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Merkelkritik ohne Merkel

Wie die Reformkräfte in der CDU das Problem der Partei beseitigen wollen, ohne es zu benennen.

(Wolfgang Prabel) Unter dem Motto „Der häßliche Bruder der Demokratie – Positionen und Perspektiven des Populismus“ hatte die Konrad-Adenauer-Stiftung zu einem Diskurs mit dem der CDU nahestehenden Politikprofessor Patzelt und dem thüringischen CDU-Vorsitzenden Mike Mohring ins Schloß Ettersburg eingeladen.

Der Professor erklärte in einem einleitenden Vortrag den Populismus, wobei er im fünften Spiegelstrich auf die Störungen im Gefüge der repräsentativen Demokratie aufmerksam machte, ohne die Populisten nicht zum Zuge kämen. Dazu gehören

  • eine langfristig von den Bedürfnissen der Bevölkerung abweichende Politik
  • fehlende Kommunikation der Gründe für das Regierungshandeln
  • das Imstichlassen früherer Anhänger
  • die Verharmlosung von Mißständen als nur eingebildet und nebensächlich
  • Zweifel der Wähler an der Aufrichtigkeit der Politiker

Dafür habe es die letzten 5 Jahre Beispiele zuhauf gegeben, so der Professor.
Nach dieser einleitenden Analyse machte Patzelt Vorschläge, was zu tun sei.
Der Populismus ist als Warnsignal ein sekundäres Phänomen. Primär müßten die zugrundeliegenden Repräsentationslücken erkannt und geschlossen werden. Entweder die Politik müßte geändert oder es müßte geduldige Volkspädagogik getrieben werden. Dabei wäre es wichtig genau hinzuhören, eingebildete von realen Mißständen zu unterscheiden. Mit realen Problemen müßte sich die CDU konstruktiv auseinandersetzen, mit eingebildeten repressiv.

Es sei erforderlich hinzuhören, und wenn man kann, falsche Auffassungen… weiterlesen



Das Auseinanderbrechen Deutschlands

Fazit: Die Beibehaltung der jetzigen Politik wird Deutschland unterminieren und in einen dystopischen Albtraum innerhalb weniger Generationen verwandeln.

Vor 2010 stand jede Entscheidung der Politik hinsichtlich ihrer Folgen auf dem Prüfstand, insbesondere welchen Nutzen und Schaden sie für die Bevölkerung haben würde. Dieses ungeschriebene Gesetz wurde nie abgeschafft, doch es gilt nicht mehr.

Dystopia

Die deutsche Berichts-Praxis macht die Leser misstrauisch und führt zu weiterem Vertrauensverlust Medien, Behörden und Politikern gegenüber, schrieb ich in „Die neue Kunst: Zwischen den Zeilen zu lesen“. In „Der Verlust der Meinugsfreiheit und ihre Opfer“ sagte ich: Vor 2010 stand jede Entscheidung der Politik hinsichtlich ihrer Folgen auf dem Prüfstand, insbesondere welchen Nutzen und Schaden sie für die Bevölkerung haben würde. Dieses ungeschriebene Gesetz wurde nie abgeschafft, doch es gilt nicht mehr. In diesem abschließenden Teil meines „Deutschland–Blues“ geht es um den Ausblick auf die Zukunft unseres Landes auf 50 bis 100 Jahre unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit.

Die Grenzen des Wachstums

Als 1972 der Club of Rome seine Studie zu den Grenzen des Wachstums vorlegte, führte das in der Folge zu einem Umdenken in den westlichen Gesellschaften. Thema war das Hochrechnen der damaligen Situation von Faktoren wie Rohstoffverbrauch, Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelproduktion und weiteren Parametern mit Hilfe eines Großcomputers. Die berechneten Modelle führten nach einer exponentiell steigenden Wachstumskurve in allen Varianten zu einem dramatischen Zusammenbruch der Weltwirtschaft. Je später dieser Zusammenbruch kam, desto mehr Menschen gab es zu diesem Zeitpunkt. Die Lösung dieser Katastrophe bestand darin, das Konzept der Nachhaltigkeit fest in unserer Gesellschaft zu verankern. Dieses sieht vor, dass man der Natur nur so viel entnimmt, wie man zurückgeben kann. Also werden so viele Bäume gefällt, wie man nachpflanzen kann, aber fossile Brennstoffe sollen nach einer Übergangszeit gar nicht mehr verbraucht werden.

