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Buchrezension – Es gibt keinen „Dritten Weg“

(Andreas Tögel) Blickt man in der Geschichte zurück, waren es stets die Zeiten wirtschaftlicher Freiheit, die auch breiten Wohlstand ermöglichten. Umgekehrt waren es stets Phasen maximaler Regulierung, die den gegenteiligen Effekt hatten. Hochentwickelte, arbeitsteilig organisierte Gesellschaften profitieren von der Freiheit des Einzelnen, wirtschaftlich selbstbestimmt zu handeln. Regierungseingriffe in die Wirtschaftsabläufe hemmen Innovation und Fortschritt – am Ende zum Nachteil aller Marktakteure.

Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hat sich eingehend mit der Wechselwirkung zwischen Freiheit und Wohlstand auseinandergesetzt und seine Gedanken im vorliegenden Buch zusammengefasst.

Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen hat sich seit dem Jahr Null bis zum Beginn der Industriellen Revolution kaum verändert. Erst der durch Kapitalakkumulation ermöglichte, im 19. Jahrhundert stark an Fahrt gewinnende Übergang von der Agrar- zur Industriewirtschaft, hatte eine gewaltige Aufwärtsentwicklung zur Folge, die sich im 20. Jahrhundert weiter verstärkte. Die durch die „kapitalistische“ Produktionsweise ermöglichte Produktivitätssteigerung ging mit einer starken Zunahme der Lohneinkommen einher. Marx lag mit seiner Prophezeiung einer „Pauperisierung“ der Massen ebenso daneben, wie vor ihm schon Malthus, der eine kollektive Verelendung infolge nicht ausreichender Nahrungsmittelproduktion prognostizierte. Beide hatten die Effizienz und Flexibilität der Marktwirtschaft unterschätzt.

Zunehmende Regulierungen, die seitens der Regierungen hauptsächlich dem Wunsch geschuldet sind, soziale Absicherungen einzuführen – und durch erzwungene Umverteilung zu finanzieren -, bremsen die dynamische Aufwärtsentwicklung. Immer wieder wird nämlich geflissentlich darüber hinweggesehen, dass nur verteilt werden kann, was zuvor produziert wurde. Wer also – mit Verboten und Vorschriften aller Art – der Produktion Hindernisse in den Weg legt, ersetzt Freiheit durch Zwang und verringert damit den Wohlstand. Wer den Eigennutz von Unternehmern und Investoren anprangert und bekämpft, schadet am Ende den werktätigen Massen mehr als den „Kapitalisten“. Arbeitsteiliges Wirtschaften ist eben kein Nullsummenspiel!

Als positive Beispiele nennt Mayer etwa das „deutsche Wirtschaftswunder“, das durch die liberale Deregulierungspolitik Ludwig Erhards möglich wurde. Dessen damals keineswegs den Wünschen der Wählermehrheit entsprechenden Reformen, legten den Grundstein für die Wirtschaftsstärke Deutschlands, die von den Sozialisten in allen Parteien bis heute nicht zerstört werden konnte. Am anderen Ende des eurasischen Kontinents markierten die in den 1980er-Jahren auf den Weg gebrachten, wirtschaftsliberalen Reformen Deng Xiaopings den Beginn eines chinesischen „Wirtschaftswunders“. Das abschreckende Gegenbeispiel bildet der davor, nämlich zwischen 1958 und 1961 versuchte „Große Sprung nach vorn“ Maos, als dessen Folgen Massenelend und viele Millionen von Hungertoten zu beklagen waren. Rigorose Wirtschaftsplanung führt am Ende stets ins Desaster.

Der Markt als chaotisches System der Selbststeuerung, in welchem die entscheidenden Signale von den durch Angebot und Nachfrage bestimmten Preisen ausgehen, erweist sich jeder zentralistischen Planwirtschaft als klar überlegen. Das auf alle Marktteilnehmer verteilte Wissen kann durch keine noch so gut organisierte Planungsbehörde der Welt jemals ersetzt werden.

Nun sind moderne Linke heute aber nicht mehr darauf erpicht, 150 Jahre alte marxistische Konzepte erneut umzusetzen und alle Produktionsmittel zu kollektivieren. Sie phantasieren vielmehr von einem „Dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Sozialismus, um darauf zur besten aller Welten zu schreiten. Sie träumen davon, die Produktivität und Effizienz des einen mit der (vermeintlichen) sozialen Sicherheit des anderen zu verbinden. Das grundlegende Missverständnis dabei: Die Steuerungsfunktion des Marktes beruht auf der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen, die durch staatliche Lenkungseingriffe wesentlich beeinflusst wird. Wer dank „sozialer Absicherung“ für die Folgen seines fehlerhaften Handelns nicht mehr verantwortlich ist und nicht mehr scheitern kann, folgt falschen Anreizen. Er wird dazu verleitet, hohe Risiken einzugehen und die allfälligen Kosten seiner Misswirtschaft unbeteiligten Dritten aufzubürden. Die angeblich alternativlose Rettung von Banken, die „too big to fail“ sind, und, weil „systemrelevant“, mit Steuergeld vor dem Untergang bewahrt werden müssen, ist eines der Symptome dieser Fehlentwicklung.

