.000 Seemeilen, wurden 30 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 138.000 BRT durch Minen versenkt oder gekapert und 400 Personen interniert und nach Deutschland gebracht.

Angesichts des Fehlens überseeischer Stützpunkte war das Schiff die gesamte Zeit über auf sich allein gestellt und, da kein Hafen zwecks Nachschubaufnahme angelaufen werden konnte, darauf angewiesen, die benötigten Kohle- und Lebensmittelvorräte durch das (seerechtskonforme) Plündern aufgebrachter Schiffe zu beschaffen.

Eine strikte Geheimhaltungspolitik der britischen Admiralität sorgte in Verbindung mit einer rigorosen Pressezensur dafür, die Öffentlichkeit über die Aktivitäten der deutschen Hilfskreuzer im Unklaren zu lassen. Mysteriöse Schiffsverluste, die auf die Rechnung von durch die „Wolf“ gelegte Minen oder eine Kaperung durch sie gingen, wurden geraume Zeit als Folge von Sabotageaktivitäten deutschstämmiger Immigranten betrachtet. Die gräuelpropagandistische Darstellung der „Hunnen“ als kindermordende, brunnenvergiftende und Frauen vergewaltigende Untermenschen, führte zu einer regelrechten Hexenjagd auf alles Deutsche in den britischen Überseeterritorien.

Im Gegensatz zu ihren Erwartungen, erfuhren Besatzungen und Passagiere der gekaperten Schiffe, darunter auch Frauen und Kinder, eine durchwegs gute und faire Behandlung durch Offiziere und Besatzung der Wolf. Kapitän Karl August Nerger schaffte es, den als Selbstmordeinsatz eingeschätzten Raid, verfolgt und gejagt von fünf feindlichen Kriegsmarinen, unbeschadet zu Ende zu bringen. Dafür wurde er mit dem höchsten deutschen Orden, dem Pour le Mérite ausgezeichnet.

Die beiden Autoren haben ein ausgewogenes Werk vorgelegt, das einen weithin unbeachteten Aspekt des Krieges schildert – ohne antideutsches Ressentiment und bar jeder romantisierenden Verklärung. Ein großartiges, gut recherchiertes Buch, das bislang allerdings nur in englischer Sprache vorliegt.



Buchrezension – Es gibt keinen „Dritten Weg“

(Andreas Tögel) Blickt man in der Geschichte zurück, waren es stets die Zeiten wirtschaftlicher Freiheit, die auch breiten Wohlstand ermöglichten. Umgekehrt waren es stets Phasen maximaler Regulierung, die den gegenteiligen Effekt hatten. Hochentwickelte, arbeitsteilig organisierte Gesellschaften profitieren von der Freiheit des Einzelnen, wirtschaftlich selbstbestimmt zu handeln. Regierungseingriffe in die Wirtschaftsabläufe hemmen Innovation und Fortschritt – am Ende zum Nachteil aller Marktakteure.

Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hat sich eingehend mit der Wechselwirkung zwischen Freiheit und Wohlstand auseinandergesetzt und seine Gedanken im vorliegenden Buch zusammengefasst.

Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen hat sich seit dem Jahr Null bis zum Beginn der Industriellen Revolution kaum verändert. Erst der durch Kapitalakkumulation ermöglichte, im 19. Jahrhundert stark an Fahrt gewinnende Übergang von der Agrar- zur Industriewirtschaft, hatte eine gewaltige Aufwärtsentwicklung zur Folge, die sich im 20. Jahrhundert weiter verstärkte. Die durch die „kapitalistische“ Produktionsweise ermöglichte Produktivitätssteigerung ging mit einer starken Zunahme der Lohneinkommen einher. Marx lag mit seiner Prophezeiung einer „Pauperisierung“ der Massen ebenso daneben, wie vor ihm schon Malthus, der eine kollektive Verelendung infolge nicht ausreichender Nahrungsmittelproduktion prognostizierte. Beide hatten die Effizienz und Flexibilität der Marktwirtschaft unterschätzt.

Zunehmende Regulierungen, die seitens der Regierungen hauptsächlich dem Wunsch geschuldet sind, soziale Absicherungen einzuführen – und durch erzwungene Umverteilung zu finanzieren -, bremsen die dynamische Aufwärtsentwicklung. Immer wieder wird nämlich geflissentlich darüber hinweggesehen, dass nur verteilt werden kann, was zuvor produziert wurde. Wer also – mit Verboten und Vorschriften aller Art – der Produktion Hindernisse in den Weg legt, ersetzt Freiheit durch Zwang und verringert damit den Wohlstand. Wer den Eigennutz von Unternehmern und Investoren anprangert und bekämpft, schadet am Ende den werktätigen Massen mehr als den „Kapitalisten“. Arbeitsteiliges Wirtschaften ist eben kein Nullsummenspiel!