Ich halte eine Politik der Nachhaltigkeit für notwendig und erwarte, dass Entscheidungsträger stets im Hinterkopf haben, was sie der Nachwelt hinterlassen. Unter dieser Prämisse möchte ich die aktuelle Politik auf die nächsten Generationen hochrechnen.

Eckpfeiler deutscher Politik

Die politische Landschaft besteht aus mehr Parteien als früher, wurde aber zunehmend von „linken“ Idealen geprägt mit…

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Deutschland: GROKO – alter Wein in alten Schläuchen

Wie ein Land seine Zukunft verspielt

Von Andreas Tögel

Zum Zeitpunkt, da diese Zeilen geschrieben werden, haben sich CDU, CSU und SPD auf eine Neuauflage der bei den letzten Wahlen schwer abgestraften Koalition geeinigt. Jetzt liegt es in den Händen von 463.723 Parteimitgliedern der SPD (das sind 0,7% der bei einer Bundestagswahl Wahlberechtigten), in einer vom 20. 2. bis 2. 3. laufenden Abstimmung ihren Segen zum Vorhaben des Politbüros zu geben. Hier handelt es sich um jenen historischen Moment, in dem sich bürgerliche Patrioten erstmals wünschen, dass ein von den Jungsozialisten definiertes Ziel erreicht werden möge. Denn die Jusos sind – freilich aus den falschen Gründen – gegen diese Koalition. Aktuelle Meinungsumfragen zeigen übrigens, dass die GROKO derzeit über keine Wählermehrheit mehr verfügt.

Sollte die rote Basis ihrer Parteinomenklatura einen Strich durch die Rechnung machen, wäre das für Langzeitkanzlerin Merkel (für Politzombie Martin S. ohnehin) der absolute Supergau. Da andere Koalitionsvarianten nicht vorstellbar sind und die Bildung einer Minderheitsregierung ausgeschlossen scheint, wird dann an Neuwahlen kein Weg vorbeiführen. Die würden mutmaßlich das Aus für ihre Karriere als Spitzenpolitikerin bedeuten.

Nehmen wir aber an, die SPD-Mitglieder geben dem Vorhaben von Merkel, Seehofer und Schulz grünes Licht. In diesem Fall werden drei inhaltlich abgewirtschaftete und personell verschlissene Parteien unter der Führung von drei Apparatschiks, deren Zeit längst abgelaufen ist (keiner der drei hat auch nur einen Tag seines Lebens sein Brot außerhalb geschützter Werkstätten verdient), für die kommenden vier Jahre die Geschicke der stärksten Volkswirtschaft der Eurozone lenken. Eine Neuauflage der mit unmissverständlicher Deutlichkeit abgewählten schwarzroten Koalition, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Trauerspiel sein – und zwar nicht nur für die Deutschen.

Die außenpolitischen Agenden geraten unter die Fuchtel von Martin Schulz, werden also demnächst von einem Mann bestimmt, der sich wie kaum ein anderer nach dem Diktat der Brüsseler Hochbürokratie sehnt und damit vor allem die Geschäfte des maroden Frankreich unter seinem smarten Sonnyboy Macron besorgt, dem fürs Geld der deutschen Steuerzahler bekanntlich nichts zu teuer ist. Auch das Finanzressort kommt in die Hände der Roten. Dass das unsägliche Maas-Männchen vermutlich weiterhin als Justizminister den Großzensor geben darf, wird ein Übriges tun, um das politische Klima im Lande nachhaltig zu vergiften. All das zusammen bedeutet für die noch nicht ausgewanderten Leistungsträger und verbliebenen Nettosteuerzahler nichts Gutes. Was bisher vom Koalitionspakt bekannt wurde, läuft auf ein trostloses „more of the same” – auf noch mehr „soziale” Umverteilung, noch mehr Bevormundung und auf noch mehr Strangulierung der Wirtschaft hinaus.