Damit nicht genug, wenden sich die „verlassenen Mündel“ des Wohlfahrtsstaats zunehmend von ihren Regierungen ab, von denen sie sich verraten fühlen. Doch ein kollektiver Vertrauensverlust ist in einer arbeitsteiligen Gesellschaft geradezu verheerend, sobald sie das Ausmaß einer kleinen Horde übersteigt, in der jeder jeden kennt. Wenn es so weit kommt, beginnt das politische System sich selbst zu zerstören.

Der viel beschworene „Dritte Weg“ ist daher nichts weiter als ein verlockendes Trugbild. Es gibt ihn nicht. Erhards soziale Marktwirtschaft war eben kein „gezähmter Kapitalismus“. Sie war einfach dadurch sozial, weil sie den auf dem Markt wirkenden Kräften weitgehende Freiheit zugestand und damit bestmögliche Resultate hervorbrachte..

Eine Rückkehr zu den Prinzipien des klassischen Liberalismus ist nach Ansicht Mayers daher unabdingbar, wenn die Freiheit erhalten und der Wohlstand weiter ausgebaut werden sollen. Fazit: entweder die freie Markt- oder eine von letztlich stets inkompetenten Bürokraten gesteuerte Planwirtschaft. Ein Drittes gibt es nicht.



Buchbesprechung: Das IQ-Gen

(Andreas Tögel) Wer als staatlich besoldeter Wissenschaftler an seinem Posten hängt und Karriere machen will, muss entweder um bestimmte Forschungsgebiete einen weiten Bogen machen, oder liefern, was die jeweiligen Machthaber – und Geldgeber – wünschen. Das war in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften niemals anders, gilt mittlerweile aber auch im Bereich der Naturwissenschaften, wie etwa das Beispiel der rezenten „Klimaforschung“ überdeutlich zeigt.

Der Genetiker Volkmar Weiss gehört offensichtlich nicht in die Kategorie jener willfährig-korrupten Weicheier, die wissenschaftliche Erkenntnisse unter das Primat der Politik stellen. Was er hier vorlegt, bricht nämlich gleich eine ganze Reihe von Tabus und widerspricht so gut wie allen Regeln der politischen Korrektheit. Es zu unternehmen, die Intelligenz von Menschen zu messen, ist ja allein schon schlimm genug. Darüber hinaus aber auch ihre Vererbbarkeit zu behaupten und dies auch noch mit einer Fülle empirischen Materials zu untermauern, ist aus Sicht der herrschenden egalitären Eliten geradezu unerhört.

Das vorliegende Buch bildet ein aktualisiertes Kondensat des vom selben Autor vor einigen Jahren publizierten Buches „Die Intelligenz und ihre Feinde“ – ein Werk, das aufgrund seines Umfangs und der vielen präsentierten Datenreihen wohl einige potentielle Leser abschreckt.

Der Unmittelbare Zusammenhang zwischen Intelligenz und Wohlstand steht für den Autoraußer Frage. Eine an mehreren Stellen zitierte Studie von Lynn / Vanhanen („IQ and the Wealth of Nations“) kommt, wie auch die Untersuchung von Herrnstein / Murray („The Bell Curve“), zu vergleichbaren Resultaten. Volkmar Weiss weist aber auch den Zusammenhang zwischen dem mit dem IQ korrelierenden Wohlstand der Eltern und der kognitiven Leistung deren Nachkommen nach. Das führt ihn folgerichtig zu folgender Erkenntnis: Da sich im 19. Jahrhundert nur wohlhabende (also intelligente) Menschen die Aufzucht von Kindern leisten konnten, stieg, aufgrund der damit verbundenen positiven Selektion, auch der kollektive IQ – ein besonders in England gut dokumentiertes Phänomen.

Mit der Schaffung und dem Ausbau des Wohlfahrtsstaates, haben sich die Verhältnisse mittlerweile völlig umgekehrt. Jetzt vermehren sich nur noch die (dummen) Angehörigen der Unterschicht, während die Intelligenten die Fortpflanzung faktisch eingestellt haben. Unschwer nachvollziehbare Konsequenz: Die entwickelten Gesellschaften des Westens verblöden zusehends. Der wirtschaftliche Niedergang wird die zwingende Folge sein, da anspruchsvolle Tätigkeiten entsprechend intelligente Ausführende voraussetzen – und die wird es einfach nicht mehr in ausreichender Zahl geben. So erklärt sich etwa der desolate Zustand der Infrastruktur in weiten Teilen Afrikas (die einst von den weißen Kolonialherren geschaffen wurde) schlicht aus der Tatsache, dass es dort eben nicht ausreichend viele Menschen gibt, die mit der zum Erhalt technischer Einrichtungen nötigen Intelligenz ausgestattet sind.

Aufgrund der vorhandenen Datenbasis, sind Weiss‘ Thesen kaum zu erschüttern. Dennoch wagt er sich damit in ein Minenfeld, wie auch jeder andere Wissenschaftler, der Sachverhalte publiziert, die mit dem Zeitgeist inkompatibel sind. Der über die Deutungshoheit gebietende politisch-mediale Komplex ist nämlich anderer Ansicht: Intelligenz sei eine Frage der Soziologie, keine der Genetik.