Als positive Beispiele nennt Mayer etwa das „deutsche Wirtschaftswunder“, das durch die liberale Deregulierungspolitik Ludwig Erhards möglich wurde. Dessen damals keineswegs den Wünschen der Wählermehrheit entsprechenden Reformen, legten den Grundstein für die Wirtschaftsstärke Deutschlands, die von den Sozialisten in allen Parteien bis heute nicht zerstört werden konnte. Am anderen Ende des eurasischen Kontinents markierten die in den 1980er-Jahren auf den Weg gebrachten, wirtschaftsliberalen Reformen Deng Xiaopings den Beginn eines chinesischen „Wirtschaftswunders“. Das abschreckende Gegenbeispiel bildet der davor, nämlich zwischen 1958 und 1961 versuchte „Große Sprung nach vorn“ Maos, als dessen Folgen Massenelend und viele Millionen von Hungertoten zu beklagen waren. Rigorose Wirtschaftsplanung führt am Ende stets ins Desaster.

Der Markt als chaotisches System der Selbststeuerung, in welchem die entscheidenden Signale von den durch Angebot und Nachfrage bestimmten Preisen ausgehen, erweist sich jeder zentralistischen Planwirtschaft als klar überlegen. Das auf alle Marktteilnehmer verteilte Wissen kann durch keine noch so gut organisierte Planungsbehörde der Welt jemals ersetzt werden.

Nun sind moderne Linke heute aber nicht mehr darauf erpicht, 150 Jahre alte marxistische Konzepte erneut umzusetzen und alle Produktionsmittel zu kollektivieren. Sie phantasieren vielmehr von einem „Dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Sozialismus, um darauf zur besten aller Welten zu schreiten. Sie träumen davon, die Produktivität und Effizienz des einen mit der (vermeintlichen) sozialen Sicherheit des anderen zu verbinden. Das grundlegende Missverständnis dabei: Die Steuerungsfunktion des Marktes beruht auf der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen, die durch staatliche Lenkungseingriffe wesentlich beeinflusst wird. Wer dank „sozialer Absicherung“ für die Folgen seines fehlerhaften Handelns nicht mehr verantwortlich ist und nicht mehr scheitern kann, folgt falschen Anreizen. Er wird dazu verleitet, hohe Risiken einzugehen und die allfälligen Kosten seiner Misswirtschaft unbeteiligten Dritten aufzubürden. Die angeblich alternativlose Rettung von Banken, die „too big to fail“ sind, und, weil „systemrelevant“, mit Steuergeld vor dem Untergang bewahrt werden müssen, ist eines der Symptome dieser Fehlentwicklung.

Damit nicht genug, wenden sich die „verlassenen Mündel“ des Wohlfahrtsstaats zunehmend von ihren Regierungen ab, von denen sie sich verraten fühlen. Doch ein kollektiver Vertrauensverlust ist in einer arbeitsteiligen Gesellschaft geradezu verheerend, sobald sie das Ausmaß einer kleinen Horde übersteigt, in der jeder jeden kennt. Wenn es so weit kommt, beginnt das politische System sich selbst zu zerstören.

Der viel beschworene „Dritte Weg“ ist daher nichts weiter als ein verlockendes Trugbild. Es gibt ihn nicht. Erhards soziale Marktwirtschaft war eben kein „gezähmter Kapitalismus“. Sie war einfach dadurch sozial, weil sie den auf dem Markt wirkenden Kräften weitgehende Freiheit zugestand und damit bestmögliche Resultate hervorbrachte..

Eine Rückkehr zu den Prinzipien des klassischen Liberalismus ist nach Ansicht Mayers daher unabdingbar, wenn die Freiheit erhalten und der Wohlstand weiter ausgebaut werden sollen. Fazit: entweder die freie Markt- oder eine von letztlich stets inkompetenten Bürokraten gesteuerte Planwirtschaft. Ein Drittes gibt es nicht.



Buchbesprechung: Das IQ-Gen

(Andreas Tögel) Wer als staatlich besoldeter Wissenschaftler an seinem Posten hängt und Karriere machen will, muss entweder um bestimmte Forschungsgebiete einen weiten Bogen machen, oder liefern, was die jeweiligen Machthaber – und Geldgeber – wünschen. Das war in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften niemals anders, gilt mittlerweile aber auch im Bereich der Naturwissenschaften, wie etwa das Beispiel der rezenten „Klimaforschung“ überdeutlich zeigt.