  • Das Koalitionsübereinkommen enthält zwar jede Menge Ideen, wie man noch mehr Steuergeld verbraten könnte, aber keine konkreten Vorstellungen, wie der schwer bedrängte Mittelstand, der ja noch immer das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft bildet, entlastet werden könnte.

  • Die von Kanzlerin Merkel unbedacht ausgerufene „Energiewende”, wird mit voller Kraft weiterlaufen – was Deutschland im Vergleich zum Ausland noch höhere Stromtarife und noch niedrigere Netzsicherheit einbringt. Beides ist für einen Industriestandort verheerend, der in einem immer schärfer werdenden internationalen Wettbewerb steht.

  • Der ins Bundestagspräsidium weggelobte Wolfgang Schäuble, fällt als bisher konsequenter Bremser in Fragen der Haftungs- und Schuldenunion aus. Die auf deutsches Geld lauernden mediterranen Pleitekandidaten, werden also noch leichteres Spiel haben als bisher.

  • Deutsche Interessen zu vertreten – etwa die der immer noch erfolgreichen Industrie – wird weiterhin verpönt bleiben. Patriotismus und selbstbewusstes Auftreten sind weiterhin voll Nazi. Anstatt etwa ihren Autobauern im Wettbewerb beizustehen, wie jede andere Regierung auf der Welt das zugunsten ihrer Werktätigen tut, wird – wie gehabt – auf den Kampf gegen den (von der deutschen Automobilindustrie in einer der internationalen Konkurrenz überlegenen Qualität erzeugten) Dieselmotor gesetzt und damit der Bestand jedes achten Arbeitsplatzes im Land in Frage gestellt.

Die Liste der mit einer Neuauflage der GROKO dräuenden Gefahren, lässt sich seitenlang fortsetzen. Es ist dafür noch nicht einmal nötig, die Konsequenzen des sich abzeichnenden „Familiennachzugs” zu bemühen, der Millionen von afroasiatischen, dauerhaft unproduktiven Wohlfahrtsklienten ins Land führen wird, die das ohnehin bereits angespannte Sozialsystem in wenigen Jahren in den Abgrund stürzen werden.

Aber das ist eben das Wesen der Demokratie im Europa des 20. Und 21. Jahrhunderts: Was bestellt wird, muss gegessen werden – und zwar auch von denen, die das angerichtete Menü nicht mögen. So funktioniert die auf „sozialer” Umverteilung beruhende Massendemokratie nun einmal. Da die Wähler sich mehrheitlich (noch) nicht für die Alternative zur deutschen GROKO erwärmen konnten, werden sie halt mit den überaus unerfreulichen Folgen leben müssen.

Aus der Sicht Österreichs, wo die jüngsten Wahlen ein deutlich günstigeres Ergebnis erbracht haben und folglich nur Leute in der Regierung sitzen ,die mit Messer und Gabel essen können, ist das durchaus kein Grund zur (Schaden-)Freude. Immerhin ist Deutschland nach wie vor der wichtigste Handelspartner der Alpenrepublik. Was für Deutschland schlecht ist, ist auch schlecht für Österreich.