Der Autor begnügt sich indes nicht mit seinen naturwissenschaftlichen Untersuchungen, sondern liefert zudem auch handfeste Empfehlungen für die hohe Politik, auf welche Art und Weise dem sich immer weiter beschleunigenden Niedergang entgegengewirkt werden könnte.

Ein brillantes, packend geschriebenes Buch, das einem Publikum, das in Fragen der Intelligenzmessung –Vererbung und –Entwicklung über nur wenig bis keine Expertise verfügt, einen ausgezeichneten Einstieg in diese hochbrisante Materie bietet. 

Das IQ-Gen
Volkmar Weiss
Ares Verlag
159 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-902732-87-3
19,95,- Euro



Das Dilemma der Notenbanken und Regierungen

Format: Kindle Ausgabe

(Andreas Tögel) Wenn drei auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehende Experten und Erfolgsautoren sich eines die breite Öffentlichkeit zwar nicht sonderlich interessierenden, nichtsdestotrotz aber hochgradig virulenten Problems annehmen, entsteht, wie im vorliegenden Fall, alles andere als eine beruhigende Einschlaflektüre.
Ausgehend vom Beginn der 2007/2008 ausgebrochenen Finanzkrise, beschreiben die Autoren minutiös den Weg in die „Nullzinsfalle“, in der die Notenbanken beiderseits des Atlantiks – und mit ihnen jedes Unternehmen und jeder Privathaushalt – heute sitzen. Der größte aller Schuldner, der Staat, ist der einzige Nettoprofiteur der frivolen Übung.
Der Zins kann unter „normalen“ Umständen, also wenn die Marktteilnehmer freie Entscheidungen treffen und der Leviathan sich jedweder Intervention in die Wirtschaft enthält, niemals negativ werden. Ein Naturgesetz. Wenn Regierungen und Notenbanken sich aber gegen die Natur stellen und sich anmaßen, die Schwerkraft aufzuheben oder den Zins unter die Nulllinie zu drücken, werden sie verheerende Konsequenzen ernten. Immer. Überall.

Es geht in diesem Buch aber keineswegs „nur“ um die grausamen monetären Konsequenzen real negativer Zinsen im herrschenden Klima der „finanziellen Repression“, sondern auch um deren Wirkung auf die Mentalität und damit die allgemeine Lebensführung der Bürger. Wer der Früchte seiner Arbeit nicht sicher sein kann, ändert sein Verhalten in Richtung extremer Kurzfristigkeit. Wer Sparen als sinnlos erkennt, wird auf Teufel komm raus konsumieren, Kapitalverzehr betreiben und – bildlich gesprochen – das für morgen gedachte Saatgut schon heute auffressen. Besonders für die Lebensversicherer und andere institutionelle Anleger tun sich gewaltige Schwierigkeiten auf, da sie die ihnen aufgenötigten Garantiezinsen unter Nullzinsbedingungen nicht mehr verdienen können und in eine tödliche Doppelmühle geraten.

Eine besonders verhängnisvolle Konsequenz der Nullzinspolitik ist es, dass viele, die eine planmäßige Zukunftsvorsorge als sinnlos erkennen, keine Kinder mehr in die Welt setzen und stattdessen nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ leben.

Mit großer Sachkenntnis und unter Verwendung zahlreicher Graphiken wird der Weg nachgezeichnet, den das seit 1971 völlig bindungslose, auf Schulden gegründete Fiat-Geldsystem genommen hat. Dass Schulden am Ende des Tages – von wem auch immer – beglichen werden müssen, ist nicht jedermann klar. Dass die Konsequenz eines „Schuldenschnitts“ in einem Schuldgeldsystem für die Kreditoren einen Vermögensverlust in gleicher Höhe bedeutet – und einen deflationären Effekt aufweist, ebenso wenig.

Das Wissen darum, dass die europide „Prokrusteswährung“ keineswegs auf eine von der politischen Klasse und deren gekauften Herolden unisono besungene Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, sondern vielmehr die Ursache der ungeheuren Verwerfungen im Süden Europas bildet und längst eine Spaltung Eurolands in einen Nord- und einen Südblock nach sich zieht, ist ebenfalls (noch) kein Allgemeingut.

Aus der „Nullzinsfalle“ auszubrechen ist zwar möglich, aber derart schmerzhaft, dass die herrschende politische Klasse alles daransetzt, das laufende Pyramidenspiel ungebremst fortzusetzen. Der in einem Schuldgeldsystem zu zahlende Preis für die beliebig mögliche Ausweitung der Kredit- und Geldmenge, ist die laufend zunehmende Verwundbarkeit des weltweiten Finanzsystems, das durch die Nullzinsfalle in ein Dilemma gerät: Werden die Zinsen angehoben, droht vielen Staaten und Unternehmen augenblicklich die Insolvenz. Wird der Zins weiterhin auf der Nulllinie gehalten, kommt es dagegen zu flächendeckendem Kapitalverzehr mit absehbarer massenhafter Verarmung in baldiger Zukunft.

Unter diesen Umständen den Kopf über Wasser zu behalten, ist nicht leicht. Im letzten Teil des Buches wird dennoch der Versuch unternommen, Möglichkeiten aufzuzeigen, sein mühsam aufgebautes Vermögen zu bewahren oder gar zu mehren.

Fazit: Das Buch sollte für Politiker und Medienschaffende zur Pflichtlektüre gemacht werden!