Der Genetiker Volkmar Weiss gehört offensichtlich nicht in die Kategorie jener willfährig-korrupten Weicheier, die wissenschaftliche Erkenntnisse unter das Primat der Politik stellen. Was er hier vorlegt, bricht nämlich gleich eine ganze Reihe von Tabus und widerspricht so gut wie allen Regeln der politischen Korrektheit. Es zu unternehmen, die Intelligenz von Menschen zu messen, ist ja allein schon schlimm genug. Darüber hinaus aber auch ihre Vererbbarkeit zu behaupten und dies auch noch mit einer Fülle empirischen Materials zu untermauern, ist aus Sicht der herrschenden egalitären Eliten geradezu unerhört.

Das vorliegende Buch bildet ein aktualisiertes Kondensat des vom selben Autor vor einigen Jahren publizierten Buches „Die Intelligenz und ihre Feinde“ – ein Werk, das aufgrund seines Umfangs und der vielen präsentierten Datenreihen wohl einige potentielle Leser abschreckt.

Der Unmittelbare Zusammenhang zwischen Intelligenz und Wohlstand steht für den Autoraußer Frage. Eine an mehreren Stellen zitierte Studie von Lynn / Vanhanen („IQ and the Wealth of Nations“) kommt, wie auch die Untersuchung von Herrnstein / Murray („The Bell Curve“), zu vergleichbaren Resultaten. Volkmar Weiss weist aber auch den Zusammenhang zwischen dem mit dem IQ korrelierenden Wohlstand der Eltern und der kognitiven Leistung deren Nachkommen nach. Das führt ihn folgerichtig zu folgender Erkenntnis: Da sich im 19. Jahrhundert nur wohlhabende (also intelligente) Menschen die Aufzucht von Kindern leisten konnten, stieg, aufgrund der damit verbundenen positiven Selektion, auch der kollektive IQ – ein besonders in England gut dokumentiertes Phänomen.

Mit der Schaffung und dem Ausbau des Wohlfahrtsstaates, haben sich die Verhältnisse mittlerweile völlig umgekehrt. Jetzt vermehren sich nur noch die (dummen) Angehörigen der Unterschicht, während die Intelligenten die Fortpflanzung faktisch eingestellt haben. Unschwer nachvollziehbare Konsequenz: Die entwickelten Gesellschaften des Westens verblöden zusehends. Der wirtschaftliche Niedergang wird die zwingende Folge sein, da anspruchsvolle Tätigkeiten entsprechend intelligente Ausführende voraussetzen – und die wird es einfach nicht mehr in ausreichender Zahl geben. So erklärt sich etwa der desolate Zustand der Infrastruktur in weiten Teilen Afrikas (die einst von den weißen Kolonialherren geschaffen wurde) schlicht aus der Tatsache, dass es dort eben nicht ausreichend viele Menschen gibt, die mit der zum Erhalt technischer Einrichtungen nötigen Intelligenz ausgestattet sind.

Aufgrund der vorhandenen Datenbasis, sind Weiss‘ Thesen kaum zu erschüttern. Dennoch wagt er sich damit in ein Minenfeld, wie auch jeder andere Wissenschaftler, der Sachverhalte publiziert, die mit dem Zeitgeist inkompatibel sind. Der über die Deutungshoheit gebietende politisch-mediale Komplex ist nämlich anderer Ansicht: Intelligenz sei eine Frage der Soziologie, keine der Genetik.

Der Autor begnügt sich indes nicht mit seinen naturwissenschaftlichen Untersuchungen, sondern liefert zudem auch handfeste Empfehlungen für die hohe Politik, auf welche Art und Weise dem sich immer weiter beschleunigenden Niedergang entgegengewirkt werden könnte.

Ein brillantes, packend geschriebenes Buch, das einem Publikum, das in Fragen der Intelligenzmessung –Vererbung und –Entwicklung über nur wenig bis keine Expertise verfügt, einen ausgezeichneten Einstieg in diese hochbrisante Materie bietet. 