Deutschland anno 2017: Die Lust zur Selbstzerstörung

Wir Österreicher haben es gut. Immerhin war Österreich „…das erste Opfer der nationalsozialistischen Angriffspolitik“, wie die Moskauer Deklaration von 1943 beschied. Wie praktisch, dass wir listigen Austriaken es zudem verstanden haben, Beethoven zum Österreicher und Adolf den Braunen zum Deutschen zu machen. Dass im Jahr 1934 der österreichische Kanzler Engelbert Dollfuß unverhofft einem Mordanschlag eines Rollkommandos illegaler Nationalsozialisten zum Opfer fiel, war, außer für ihn selbst, nachgerade als historischer Glücksfall zu werten. Wie gesagt: Wir waren´s nicht – ehrlich! Wir waren Opfer, keine Täter.
Die Deutschen dagegen, haben leider die Arschkarte gezogen. Sie werden die einzigartige Schuld auch in 1.000 Jahren nicht loswerden, die ein verbrecherisches Regime in der Zeit von 1933 bis 1945 auf sie geladen hat. Der jüdische Intellektuelle Elie Wiesel, hat diesem Umstand in einem Aufsatz im Jahre 1986 Rechnung getragen, in dem es heißt: “Every Jew, somewhere in his being, should set apart a zone of hate – healthy virile hate – for what the German personifies and for what persists in the German.” Das ist doch ein Wort, an dem sich die aus allen Poren Schuldstolz und Selbsthass verströmenden deutschen Zeitgenossen orientieren können – umso mehr, als Wiesel im Jahr 1986 auch noch mit dem Friedensnobelpreis gehrt wurde. Ob die zitierte, so beispielgebend versöhnliche und völkerverbindende Aussage den Ausschlag für die Entscheidung des Nobelpreiskomitees gegeben hat, ist unbekannt.
Der amerikanische Soziologe und Politikwissenschaftler Daniel Goldhagen, hat zehn Jahre danach mit seinem originellen Elaborat „Hitlers willige Vollstrecker“ noch ein Schäuferl nachgelegt, und den „ganz gewöhnlichen Deutschen“ präsentiert, der sozusagen mit einem Antisemitismus-Gen geboren wird und daher gar nicht anders kann, als lebenslänglich Juden nach dem Leben zu trachten. Auch nicht schlecht. Versteht sich von selbst, dass der Mann damals von einer deutschen Talkshow zur anderen weitergereicht wurde, und sich ein gehöriger Teil der Gebührenpflichtigen an dieser bizarren Spielart des Holocaust-Pornos delektierte. Dass der auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaft dilettierende Goldhagen für die von ihm aufgestellten Thesen von Norman Finkelstein und Ruth Bettina Birn in deren Buch „Eine Nation auf dem Prüfstand“, in der Luft zerrissen wurde, und sich nicht anders als mit einer Klagedrohung gegen Birn zu wehren wusste, ist dagegen weniger bekannt.
Gegenwärtig stellt sich dem interessierten Beobachter aus dem unschuldigen Ausland jedenfalls die Frage, ob die Politik der deutschen Bundesregierung in den letzten Jahren und bis heute, am Ende ausschließlich vom Schuldkult und der daraus folgenden Sehnsucht nach Sühne bestimmt war und ist. Wie keine andere Regierung auf diesem Planeten, scheint das Merkel-Regime geradezu wild entschlossen zu sein, den Bürgern ihres Landes, genauer: den autochthonen Deutschen, zu schaden, wo immer und so sehr es nur kann.