Buchempfehlung: Die Nullzinsfalle

(ANDREAS TÖGEL) Wenn drei auf dem Boden der Österreichischen Schule der Ökonomik stehende Experten und Erfolgsautoren sich eines die breite Öffentlichkeit zwar nicht sonderlich interessierenden, nichtsdestotrotz aber hochgradig virulenten Problems annehmen, entsteht, wie im vorliegenden Fall, alles andere als eine beruhigende Einschlaflektüre.
Ausgehend vom Beginn der 2007/2008 ausgebrochenen Finanzkrise, beschreiben die Autoren minutiös den Weg in die „Nullzinsfalle“, in der die Notenbanken beiderseits des Atlantiks – und mit ihnen jedes Unternehmen und jeder Privathaushalt – heute sitzen. Der größte aller Schuldner, der Staat, ist der einzige Nettoprofiteur der frivolen Übung.

Die Nullzinsfalle

Der Zins kann unter „normalen“ Umständen, also wenn die Marktteilnehmer freie Entscheidungen treffen und der Leviathan sich jedweder Intervention in die Wirtschaft enthält, niemals negativ werden. Ein Naturgesetz. Wenn Regierungen und Notenbanken sich aber gegen die Natur stellen und sich anmaßen, die Schwerkraft aufzuheben oder den Zins unter die Nulllinie zu drücken, werden sie verheerende Konsequenzen ernten. Immer. Überall.
Es geht in diesem Buch aber keineswegs „nur“ um die grausamen monetären Konsequenzen real negativer Zinsen im herrschenden Klima der „finanziellen Repression“, sondern auch um deren Wirkung auf die Mentalität und damit die allgemeine Lebensführung der Bürger. Wer der Früchte seiner Arbeit nicht sicher sein kann, ändert sein Verhalten in Richtung extremer Kurzfristigkeit. Wer Sparen als sinnlos erkennt, wird auf Teufel komm raus konsumieren, Kapitalverzehr betreiben und – bildlich gesprochen – das für morgen gedachte Saatgut schon heute auffressen. Besonders für die Lebensversicherer und andere institutionelle Anleger tun sich gewaltige Schwierigkeiten auf, da sie die ihnen aufgenötigten Garantiezinsen unter Nullzinsbedingungen nicht mehr verdienen können und in eine tödliche Doppelmühle geraten.
Eine besonders verhängnisvolle Konsequenz der Nullzinspolitik ist es, dass viele, die eine planmäßige Zukunftsvorsorge als sinnlos erkennen, keine Kinder mehr in die Welt setzen und stattdessen nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ leben.
Mit großer Sachkenntnis und unter Verwendung zahlreicher Graphiken wird der Weg nachgezeichnet, den das seit 1971 völlig bindungslose, auf Schulden gegründete Fiat-Geldsystem genommen hat. Dass Schulden am Ende des Tages – von wem auch immer – beglichen werden müssen, ist nicht jedermann klar. Dass die Konsequenz eines „Schuldenschnitts“ in einem Schuldgeldsystem für die Kreditoren einen Vermögensverlust in gleicher Höhe bedeutet – und einen deflationären Effekt aufweist, ebenso wenig.
Das Wissen darum, dass die europide „Prokrusteswährung“ keineswegs auf eine von der politischen Klasse und deren gekauften Herolden unisono besungene Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, sondern vielmehr die Ursache der ungeheuren Verwerfungen im Süden Europas bildet und längst eine Spaltung Eurolands in einen Nord- und einen Südblock nach sich zieht, ist ebenfalls (noch) kein Allgemeingut.
Aus der „Nullzinsfalle“ auszubrechen ist zwar möglich, aber derart schmerzhaft, dass die herrschende politische Klasse alles daransetzt, das laufende Pyramidenspiel ungebremst fortzusetzen. Der in einem Schuldgeldsystem zu zahlende Preis für die beliebig mögliche Ausweitung der Kredit- und Geldmenge, ist die laufend zunehmende Verwundbarkeit des weltweiten Finanzsystems, das durch die Nullzinsfalle in ein Dilemma gerät: Werden die Zinsen angehoben, droht vielen Staaten und Unternehmen augenblicklich die Insolvenz. Wird der Zins weiterhin auf der Nulllinie gehalten, kommt es dagegen zu flächendeckendem Kapitalverzehr mit absehbarer massenhafter Verarmung in baldiger Zukunft.
Unter diesen Umständen den Kopf über Wasser zu behalten, ist nicht leicht. Im letzten Teil des Buches wird dennoch der Versuch unternommen, Möglichkeiten aufzuzeigen, sein mühsam aufgebautes Vermögen zu bewahren oder gar zu mehren. Fazit: Das Buch sollte für Politiker und Medienschaffende zur Pflichtlektüre gemacht werden!