Das IQ-Gen
Volkmar Weiss
Ares Verlag
159 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-902732-87-3
19,95,- Euro



Das Dilemma der Notenbanken und Regierungen

Format: Kindle Ausgabe

(Andreas Tögel) Wenn drei auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehende Experten und Erfolgsautoren sich eines die breite Öffentlichkeit zwar nicht sonderlich interessierenden, nichtsdestotrotz aber hochgradig virulenten Problems annehmen, entsteht, wie im vorliegenden Fall, alles andere als eine beruhigende Einschlaflektüre.
Ausgehend vom Beginn der 2007/2008 ausgebrochenen Finanzkrise, beschreiben die Autoren minutiös den Weg in die „Nullzinsfalle“, in der die Notenbanken beiderseits des Atlantiks – und mit ihnen jedes Unternehmen und jeder Privathaushalt – heute sitzen. Der größte aller Schuldner, der Staat, ist der einzige Nettoprofiteur der frivolen Übung.
Der Zins kann unter „normalen“ Umständen, also wenn die Marktteilnehmer freie Entscheidungen treffen und der Leviathan sich jedweder Intervention in die Wirtschaft enthält, niemals negativ werden. Ein Naturgesetz. Wenn Regierungen und Notenbanken sich aber gegen die Natur stellen und sich anmaßen, die Schwerkraft aufzuheben oder den Zins unter die Nulllinie zu drücken, werden sie verheerende Konsequenzen ernten. Immer. Überall.

Es geht in diesem Buch aber keineswegs „nur“ um die grausamen monetären Konsequenzen real negativer Zinsen im herrschenden Klima der „finanziellen Repression“, sondern auch um deren Wirkung auf die Mentalität und damit die allgemeine Lebensführung der Bürger. Wer der Früchte seiner Arbeit nicht sicher sein kann, ändert sein Verhalten in Richtung extremer Kurzfristigkeit. Wer Sparen als sinnlos erkennt, wird auf Teufel komm raus konsumieren, Kapitalverzehr betreiben und – bildlich gesprochen – das für morgen gedachte Saatgut schon heute auffressen. Besonders für die Lebensversicherer und andere institutionelle Anleger tun sich gewaltige Schwierigkeiten auf, da sie die ihnen aufgenötigten Garantiezinsen unter Nullzinsbedingungen nicht mehr verdienen können und in eine tödliche Doppelmühle geraten.

Eine besonders verhängnisvolle Konsequenz der Nullzinspolitik ist es, dass viele, die eine planmäßige Zukunftsvorsorge als sinnlos erkennen, keine Kinder mehr in die Welt setzen und stattdessen nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ leben.

Mit großer Sachkenntnis und unter Verwendung zahlreicher Graphiken wird der Weg nachgezeichnet, den das seit 1971 völlig bindungslose, auf Schulden gegründete Fiat-Geldsystem genommen hat. Dass Schulden am Ende des Tages – von wem auch immer – beglichen werden müssen, ist nicht jedermann klar. Dass die Konsequenz eines „Schuldenschnitts“ in einem Schuldgeldsystem für die Kreditoren einen Vermögensverlust in gleicher Höhe bedeutet – und einen deflationären Effekt aufweist, ebenso wenig.

Das Wissen darum, dass die europide „Prokrusteswährung“ keineswegs auf eine von der politischen Klasse und deren gekauften Herolden unisono besungene Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, sondern vielmehr die Ursache der ungeheuren Verwerfungen im Süden Europas bildet und längst eine Spaltung Eurolands in einen Nord- und einen Südblock nach sich zieht, ist ebenfalls (noch) kein Allgemeingut.

Aus der „Nullzinsfalle“ auszubrechen ist zwar möglich, aber derart schmerzhaft, dass die herrschende politische Klasse alles daransetzt, das laufende Pyramidenspiel ungebremst fortzusetzen. Der in einem Schuldgeldsystem zu zahlende Preis für die beliebig mögliche Ausweitung der Kredit- und Geldmenge, ist die laufend zunehmende Verwundbarkeit des weltweiten Finanzsystems, das durch die Nullzinsfalle in ein Dilemma gerät: Werden die Zinsen angehoben, droht vielen Staaten und Unternehmen augenblicklich die Insolvenz. Wird der Zins weiterhin auf der Nulllinie gehalten, kommt es dagegen zu flächendeckendem Kapitalverzehr mit absehbarer massenhafter Verarmung in baldiger Zukunft.

Unter diesen Umständen den Kopf über Wasser zu behalten, ist nicht leicht. Im letzten Teil des Buches wird dennoch der Versuch unternommen, Möglichkeiten aufzuzeigen, sein mühsam aufgebautes Vermögen zu bewahren oder gar zu mehren.

Fazit: Das Buch sollte für Politiker und Medienschaffende zur Pflichtlektüre gemacht werden!



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