  • Stichwort „Energiewende“: Wer an einem hochentwickelten Industriestandort die sichere und preisgünstige Energieversorgung, ohne jede einleuchtende Veranlassung von einem Tag auf den anderen deshalb gefährdet, weil sich am anderen Ende der Welt ein Tsunami ereignet hat, ist entweder irrsinnig, oder – siehe oben. Dass bei dieser Gelegenheit auch noch ganz Deutschland nahezu flächendeckend mit potthässlichen Windrädern in einer Weise verschandelt wird, wie man es noch vor kurzer Zeit für undenkbar gehalten hätte, nimmt sich dagegen schon fast aus, wie ein unbedeutender Kollateralschaden. Die mit der „Energiewende“ eingeleitete Entindustrialisierung des Landes, wird langfristig mit Sicherheit zu kollektiven Wohlstandsverlusten führen. Wer heute noch glaubt, mit Dienstleistungen eine vergleichbare Wertschöpfung – und damit Einkommen – schaffen zu können, wie mit industrieller Güterfertigung, hat von Ökonomie keinen Schimmer.
  • Stichwort Griechenlandhilfe und Eurorettung: Beides mag allen möglichen Interessen dienen. Denen der deutschen Werktätigen und Sparer sicher nicht. Ihre Spargroschen und Geldvermögen werden dadurch nämlich systematisch enteignet und umverteilt. Die Targetsalden (die Schuldenstände des Auslands bei den Deutschen) wachsen und werden sich eines nicht besonders schönen Tages als Luftnummer erweisen. Dass die Durchschnittsdeutschen über deutlich niedrigere Vermögensstände verfügen, als die Bürger der von ihnen subventionierten maroden Südländer, wird sich spätestens dann als Problem herausstellen, wenn die Unfinanzierbarkeit der Sozialnetze auch noch dem letzten Schlafschaf klar wird.
  • Stichwort Antidieselkampagne: Die weltbesten Dieselmotoren werden derzeit von deutschen Premiumherstellern produziert. Keine Nation ist derart vom Wohlergehen ihrer Fahrzeugindustrie abhängig, wie die deutsche. Kein Hybrid- oder Elektrokarren, und sei er noch so hochentwickelt, kann heute im Hinblick auf die Gesamtenergie- und Schadstoffbilanz mit einem dieselgetriebenen Auto mithalten. Dass ausgerechnet zum Zeitpunkt, da sich die Überlegenheit moderner Dieselmotoren über sämtliche alternative Antriebskonzepte immer klarer herausstellt (ein Liter Diesel bewegt ein modernes Auto mit vier Insassen immerhin 20 Kilometer weit – und das bei geringstem Schadstoffausstoß), kann kein Zufall sein. Weder Amerikaner noch Franzosen oder Japaner, wären verrückt genug, eine ihrer prosperierenden und in höchstem Masse wettbewerbsfähigen Schlüsselindustrien derart zu beschädigen, wie das durch das laufende Kesseltreiben gegen den Dieselmotor geschieht – und zwar von deutschem Boden aus! Dass die lautstarke Kritik an den technischen Errungenschaften der deutschen Autobauer, bevorzugt aus dem Mund von Figuren kommt, deren physikalisch-technisches Verständnis spätestens beim Einschalten ihres Mobiltelephons endet, verleiht dem unbegreiflichen Spektakel zusätzliche Würze.