Die Nullzinsfalle
Gregor Hochreiter, Ronald Peter Stöferle, Rahim Taghizadegan
Finanzbuchverlag 2019



Buchempfehlung: Die Gerechtigkeitslüge

Wie kaum ein anderer Begriff eignet sich jener der „sozialen Gerechtigkeit“ zur Tarnung und Behübschung einer ganzen Fülle politischer Maßnahmen, die am Ende allesamt auf die Aushöhlung und letztliche Zerstörung privaten Eigentums zielen. Gleich eingangs stellt der Autor völlig zutreffend fest, dass ausgerechnet in jenen Staaten, in denen die Sozialbudgets am üppigsten dotiert sind (namentlich in den erfolgreich sozialdemokratisierten europäischen Wohlfahrtsstaaten), der Ruf nach „sozialer Gerechtigkeit“ am lautesten ertönt. Das Wörtchen „sozial“ steht, wie weiland F. A. Hayek feststellte, inzwischen für alles und nichts.
Es obliegt der über die Deutungshoheit gebietenden politischen Klasse und deren Propagandisten, zu dekretieren, was als „sozial“ und „gerecht“ zu gelten hat. Die Früchte seiner eigenen Arbeit für sich selbst und seine Angehörigen behalten zu wollen, wäre demnach egoistisch, asozial und ungerecht. Sich gegenleistungsfrei das Hab und Gut Dritter anzueignen, um es an die eigene Klientel zu verteilen, bedeutet dagegen den Ausdruck höchster Gerechtigkeit.

Die Gerechtigkeitslüge

Chancengleichheit anzustreben (so, anmaßend, eitel und verrückt diese Ansinnen angesichts der Verschiedenheit der Menschen auch ist) wäre im Grunde gar nicht verwerflich. Ergebnisgleichheit zu erzwingen dagegen schon, weil dies ohne Gewaltanwendung oder –Androhung unmöglich ist. Faule Idioten vermag keine Macht der Welt in fleißige Genies zu transformieren. Die emsigen Kämpfer für Gleichheit und Gerechtigkeit verlegen sich daher darauf, den fleißigen Genies jeden nur erdenklichen Prügel zwischen die Beine werfen, um sie daran zu hindern ihre Meriten auszuspielen und damit zu bewirken, dass die schafsköpfigen Minderleister sich schlecht fühlen. Der Kampf für die Soziale Gerechtigkeit geht daher stets mit einer Verringerung der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Gesellschaft einher.
Michael Brückner identifiziert im Neid den entscheidenden Antrieb aller Kämpfer für die soziale Gerechtigkeit und im vermeintlich allsorgenden Nannystate – dank dessen jede Untat ermöglichenden und legitimierenden Gesetzgebungs- und Gewaltmonopols – ihren allmächtigen Vollstrecker. Zahlreiche NGO´s (die meisten davon erfreuen sich origineller Weise massiver staatlicher Zuwendungen) unterstützen ihn dabei, indem sie eine mächtige Elendsbewirtschaftungsindustrie aufgebaut haben, deren Finanzierung auf Kosten der produktiv Tätigen durch aggressives Marketing sichergestellt wird.
Einmal installierte „soziale Errungenschaften“ werden niemals infrage gestellt: vorwärts immer, rückwärts nimmer. Ein Sperrklinkeneffekt. Der Tag, an dem der Staat 100 Prozent seines Haushalts in Sozialtransfers stecken wird, ist wohl nicht mehr fern. 2018 wurden in Deutschland dafür immerhin bereits 56 Prozent (!) des Bundeshaushalts verbraten – Tendenz weiter stark steigend.
„Soziale Gerechtigkeit“ ist ein Schlachtruf zum Stimmenkauf, sowie zur Enteignung und Entrechtung der Leistungsträger. Ihre Protagonisten sind dabei, den Weg zur Knechtschaft pflastern.

Die Gerechtigkeitslüge
Die Ausbeutung des Mittelstandes im Namen der sozialen Gerechtigkeit
Michael Brückner
Verlag Frank&Frei
ISBN: 978-3-903236-26-4
99 Seiten, broschiert
8,90,- Euro



Buchempfehlung: Es lockt der Ruf des Muezzins: Europa am Kreuzweg

Das vorliegende Werk unterscheidet sich von anderen islamkritischen Büchern insofern, als es von einem Mann geschrieben wurde, der seit langer Zeit große Sympathien für den Orient hegt. Dass er zudem die koranarabische Sprache beherrscht, verleiht seinen Betrachtungen zusätzliches Gewicht.

Der Autor bietet sowohl eine historische Analyse der Welt des Islams, als auch Einblicke in dessen „heilige Schriften“ – insbesondere in die Entstehungsgeschichte des Korans. Die tiefe Kenntnis der arabischen Sprache ermöglicht es dem aus Österreich stammenden Philosophen und Altphilologen Manfred Schlapp, die Bedeutung der im muslimischen Schrifttum verwendeten Begriffe treffsicher zu erklären.

Große Bedeutung für die Entwicklung der Welt des Halbmondes und deren seit dem siebenten Jahrhundert andauernde Aggression gegen das christliche Abendland, misst der Autor Muhammad al-Ghazālī (1058 – 1111) bei,einem islamischen Gelehrten, der die „liberale“ okzidentale Philosophie vernichtend kritisiert und den Islam gegen westliche Einflüsse faktisch „versiegelt“ hat. Dass in der Welt des Halbmonds nach Ghazali – im Gegensatz zu der Zeit vor ihm – faktisch kein nennenswerter Geistesblitz mehr zu verzeichnen war, ist demnach kein Zufall. Seither gilt nämlich: Was ein gläubiger Moslem wissen muss, das findet er im Koran. Was nicht im Koran geschrieben steht, ist es folglich nicht wert, gewusst zu werden. Der sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausbildende Rückstand der muslimischen Welt gegenüber dem Westen, erklärt sich zum Großteil aus ihrer systematischen Abkehr vom Wissenserwerb.

Der Autor versteht sich – dank seiner profunden Quellenkenntnisse – darauf, die im Koran dekretierte, strikte Zweiteilung der Welt in Gottgefällige und auf ewig Verdammte, die daraus folgende Unmöglichkeit der Anerkennung einer „Goldenen Regel“ und das Fehlen einer Aufklärung im Sinne Kants, in flüssiger, passagenweise sogar sehr amüsant zu lesender Art und Weise zu vermitteln. Wer dieses Buch gelesen hat, wird wohl jede Illusion auf ein friedvolles Miteinander von Rechtgläubigen und „Kuffar“ (das pejorative Mehrzahlwort für „Ungläubiger“) fahren lassen.

Besonders seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die islamische Welt durch starke Bewegungen gekennzeichnet, zu den Wurzeln zurückzukehren. So wird etwa die Muslimbruderschaft im Jahre 1928 in Ägypten gegründet – vier Jahre nach Abschaffung des Kalifats in der Türkei. Rückkehr zu den Wurzeln – das verheißt im Islam nichts Gutes. Es bedeutet nämlich die Wiederaufnahme des Dschihad, des „heiligen Krieges“ gegen den Rest der Welt. Ehe die Umma, das Kollektiv der moslemischen Rechtgläubigen, nicht das gesamte Erdenrund beherrscht, werden die Muslime keine Ruhe geben. Allerdings schließt der Autor, der offenkundig über einen unzerstörbaren Optimismus verfügt, die Möglichkeit zu einer liberalen Reform des Islam nicht gänzlich aus.

Es lockt der Ruf des Muezzins: Europa am Kreuzweg
Manfred Schlapp
Münster Verlag
260 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-905896-90-9
23,- Euro



Buchrezension: Wie man korrupte Regime zementiert

(Andreas Tögel) Siebzehn Jahre lang hat der Autor Deutschland als Diplomat in Afrika gedient. Zuletzt als Botschafter in Kamerun. Seine vor Ort gemachten Beobachtungen und Erfahrungen ergeben ein geradezu verheerendes Bild der westlichen Entwicklungshilfe, die aus Gründen der politischen Korrektheit auf den neuen Namen „Entwicklungszusammenarbeit“ umgetauft wurde.

Afrika wird arm regiert

Von einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe kann keine Rede sein. Wie Volker Seitz anhand einer Fülle von Beispielen erläutert, geht es vielmehr um eine modere Art des Ablasshandels, der den Spendern das wohlige Gefühl der Barmherzigkeit einträgt, ohne den vorgeblich zu beglückenden Afrikanern zu nutzen. Ganz im Gegenteil: Jeder nach Afrika fließende Cent zementiert die Herrschaft der, von wenigen Ausnahmen abgesehen, korrupten afrikanischen Politeliten. Jede mit westlichen Spendengeldern errichtete Schule enthebt die jeweilige Regierung der Notwendigkeit, selbst in die Bildung zu investieren. Da werden schon eher teure Limousinen und Waffen angeschafft.

Stark verkürzt: Entwicklungshilfe bedeutet den Geldtransfer von armen Menschen in reichen Spenderländern zu in üppigem Wohlstand schwelgenden Potentaten im armen Afrika, die nicht selten über Konten und Immobilienbesitz in Europa und den USA verfügen.

Der Autor geht mit den staatlichen und nichtstaatlichen Hilfsorganisation hart ins Gericht, denen er vorwirft, einen Gutteil ihrer Aktivitäten zum eigenen Nutzen zu entfalten. Die internationale Spenden- Hilfs- und Elendsbewirtschaftungsindustrie hat nicht das geringste Interesse daran, die vorgeblich zu behebenden Probleme (in erster Linie die Armut) zu beseitigen, weil sie damit ihre Existenzberechtigung verlieren würde. Wer gefährdet schon ein Geschäftsmodell, das weltweit Hunderttausenden Funktionären beachtliche Einkommen sichert – besonders dann, wenn die sich auch noch als selbstlose Wohltäter gerieren dürfen?

Seitz fordert eine rigorose Erfolgskontrolle für die eingesetzten Mittel, die nur dann fließen sollen, wenn die herrschenden politischen Strukturen deren Einsatz sinnvoll erscheinen lassen. Das gern gebrauchte Schlagwort vom „Marshallplan für Afrika“ ist unredlich, weil keine der in Europa nach dem Kriege gegebenen Bedingungen, wie das Vorhandensein funktionierender ziviler, politischer, kultureller und wirtschaftlicher Strukturen in kaum einem afrikanischen Land gegeben ist.

Schutzbehauptungen, die Missstände Afrikas seien dem (vor rund 60 Jahren beendeten) Kolonialismus, geographischen oder klimatischen Bedingungen geschuldet, lässt der Autor nicht gelten. Wo es Probleme gibt, sind sie durchwegs hausgemacht. Korrupte Regierungen und Beamte, mangelnde Rechtssicherheit und eine mittelstandsfeindliche Bürokratie behindern oder verhindern jeden wirtschaftlichen Fortschritt, den die Afrikaner nur aus eigener Kraft – und nicht gestützt auf westliche Almosen – erreichen werden.