All das Genannte verblasst aber gegen die Geschehnisse, die sich mit dem Begriff „Flüchtlingswelle“ verbinden. „Deutschland schafft sich ab“ schrieb Thilo Sarrazin geradezu prophetisch schon anno 2010 – fünf Jahre, ehe Angela Merkel die Büchse der Pandora öffnete, indem sie alle vermeintlich Mühseligen und Beladenen dieser Welt zum Kommen einlud. Diesem Aufruf wurde schon bisher begeistert gefolgt. Nach den im Herbst zu schlagenden Bundestagswahlen, wird´s aber erst richtig losgehen – dann nämlich, wenn im Zuge der „Familienzusammenführung“ eine Flut von Millionen weiterer Orientalen und Afrikaner Deutschland erreichen wird. Von einer Integration der vielen Immigranten, deren Beitrag zum Wohl Deutschlands nach Ansicht des Geistesakrobaten und SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, angeblich „wertvoller als Gold“ ist (was auch immer der wackere Mann damit meinen mag), kann schon jetzt keine Rede sein. Nach dem Familiennachzug, wenn auf zehn „schon länger hier Lebende“, ein Einwanderer kommt, wird es damit endgültig und irreversibel vorbei sein.
Es ist ein reizvolles Gedankenexperiment, sich vorzustellen, mit einer Zeitmaschine in die Zukunft zu reisen und, sagen wir, im Jahr 2100 auszusteigen und einen Blick auf das Land der Dichter und Denker zu werfen. Man wird es nicht wiedererkennen. Die verbliebenen Biodeutschen werden eine politisch unbedeutende Minderheit im ehemals eigenen Land bilden. Ein für jedermann – außer für Frau Merkel und allerlei rotgrüne Traumtänzer – trauriges Bild.
Das Unglück, das die Nationalsozialisten über Deutschland und Europa gebracht heben, war namenlos. Aber der Spuk hat nur ganze zwölf Jahre gedauert, ehe er unterging. Die angerichteten Schäden waren – abgesehen vom tragischen Verlust vieler Menschenleben – reversibel. Europa konnte nach 1945 seine Identität als Wiege der westlichen Zivilisation und Hort der Freiheit bewahren – zumindest in wichtigen Teilen. Was uns aber nun, im Zuge der massenhaften Einwanderung von der westlichen Lebensart zutiefst ablehnend bis offen feindselig gegenüberstehenden Individuen blüht, wird den Kontinent grundlegend und unwiderruflich verändern. Und zwar nicht zum Besseren, wie sich jedermann ausmalen kann, der in jüngerer Vergangenheit Afrika und den muslimischen Orient bereist hat oder sich anderweitig über die dort herrschenden Zustände kundig macht.
Viele – viel zu viele – Deutsche haben ein offensichtliches Problem damit, kritische Distanz zu ihren Führern zu wahren, sei es ein mit seinem Amt überforderter Kaiser, ein wortgewaltiger nationalsozialistischer Desperado oder neuerdings eine dem Cäsarenwahn verfallene Matrone mit „DDR“-Biographie. Die Popularität der Kanzlerin ist in weiten Kreisen der Wählerschaft ungebrochen! In Frankreich, Italien oder in den USA, vielleicht sogar in Österreich(!), würde man ein Merkel-Äquivalent wohl längst mit nassen Fetzen aus dem Amt gejagt haben. In Deutschland dagegen, blickt diese Unglücksfrau – nach allem was sie bereits angerichtet hat – bei den anstehenden Wahlen entspannt einem Kantersieg entgegen. Man möchte es nicht für möglich halten.
Da politische Führer – besonders in Demokratien – ein Spiegelbild des Wahlvolkes darstellen, dürfte im Herbst – nach dem zu erwartenden Triumph Angela Merkels – ein vernichtendes Urteil fällig werden. Sowohl über die deutsche Wählermehrheit, als auch über das Politsystem insgesamt. Der Leidensdruck der Ureinwohner ist anscheinend noch immer nicht hoch genug. Immerhin wurde noch nicht jeder einzelne von ihnen von den so unerwartet „geschenkten Menschen“ ausgeraubt, vergewaltigt oder verletzt. Es scheint, als wäre seit dem erfolgreichen Marsch der 68er durch die Institutionen, der einst so gefürchtete Furor teutonicus, zur blanken Lust an der Selbstzerstörung mutiert.