Auch wenn anmaßende westliche Paternalisten es nicht gerne hören: Afrika kann seine politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Defizite nur aus eigener Kraft beseitigen. Die bestehenden Probleme mit Geldern der „Entwicklungszusammenarbeit“ zu bewerfen, bringt sie nicht zum Verschwinden, sondern perpetuiert sie.
Augenöffnend und unbedingt lesenswert!

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Marked for Death – Islam´s War against the West and Me

Buchempfehlung: Marked for Death – Islam´s War against the West and Me

Dass der im besten Sinn des Wortes liberale niederländische Politiker Geert Wilders heute regelmäßig als Vertreter der „extremen Rechten“ bezeichnet wird, wirft ein grelles Licht auf die dramatische Linksverschiebung der politischen Landschaft in Europa und in den USA. Wilders´ „politisches Verbrechen“ besteht nämlich einzig und allein darin, sich um die Gebote der politischen Korrektheit nicht zu scheren, Dinge beim Namen zu nennen und – darum geht es im vorliegenden Buch – keinen Kotau vor dem politischen Islam zu machen.

Seit November 2004, als ein muslimischer Verbrecher den Filmemacher Theo van Gogh auf offener Straße abschlachtete, führt Wilders, gegen den zahlreiche Todesdrohungen seitens Angehöriger der Religion des Friedens ausgestoßen wurden, faktisch das Leben eines politischen Gefangenen. Ohne Polizeischutz darf er nicht mehr in die Öffentlichkeit. Sein Privatleben ist zu Ende. Dennoch – und das ehrt diesen unerschrockenen Mann – ist er nicht bereit, seinen Kampf für den Erhalt der liberalen westlichen Zivilisation aufzugeben.

Wilders hat seine Hausaufgaben gemacht. Er kennt alle Facetten der die abendländische Zivilisation bedrohenden, kulturrassistischen Herausforderungen durch den Islam. Er benennt dabei Ross und Reiter. Er pflegt nicht die im Westen weit verbreitete Politik des Wegschauens, Abduckens und Zurückweichens gegenüber dieser Politreligion, der weltweit 1,6 Milliarden Menschen anhängen.

Nur zehn Jahre lagen zwischen der Veröffentlichung der „heiligen Schrift“ des Nationalsozialismus, „Mein Kampf“, und der Machtübernahme durch Adolf Hitler und seine Spießgesellen. Wäre das Buch von den Zeitgenossen gelesen und ernst genommen worden, hätte viel Unheil abgewendet werden können. Offenbar war dafür die verfügbare Zeit zu kurz. Die „heiligen Schriften“ des Islam dagegen existieren bereits seit 1300 bis 1400 Jahren. Lang genug, um zu wissen, womit man es zu tun hat. Mehr als der Hälfte dieser Schriften (Koran, Sira und Hadith) ist dem Umgang der Rechtgläubigen (die Allah liebt) mit den Kuffar (die Allah hasst) gewidmet. Ersteren ist im Kampf um die Ausbreitung des Islam über die Welt, dem „kleinen Djihad“, nahezu alles erlaubt: Enteignung, Unterdrückung, Demütigung, Versklavung, Vergewaltigung und Mord (sofern davon nur „Ungläubige“ betroffen sind). Und exakt davon haben die Muslime in Nachahmung ihres über jede Kritik erhabenen Vorbildes Mohammed seit rund 1400 Jahren auch Gebrauch gemacht – wohin auch immer sie kamen. Darstellungen der im Namen des Islam begangenen Untaten, füllen ganze Bibliotheken. Und anders als die auch durch Christen verübten Verbrechen, sind sie allesamt durch religiöse Gebote nicht nur gedeckt, sondern sogar geboten.

Dass die (im Westen noch in der Minderheit befindlichen) Muslime nicht gerne mit diesen Wahrheiten konfrontiert werden, verwundert nicht. Viel mehr empört, dass es westliche Politiker, Intellektuelle und Publizisten sind, die der Ausbreitung des Islam nicht nur nichts entgegensetzen, sondern diese – zum Schaden der autochthonen Bevölkerung – auch noch nach Kräften fördern.

Wilders wird von seinen eigenen Landleuten (nicht nur von radikalen Linken) für seine kritische Haltung gegenüber dem Islam ebenso so scharf angegriffen und verunglimpft wie von Muslimen. Dabei wird vor keinem Untergriff zurückgeschreckt. Die Forderung, Wilders den Personenschutz zu entziehen (und damit zum Abschuss freizugeben) ist haarsträubend. Dass die im Westen ansässige, Fünfte Kolonne des Islam die „Beleidigung“ dieser Politreligion als schwereres Vergehen wertet als den Mord an ihren Kritikern, ist niederträchtig und nur sehr schwer zu begreifen.

Ein engagiertes, ein wichtiges Buch. Dass es schon drei Jahre vor dem seit 2015 ungehemmt laufenden Sturm afroorientalischer Djihadisten auf die „Festung Europa“ geschrieben wurde, unterstreicht die Bedeutung von Wilders´ Warnungen. Fazit: Lesenswert!