Von Andreas Tögel



Verteilungskampf / Warum Deutschland immer ungleicher wird

Von Andreas Tögel

Der Autor ist – unübersehbar – ein neoklassischer Mainstreamökonom. Für ihn ist Verteilungsgerechtigkeit, gemeint ist Verteilungsgleichheit, das wichtigste Anliegen. Nicht zufällig zitiert er mehrfach den Ökonomie-Superstar der Linken, Thomas Piketti (“Das Kapital im 21. Jahrhundert”), einen loyalen Kostgänger der französischen Sozialisten.
Fratzscher zäumt das Pferd nicht, wie die besonders schlichten Naturen in den Reihen der roten Klassenkämpfer, von der Vermögenssteuerseite her auf. Zumindest versteht er es, seine Phantasien geschickt hinter Phrasen wie „der Faktor Arbeit wird in Deutschland zu hoch besteuert“, zu verstecken. Sein erklärtes Ziel ist vielmehr die Beseitigung der von ihm kritisierten, mangelnden Chancengleichheit im Lande, die er auf einen ungleichen Zugang zur (staatlichen) Bildung zurückführt. Da die präsentieren Daten kaum Abweichungen zwischen Deutschland und Österreich zeigen, sind die Aussagen und Schussfolgerungen des Autors eins zu eins auf Österreich übertragbar.
Die „soziale Durchlässigkeit“ der Gesellschaft sei – zu deren Nachteil – nicht gegeben. Fratzscher lässt keinen Zweifel daran, dass ausschließlich universitäre Bildung zu gutem Einkommen, Vermögen und damit zum Heil führen kann. Die „soziale Mobilität“ müsse gesteigert werden. Nicht nur Unternehmer- und Beamtenkinder, sondern auch Arbeitersprösslinge sollen daher vermehrt – z. B. Soziologie oder Theaterwissenschaften – studieren. Das wird das BIP gewiss gewaltig steigern. Handwerker und nicht akademisch gebildete Mittelständler dagegen: Minderwertige Randfiguren.
Zwar stellt Fratzscher mehrmals fest, dass staatliche Umverteilung kein effizienter Weg zum Ausgleich auf dem Markt entstehender Ungleichheiten sei; Seine Ideen laufen aber – konsequent zu Ende gedacht – dennoch auf eben diese Umverteilung und einen noch rigoroseren Staatsinterventionismus in Bildungsangelegenheiten hinaus.
Die Frage, wer oder was dem Staat das Recht gibt, Einkommen und Vermögen, die auf legale Weise zustande gekommen sind, überhaupt (gegen den Willen der rechtmäßigen Eigentümer) umzuverteilen, stellt sich für ihn erst gar nicht. Materielle Ungleichheit ist ein Übel – basta. Die Aussagekraft der zum Beweis dieser These angeführten Statistiken, ist mehr als fragwürdig. Denn wer Daten lang genug foltert, bekommt – siehe Piketti – stets das gewünschte Geständnis. Und einer nicht von eigener Hand gefälschten Statistik ist ohnehin niemals zu trauen.
Ärgerlich, dass im Kapitel zur „Flüchtlingsmigration“ suggeriert wird, der Flüchtlingszustrom würde (und sei es am St. Nimmerleinstag) „einen wirtschaftlichen Mehrwert für Deutschland“ bedeuten. Das wäre der Fall, wenn die Zuwanderer im Durchschnitt besser gebildet wären als die Autochthonen. Davon kann indes keine Rede sein. Dauerhaft arbeitslose Einwanderer ins Sozialsystem sind allerdings so nützlich, wie ein Euter an einem Bullen.
Dass bei Fratzscher ausschließlich Arbeitnehmerinnen (kein Binnen-I, männliche Werktätige gibt es nicht), dafür aber nur männliche Transferbezieher (Rentner) vorkommen, verleiht dem Machwerk einen leicht vermeidbaren, ekelhaften Hautgout.
Der linken Reichshälfte wird dieses „wissenschaftliche“ Elaborat zweifellos einen Vorwand für noch brutalere Eingriffe des Staates in Familienangelegenheiten liefern. Schließlich bringen ja, nach Darstellung des Autors, “Investitionen” in die frühkindliche Bildung weit mehr Rendite als Bildungsausgaben im höheren Lebensalter. Ohne eine noch weiter ausgedehnte staatliche Zwangsbeschulung – möglichst schon ab dem Kleinstkindesalter – sind Fratzschers Visionen nämlich nicht zu verwirklichen. Schöne neue Welt!

Verteilungskampf / Warum Deutschland immer ungleicher wird
Marcel Fratzscher
Hanser-Verlag 2016
263 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-446-44465-2
19,90 Euro



Goldman Sachs wünscht Große Koalition in Deutschland

Na dann 😀

Goldman Sachs verfolgt einen Plan und hält eine Große Koalition in Deutschland für die beste Lösung. Goldman gibt schon lange die Richtung der Politik in Europa vor: Mario Monti spielte eine führende Rolle bei der Gründung der „Spinelli-Gruppe“, einem Lobby-Verein in Brüssel. Die Gruppe will Personen vernetzen, „die das Europäische Interesse über das nationale stellen“.

Quelle…



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