Marked for Death – Islam´s War Against the West and Me
Geert Wilders
Regnery Publishing
ISBN 978-1-59698-796-8
286 Seiten, Hardcover
35,78,- Euro



Europa und der religiöse Totalitarismus

Anders als der Titel es nahelegt, beschäftigt sich der Politikwissenschaftler Michael Ley in diesem Buch nicht nur mit dem in den heiligen Schriften des Islam – Koran, Sira und Hadith – grundgelegten Antisemitismus der Muslime. Mit deren Masseneinwanderung in Europa ist nämlich keineswegs nur eine Zunahme des Antisemitismus verbunden, denn „Allah ist ein Feind aller Ungläubigen.“ (Sure 2, 98). Damit wird der Islam zu einer Bedrohung der westlichen Zivilisation in Europa.

Das mit der voranschreitenden Islamisierung der Alten Welt verbundene Problem bringt der Autor folgendermaßen auf den Punkt: _„__Wie eine Glaubensgemeinschaft, die weder die Trennung von Staat und Religion prinzipiell anerkennt noch andere Religionen als gleichwertig akzeptiert, Teil eines Staates und einer Zivilgesellschaft werden will, bleibt unklar.“_ Göttliche Gebote können sich eben niemals von Menschen gemachten Gesetzen unterordnen. Ein unauflösbarer Widerspruch.

Nach dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus kommt auf Europa mit dem Islam also eine dritte Form des Totalitarismus zu. Dank der hohen Fertilitätsrate der bereits anwesenden Moslems und einer weiterhin nahezu ungebremsten Zuwanderung aus der Welt des Halbmonds, dräut nicht weniger als die Auslöschung der europäischen Zivilisation.

Linke Intellektuelle verkennen die mit dem „Einwanderungs-Djihad“ verbundenen Gefahren, weil sie mit Religion grundsätzlich nichts anfangen können und daher keinerlei Sinn für den religiös basierten Hass der Muslime auf die „Ungläubigen“ – insbesondere die Juden unter ihnen – haben. Dass der Koran mit judenfeindlichen Stereotypen durchsetzt ist, nehmen sie nicht ernst. Dass sich in allen drei heiligen Schriften des Islam explizite Tötungsaufrufe gegen Juden und andere „Kuffar“ finden, bleibt nicht ohne Folgen. Die ersten europäischen Opfer des neuen Djihad sind die Juden, die bereits begonnen haben, Frankreich in Scharen zu verlassen.

Dass der Islam – anders als Judentum und Christentum – weder ein explizites Tötungsverbot, noch eine Trennung von transzendenter Religion und weltlicher Herrschaft kennt, wird in Europa – zum eigenen Schaden – vielfach ignoriert.

Ley schlägt einen weiten historischen Bogen von den heiligen Schriften des Islam über den Mythos von al-Andalus, weiter über die von muslimischen Theoretikern wie Sayyd Outb vorangetriebene Synthese von europäischem und islamischem Antisemitismus (die im Schulterschluss der Nationalsozialisten mit den von Hassan al-Banna gegründeten Muslimbrüdern ihren stärksten Ausdruck fand), bis in unsere Tage.

Hamed Abdel-Samad stellt fest, dass der Antisemitismus nirgendwo so stark ausgeprägt ist wie in der arabischen Welt. Bezeichnend ist, dass „Die Protokolle der Weisen von Zion“ und Adolf Hitlers „Mein Kampf“ in den arabischen Ländern bis heute in hohen Auflagen gedruckt und begeistert gelesen werden. Der Judenhass wird dort bereits mit der Muttermilch verabreicht und – auch nach einer Migration in den Westen – selten abgelegt.

In seiner Judenfeindlichkeit weist der Islam eine augenfällige Affinität zum Nationalsozialismus auf, wobei der „göttliche“ Text des Korans – anders als der religiös motivierte Antijudaismus von Christen – dafür eine erstklassige Legitimation liefert.

Das beachtliche Talent der Muslime, sich immerfort zu Opfern zu stilisieren, kommt in ihrem erfolgreichen Bemühen zum Ausdruck, „Islamophobie“ als eine gegen sie gerichtete Mutation des Antisemitismus zu deuten. Welcher atemberaubende Zynismus!

Leys Ausblick ist düster: „Das 21. Jahrhundert wird von einem globalen Kampf gegen den Islam geprägt sein.“

Tötet sie, wo ihr sie trefft: Islamischer Antisemitismus
Michael Ley
ISBN: 978-3-982033624
104 Seiten
10,- Euro



Buchempfehlung: Der deutsche Willkommenswahn: Eine Chronik in kommentierten Zitaten 2015 – 2016

Fernsehjournalist Robert Hochner stellte einst süffisant fest: „Die Rache der Journalisten an den Politikern ist das Archiv.“ Der Chefredakteur des österreichischen Politmagazins Frank & Frei, Werner Reichel, zelebriert seine „Rache“ nun in geradezu epischer Breite. Über 700 Aussagen, die in den Jahren 2015 und 2016 im Zusammenhang mit der fälschlich „Flüchtlingswelle“ genannten Migrationskrise von Politikern, Publizisten, Künstlern und Intellektuellen getätigt wurden, präsentiert und kommentiert der Autor in seinem Kompendium. Weiterlesen ›



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